Unter den Anlegern, die in Immobilien investieren, gibt es ganz unterschiedliche Ansätze: Manche betreiben Wohnungsinvestments, manche vermieten Einfamilienhäuser als Mietobjekte, andere führen ein Apartmenthaus. Gerade das Apartmenthaus-Management wird als Anlageform beachtet, weil esdie Streuung des Leerstandsrisikos und den Vermögensaufbau zugleich ermöglichtIn diesem Beitrag erläutern wir systematisch, wie Sie das Apartmenthaus-Management als Anlagestrategie beginnen, Renditen analysieren und Risiken steuern können.
Wie beginnt man mit dem Management eines Apartmenthauses?
Um mit dem Management eines Apartmenthauses zu beginnen, sind fünf Schritte erforderlich: Strategie festlegen, Informationen sammeln, Vor-Ort-Prüfung durchführen, Geschäftsplan erstellen und die Immobilie kaufen. Wenn die Investitionsentscheidungen in jeder Phase präziser werden, führt das zu stabilen Erträgen auf lange Sicht.
Anlagestrategie festlegen
Wenn Sie Eigentümer eines Apartmenthauses werden möchten, müssen Sie zunächst Ihre Bewirtschaftungsstrategie festlegen.Wichtig ist, Ziele und Rahmenbedingungen klar zu ordnen, etwa welchen Zweck das Apartmenthaus-Management erfüllen soll und wie viel Kapital Sie einsetzen können.Je nach verfügbarem Kapital entscheidet sich nicht nur, ob ein Neubau oder ein Bestandsobjekt infrage kommt, sondern zwangsläufig auch die Anlagestrategie in Bezug auf Lage, Rendite und weitere Faktoren.
Informationen sammeln
Sobald die Strategie Form annimmt, sollten Sie Informationen über geeignete Objekte sammeln. Dafür können Sie eine Immobiliengesellschaft einschalten oder im Internet recherchieren.Sobald Sie Objekte eingegrenzt haben, die zu Ihrer Bewirtschaftungsstrategie passen könnten, sollten Sie das Mietniveau in der Umgebung, die Vermietungssituation, Konkurrenzobjekte und städtebauliche Entwicklungspläne umfassend prüfen.Da die Objektauswahl über den Anlageerfolg entscheidet, sollte die Informationsbeschaffung sorgfältig erfolgen.
Vor-Ort-Prüfung durchführen
Wenn sich die Zielregion grob festgelegt hat, sollten Sie vor Ort recherchieren. Allein auf Basis von Internetinformationen lässt sich die Zukunftsfähigkeit eines Objekts nur schwer beurteilen.Bei einem gebrauchten Apartmenthaus sollte auch eine Innenbesichtigung stattfinden; bei einem Neubau sind eine Grundstücksprüfung und die Bestätigung der baulichen Rahmenbedingungen unverzichtbar.Wir empfehlen außerdem, Wohnumfeld und Alltagstauglichkeit zu verschiedenen Tageszeiten zu prüfen. Auch die Entfernung zum Bahnhof und vorhandene Busverbindungen wirken sich direkt auf die Vermietungsquote aus.
Geschäfts- und Finanzierungsplan erstellen
Geschäftsplan und Finanzierungsplan sind notwendig, um Erträge und Liquidität über einen langen Zeitraum zu simulieren.Fehlt die Wirtschaftlichkeit, bleibt am Ende womöglich nur die Kreditrückzahlung als Belastung. Angestellte Investoren wählen häufig Objekte in Vororten oder Regionalstädten, doch dort steigen Leerstands- und Mietrückgangsrisiken. Deshalb braucht es einen Plan, der Risiken aus mehreren Perspektiven einpreist. In dieser Phase sollten Sie auch den Antrag für ein Immobilieninvestment-Darlehen vorantreiben.
Immobilie kaufen
Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, schließen Sie den Vertrag für Objekt oder Grundstück. Mit der Kaufpreiszahlung beginnt der Betrieb des Apartmenthauses.Gerade bei der ersten Immobilieninvestition ist die Beauftragung einesvertrauenswürdigen Immobilienverwaltersein Schlüssel zu stabilem Management.
Warum ist das Management eines Apartmenthauses als Anlagemethode attraktiv?
Das Management eines Apartmenthauses bietet mehrere strukturelle Vorteile, die es bei Eigentumswohnungsinvestments in dieser Form nicht gibt. Aus Sicht des Anlageportfolios ordnen wir die wichtigsten Vorteile im Folgenden.
Großer Vermögensaufbau mit überschaubarem Aufwand
Wenn Sie Vermögen aufbauen möchten, ist ein Apartmenthaus als Ganzes effizienter als einzelne Eigentumswohnungen.Bei Ein-Zimmer-Eigentumswohnungen ist die Rendite begrenzt, zugleich steigt der Verwaltungsaufwand über mehrere Einheiten hinweg. Ein Apartmenthaus ermöglicht dagegen, ein zusammenhängendes Vermögensvolumen effizient aufzubauen.
Investitionseffekte lassen sich leichter steuern
Als Eigentümer eines ganzen Gebäudes können Sie Maßnahmen zur Erhöhung der Belegungsquote oder Anpassungen der Miete selbst entscheiden.Bei Eigentumswohnungen hängen größere Sanierungen oder Anlagenerneuerungen von der Eigentümergemeinschaft ab, während Sie bei einem Apartmenthaus auch den Zeitpunkt größerer Sanierungen frei steuern können.
Hoher Steuereffekt
Bei Holz-Apartmenthäusern fallen hohe Abschreibungen an, wodurch sich der steuermindernde Effekt bei Einkommensteuer und Einwohnersteuer erhöht.Im Vergleich zu Stahlbeton- oder Stahlkonstruktionen ist die Abschreibungsdauer bei Holz kürzer, weshalb die jährliche Abschreibung höher ausfällt. Für Investoren, die Steuereffekte priorisieren, sind Holz-Apartmenthäuser daher eine starke Option.
Leerstandsrisiken können gestreut werden
Das Management eines Apartmenthauses mit mehreren gleichzeitig betriebenen Einheiten eignet sich besonders gut zur Streuung von Leerstandsrisiken.Wenn bei einer einzelnen Eigentumswohnung ein Auszug erfolgt, sinken die Mieteinnahmen auf null. Bei einem ganzen Apartmenthaus lässt sich der Einfluss eines Leerstands auf den Gesamtertrag begrenzen, was einen stabileren Cashflow ermöglicht.
Es bleibt als Vermögenswert erhalten
Nach der vollständigen Tilgung des Darlehens verbleiben die Mieteinnahmen direkt bei Ihnen, und auch die Immobilie selbst bleibt als Vermögenswert erhalten.Sollte der Eigentümer unerwartet versterben, wird die Restschuld zudem durch eine Restschuldversicherung abgedeckt, sodass die Immobilie auch eine Funktion ähnlich einer Lebensversicherung übernehmen kann.
Welche Risiken gibt es beim Management eines Apartmenthauses?
Das Management eines Apartmenthauses bringt nicht nur Vorteile mit sich, sondern auch Risiken, die Investitionsentscheidungen beeinflussen. Entscheidend ist, diese Risiken frühzeitig zu verstehen und Gegenmaßnahmen vorzubereiten.
Hohe Anfangskosten
Zu den Anfangskosten zählen neben Baukosten oder Kaufpreis auch Nebenkosten wie Registrierungs- und Lizenzsteuer sowie Versicherungsprämien.Da das Anfangsinvestment hoch ist, steigt auch das Verschuldungsrisiko, wenn die Mieteinnahmen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Wenn Sie unsicher sind, wie viel Eigenkapital Sie einsetzen können, sollten Sie die Bestandteile der Anfangskosten im Detail berechnen.
Alterung des Gebäudes und Sanierungskosten
Mit zunehmendem Gebäudealter sinkt der Vermögenswert.Um den Wert zu erhalten, sind regelmäßige Großsanierungen unverzichtbar, und pro Maßnahme können schnell mehrere Millionen Yen anfallen.Deshalb ist eine Finanzplanung erforderlich, bei der aus den Mieteinnahmen planmäßig Rücklagen für Sanierungen gebildet werden.
Geringe Liquidität (schwierig zu verkaufen)
Gebrauchte Apartmenthäuser finden tendenziell schwerer Käufer als Einfamilienhäuser oder unbebaute Grundstücke.Das Risiko, im Fall wirtschaftlicher Probleme nicht verkaufen zu können, sollte deshalb vorab als Exit-Strategie geprüft werden.
Mieterprobleme und Beschwerdemanagement
Der Umgang mit Konflikten zwischen Mietern, etwa wegen Mülltrennung oder Lärm, gehört zum Apartmenthaus-Management dazu.Durch die Beauftragung einer Verwaltungsgesellschaft lässt sich die Belastung reduzieren. Da die Qualität der Reaktion jedoch die Vermietungsquote beeinflusst, ist es wichtig, auch dierechtlichen Regelungen der Mietverwaltungzu verstehen.
Zinsänderungsrisiko
Die Darlehenszinsen verändern sich mit der Wirtschaftslage, und steigende Zinsen führen direkt zu höheren Gesamtrückzahlungen.Da beim Kauf eines Apartmenthauses meist hohe Kreditbeträge aufgenommen werden, ist auch der Einfluss von Zinsänderungen entsprechend groß. Wenn Sie einen variablen Zinssatz wählen, ist eine Simulation von Zinserhöhungsszenarien unverzichtbar.
Welche Anleger sind mit dem Management eines Apartmenthauses erfolgreich?
Investoren, die mit dem Management eines Apartmenthauses stabile Einnahmen erzielen, weisen gemeinsame Merkmale auf. Wenn Sie die folgenden vier Punkte beachten, steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich.
Ausreichender finanzieller Spielraum
Allgemein wird die Leerstandsquote bei Apartmenthäusern auf etwa 30 % geschätzt. Selbst auf diesem Niveau ist finanzieller Spielraum nötig, um den Betrieb stabil fortzuführen.Durch den Einsatz von Eigenkapital reduzieren Sie nicht nur die Kreditbelastung, sondern können auch Rücklagen für Sanierungen bilden und Vermietungskampagnen finanzieren.
Verwaltungsgesellschaft und Objekt sorgfältig auswählen
Die Wahl der Verwaltungsgesellschaft ist unmittelbar mit der Stabilität des Betriebs verbunden.Entscheiden Sie nicht allein nach günstigen Verwaltungsgebühren, sondern prüfen Sie bei der Objektbesichtigung auch den Zustand der gemeinschaftlichen Bereiche. Bei der Objektauswahl sind Zielgruppenfestlegung und Umfeldanalyse entscheidend.
Kommunikation mit allen Beteiligten ernst nehmen
Die tägliche Kommunikation mit Immobiliengesellschaft, Bauunternehmen und Verwaltungsgesellschaft verbessert die Qualität Ihrer Managemententscheidungen.Investoren mit Hauptberuf neigen leicht dazu, alles zu delegieren. Erfolgreich ist jedoch, wer als Unternehmer Verantwortung übernimmt.
Hohe Fähigkeit zur Informationsbeschaffung
Erfolgreich sind Investoren, die ein breites Spektrum an Informationen sammeln und analysieren können, von vergangenen Markttrends bis zu künftigen Entwicklungsplänen.Es ist sinnvoll, sich von mehreren Immobiliengesellschaften Bewirtschaftungspläne vorlegen zu lassen und diese zu vergleichen. Wenn Entscheidungen schwerfallen, kann auch die Beratung durch einen Finanzplaner oder Berater hilfreich sein.
Welche Erfolgsstrategie beim Apartmenthaus-Management sollten Investoren kennen?
Erfolgreiches Apartmenthaus-Management erfordert einen strategischen Ansatz auf Basis belastbarer Zahlen. Im Folgenden erläutern wir die drei Achsen Renditeberechnung, Risikovorsorge und Kapitalallokation.
Eigenkapitalquote von mindestens 20 % anstreben
Vollfinanzierungen oder Überfinanzierungen sind zwar möglich, aberlangfristig steigt das Verlustrisiko durch sinkende Belegungsquoten oder fallende Mieten. Wenn Sie eine Eigenkapitalquote von rund 20 % sichern, lässt sich der Betrieb auch bei Leerstand stabil halten.
Ertragsplan mit eingepreisten Risiken aufstellen
Wer immer nur Vollvermietung unterstellt, kann keine realistische Managemententscheidung treffen.Besonders wichtig sind vier Faktoren: Leerstandsquote, Mietrückgang, Darlehensbelastung sowie Verwaltungs- und Instandhaltungskosten.Erstellen Sie eine Ertrags- und Liquiditätssimulation für die nächsten 20 Jahre und berücksichtigen Sie auch den Rückgang der Abschreibung nach dem zehnten Jahr sowie die steigende Steuerlast.
Rendite mit mehreren Kennzahlen kalkulieren
Wichtig ist, die Wirtschaftlichkeit nicht nur anhand der Bruttorendite zu beurteilen, sondern auch anhand der Nettorendite unter Berücksichtigung des Leerstands sowie der Rendite nach Kreditrückzahlung.Selbst wenn die Bruttorendite eines gebrauchten Apartmenthauses hoch erscheint, gibt es nicht wenige Fälle ohne tatsächlichen Gewinn.
Was lässt sich aus gescheiterten Beispielen im Apartmenthaus-Management lernen?
Hinter jedem Erfolg stehen viele gescheiterte Fälle. Wenn Sie typische Fehlerbilder kennen, können Sie Investitionsentscheidungen treffen, ohne dieselben Fehler zu wiederholen.
Fall eines zu hohen Kreditbetrags
Wenn der Kreditbetrag zu stark ansteigt, werden nicht nur die monatlichen Rückzahlungen zur Belastung, sondern auch Leerstände oder Zahlungsrückstände schwer beherrschbar.Daher sollten Sie den Rückzahlungsplan im Voraus entwerfen und eine Ertrags- und Liquiditätssimulation erstellen, die auch Alterung und Mietrückgänge einbezieht.
Fall mangelnden Verständnisses für das Sublease-Modell
Ein Sublease-Modell bedeutet, dass eine Immobilienverwaltungsgesellschaft das Objekt vom Eigentümer anmietet und an Mieter weitervermietet.Das reduziert den Verwaltungsaufwand, birgt aber das Risiko einer Anpassung der garantierten Miete und führt zu geringeren Renditen als die Eigenverwaltung. Prüfen Sie deshalb vor Vertragsabschluss die Garantieleistungen und Nebenkosten genau.
Fall eines Starts ohne Eigenkapital
Ohne Eigenkapital steigt der Kreditbetrag stark an, und die Belastung durch Sanierungs- oder Renovierungskosten kann das Management in eine Sackgasse führen.Als grober Erfolgsmaßstab ist es wünschenswert, 10 % bis 30 % des Objektpreises als Eigenkapital bereitstellen zu können.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F. Wie hoch sind die Anfangskosten beim Management eines Apartmenthauses?
Zusätzlich zum Kaufpreis des Objekts fallen Nebenkosten wie Registrierungs- und Lizenzsteuer, Versicherungsprämien sowie Maklergebühren an. Im Allgemeinen gelten 7 % bis 10 % des Objektpreises als Richtwert für diese Nebenkosten. Wenn Sie 10 % bis 30 % des Objektpreises als Eigenkapital bereitstellen können, ist ein stabilerer Betrieb zu erwarten.
F. Was gilt als Richtwert für die Rendite beim Apartmenthaus-Management?
Die Bruttorendite unterscheidet sich je nach Region und Objekt. Entscheidend ist jedoch die Nettorendite unter Berücksichtigung der Leerstandsquote. Selbst bei hoher Bruttorendite kann sich unter Einbezug von Nebenkosten und Leerstand ein Defizit ergeben. Deshalb ist die Rendite nach Rückzahlung ein zentraler Punkt der Investitionsentscheidung.
F. Was ist als Investment vorteilhafter: Holzbau-Apartmenthaus oder Stahlkonstruktion?
Holzbau-Apartmenthäuser zeichnen sich durch hohe Abschreibungen und damit starke Steuereffekte aus. Stahl- oder Stahlbetonkonstruktionen bieten dagegen längere Nutzungsdauern und Vorteile beim langfristigen Werterhalt. Wählen Sie entsprechend Ihrem Anlageziel und Ihrer Finanzierungsplanung.
F. Ist das Management eines Apartmenthauses auch für Angestellte möglich?
Ja, das ist möglich. Wenn Sie eine Verwaltungsgesellschaft beauftragen, können Sie die laufenden Verwaltungsaufgaben delegieren. Voraussetzung für den Erfolg ist jedoch, dass Sie als Verantwortlicher regelmäßig Objektzustand sowie Einnahmen und Ausgaben prüfen.
F. Wie kann man das Leerstandsrisiko reduzieren?
Grundlegend ist die Wahl einer Lage mit erwartbarem Bevölkerungswachstum oder guter Verkehrsanbindung. Darüber hinaus helfen Investitionen in zielgruppengerechte Ausstattung und die Zusammenarbeit mit einer vertrauenswürdigen Verwaltungsgesellschaft, die Leerstandsquote zu senken.