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Ist ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil in Japan eine Investition? Entscheidung über Darlehen, Cashflow und Erbschaft

Ein japanisches **chintai heiyo jutaku** (賃貸併用住宅), also ein selbst genutztes Wohnhaus mit integrierten Mietwohnungen, kann Mieteinnahmen bringen, während man im eigenen Haus wohnt. Gleichzeitig ist es eine Japan-spezifische Immobilienform,

Zuletzt aktualisiert: Etwa 6 Min. Lesezeit

Ein japanisches chintai heiyo jutaku (賃貸併用住宅), also ein selbst genutztes Wohnhaus mit integrierten Mietwohnungen, kann Mieteinnahmen bringen, während man im eigenen Haus wohnt. Gleichzeitig ist es eine Japan-spezifische Immobilienform, bei der Hypothekenbedingungen, räumliche Nähe zu Mietern, spätere Veräußerbarkeit und Erbschaftsplanung zusammen beurteilt werden müssen. Ob das Modell funktioniert, entscheidet sich nicht daran, ob „die Miete die Rate zahlt“, sondern daran, ob das Objekt als Eigenheim plus Apartmenthaus langfristig haltbar ist und auch beim Exit keine strukturellen Probleme verursacht.

Kernaussagen dieses Artikels

  • Ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil liegt zwischen Eigennutzung und Investment; eine Beurteilung nur nach Wohnungsdarlehen ist gefährlich.
  • Mieteinnahmen können die Rückzahlung unterstützen, sollten aber nach Leerstand, Instandhaltung und Steuern als tatsächlicher Nettoüberschuss betrachtet werden.
  • Abstand zu den Mietern, Nutzung einer Hausverwaltung und Käuferkreis beim Verkauf sollten bereits in der Planungsphase festgelegt werden.
  • Erbschaftsteuerliche Effekte können entstehen, wichtiger ist aber zuerst, ob die Familie das Objekt sinnvoll übernehmen kann.

Was für ein Objekt ist ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil?

Ein chintai heiyo jutaku (賃貸併用住宅) ist ein Gebäude oder Grundstück, auf dem sich der selbst genutzte Bereich des Eigentümers und vermietete Einheiten befinden. Anders gesagt: Man besitzt ein Eigenheim mit Apartmentfunktion und deckt einen Teil der Wohnkosten durch Mieteinnahmen.

Das bedeutet jedoch nicht einfach, dass man mit einem japanischen Wohnungsdarlehen ein Apartmentinvestment finanzieren kann. Gleichzeitig geprüft werden müssen die Wohnqualität als Eigenheim, die Marktgängigkeit der Mietflächen, die Finanzierungskriterien der Bank und die spätere Verkaufbarkeit.

Beispielsweise kann in einem Gebiet mit Nachfrage von Singles und einer Entfernung von höchstens zehn Gehminuten zum Bahnhof ein Konzept funktionieren, bei dem das Erdgeschoss aus 1K-Mietwohnungen besteht und die zweite und dritte Etage als Eigenheim genutzt werden. 1K bezeichnet in Japan typischerweise eine kleine Einzimmerwohnung mit separater Küche. In DACH-Märkten würde man eher an eine kompakte Einzimmer- oder Studioeinheit denken, allerdings mit anderen Flächen- und Ausstattungsstandards. In Vororten, in denen die Nachfrage vor allem auf klassische Einfamilienhäuser gerichtet ist, können Mietbereiche dagegen trotz Neubau nicht stabil vermietet sein.

Wer zuerst die Grundstruktur dieses Modells verstehen möchte, findet in Was ist ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil? Ertragsstruktur, Grundrissplanung und Investmentvorteile eine ergänzende Einführung. Dieser Artikel geht einen Schritt weiter und betrachtet das Thema als Investitionsentscheidung.

Warum scheitern Wohnhäuser mit Vermietungsanteil oft an den Bedingungen für Wohnungsdarlehen?

Bei einem Wohnhaus mit Vermietungsanteil muss zuerst geklärt werden, ob die Bank das Objekt als Wohnimmobilie oder als Renditeobjekt betrachtet. Wenn dieser Punkt unklar bleibt und die Bauplanung trotzdem voranschreitet, können sich die Finanzierungskonditionen später ändern.

Ein japanisches jutaku loan (住宅ローン), also Wohnungsdarlehen für Eigennutzer, dient grundsätzlich dem Erwerb einer Immobilie, in der der Kreditnehmer selbst wohnt. Viele Finanzinstitute achten deshalb darauf, dass der eigene Wohnbereich einen bestimmten Anteil an der gesamten Geschossfläche einnimmt. In der Praxis wird oft ein selbst genutzter Anteil von mindestens 50% als Orientierungswert genannt, die konkrete Behandlung unterscheidet sich aber je nach Bank.

Bei den Bedingungen eines Wohnungsdarlehens geht es nicht nur um den Zinssatz. Zu prüfen sind auch die Fläche des Mietbereichs, getrennte Eingänge, baurechtliche Nutzung, Bewertung der Mieteinnahmen und die Behandlung bei einem späteren Umzug. Wird das Objekt entgegen der Annahmen des Wohnungsdarlehens genutzt, kann dies Vertragsverletzungen oder das Risiko einer vorzeitigen Gesamtrückzahlung auslösen. Anders als viele DACH-Anleger es von klassischen Mehrfamilienhäusern erwarten, hängt die Finanzierungslogik hier stark daran, ob die Eigennutzung bankseitig glaubhaft im Vordergrund steht.

Prüfpunkte Worauf zu achten ist Risiko bei falscher Einschätzung
Flächenanteil des eigenen Wohnbereichs Erkennt die Bank den Anteil als geeignet für ein Wohnungsdarlehen an? Behandlung als Apartmentdarlehen; der Rückzahlungsplan ändert sich
Gebäudenutzung und Eintragung Passt die Behandlung als Wohnhaus, Mehrfamilienhaus usw. zu den Kreditbedingungen? Nachteile bei Prüfung und Sicherheitenbewertung
Bewertung der Mieteinnahmen In welchem Umfang werden erwartete Mieten als Rückzahlungsquelle anerkannt? Überschätzung der möglichen Darlehenssumme
Möglichkeit eines späteren Umzugs Vertragliche Behandlung bei Versetzung oder Wohnungswechsel Mögliche Vertragsänderung oder Forderung nach Sondertilgung
Verwaltungsstruktur Selbstverwaltung oder Beauftragung einer Verwaltung Mieterbetreuung wird zur Belastung im Alltag

Wer die Finanzierungsbedingungen gezielter prüfen möchte, sollte zusätzlich Bekommt man für ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil ein Wohnungsdarlehen? Prüfungskriterien und drei Vorsichtspunkte lesen.

Die Falle der Idee, dass Mieteinnahmen die Rückzahlung leisten

Der Reiz eines Wohnhauses mit Vermietungsanteil liegt darin, dass Mieteinnahmen zur Rückzahlung des Wohnungsdarlehens verwendet werden können. Für die Investitionsentscheidung zählt jedoch nicht die Vollvermietungsmiete, sondern der Betrag, der nach Leerstand, Verwaltungskosten, Reparaturen und Steuern übrig bleibt.

Selbst wenn bei zwei Mietwohnungen monatliche Mieteinnahmen von 160.000 Yen, also grob rund 950 bis 1.000 EUR je nach Wechselkurs, angenommen werden, bleiben diese 160.000 Yen nicht dauerhaft vollständig verfügbar. Einzuplanen sind Verwaltungshonorare, Wiederherstellungskosten nach Auszug, Vermittlungs- oder Werbekosten, Austausch von Anlagen, Feuerversicherung, Grundsteuer und die Wirkung der Einkommensteuer.

Die japanische Nationale Steuerbehörde, Kokuzei-cho (国税庁), ordnet Immobilienerträge so ein, dass sie durch Abzug notwendiger Aufwendungen von den Bruttoeinnahmen berechnet werden. Auch bei einem Wohnhaus mit Vermietungsanteil ist es deshalb grundlegend, Einnahmen und Kosten des Mietbereichs getrennt vom eigenen Wohnbereich zu dokumentieren.

Wenn Mieteinnahmen in die Rückzahlung einbezogen werden, sollte man aus meiner Sicht in drei Stufen prüfen. Erstens: Kann die Rate für eine gewisse Zeit auch bei null Miete gezahlt werden? Zweitens: Funktioniert die Liquidität auch bei 80 bis 90% Auslastung? Drittens: Können Rücklagen für größere Instandsetzungen nach zehn Jahren gebildet werden?

Cashflow sollte nicht vor Steuern, sondern einschließlich Lebenshaltung betrachtet werden

Der Cashflow eines Wohnhauses mit Vermietungsanteil lässt sich nicht allein über die Rendite des Objekts beurteilen. Weil man dort selbst wohnt, muss der gesamte Haushalt betrachtet werden, einschließlich Wohnkosten, Ausbildungskosten, Altersvorsorge und Instandhaltungsrücklagen.

Besonders riskant ist die Annahme, sämtliche Einnahmen aus dem Mietbereich könnten vollständig in die Rückzahlung fließen. Wenn mehrere Mieter ausziehen, können Mieten für mehrere Monate ausfallen. Auch Reparaturen an Warmwasserbereitern, Klimaanlagen, Außenwänden oder Dachabdichtungen treten nicht zu einem selbst gewählten Zeitpunkt auf.

Szenario Annahmen Orientierungswert für die Entscheidung
Konservativ 80% Auslastung, Mietrückgang, höhere Reparaturkosten Wenn die Rückzahlung auch hier funktioniert, besteht Prüfungswürdigkeit
Standard 90% Auslastung, Marktmiete, normale Reparaturen Als Mitte des Geschäftsplans verwenden
Optimistisch Vollvermietung, stabile Mieten, geringe Reparaturen Nicht als Entscheidungsgrundlage, sondern als positiver Ausreißer behandeln

Wenn man nur den monatlichen Cashflow betrachtet, wirkt ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil attraktiv. In der Realität kommen jedoch im fünften, zehnten und fünfzehnten Jahr größere Instandsetzungen. Für die Investitionsentscheidung ist eine Cashflow-Tabelle für die Zeit nach dem Alterungsbeginn nützlicher als eine saubere Tabelle zum Neubauzeitpunkt.

Bei der Finanzplanung sollte zusätzlich zur Bankvorlage eine Haushalts-Liquiditätsplanung erstellt werden. Auch bei einer Beratung durch INA lässt sich die Entscheidung besser treffen, wenn nicht nur die Darlehenssumme, sondern auch Haushalt, Erbschaft und Exit gemeinsam geordnet werden.

Die Nähe zu Mietern kann Vorteil und Stressfaktor zugleich sein

Bei einem Wohnhaus mit Vermietungsanteil leben Eigentümer und Mieter räumlich nah beieinander. Das kann eine schnelle Reaktion auf Probleme ermöglichen, aber auch kleine Reibungen bei Geräuschen, Müllentsorgung oder Nutzung gemeinsamer Bereiche zum Alltag machen.

Im selben Gebäude zu wohnen, ist für die Verwaltung ein Vorteil. Defekte Gemeinschaftsbeleuchtung, Störungen an Paketboxen oder Unordnung am Müllplatz fallen früh auf. Auch aus Mietersicht kann es beruhigend sein, wenn ein Eigentümer, der das Gebäude pflegt, in der Nähe wohnt.

Eine zu nahe Beziehung kann jedoch zur Belastung werden. Nächtliche Anliegen, direkte Beschwerden und unterschiedliche Lebensrhythmen summieren sich, bis das eigene Zuhause weniger erholsam wird. Gerade Familien mit Kindern oder Haushalte mit viel Homeoffice müssen Eingangswege und Schallschutz sorgfältig planen. In DACH-Ländern ist eine deutlichere Trennung zwischen Vermieterrolle und privatem Wohnen oft üblich; in diesem japanischen Modell kann die Vermieterpräsenz im Gebäude dagegen strukturell Teil des Konzepts sein.

In der Praxis ist es stabiler, von Anfang an nicht alles direkt selbst zu bearbeiten. Wenn eine Verwaltungsgesellschaft als Ansprechpartner dient und der Eigentümer nur in Notfällen eingebunden wird, lässt sich ein angemessener Abstand zu den Mietern wahren.

Der Grundriss sollte vom Exit her rückwärts gedacht werden, nicht zuerst vom Eigenheim

Der Grundriss eines Wohnhauses mit Vermietungsanteil scheitert leicht, wenn er nur an der heutigen Familienstruktur ausgerichtet wird. Geplant werden muss mit Blick auf späteren Verkauf, Umnutzung zur Vermietung, Nutzung als Zweigenerationenhaus und Verwendung nach einer Erbschaft.

Ein häufiger Fehler besteht darin, den eigenen Wohnbereich zu groß zu gestalten und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des Mietbereichs zu schwächen. Umgekehrt kann ein zu großer Mietbereich zwar die Mieteinnahmen erhöhen, aber die Bedingungen des Wohnungsdarlehens oder den Wohnkomfort des Eigentümers gefährden.

In der Planungsphase sollten folgende Fragen gestellt werden: Kann der eigene Wohnbereich verkleinert werden, wenn die Kinder in zehn Jahren ausziehen? Kann das Haus genutzt werden, wenn ein Elternteil einzieht? Besteht die Möglichkeit, den eigenen Wohnbereich später zu vermieten? Wer kann beim Verkauf leichter kaufen: normale Eigenheimkäufer oder Investoren?

Bei einem dreigeschossigen Holzbau wirken sich Tragwerk, Brandschutz, Fluchtwege und Schallschutz direkt auf den Cashflow aus. Für das Verständnis der Bauform hilft auch Was ist ein dreigeschossiges Holz-Mehrfamilienhaus „Mokusankyo“? Voraussetzungen, Kostenvorteile und planerische Flexibilität. Mokusankyo (木三共) ist eine japanische Kurzbezeichnung für bestimmte dreigeschossige gemeinschaftliche Wohngebäude in Holzbauweise.

Wie sollte man erschwerte Verkaufbarkeit einpreisen?

Ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil hat beim Verkauf häufig einen begrenzten Käuferkreis. Für normale Einfamilienhauskäufer ist es oft zu groß, für Investoren erzeugt der eigene Wohnbereich keine Mieteinnahmen. Dadurch kann es für beide Gruppen halb passend wirken.

Natürlich heißt das nicht, dass ein gut gelegenes und gut geplantes Objekt unverkäuflich ist. Wenn die Lage nahe am Bahnhof liegt, die Mietnachfrage stark ist und auch der eigene Wohnbereich ausreichend unabhängig funktioniert, kann das Objekt als Zweigenerationenhaus, Wohn- und Bürogebäude oder Anlageimmobilie betrachtet werden.

Der Verkaufspreis folgt jedoch nicht automatisch den investierten Baukosten. Käufer trennen zwischen dem Wert des eigenen Wohnens und dem Ertrag aus dem Mietbereich. Zu starke individuelle Vorlieben im Eigentümerbereich werden für Käufer eher zu Umbaukosten.

Wer den Exit ernst nimmt, sollte vor dem Bau einen Makler fragen: „Wer wäre in dieser Region Käufer eines Wohnhauses mit Vermietungsanteil in dieser Größe?“ Neben Architekt und Bank sollte also auch jemand eingebunden werden, der den späteren Verkauf kennt. Das kann die Verkaufshürden erheblich verringern.

Vor der Betrachtung als Erbschaftsteuermaßnahme prüfen, ob die Familie übernehmen kann

Wohnhäuser mit Vermietungsanteil werden in Japan gelegentlich als Erbschaftsteuermaßnahme diskutiert. Mietbereiche können die Bewertung von Grundstück und Gebäude beeinflussen; bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen kann dies bei der erbschaftsteuerlichen Bewertung vorteilhaft sein.

Gefährlich ist jedoch, ein solches Haus nur wegen der Erbschaftsteuer zu bauen. Ob die Erben dort wohnen, die Vermietung fortführen oder verkaufen, verändert die passende Gestaltung. Selbst wenn die Steuer sinkt, wird das Problem nur verschoben, wenn die Familie ein Objekt erhält, das sie nicht verwalten kann.

Bei Erbschaftsfragen sind unter anderem die shokibo takuchi nado no tokurei (小規模宅地等の特例, japanische Sonderregel für bestimmte kleine Grundstücke), die Bewertung von kashiya tate-tsukechi (貸家建付地, vermietungsbelastetes Grundstück), Darlehen, Miteigentum und Teilbarkeit des Nachlasses einzeln zu prüfen. Die Ergebnisse hängen von Familienstruktur und konkreter Grundstücksnutzung ab; deshalb ist eine Berechnung durch einen japanischen Steuerberater erforderlich.

Ich halte es für falsch, Erbschaftsteuerplanung nur als Technik zur Steuersenkung zu betrachten. Echter Vermögensschutz bedeutet, das Objekt so zu hinterlassen, dass die Familie nicht streitet, die Verwaltungslast nicht einseitig bei einer Person liegt und ein Verkauf möglich bleibt, wenn er nötig wird.

Praktische Schritte, die vor dem Bau geprüft werden sollten

Bei einem Wohnhaus mit Vermietungsanteil ist die Reihenfolge der Prüfung vor dem Bau entscheidend. Ob bereits ein Grundstück vorhanden ist oder neu gekauft wird, verändert die Details; Finanzierung, Mietnachfrage, Planung und Steuern müssen jedoch parallel geprüft werden.

Zuerst sollten baurechtliche Grundstücksgrenzen und Mietnachfrage geprüft werden. Dazu gehören Gebäudeabdeckungsgrad, Geschossflächenzahl, Brandschutzgebiet, Straßenanschluss, Abstands- und Verschattungsregeln sowie Parkplatznachfrage. Gleichzeitig sollten Angebotsmieten und tatsächlich abgeschlossene Mieten in der Umgebung getrennt betrachtet werden.

Anschließend sind bei mehreren Finanzinstituten die Bedingungen für ein Wohnungsdarlehen zu prüfen. In dieser Phase sollte gefragt werden, ab welchem Anteil des eigenen Wohnbereichs die Bank ein Wohnungsdarlehen prüft und wie sie die Einnahmen aus dem Mietbereich bewertet.

Erst danach sollten Planungsbüro und Bauunternehmen auf einen tragfähigen Cashflow hin gesteuert werden. Die Reihenfolge „Baukosten steigen, also setzen wir die Miete höher an“ ist gefährlich. Zuerst steht das regionale Mietniveau fest; innerhalb dieses Rahmens werden Baukosten und Ausstattung angepasst.

Zum Schluss sollte ein Steuerberater mit einer Schätzung von Einkommensteuer und Erbschaftsteuer beauftragt werden. Immobilienerträge umfassen in Japan unter anderem Mieten, Verlängerungsgebühren und nicht rückzahlbare Kautionen; notwendige Aufwendungen müssen getrennt berechnet werden. Auch die Aufteilung zwischen eigenem Wohnbereich und Mietbereich sollte ab dem ersten Jahr sauber dokumentiert werden.

Für wen eignet sich ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil, und für wen nicht?

Ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil eignet sich für Menschen, die langfristig dort wohnen wollen und Vermietung als Teil ihres Alltags akzeptieren können. Wichtig sind außerdem eine gute Grundstückslage, finanzielle Reserven im Haushalt und die Zustimmung der Familie.

Nicht geeignet ist es für Personen, die wahrscheinlich kurzfristig verkaufen, ohne Mieteinnahmen die Rückzahlung nicht leisten können oder jeglichen Mieterkontakt vermeiden möchten. Auch wer häufige Versetzungen oder einen späteren Wohnwechsel erwartet, muss die Vereinbarkeit mit dem Wohnungsdarlehensvertrag besonders sorgfältig prüfen.

Gut geplant kann ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil helfen, Wohnkosten zu senken und Vermögen aufzubauen. Als Investment betrachtet müssen jedoch vier Punkte gleichzeitig erfüllt sein: Ertragskraft, Liquidität beim Verkauf, Verwaltungslast und Erbschaftstauglichkeit.

Für die Endentscheidung sollten Sie schriftlich festhalten: „Kann ich dieses Objekt 20 Jahre halten?“, „Kann ich es in zehn Jahren verkaufen?“ und „Werden die Erben dadurch nicht überfordert?“ Wenn diese drei Fragen überzeugend beantwortet werden können, ist ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil prüfenswert.

Häufige Fragen (FAQ)

Q1. Kann ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil über ein Wohnungsdarlehen finanziert werden?

Wenn der Anteil des eigenen Wohnbereichs und die Prüfungskriterien des Finanzinstituts erfüllt werden, kann ein Wohnungsdarlehen in Betracht kommen. In der Praxis gilt ein Eigenwohnanteil von mindestens 50% oft als Orientierungswert, die Beurteilung unterscheidet sich jedoch je nach Bank. Prüfen Sie die Bedingungen bei mehreren Banken, bevor der Bauplan festgezurrt wird.

Q2. Darf man die Rückzahlung nur mit Mieteinnahmen planen?

Ein Plan, der die Rückzahlung allein von Mieteinnahmen abhängig macht, sollte vermieden werden. Es braucht Reserven, damit Rückzahlungen auch bei Leerstand, Auszug, Reparaturen oder Mietrückgang möglich bleiben. Entscheiden Sie nicht anhand der Vollvermietung, sondern anhand eines konservativen Cashflows mit 80 bis 90% Auslastung.

Q3. Ist ein Wohnhaus mit Vermietungsanteil eine Erbschaftsteuermaßnahme?

Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, kann es die erbschaftsteuerliche Bewertung beeinflussen, aber eine individuelle Berechnung ist erforderlich. Grundstücksnutzung, Vermietungsanteil, Wohnsitz der Erben und Nachlassaufteilung verändern das Ergebnis. Prüfen Sie nicht nur den Steuerbetrag, sondern auch, ob die Familie das Objekt verwalten oder verkaufen kann.

Q4. Ist Selbstverwaltung oder Beauftragung einer Verwaltungsgesellschaft besser?

Wer Abstand zu den Mietern wahren möchte, sollte grundsätzlich die Beauftragung einer Verwaltungsgesellschaft einplanen. Wenn man im selben Gebäude wohnt, kommen kleine Anliegen leicht direkt beim Eigentümer an. Für Vermietung, Verträge, Beschwerden und Auszugsabrechnung ist eine Verwaltungsgesellschaft als Ansprechpartner realistisch.

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Quellen

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte