Beim Verkauf einer Immobilie gibt es zwei Wege: die „Maklervermittlung“ und den „Direktankauf“. Beide unterscheiden sich erheblich bei Verkaufspreis, Geschwindigkeit und Risiko. Für Investoren und professionelle Marktteilnehmer ist die Wahl zwischen beiden ein wichtiges Thema, das unmittelbar mit Cashflow und Exit-Strategie verbunden ist. In diesem Beitrag analysieren wir die strukturellen Unterschiede zwischen Maklervermittlung und Direktankauf aus der Perspektive von Investitionsentscheidungen und erläutern die jeweils optimale Verkaufsstrategie je nach Objektmerkmalen und Marktumfeld.
Worin besteht der Unterschied zwischen „Maklervermittlung“ und „Direktankauf“ beim Immobilienverkauf?
Die Methoden des Immobilienverkaufs lassen sich im Wesentlichen in „Maklervermittlung“ und „Direktankauf“ unterteilen. Bei der Maklervermittlung tritt ein Immobilienunternehmen zwischen Verkäufer und Käufer und sucht am Markt einen externen Käufer, um den Kaufvertrag zustande zu bringen. Beim Direktankauf hingegen erwirbt das Immobilienunternehmen die Immobilie selbst unmittelbar.
Während bei der Maklervermittlung ein Verkauf zum Marktpreis zu erwarten ist, bleibt der Zeitraum bis zur Käuferfindung ungewiss. Beim Direktankauf lässt sich die Immobilie schnell liquidieren, doch da die Wiederverkaufsmarge abgezogen wird, liegt der Verkaufspreis in der Regel nur bei etwa 60 bis 80 % des über die Maklervermittlung erzielbaren Preises.
Warum entstehen Unterschiede beim Verkaufspreis? Analyse der Auswirkungen auf die Investitionsrendite
Der wichtigste Grund für Preisunterschiede zwischen Maklervermittlung und Direktankauf liegt im Geschäftsmodell der Ankäufer. Ankäufer sichern ihren Gewinn über den Wiederverkauf nach Renovierung oder Sanierung und setzen deshalb ihren Einkaufspreis niedriger als den Marktpreis an.
Konkret gibt es Fälle, in denen eine Immobilie, die am Markt auf rund 30 Millionen Yen geschätzt wird, im Direktankauf nur im unteren Bereich von 20 Millionen Yen bewertet wird. Da jedoch keine Maklerprovision anfällt (3 % des Kaufpreises + 60.000 Yen + Mehrwertsteuer), verringert sich der Unterschied beim Nettoerlös.
Entscheidend für Investoren ist, nicht nur den Verkaufspreis zu betrachten, sondern die Gesamtrendite einschließlich des kumulierten Cashflows während der Haltedauer und der Opportunitätskosten bis zum Verkauf. Wenn eine Immobilie über Maklervermittlung länger als ein halbes Jahr nicht verkauft wird, belasten in dieser Zeit Verwaltungsgebühren, Grundsteuer und Darlehensrückzahlungen den Ertrag.
Verkaufsgeschwindigkeit und Liquiditätsrisiko: Der Zeitwert in Investitionsentscheidungen
Die für den Verkauf benötigte Zeit unterscheidet sich zwischen Maklervermittlung und Direktankauf grundlegend. Beim Direktankauf ist eine Liquidierung innerhalb weniger Tage bis Wochen möglich, während die Maklervermittlung nicht selten mehrere Monate bis über ein halbes Jahr in Anspruch nimmt.
Aus Investitionssicht führt eine längere Verkaufsdauer zu folgenden Risiken.
- Marktpreisrisiko: Während des Vermarktungszeitraums kann der Markt fallen, sodass der erwartete Preis unterschritten wird
- Opportunitätskosten: Entgangener Gewinn in der Zeit, in der der Verkaufserlös nicht in die nächste Investition gelenkt werden kann
- Cashflow-Belastung: Fortlaufende Zahlung von Verwaltungsgebühren, Instandhaltungsrücklagen, Grundsteuer und Darlehensrückzahlungen
- Risiko nachträglicher Preisreduzierungen: Wenn die Immobilie am Markt liegen bleibt, kann eine Preissenkung erforderlich werden und der Abschluss erfolgt unter dem ursprünglich erwarteten Preis
Bei einem Portfoliomanagement, das Liquidität stark gewichtet, kann der gesicherte Mittelzufluss durch einen Direktankauf eine rationale Wahl sein. Gerade in Phasen steigender Zinsen oder an Wendepunkten des Marktes ist eine frühzeitige Veräußerung gefragt, um Verluste zu begrenzen.
Haftung für Vertragsmängel und Transaktionsrisiken: Rechtliche Punkte, auf die Profis achten sollten
Für das Risikomanagement nach dem Verkauf ist der Umgang mit der Haftung für Vertragsmängel (früher: Sachmängelhaftung) ein wichtiger Punkt. Bei privaten Transaktionen über eine Maklervermittlung trägt der Verkäufer für einen bestimmten Zeitraum die Verantwortung für Mängel der Immobilie.
Beim Direktankauf, bei dem ein lizenziertes Immobilienunternehmen Käufer ist, gilt hingegen, dass die Haftung des Verkäufers für Vertragsmängel grundsätzlich ausgeschlossen ist. Das ist für Investoren ein großer Vorteil. Bei älteren Objekten oder Immobilien mit zu erwartender altersbedingter Abnutzung der Ausstattung kann der Direktankauf vorteilhaft sein, weil sich das Risiko später festgestellter Mängel vermeiden lässt.
Darüber hinaus besteht bei der Maklervermittlung das Risiko, dass der Vertrag wegen einer abgelehnten Darlehensprüfung des Käufers aufgehoben wird. Beim Direktankauf ist dieses Risiko eines nicht zustande kommenden Geschäfts nahezu null, sodass eine verlässliche Finanzplanung möglich ist und die Präzision der Exit-Strategie steigt.
Nach Objektmerkmalen: Die optimale Strategie zur Nutzung von Maklervermittlung und Direktankauf
Wenn Investoren über die passende Verkaufsform entscheiden, ist eine Beurteilung auf Grundlage der Objektmerkmale und des Marktumfelds erforderlich. Nachfolgend fassen wir die empfohlenen Strategien nach typischen Situationen zusammen.
Fälle, in denen der Direktankauf vorteilhaft ist
- Alte oder sanierungsbedürftige Immobilien: Objekte, die sich am Markt nur schwer verkaufen lassen und zugleich ein hohes Risiko der Haftung für Vertragsmängel aufweisen
- Wenn Kapital frühzeitig zurückgeführt werden muss: Wenn Kapital für das nächste Investment benötigt wird oder eine Frist für die Darlehensrückzahlung naht
- In einer Marktphase fallender Preise: Wenn ein sicherer Verkauf vor weiter sinkenden Preisen angestrebt wird
- Wenn Privatsphäre im Vordergrund steht: Wenn der Verkauf diskret und ohne Inserate erfolgen soll
Fälle, in denen die Maklervermittlung vorteilhaft ist
- Immobilien in sehr guter Lage: Objekte in Bahnhofsnähe oder beliebten Lagen mit hoher Nachfrage, bei denen im Bieterverfahren ein hoher Preis zu erwarten ist
- Wenn ausreichend Zeit vorhanden ist: Wenn ein Verkaufszeitraum von etwa einem halben Jahr bis zu einem Jahr akzeptabel ist
- In einer Marktphase steigender Preise: Wenn innerhalb eines Aufwärtstrends der höchstmögliche Verkaufserlös angestrebt wird
Maklervermittlung mit Ankaufsgarantie als dritte Option
In den vergangenen Jahren rückt die „Maklervermittlung mit Ankaufsgarantie“ zunehmend in den Fokus. Dabei wird zunächst für einen bestimmten Zeitraum über die Maklervermittlung ein höherer Preis angestrebt; kommt kein Verkauf zustande, kauft das Immobilienunternehmen die Immobilie zu einem vorab vereinbarten Preis. Als Methode, die den Preisvorteil der Maklervermittlung mit der Sicherheit des Direktankaufs verbindet, ist dies eine wirkungsvolle Option, um die Flexibilität der Exit-Strategie zu erhöhen.
Prüfpunkte bei der Wahl des Immobilienunternehmens: Entscheidungskriterien mit Einfluss auf die Investitionsperformance
Ebenso wichtig wie die Verkaufsform ist die Wahl des beauftragten Immobilienunternehmens. Bitte prüfen Sie die folgenden Punkte, die sich unmittelbar auf die Investitionsperformance auswirken.
- Vergleich von Bewertungen mehrerer Unternehmen: Holen Sie mindestens bei drei Unternehmen Bewertungen ein und vergleichen Sie die Begründung des Preises sowie die Vertriebsstrategie
- Erfahrungen mit Objektart und Region: Wählen Sie ein Unternehmen mit umfangreichen Abschlusserfahrungen bei vergleichbaren Objekten
- Struktur, in der sowohl Maklervermittlung als auch Direktankauf vorgeschlagen werden können: Kann ein flexibler Plan entsprechend der Situation des Verkäufers angeboten werden?
- Marktanalysekompetenz: Kann ein angemessener Preis auf Basis von Marktdaten vorgeschlagen und zum richtigen Verkaufszeitpunkt beraten werden?
Bei INA&Associates株式会社 legen wir sowohl Simulationen für Maklervermittlung als auch für Direktankauf vor und unterbreiten Ihnen auf Basis der Exit-Strategie im Zeitalter von Inflation und steigenden Baukosten einen optimalen Verkaufsplan. Mithilfe KI-gestützter Preisbewertung und Marktanalyse unterstützen wir datenbasierte Verkaufsentscheidungen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q1. Was ist vorteilhafter: Maklervermittlung oder Direktankauf beim Immobilienverkauf?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Wenn Sie den Verkaufspreis maximieren möchten, ist die Maklervermittlung vorteilhaft; wenn Geschwindigkeit und Sicherheit im Vordergrund stehen, bietet der Direktankauf Vorteile. Objektmerkmale, Marktumfeld und Finanzplanung sollten immer in ihrer Gesamtheit beurteilt werden.
Q2. Um wie viel fällt der Ankaufspreis im Vergleich zur Maklervermittlung niedriger aus?
Im Allgemeinen liegt er bei etwa 60 bis 80 % des Marktpreises. Da jedoch keine Maklerprovision anfällt, ist die tatsächliche Differenz beim Nettoerlös etwas geringer.
Q3. Was versteht man unter einer Maklervermittlung mit Ankaufsgarantie?
Dabei wird für einen bestimmten Zeitraum zunächst ein höherer Verkaufspreis über die Maklervermittlung angestrebt; wird innerhalb dieser Frist kein Käufer gefunden, kauft das Immobilienunternehmen die Immobilie zu einem vorab vereinbarten Preis. So lassen sich Preis und Sicherheit miteinander verbinden.
Q4. Worauf sollte man beim Verkauf einer Anlageimmobilie besonders achten?
Wichtig ist, nicht nur den Veräußerungsgewinn zu betrachten, sondern auch den Gesamtertrag und den steuerlich sinnvollen Verkaufszeitpunkt während der Haltedauer zu berücksichtigen. Bei kurzfristiger Veräußerung (unter 5 Jahren) und langfristiger Veräußerung unterscheiden sich die Steuersätze erheblich.
Q5. Können auch ältere Anlageimmobilien im Direktankauf erworben werden?
Ja. Unter den Ankäufern gibt es auch Unternehmen, die auf ältere Immobilien oder Objekte mit besonderen Umständen spezialisiert sind. Wir empfehlen, bei mehreren Unternehmen Bewertungen einzuholen, nachdem Sie verstanden haben, woran sich ein vertrauenswürdiger Anbieter erkennen lässt.
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