Der Erfolg einer Immobilieninvestition wird nicht allein durch die Auswahl der Immobilie bestimmt. Die Qualität der Verwaltungsgesellschaft, die den Betrieb nach dem Kauf übernimmt, wirkt sich direkt auf stabile Mieteinnahmen und die Leerstandsquote aus.die Erträge derselben Immobilie je nach beauftragter Verwaltungsgesellschaft stark variieren könnenDieses Verständnis ist der erste Schritt zu einem erfolgreichen Investment.
Warum ist Immobilienverwaltung wichtig?
Für den Betrieb von Apartments und Mehrfamilienhäusern sind sowohl die „Mietverwaltung“ als auch die „Gebäudeverwaltung“ erforderlich.
- Mietverwaltung:Mietergewinnung, Mietinkasso, Instandsetzung der Sondereigentumsflächen und Bearbeitung von Reparaturen
- Gebäudeverwaltung:Reinigung der Gemeinschaftsflächen, Prüfung der technischen Anlagen und Instandsetzungsarbeiten
Da die Selbstverwaltung Zeit und Fachwissen erfordert, beauftragen viele Eigentümer eine Verwaltungsgesellschaft.Die Qualität der Verwaltungsgesellschaft beeinflusst direkt die Auslastung, das Mietniveau und den Werterhalt des Vermögensdeshalb sollte die Auswahl mit großer Sorgfalt erfolgen.
Welche Merkmale hat eine Verwaltungsgesellschaft, die den Anlageerfolg eher unterstützt?
Ein 24-Stunden-Verwaltungssystem
Verwaltungsgesellschaften mit einer Anlaufstelle, die auch nachts und am frühen Morgen Probleme bearbeiten kann, erzielen in der Regel eine höhere Mieterzufriedenheit und fördern längere Mietdauern.Bei Unternehmen ohne 24-Stunden-Support bleiben Probleme eher ungelöst, was das Risiko von Auszügen erhöht.
Umfangreiche Verwaltungserfahrung
Unternehmen mit fundierten Kenntnissen des lokalen Marktes sind bei der Mietergewinnung meist erfolgreicher. Prüfen Sie unbedingt, ob die Verwaltungserfolge auf der offiziellen Website veröffentlicht sind.
Integrierte Miet- und Gebäudeverwaltung
Wenn beide Aufgaben an dasselbe Unternehmen vergeben werden können, hat der Eigentümer einen zentralen Ansprechpartner und profitiert von einer durchgängigen Steuerung von der Anschaffung bis zum langfristigen Betrieb.Sieben wichtige Punkte bei der Auswahl einer Verwaltungsgesellschaftsollten Sie ebenfalls lesen.
Welche Merkmale einer Verwaltungsgesellschaft können zum Misserfolg führen?
Verwaltungsgebühren liegen über dem Marktniveau
Der marktübliche Satz für ausgelagerte Verwaltungsgebühren liegt bei 3 bis 5 % der Miete. Bei vergleichbarem Leistungsumfang kann die Wahl eines günstigeren Anbieters die Rendite verbessern.
Niedrige Auslastung
Eine Verwaltungsgesellschaft mit niedriger Auslastung in ihrem Bestand zeigt Schwächen im Leasing und im Umgang mit Leerständen. Prüfen Sie daher vorab die Auslastung der betreuten Objekte.
Kein fester Ansprechpartner
Wenn kein fester Ansprechpartner vorhanden ist, wird die Kommunikation schwieriger und ein vertrauensvolles Verhältnis zum Eigentümer lässt sich kaum aufbauen. Auch die Reaktionsgeschwindigkeit ist ein wichtiges Entscheidungskriterium.
Keine Zusammenarbeit mit einer Bürgschaftsgesellschaft
Bei Verwaltungsgesellschaften ohne Kooperation mit einer Bürgschaftsgesellschaft ist das Risiko höher, dass der Eigentümer bei Problemen wie Mietrückständen oder dem plötzlichen Verschwinden von Mietern den Schaden direkt tragen muss.
Wie man Verwaltungsgesellschaften richtig vergleicht und auswählt
Gespräche mit mehreren Anbietern führen
Treffen Sie eine Vorauswahl von drei bis fünf Verwaltungsgesellschaften in der Umgebung der Immobilie, besuchen Sie jede davon und führen Sie strukturierte Gespräche.Vergleichen Sie Verwaltungsbedingungen, Vergütung, Vermarktungsmethoden, Organisationsstruktur und Leistungsnachweise und prüfen Sie diese anschließend anhand Ihrer Prioritäten.
Die Online-Vermarktungsstärke prüfen
Viele Mietinteressenten suchen über Immobilienportale. Die Wahl einer Verwaltungsgesellschaft mit starker Online-Vermarktung kann Leerstandszeiten verkürzen.
Die Reaktionsgeschwindigkeit testen
Die Geschwindigkeit, mit der auf Anfragen und Beratungswünsche reagiert wird, spiegelt die Servicequalität gegenüber den Mietern wider. Langsame Unternehmen reagieren oft auch in Notfällen verzögert.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q. Kann ich die Verwaltungsgesellschaft wechseln?
Ja. Nach Prüfung der Vertragslaufzeit und der Kündigungsfrist können Sie zu einer neuen Verwaltungsgesellschaft wechseln. Beim Wechsel sind eine Mitteilung an die Mieter und die Änderung des Kontos für die Mietzahlungen erforderlich.
Q. Wie hoch ist der übliche Satz für Verwaltungsgebühren?
Üblicherweise liegt der Satz bei 3 bis 5 % der Miete. Bei reiner Mietinkasso-Leistung sind etwa 1 bis 3 % üblich, bei Full-Service-Management können es etwa 5 bis 8 % sein.
Q. Wie sollte ich die Verwaltungserfahrung eines Unternehmens prüfen?
Unternehmen, die Kennzahlen wie die Zahl der verwalteten Einheiten, Auslastungsquoten und Jahre an Verwaltungserfahrung offenlegen, sind in der Regel vertrauenswürdiger. Es ist empfehlenswert, in den Gesprächen konkrete Zahlen einzufordern.
Q. Was ist besser: Sublease (Master Lease) oder ein regulärer Verwaltungsvertrag?
Ein Sublease kann stabile Einnahmen bieten, birgt jedoch auch Risiken wie Mietanpassungen und in manchen Fällen eine schwierige Kündigung. Selbst wenn die anfänglichen Erträge attraktiv erscheinen, sinkt die Rentabilität langfristig häufig, daher sollten die Vertragsinhalte sorgfältig geprüft werden.