
Im Geschäftsjahr 2026 treibt die Stadterneuerungsgenossenschaft des Miyamasuzaka-Gebiets das Genehmigungsverfahren für den Rechteumwandlungsplan (kenri henkan) voran – noch etwa anderthalb Jahre bis zum Baubeginn. Mit Gesamtkosten von rund 243,1408 Milliarden Yen und einem gigantischen Gebäudekomplex mit 33 oberirdischen Stockwerken und einer Höhe von etwa 180 Metern, der 2031 fertiggestellt werden soll, wird sich die städtebauliche Struktur der Ostseite des Bahnhofs Shibuya grundlegend verändern. Für Immobilieninvestorinnen und -investoren sowie Eigentümerinnen und Eigentümer stellt sich die Frage, worauf in dieser „Vorbereitungsphase“ jetzt besonders zu achten ist. Der folgende Beitrag ordnet den Gesamtumfang des Projekts sowie die aktuellen Marktdaten ein.
Was ist die Neuentwicklung im Miyamasuzaka-Gebiet? – Der Auftakt zur „zweiten Stufe“ der Shibuyaer Ostseite
Die groß angelegten Neuentwicklungen rund um den Bahnhof Shibuya haben sich über viele Jahre vor allem auf die West- und Südseite konzentriert. Das östlich gelegene Miyamasuzaka-Gebiet hingegen war durch steiles Gelände und ein überaltertes, eng verwinkeltes Stadtgefüge geprägt, wodurch der Ausbau der städtischen Infrastruktur ins Hintertreffen geriet. Zur Lösung dieser Probleme wurde 2015 der Beratungsausschuss für die Stadtentwicklung im Miyamasuzaka-Gebiet gegründet, und seither wurde über rund zehn Jahre hinweg im Rahmen einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit kontinuierlich Aufbauarbeit geleistet.
Am 12. April 2023 legte der Bezirk Shibuya den Bebauungsplan verbindlich fest (Bekanntmachung Nr. 129 des Bezirks Shibuya), und am 30. April 2025 erteilte der Gouverneur von Tokio die Genehmigung zur Gründung der Genossenschaft. Trägerin des Projekts ist die Stadterneuerungsgenossenschaft für das Miyamasuzaka-Gebiet, während die Tokyu Corporation und die Hulic Co., Ltd. als Projektpartnerinnen und teilnehmende Genossenschaftsmitglieder eingebunden sind. Auf dem rund 1,4 Hektar großen Planungsgelände nahe der Kreuzung Miyamasuzaka entsteht damit das neue „Gesicht“ der Shibuyaer Ostseite. Das japanische Verfahren des „shigaichi saikaihatsu jigyō“ (Sanierungsprojekt der ersten Kategorie) mit seiner charakteristischen Rechteumwandlung unterscheidet sich strukturell von den Instrumenten des deutschen Baugesetzbuchs, verfolgt aber ein ähnliches Ziel wie die Umlegung (§§ 45–79 BauGB) und das Sanierungsgebiet (§§ 136–164b BauGB): Grundstücks- und Gebäuderechte einer Vielzahl von Eigentümerinnen und Eigentümern werden neu geordnet, um eine koordinierte Neubebauung überhaupt erst zu ermöglichen. Der entscheidende Unterschied liegt im Mechanismus selbst: Während die deutsche Umlegung in erster Linie Grundstückszuschnitte neu ordnet und die Sanierungssatzung ein hoheitliches Sanierungsrecht der Gemeinde begründet, wandelt die japanische Rechteumwandlung die bisherigen Grundstücks- und Gebäudeanteile der Eigentümerinnen und Eigentümer direkt in Miteigentumsanteile an Flächen des neuen Gebäudes um, ohne dass zwingend eine Enteignung oder ein Verkauf stattfindet. Trägerin ist zudem keine Gemeinde, sondern eine von den Eigentümerinnen und Eigentümern selbst gebildete Genossenschaft (kumiai) – am ehesten vergleichbar mit einem deutschen Sanierungsträger, jedoch mit deutlich stärkerer Selbstorganisation der Betroffenen.
Der Gesamtumfang des Projekts – drei Baublöcke, Gesamtkosten von rund 243,1408 Milliarden Yen
Das Vorhaben umfasst drei Baublöcke: A, B und C. Der zentrale Baublock A verfügt über 33 oberirdische Geschosse, zwei Dachaufbauten und drei Untergeschosse, eine Höhe von etwa 180 Metern sowie eine Bruttogeschossfläche von rund 192.057 m². In den oberen Stockwerken entsteht ein Hotel mit internationalem Standard, in den mittleren Geschossen Büroflächen und in den unteren Geschossen ein großer Saal mit Konferenzeinrichtungen sowie eine Einrichtung zur Förderung von Start-ups und Industrie; im Untergeschoss befinden sich Geschäfte und Parkflächen.
Baublock B ist ein siebengeschossiges Geschäftsgebäude mit zwei Untergeschossen und einer Bruttogeschossfläche von rund 8.490 m². Baublock C, mit zwei oberirdischen Geschossen und einem Untergeschoss sowie einer Bruttogeschossfläche von rund 754 m², ist der Bereich, in dem der im Gebiet gelegene Mitake-Schrein neu errichtet und umgestaltet wird. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 243,1408 Milliarden Yen (davon Baukosten von rund 175,0999 Milliarden Yen). Die Planung liegt bei einer Arbeitsgemeinschaft aus Mitsubishi Jisho Design und Nihon Sekkei (Miyamasuzaka Development Design Joint Venture), während MOUNT FUJI ARCHITECTS STUDIO (Masahiro Harada und Mao Harada) als Design-Architekten berufen wurden. Diese Trennung zwischen Ausführungsplanung und gestalterischer Idee ähnelt dem in Deutschland verbreiteten Modell des Architekturwettbewerbs, bei dem ein Generalplanungsbüro die technische Umsetzung verantwortet, während ein separat ausgewähltes Entwurfsbüro die städtebauliche und architektonische Grundidee liefert.
Neuordnung des Fußgängernetzes – Verschmelzung mit dem Bahnhof und Öffnung des Stadtraums
Der Grund, warum dieses Projekt nicht bei einem bloßen Hochhausbau stehenbleibt, liegt in der mehrschichtigen fußläufigen Anbindung an den Bahnhof Shibuya. Durch die Kombination aus einem unterirdischen Platz und Fußgängerbrücken über der Straße entsteht eine nahtlose Wegeverbindung vom Ostausgang des Bahnhofs Shibuya zu den Baublöcken A und B. Dadurch löst sich das gegenwärtige Gefühl der „Abschneidung vom Bahnhof“, das die Miyamasuzaka-Umgebung heute prägt, und die Durchwegbarkeit des gesamten östlichen Bahnhofsumfelds steigt spürbar.
Darüber hinaus ist das Vorhaben mit dem vom Bezirk Shibuya vorangetriebenen Umgestaltungsprojekt der Ōyama-Kaidō-Umgebung verzahnt, in dessen Rahmen die Miyamasuzaka-Straße selbst zu einem fußgängerorientierten Raum umgebaut werden soll. Die Fertigstellung ist für September 2031 vorgesehen und fällt damit zeitlich mit der für dasselbe Geschäftsjahr geplanten Fertigstellung der zweiten Bauphase des Shibuya Scramble Square (Mittel- und Westturm) zusammen. Da Ost- und Westseite gleichzeitig erneuert werden, wird erwartet, dass sich der städtische Wert der gesamten Umgebung des Bahnhofs Shibuya insgesamt deutlich erhöht. Ein solches koordiniertes Zusammenspiel mehrerer Großprojekte an einem Verkehrsknotenpunkt erinnert an deutsche Bahnhofsumfeld-Entwicklungen wie Stuttgart 21, bei denen Fußgängerführung, Bahnhofsumbau und angrenzende Quartiersentwicklung ebenfalls als ein zusammenhängendes Gesamtsystem geplant werden.
Zeitplan und aktueller Fortschritt (Stand: März 2026)
Die aktuelle Phase befindet sich im Genehmigungsverfahren für den Rechteumwandlungsplan. Die Genehmigung wird im laufenden Geschäftsjahr 2026 erwartet, gefolgt vom Baubeginn im Oktober 2027 und der Fertigstellung im September 2031. Die wichtigsten Meilensteine im Überblick:
- 30. April 2025: Genehmigung zur Gründung der Stadterneuerungsgenossenschaft (durch den Gouverneur von Tokio)
- Geschäftsjahr 2026 (aktuell): Genehmigungsverfahren für den Rechteumwandlungsplan läuft
- Oktober 2027: Geplanter Baubeginn
- September 2031: Geplante Fertigstellung
Aus Sicht der Investitionsentscheidung ist die „stille Vorbereitungsphase“ vor Baubeginn der Zeitraum von diesem Geschäftsjahr bis 2027 – also rund zwei Jahre. Wer wartet, bis sich der Wertzuwachs des Gebiets nach Fertigstellung bereits materialisiert hat, riskiert, eine günstige Einstiegsgelegenheit zu verpassen. Dieser Punkt liefert in Verbindung mit den im Folgenden dargestellten Marktdaten eine wichtige Orientierung. In deutschen Sanierungsgebieten zeigt sich häufig ein vergleichbares Muster: Der stärkste Wertzuwachs vollzieht sich bereits in der Planungs- und Umsetzungsphase, deutlich bevor die Sanierungssatzung förmlich wieder aufgehoben wird.
Immobilienmarkt und Investitionswirkung im Raum Shibuya
Um die Neuentwicklung im Miyamasuzaka-Gebiet richtig einzuordnen, sind die Boden- und Mietpreisentwicklungen in der Umgebung eine unverzichtbare Hintergrundgröße. Den amtlichen Bodenrichtwerten (kōji chika) für 2025 zufolge stiegen Wohngrundstücke im Bezirk Shibuya im Jahresvergleich um +7,0 % und Gewerbegrundstücke um +7,3 %. Der durchschnittliche amtliche Bodenrichtwert im Bereich des Bahnhofs Shibuya erreichte rund 9,61 Millionen Yen pro Quadratmeter (+12,87 % gegenüber dem Vorjahr) und bleibt damit auf einem der höchsten Niveaus innerhalb Tokios. Ein deutsches Pendant zu diesen jährlich veröffentlichten amtlichen Bodenrichtwerten sind die von den Gutachterausschüssen ermittelten Bodenrichtwerte nach § 196 BauGB, die auf dem deutschen Grundstücksmarkt eine ganz ähnliche Referenzfunktion erfüllen.
Auch bei den Büromieten zeigt der Bezirk Shibuya eine auffällige Dynamik. Unter den fünf zentralen Bezirken Tokios verzeichnet Shibuya den höchsten Anstieg der Durchschnittsmiete, mit einem Plus von +8,24 % gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommt, dass das jährliche Angebot an großflächigen Büroneubauten für die Jahre 2026 bis 2028 auf rund 600.000 m² geschätzt wird und damit unter dem Durchschnitt von rund 820.000 m² pro Jahr für den Zeitraum 2024 bis 2028 liegt. Kommen in dieser Phase eines eher knappen Angebots die großen Bürogeschosse des Miyamasuzaka-Gebiets hinzu, könnte sich das Angebots-Nachfrage-Verhältnis in der Umgebung weiter verengen.
Das Projekt ist zudem als nationale strategische Sonderzone (kokka senryaku tokku) anerkannt, wobei die Errichtung des Hotels mit internationalem Standard sowie der Saal- und Konferenzfunktionen als besonderes Vorhaben eingestuft ist. Die Einrichtung zur Förderung von Start-ups und Industrie soll auch als internationaler Treffpunkt für Wirtschaftsaustausch dienen und bildet damit einen Kern der öffentlich-privaten Zusammenarbeit zur Verwirklichung von „Tokio-Shibuya als weltweit führende internationale Stadt des Wirtschaftsaustauschs“. Eine gewisse strukturelle Parallele findet sich in deutschen Sonderwirtschafts- und Innovationszonen, die ebenfalls gezielt Genehmigungserleichterungen und Investitionsanreize für strategisch bedeutsame Stadtentwicklungsprojekte bündeln, wenngleich das deutsche Planungsrecht keine dem japanischen Modell direkt entsprechende Kategorie kennt.
Einen Überblick über die Gesamtentwicklung rund um den Bahnhof Shibuya bietet außerdem der Beitrag Gesamtbild der Neuentwicklung rund um den Bahnhof Shibuya und ihre Auswirkungen auf Immobilienwerte.
Welche Schritte sollten Eigentümerinnen und Eigentümer jetzt einleiten?
Die Fertigstellung des Miyamasuzaka-Gebiets ist für September 2031 vorgesehen. Marktüblich beginnt die vorwegnehmende Bewertung des Gebietswerts jedoch bereits zwei bis drei Jahre vor Fertigstellung. Konkret empfehlen sich schon jetzt die folgenden drei Maßnahmen:
1. Überprüfung des Immobilienportfolios rund um Miyamasuzaka. Wer bereits Bestandsobjekte in der östlichen Shibuya-Umgebung besitzt, sollte jetzt die Mietpreisgestaltung mit Blick auf die Zeit nach Fertigstellung überprüfen und die langfristige Haltestrategie festigen. Wird vor der Fertigstellung konkurrierender Neubauten die Beziehung zu den Mieterinnen und Mietern gestärkt und die Ausstattung modernisiert, lässt sich das Leerstandsrisiko senken.
2. Prüfung von Neuerwerbungen in der Umgebung. Wohn- und Geschäftsimmobilien entlang der Meiji-dōri oder in fußläufiger Entfernung von Miyamasuzaka liegen in einer Lage, die von der nach Fertigstellung des Landmark-Projekts steigenden Nachfrage profitieren kann. Derzeit ist die „Prämie für die Gewissheit der Neuentwicklung“ noch begrenzt ausgeprägt, sodass ein Einstieg vor Baubeginn (2027) langfristig einen Vorteil verschaffen kann.
3. Laufende Beobachtung des aktuellen Zeitplans. Der Zeitpunkt der Genehmigung des Rechteumwandlungsplans sowie die endgültige Festlegung der Ausführungsstruktur sind wichtige Ausgangspunkte für Investitionsentscheidungen. Es empfiehlt sich, die offizielle Website des Bezirks Shibuya sowie die Bekanntmachungen der Genossenschaft regelmäßig zu prüfen und die eigene Strategie entsprechend dem Fortschritt anzupassen.
Welche quantitativen Auswirkungen Neuentwicklungen im Zentrum Tokios auf Immobilienwerte haben, wird ausführlich in Der Einfluss der Neuentwicklung im Zentrum Tokios auf Immobilienwerte – Investitionsanalyse zu Toranomon, Shibuya und Shinagawa erläutert.
Meine Einschätzung
Ich bin der Auffassung, dass es bei der Neuentwicklung im Miyamasuzaka-Gebiet nicht einfach nur um die Fertigstellung eines einzelnen Hochhauses geht. Die Ostseite des Bahnhofs Shibuya, die über viele Jahre gewissermaßen „zurückgelassen“ wurde, verwandelt sich im Rahmen der nationalen strategischen Sonderzone in einen internationalen Standort für Wirtschaftsaustausch. Man kann dieses Projekt durchaus als Symbol für die „zweite Stufe“ der Stadt Shibuya bezeichnen.
Besonders aufmerksam verfolge ich die gestalterische Ausrichtung von MOUNT FUJI ARCHITECTS STUDIO. Gelingt es der Entwurfsarchitektur, die topografischen Besonderheiten Shibuyas aufzugreifen und eine Kontinuität zu den umliegenden Baublöcken herzustellen, wird sich das Erscheinungsbild rund um die Kreuzung Miyamasuzaka grundlegend verändern. Das Gebiet dürfte sich zu einem Ort entwickeln, an dem sich dank Hotel und großem Saal dauerhaft in- und ausländische Besucherinnen und Besucher versammeln, wodurch sich die Ausstrahlungseffekte auf umliegende Wohn- und Gewerbeimmobilien in einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren nach Fertigstellung mit hoher Wahrscheinlichkeit zeigen werden.
Gleichzeitig gibt es aus langfristiger Perspektive Punkte, die Beachtung verdienen. Zwar wird bis 2031 mit einer Verengung des Büro-Angebots-Nachfrage-Verhältnisses gerechnet, doch lässt sich das Risiko nicht ausschließen, dass ein großes Angebot nach Fertigstellung die Durchschnittsmieten im Bezirk Shibuya wieder unter Druck setzt. Aus meiner Überzeugung heraus, Vertrauen und ehrliche Information in den Mittelpunkt zu stellen, halte ich die einfache Gleichung „Neuentwicklung bedeutet automatisch Wertsteigerung“ für zu kurz gegriffen; entscheidend ist vielmehr, Lage, Gebäudealter und Wettbewerbssituation jedes einzelnen Objekts sorgfältig zu prüfen, bevor eine Investitionsentscheidung getroffen wird.
Zusammenfassung
Das Sanierungsprojekt der ersten Kategorie im Miyamasuzaka-Gebiet ist mit Gesamtkosten von rund 243,1408 Milliarden Yen, einer Höhe von etwa 180 Metern und einer für September 2031 geplanten Fertigstellung das größte Projekt an der Ostseite des Bahnhofs Shibuya. Nun, da für das Geschäftsjahr 2026 die Genehmigung des Rechteumwandlungsplans erwartet wird, richtet sich in dieser Vorbereitungsphase vor Baubeginn zunehmend die Aufmerksamkeit des Marktes auf das Projekt.
- Trägerin: Stadterneuerungsgenossenschaft für das Miyamasuzaka-Gebiet (Projektpartner: Tokyu, Hulic)
- Baublock A: 33 oberirdische Geschosse, Höhe rund 180 m, Bruttogeschossfläche rund 192.057 m² (Büro, Hotel, großer Saal u. a.)
- Gesamtkosten: rund 243,1408 Milliarden Yen
- Baubeginn: Oktober 2027 / Fertigstellung: September 2031
- Amtlicher Bodenrichtwert Gewerbegrundstücke Bezirk Shibuya: +7,3 % ggü. Vorjahr; Büromiete Bezirk Shibuya: +8,24 % ggü. Vorjahr
- Anerkennung als nationale strategische Sonderzone; Ausbau als internationaler Standort für Wirtschaftsaustausch
Dieses Projekt, in das der öffentliche und der private Sektor gemeinsam über 240 Milliarden Yen investieren, um die seit Langem vernachlässigte Ostseite Shibuyas zu entwickeln, wird die Wertbildung der gesamten Shibuya-Region von der zweiten Hälfte der 2020er- bis in die erste Hälfte der 2030er-Jahre maßgeblich beeinflussen. Als Grundlage für Investitionsentscheidungen ist es wichtig, den Zeitplan und die Marktveränderungen kontinuierlich zu verfolgen.
Wie sich die Transaktionspreise tatsächlich entwickeln
Inwieweit sich die Erwartungen an das Sanierungsprojekt bereits in den tatsächlichen Transaktionspreisen niederschlagen, haben wir anhand der vom Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus veröffentlichten Daten zu Immobilientransaktionspreisen überprüft. Die folgende Tabelle stellt die Transaktionen mit gebrauchten Eigentumswohnungen in Gebieten, deren Bezeichnung „Shibuya" (渋谷) enthält, dem gesamten Bezirk Shibuya gegenüber.
| Jahr | Anzahl der Transaktionen | Quadratmeterpreis in diesem Gebiet (Median) | Quadratmeterpreis im gesamten Bezirk Shibuya (Median) |
|---|---|---|---|
| 2023 | 34 | 1.712.000 Yen | 1.314.000 Yen |
| 2024 | 46 | 1.650.000 Yen | 1.467.000 Yen |
| 2025 | 66 | 2.200.000 Yen | 1.575.000 Yen |
| 2026 (nur 1. Quartal) | 8 | 2.243.000 Yen | 1.629.000 Yen |
Der Anstieg von 2023 bis 2025 beträgt im Gebiet Shibuya +28,5 %, im gesamten Bezirk Shibuya +19,9 %. Das Umfeld des Bahnhofs Shibuya entwickelt sich damit auch innerhalb des Bezirks herausragend.
In absoluten Beträgen lagen die Transaktionen mit gebrauchten Eigentumswohnungen im Gebiet Shibuya seit 2025 im Median bei 120 Millionen Yen und 50 m² Wohnfläche; rund die Hälfte der Transaktionen bewegte sich zwischen 58,25 Millionen Yen und 180 Millionen Yen.
Quelle: Erstellt von INA&Associates Inc. auf Grundlage der Daten „Informationen zu Immobilientransaktionspreisen" (Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus) aus der Immobilieninformations-Bibliothek des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (国土交通省 不動産情報ライブラリ, https://www.reinfolib.mlit.go.jp/). Grundlage sind die mit Stand September 2026 abrufbaren Daten. Das jeweils jüngste Quartal ist ein vorläufiger Wert, da Transaktionen nachträglich ergänzt werden.
Ergänzung aus Sicht der Zahlen (Stand: September 2026)
Der Preisanstieg rund um den Bahnhof Shibuya ist dadurch entstanden, dass die Sanierungsvorhaben auf der Westseite zuerst bewertet wurden. Auf der Ostseite gab es seit der Hikarie zwar Bewegung, doch die Hauptrolle beim Anschieben der Preise spielten die Vorhaben auf der Seite von Sakuragaoka und Dogenzaka.
Dass das Miyamasuzaka-Gebiet als „zweite Stufe" bezeichnet wird, verweist auf genau diese Reihenfolge. Die großen Vorhaben auf der Ostseite stehen erst vor dem Baubeginn, und dieser Teil ist unseres Erachtens in den heutigen Preisen noch nicht enthalten. Eine Größenordnung von 243,1 Milliarden Yen Gesamtkosten nimmt erst 2031 Gestalt an.
Vorauszuschicken ist allerdings, dass ein Niveau von 120 Millionen Yen bei 50 m² Wohnfläche nicht in der Reichweite jener Käufer liegt, die zum Wohnen kaufen. Dieser Markt wird von Anlagekapital gebildet und ist strukturell anfällig für Reaktionen auf das äußere Umfeld wie Zinsen oder Wechselkurse.
Beurteilungskriterien aus Investorensicht
- Davon ausgehen, dass das Einpreisen der Ostseite erst noch bevorsteht. Die Jahre zwischen Baubeginn und Fertigstellung können die Phase sein, in der sich die Preise bewegen.
- Sich vorstellen, wer beim Ausstieg der Käufer ist. Da die Eigennutzungsnachfrage dieses Preissegment nicht erreicht, wird auch beim Verkauf ein Investor der Gegenpart sein.
- Das 1. Quartal 2026 umfasst mit 8 Transaktionen nur wenige Fälle und taugt nicht als Entscheidungsgrundlage. Die Daten zu den Transaktionspreisen werden quartalsweise aktualisiert und lassen sich nach demselben Verfahren weiterverfolgen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F1. Wann wird die Neuentwicklung im Miyamasuzaka-Gebiet fertiggestellt?
Die Fertigstellung ist für September 2031 vorgesehen. Aktuell (Stand März 2026) läuft das Genehmigungsverfahren für den Rechteumwandlungsplan, und die Vorbereitungen für den Baubeginn im Oktober 2027 sind in vollem Gange.
F2. Welche Unternehmen sind an der Neuentwicklung im Miyamasuzaka-Gebiet beteiligt?
Trägerin ist die Stadterneuerungsgenossenschaft für das Miyamasuzaka-Gebiet. Als Projektpartnerinnen und teilnehmende Genossenschaftsmitglieder sind die Tokyu Corporation und die Hulic Co., Ltd. beteiligt; die Planung übernimmt die Arbeitsgemeinschaft aus Mitsubishi Jisho Design und Nihon Sekkei (Miyamasuzaka Development Design Joint Venture). Design-Architekt ist MOUNT FUJI ARCHITECTS STUDIO.
F3. Wie stark sind die Grundstückspreise an der Ostseite Shibuyas gestiegen?
Den amtlichen Bodenrichtwerten 2025 zufolge stiegen die Gewerbegrundstücke im Bezirk Shibuya im Jahresvergleich um +7,3 %, und der durchschnittliche amtliche Bodenrichtwert im Bereich des Bahnhofs Shibuya erreichte rund 9,61 Millionen Yen pro Quadratmeter (+12,87 % gegenüber dem Vorjahr). Es wird angenommen, dass der Fortschritt der Neuentwicklung mit zu diesem Preisanstieg beiträgt.
F4. In welchem Verhältnis steht die Neuentwicklung im Miyamasuzaka-Gebiet zum Shibuya Scramble Square?
Auch die zweite Bauphase des Shibuya Scramble Square (Mittel- und Westturm) soll im Geschäftsjahr 2031 fertiggestellt werden, sodass sich die Fertigstellungszeitpunkte mit der Neuentwicklung im Miyamasuzaka-Gebiet überschneiden. Da Ost- und Westseite gleichzeitig erneuert werden, wird erwartet, dass sich die Durchwegbarkeit und der städtische Wert der gesamten Umgebung des Bahnhofs Shibuya insgesamt erhöhen.
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Quellen und Referenzen
- Tokyu Corporation, „Genehmigung zur Gründung der Stadterneuerungsgenossenschaft für das ‚Sanierungsprojekt der ersten Kategorie im Miyamasuzaka-Gebiet‘“ (30. April 2025)
- PR TIMES (Tokyu Corporation), „Genehmigung zur Gründung der Stadterneuerungsgenossenschaft für das ‚Sanierungsprojekt der ersten Kategorie im Miyamasuzaka-Gebiet‘“ (30. April 2025)
- Bezirk Shibuya, „Sanierungsprojekt der ersten Kategorie im Miyamasuzaka-Gebiet (Bekanntmachung Nr. 129 des Bezirks Shibuya vom 12. April 2023)“
- Bezirk Shibuya, „Unterlagen zur Darstellung des Durchführungsgebiets und des Planungsentwurfs der Stadterneuerungsgenossenschaft Miyamasuzaka-Gebiet“ (PDF)
- Kabinettsbüro, Nationale strategische Sonderzone, „Übersicht zum Entwurf des Stadtplans für das Stadterneuerungsgebiet (Miyamasuzaka-Gebiet)“ (PDF)





