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Katastrophenschutz-Leitfaden für neue Eigentumswohnungen: Erdbebenrisiken, Erdbebenkonstruktionen und Evakuierungsplanung

Ein praxisnaher Leitfaden zu erdbebenspezifischen Risiken und Schutzmaßnahmen bei neu gebauten Eigentumswohnungen. Er erklärt die Unterschiede zwischen erdbebensicherer Bauweise, Schwingungsdämpfung und Basisisolierung sowie Fluchtwege und Notvorräte, die vor dem Einzug geprüft werden sollten.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 1 Min. Lesezeit

Wohnanlagen bieten zwar eine gute Erdbebensicherheit, doch je höher die Etage, desto stärker fallen die Schwankungen aus, und es bestehen wohnungsspezifische Risiken wie Aufzugsausfälle und Unterbrechungen der Versorgungsinfrastruktur.Dieser Leitfaden erläutert, welche Katastrophenschutzmaßnahmen Sie vor und nach dem Einzug ergreifen sollten.

Welche Erdbebenrisiken sollten Sie in einer neu gebauten Wohnanlage einkalkulieren?

  • Die Erschütterungen in oberen Etagen können mehr als zwei- bis dreimal so stark sein wie am Boden:Langperiodische Bodenbewegungen erhöhen das Risiko umstürzender Möbel
  • Aufzugsausfall:Die Wiederinbetriebnahme kann Zeit in Anspruch nehmen, was die Fortbewegung insbesondere in oberen Etagen von Hochhausanlagen erschwert
  • Unterbrechung der Versorgungsinfrastruktur:Entwässerungsanlagen können ausfallen, sodass Toiletten möglicherweise nicht nutzbar sind

Welche drei Erdbebenschutzkonstruktionen kommen in neu gebauten Wohnanlagen zum Einsatz?

KonstruktionMerkmaleArt der Bewegung
Erdbebensichere KonstruktionVerwendet hochfeste Materialien für Wände, Stützen und TrägerNimmt die Erschütterung direkt auf. Die Bewegung ist am stärksten
Schwingungsdämpfende KonstruktionAbsorbiert Erdbebenenergie durch DämpferDie Bewegung wird in höheren Etagen stärker reduziert
Basisisolierte KonstruktionTrennt Gebäude und Untergrund durch eine GummischichtDie Bewegung ist am geringsten. Häufig in hochwertigen Wohnanlagen

Welche Punkte zur Katastrophenvorsorge sollten Sie vor dem Einzug prüfen?

  1. Evakuierungsorte prüfen:Ermitteln Sie auf der Katastrophenschutzkarte Ihrer Stadt oder Gemeinde die „ausgewiesenen Notfall-Evakuierungsorte“ und „ausgewiesenen Evakuierungsunterkünfte“
  2. Zwei bis drei Evakuierungsrouten festlegen:Meiden Sie Gefahrenstellen wie alte Gebäude, Betonblockmauern und Flüsse
  3. Die Katastrophenschutzausstattung der Wohnanlage kennen:Prüfen Sie die Standorte von Feuerlöschern, Sprinklern, Fluchtleitern und Notleuchten

Worin unterscheiden sich Einfamilienhäuser und Wohnanlagen bei der Katastrophenvorsorge?

  • Wohnanlagen haben eine hohe Erdbebensicherheit, doch in oberen Etagen kann die gefühlte Bewegung stärker sein als die gemessene Intensität
  • Schäden in einer einzelnen Einheit können die Versorgungsinfrastruktur der gesamten Wohnanlage beeinträchtigen
  • Bei einem Aufzugsausfall wird der Weg zwischen Wohnung und Erdgeschoss umso schwieriger, je höher die Etage liegt

FAQ

Q. Welche Notfallvorräte sollten in einer Wohnanlage mindestens vorhanden sein?

Zur Grundausstattung gehören Wasser (3 Liter pro Person und Tag für 3 Tage), Notnahrung, tragbare Toiletten, Taschenlampen, ein tragbares Radio und eine mobile Batterie.

Q. Wie erfolgt die Evakuierung, wenn man in einer oberen Etage wohnt?

Wenn der Aufzug stillsteht, müssen Sie die Treppe benutzen. Prüfen Sie deshalb im Alltag die Lage des Treppenhauses und den Evakuierungsweg.

Q. Sind Katastrophenschutzmaßnahmen bei einer basisisolierten Wohnanlage nicht erforderlich?

Auch bei einer basisisolierten Konstruktion sind das Sichern von Möbeln und die Vorbereitung auf Versorgungsunterbrechungen notwendig. Grundlegende Katastrophenschutzmaßnahmen sollten unabhängig von der Bauweise umgesetzt werden.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte