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Preisverhandlung bei gebrauchten Eigentumswohnungen: Spielraum, Timing und Strategie

Der übliche Verhandlungsspielraum bei gebrauchten Eigentumswohnungen liegt bei 5 bis 10 %. Dieser Beitrag zeigt, wann Verhandlungen besonders erfolgversprechend sind, welche Vorbereitung nötig ist und wie die passende Immobilienfirma gewählt wird.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Beim Kauf einer gebrauchten Eigentumswohnung lässt sich über Preisnachlässe meist leichter verhandeln als bei Neubauten. Gleichzeitig steigt jedoch das Risiko eines Scheiterns, wenn der Zeitpunkt oder das Vorgehen in der Verhandlung falsch gewählt werden. Den Marktwert präzise zu erfassen und mit Verständnis für die Situation des Verkäufers strategisch vorzugehen, ist der Schlüssel, um den maximalen Nachlass herauszuholen.

Kann man bei gebrauchten Eigentumswohnungen einen Preisnachlass erzielen?

Für gebrauchte Eigentumswohnungen gibt es keinen festen Listenpreis. Der Angebotspreis ist letztlich nur der Wunschpreis des Verkäufers, und der tatsächliche Verkaufspreis wird durch das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage bestimmt. Anders als bei Neubauten ist der größere Verhandlungsspielraum beim Preis eines der wichtigsten Merkmale gebrauchter Eigentumswohnungen.

Je nach Situation des Verkäufers gibt es allerdings auch Fälle, in denen kein Preisnachlass möglich ist. Deshalb ist es wichtig, die Lage des Verkäufers bereits bei der Auswahl der Immobilie einzuschätzen.

Wie hoch ist der übliche Preisnachlass bei gebrauchten Eigentumswohnungen?

Ein üblicher Nachlass liegt bei 5 bis 10 %. Bei einer Immobilie für 30 Millionen Yen entspricht das etwa 1,5 bis 3 Millionen Yen. In gefragten Lagen oder bei seltenen Objekten fällt der Verhandlungsspielraum jedoch tendenziell kleiner aus. Vor einer Verhandlung sollten Sie daher Folgendes prüfen.

  • Vergangene Abschlusspreise vergleichbarer Immobilien in derselben Gegend (prüfbar über REINS und Immobilienportale)
  • Wie viel Zeit seit dem Verkaufsstart der betreffenden Immobilie vergangen ist
  • Den Preisunterschied zu Neubau-Eigentumswohnungen

Wann ist der richtige Zeitpunkt für erfolgreiche Preisverhandlungen?

Zu Beginn des Verkaufs ist Verhandeln schwierig

Zu Beginn des Verkaufs zeigen sich Verkäufer in der Regel noch wenig kompromissbereit. Da die Forderung nach einem deutlichen Preisnachlass direkt nach Verkaufsstart das Risiko eines Abbruchs erhöht, ist das richtige Timing entscheidend.

Objekte ins Auge fassen, die schon eine gewisse Zeit am Markt sind

Bei Immobilien mit wenig Nachfrage, die seit 3 bis 6 Monaten oder länger am Markt sind, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Verkäufer einem Preisnachlass offener gegenübersteht. Vor allem Verkäufer mit einem dringenden Verkaufsbedarf, etwa wegen eines Jobwechsels, einer Scheidung oder laufender Finanzierung im Zusammenhang mit einem Umzug, sind häufig eher verhandlungsbereit.

Die Prüfung für den Wohnungsbaukredit vorab abschließen

Wenn Sie nachweisen können, dass Ihre Finanzierung bereits genehmigt wurde, stärkt das das Vertrauen des Verkäufers und verbessert Ihre Position in der Preisverhandlung. Für den Verkäufer ist die Aussicht auf eine schnelle Entscheidung ein großer Vorteil.

Welche 3 Tipps helfen, Preisverhandlungen erfolgreich zu machen?

  1. Über ein Immobilienunternehmen verhandeln: Da direkte Verhandlungen zwischen Privatpersonen ein höheres Konfliktrisiko bergen, sollten sie über einen Makler geführt werden
  2. Den Grund für den Preisnachlass klar benennen: Etwa „Mein Budget ist sehr knapp, daher würde ich gern den Endbetrag etwas abrunden“ oder „Ich übernehme die Entsorgung der zurückbleibenden Gegenstände selbst, wenn dafür ein Nachlass möglich ist“. Sinnvoll ist ein Vorschlag, der auch dem Verkäufer Vorteile bringt
  3. Ein vertrauenswürdiges Immobilienunternehmen wählen: Ein Unternehmen mit Erfahrung darin, zwischen Verkäufer und Käufer tragfähige Lösungen zu finden, kann die Verhandlung deutlich erleichtern

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viel Prozent Preisnachlass sind bei gebrauchten Eigentumswohnungen üblich?

Im Allgemeinen gelten 5 bis 10 % als Richtwert. Der tatsächliche Spielraum hängt jedoch stark von Angebot und Nachfrage, der Beliebtheit der Immobilie und der Situation des Verkäufers ab. Wer ohne stichhaltige Grundlage einen großen Nachlass fordert, riskiert ein Scheitern der Verhandlung.

Kann ich den Verkäufer direkt auf einen Preisnachlass ansprechen?

Von direkten Verhandlungen zwischen Privatpersonen ist eher abzuraten, da sie leicht zu Problemen führen können. Führen Sie Preisverhandlungen deshalb immer über das vermittelnde Immobilienunternehmen.

Kann man auch bei renovierten gebrauchten Eigentumswohnungen einen Preisnachlass erzielen?

Da diese Objekte häufig mit aufgeschlagenen Renovierungskosten angeboten werden, fällt der Nachlass oft kleiner aus als üblich. Wenn die Immobilie jedoch schon länger am Markt ist, kann weiterhin Verhandlungsspielraum bestehen.

Kann eine Preisverhandlung einen schlechten Eindruck beim Verkäufer hinterlassen?

Wenn Sie mit nachvollziehbaren Gründen verhandeln, ist das in der Regel unproblematisch. Unbegründete oder überzogene Forderungen können jedoch sowohl beim Verkäufer als auch beim Makler einen schlechten Eindruck hinterlassen, weshalb Vorsicht geboten ist.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte