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Überblick zur Neuentwicklung des Bezirks Kita-Aoyama 3-chome

Auf Grundlage der von der Stadt Minato veröffentlichten Materialien zum ersten Stadterneuerungsprojekt im Gebiet Kita-Aoyama 3-chome ordnet dieser Artikel den Projektträger, Umfang, Nutzung, Straßen- und Platzgestaltung, Sportstättenkonzept sowie den Bezug zu Omotesando und Gaienmae ein.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 3 Min. Lesezeit

Das erste Stadterneuerungsprojekt im Gebiet Kita-Aoyama 3-chome ist ein erster Stadterneuerungsplan, der in einem Teil von Kita-Aoyama 3-chome im Bezirk Minato, Tokio, voranschreitet. Das Planungsgebiet liegt zwischen dem Bahnhof „Omotesando“, an dem die Tokyo Metro Ginza-, Hanzomon- und Chiyoda-Linien halten, und dem Bahnhof „Gaienmae“ der Ginza-Linie. Charakteristisch ist, dass die Aufwertung des Grundstücks entlang der Aoyama-dori und die Nutzung von städtischem Grund und Boden gemeinsam vorangetrieben werden. Es handelt sich nicht um den bloßen Ersatz eines einzelnen Gebäudes, sondern um einen Rahmen, der die Probleme des Gebiets wie alternde Bausubstanz, klein parzellierte Grundstücke, Fußgängerraum und Katastrophenvorsorge durch die Kombination von Gebäude- und öffentlicher Infrastrukturentwicklung lösen soll.

Der Träger ist die Urban Renaissance Agency, eine unabhängige Verwaltungsbehörde. In den veröffentlichten Informationen des Bezirks Minato wird das Projekt als Plan beschrieben, städtische Funktionen wie Büros, Einzelhandel, Beherbergung, öffentliche und gemeinnützige Einrichtungen sowie Plätze einzuführen und die städtische Infrastruktur sowie die Nutzung des Straßenraums entlang der Aoyama-dori neu zu ordnen. Da es sich um einen Knotenpunkt zwischen der hohen Besucherfrequenz auf der Seite von Omotesando und den Büro- und Verkehrsbedarfen auf der Seite von Gaienmae handelt, stehen nicht nur die Nutzungsstruktur, sondern auch die Gestaltung von Straßen, Fußwegeverbindungen, Plätzen und Straßenraum im Zentrum des Vorhabens. Das Projekt wurde am 5. Dezember 2022 städtebaulich beschlossen und im August 2023 genehmigt; in den veröffentlichten Unterlagen ist der Baubeginn für das Geschäftsjahr 2025 und die Fertigstellung für das Geschäftsjahr 2029 vorgesehen.

Perspektivische Darstellung des ersten Stadterneuerungsprojekts im Gebiet Kita-Aoyama 3-chome
Bildliche Darstellung des Hochhauses und des Flachbaus entlang der Aoyama-dori sowie der Gestaltung von Platz und Fußgängerraum

Planübersicht

PunktInhalt
ProjektnameErstes Stadterneuerungsprojekt im Gebiet Kita-Aoyama 3-chome
StandortEin Teil von Kita-Aoyama 3-chome, Bezirk Minato, Tokio
TrägerUrban Renaissance Agency
Fläche des Gebietsca. 2,9 Hektar
GrundstücksflächeBlock I ca. 20.200 Quadratmeter, Block II ca. 1.100 Quadratmeter
GeschossflächeBlock I ca. 179.500 Quadratmeter, Block II ca. 2.000 Quadratmeter
Höhe / GeschosseBlock I ca. 180 Meter, 38 oberirdische Geschosse und 2 Untergeschosse; Block II ca. 20 Meter, 3 oberirdische Geschosse und 2 Untergeschosse
HauptnutzungBlock I Büros, Geschäfte, Beherbergung, öffentliche und gemeinnützige Einrichtungen usw.; Block II Geschäfte usw.
Städtebaulicher Beschluss5. Dezember 2022
Genehmigung des VorhabensAugust 2023
Geplanter BaubeginnGeplant für das Geschäftsjahr 2025
Geplante FertigstellungGeplant für das Geschäftsjahr 2029

Merkmale des Plans

Der Grundgedanke des Plans liegt darin, den Hochhausbau in Block I und den Flachbau in Block II zu kombinieren, um sowohl die intensive Nutzung entlang der Aoyama-dori als auch die Einbindung in das Stadtbild zu erreichen. In Block I werden vor allem Büros sowie die Funktionen Einzelhandel, Beherbergung und öffentliche sowie gemeinnützige Einrichtungen gebündelt, während in Block II Geschäfte und ähnliche Nutzungen vorgesehen sind. Es geht also nicht um einen alleinstehenden 180-Meter-Turm, sondern um die Erneuerung des gesamten Blocks, einschließlich der Belebung im Sockelbereich, der Wirkung entlang der Straße und der Kontinuität des Außenraums. Die Zahl der Wohnungen und die Wohnungsstruktur sind, soweit in den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, nicht bekannt gegeben.

Auch die Neuordnung des Fußgängerraums ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts. Auf der westlichen Seite des Areals wird ein Platz angelegt, und zwischen Straße und Platz werden innerhalb und außerhalb des Gebäudes Fußwege geschaffen, um die Begehbarkeit entlang der Aoyama-dori zu erhöhen. Zudem sind flächenhafte Fußwegbereiche vorgesehen, um trotz der Lage an einer Hauptverkehrsstraße einen Ort des Aufenthalts zu schaffen, der nicht nur dem Durchgang dient. Nicht nur die Erschließung vom Bahnhof zum Gebäude, sondern auch die Verbesserung des Fußgängererlebnisses beim Queren des Blocks zwischen Omotesando- und Gaienmae-Seite verdeutlicht den Charakter dieser Gebietsentwicklung.

Bei den Straßenmaßnahmen ist geplant, an der Anschlussstelle zur Aoyama-dori eine neue Erschließungsstraße 1 mit Ampelanlage anzulegen, um eine sichere Verbindung zu den südlichen Stadtteilen und den umliegenden Blöcken zu schaffen. Gleichzeitig wird Erschließungsstraße 2 ausgebaut, um trotz Erhalt der bestehenden Durchgangsfunktion die Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger zu erhöhen; beide Straßen sollen oberirdisch von Leitungen befreit werden. Dass die Bewertung des Projekts nicht nur auf die Größe des Gebäudes beschränkt wird, sondern auch die Kontinuität des Straßennetzes, die Sichtbarkeit und Spielräume für den Katastrophenschutz umfasst, ist für die Erneuerung entlang der Aoyama-dori besonders wichtig.

In Bezug auf Sicherheit und Umwelt sieht der Plan vor, durch Plätze und offene Räume die lokale Katastrophenvorsorge zu verbessern und zugleich ein grünes Netzwerk unter Berücksichtigung der Biodiversität zu stärken. Für Block II ist ebenfalls ein grüner, offener Raum vorgesehen, was zeigt, dass neben zusätzlicher Geschossfläche durch die Hochbauentwicklung auch die Qualität des Außenraums als Teil der Gebietserneuerung behandelt wird. Soweit aus den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, sind weder eine Umweltzertifizierung noch die genaue Bezeichnung eines detaillierten Bepflanzungskonzepts bekannt gegeben worden.

Als öffentliche und gemeinnützige Funktion wurde ein Plan zur Einrichtung einer Sportstätte auf Grundlage der von Minato-ku vorgesehenen Erwerbsfläche veröffentlicht. Dafür sollen die insgesamt 1.858,22 Quadratmeter im Untergeschoss 1 und im Erdgeschoss des Gebäudes für öffentliche Einrichtungen genutzt werden; vorgesehen sind unter anderem eine Mehrzweckhalle, ein Mehrzweckraum, Umkleideräume und Duschen. Die Anlage soll auch von Anwohnenden und Beschäftigten in der Umgebung im Alltag genutzt werden. Dass die durch die Neuentwicklung eingeführten Funktionen nicht auf Büros und Handel beschränkt bleiben, sondern auch öffentliche und gemeinnützige Nutzungen mit lokaler Anbindung umfassen, ist eines der Merkmale dieses Gebiets.

Bezug zu umliegenden Projekten und dem Umfeld

Das Planungsgebiet liegt zwischen den Bahnhöfen Omotesando und Gaienmae und ist ein Ort, an dem großräumige Fußgängerströme entlang der Aoyama-dori zusammenlaufen. Auf der Seite von Omotesando gibt es eine hohe Konzentration von Einzelhandel und Besuchern, während auf der Seite von Gaienmae auch Bürouser sowie Mobilitätsbedarfe zu Veranstaltungszeiten hinzukommen. Daher ist dieses Vorhaben nicht als Neubau eines einzelnen Gebäudes zu verstehen, sondern als Projekt zur Neuordnung des Fußgängerumfelds zwischen den Bahnhöfen, des Straßenbilds und der Aufenthaltsqualität entlang der Aoyama-dori. Als Block an der Aoyama-dori wird sich die Wirkung auf das umliegende Gebiet nicht nur an Höhe und Nutzung des Gebäudes messen lassen, sondern auch daran, ob Fußwegbereiche und Plätze zusammenhängend funktionieren.

Besonders die gemeinsame Planung von neuer Straße, Fußwegeverbindung, flächenhaftem Fußwegbereich und Platz ist Ausdruck eines Konzepts, das die Anbindung an die umliegenden Blöcke in den Vordergrund stellt. Es wird davon ausgegangen, dass Besucher von der Omotesando-Seite, Pendler von der Gaienmae-Seite sowie Beschäftigte und lokale Nutzer den gleichen Block aus unterschiedlichen Gründen verwenden. Daraus wird ein Gestaltungsansatz sichtbar, der die Wegeführung innerhalb und außerhalb des Gebäudes bündelt. Entlang der Aoyama-dori ist die Sichtbarkeit zwar hoch, doch Fußgänger haben dort mitunter wenig Anlass zum Verweilen; daher wird sich nach der Umsetzung zeigen, inwieweit Platz und Sockelzone tatsächlich zu mehr Zirkulation beitragen.

Die von Minato-ku vorgesehene Sportstätte ist eine öffentliche und gemeinnützige Einrichtung, die von Bürgerinnen und Bürgern der Regionen Akasaka und Aoyama sowie von Beschäftigten in der Nähe genutzt werden soll. Dadurch wird das Gebiet Kita-Aoyama 3-chome nicht nur um neue Büro-, Handels- und Beherbergungsflächen erweitert, sondern auch zu einem Block mit einer Infrastruktur für die lokale Nutzung umgeformt. Durch die Überlagerung eines öffentlichen städtischen Nutzungsbausteins mit der Lage zwischen Omotesando und Gaienmae entsteht ein komplexer Standort, der sich nicht nur an Tagesbevölkerung und Besuchern, sondern auch an der alltäglichen Nutzung durch die Nachbarschaft orientiert.

Die zu erwartende Ausstrahlung wird sich nach der Fertigstellung vermutlich weniger im bloßen Eindruck des Hochhausturms zeigen als vielmehr in der Wahrnehmung des Wechsels zwischen den Bahnhöfen und der Nutzung entlang der Aoyama-dori. Die Bewertung nach Fertigstellung wird untrennbar damit verbunden sein, wie intensiv der Platz genutzt wird, wie die öffentliche und gemeinnützige Einrichtung in die Wege des Gebiets eingebunden wird und wie weit das Fußgängerumfeld entlang der Aoyama-dori erneuert wird. Soweit aus den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, sind keine Namen privater benachbarter Gesamtentwicklungen oder zusätzlicher beteiligter Unternehmen bekannt gegeben worden.

INA-Kurzbewertung

Das Gebiet Kita-Aoyama 3-chome ist nicht nur ein Projekt zum Bau eines rund 180 Meter hohen Turms, sondern ein Vorhaben, dessen Kern darin liegt, Fußgängerraum, Straßeninfrastruktur, Platzflächen und öffentliche beziehungsweise gemeinnützige Funktionen entlang der Aoyama-dori neu zu ordnen. Vor dem Hintergrund der Lage zwischen den Bahnhöfen Omotesando und Gaienmae wird das Projekt nach seiner Fertigstellung nicht nur anhand des Gebäudes selbst, sondern auch nach der Qualität des Umsteigens zwischen den Bahnhöfen und der Nutzung entlang der Straße bewertet werden.

Quellen

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte