Das erste städtebauliche Neuordnungsprojekt des westlichen Südbezirks von Kanda Ogawamachi 3-chome ist ein Projekt dieser Art, das im Gebiet Kanda Ogawamachi 3-chome im Bezirk Chiyoda, Tokio, vorangetrieben wird. In der Veröffentlichung der Stadtentwicklungsbehörde der Präfektur Tokio werden die Flächenausdehnung des Ausführungsgebiets mit 0,6 ha, der Ausführende als Genossenschaftsausführung und der aktuelle Stand als laufendes Projekt beschrieben.
Das Planungsgebiet liegt an der Yasukuni-dori und der Meida-dori und ist ein innerstädtischer Block, in den sich Ströme aus Jimbocho, Ochanomizu und Ogawamachi leicht sammeln. Entlang der Straßen überlagern sich Einzelhandel und Bürofunktionen, und da auch Nutzer von Universitäten und Fachschulen, Pendler sowie Besucher des Gebiets in der Umgebung zu erwarten sind, lässt sich dieses Vorhaben besser als Neuordnung eines Ortes verstehen, an dem mehrere urbane Funktionen aufeinandertreffen, denn als bloßer Neubau auf einem einzelnen Grundstück.
Die städtebauliche Festlegung erfolgte am 6. April 2021, die Genehmigung des Projekts und die Genehmigung zur Gründung der Genossenschaft am 16. Mai 2023. In den veröffentlichten Unterlagen wird das Vorhaben als gemischt genutzte Anlage mit Wohnungen, Büros, Läden, einem Platz, Parkplätzen usw. dargestellt; ergänzende, im Umlauf befindliche Planübersichten nennen eine Größenordnung von 22 oberirdischen Geschossen und etwa 110 m Höhe. Angaben wie Grundstücksfläche, Bruttogeschossfläche, Zahl der Wohnungen, Projektkosten, Baubeginn und geplante Fertigstellung sind jedoch in den öffentlich zugänglichen Unterlagen nicht veröffentlicht.
Planübersicht
| Posten | Inhalt |
|---|---|
| Projektname | Erstes städtebauliches Neuordnungsprojekt des westlichen Südbezirks von Kanda Ogawamachi 3-chome |
| Standort | Gebiet Kanda Ogawamachi 3-chome, Bezirk Chiyoda, Tokio |
| Ausführender | Genossenschaftsausführung |
| Projektträger | Soweit in den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, nicht veröffentlicht |
| Teilnehmende Genossenschaftsmitglieder | Soweit in den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, nicht veröffentlicht |
| Projektmitwirkende | Soweit in den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, nicht veröffentlicht |
| Fläche des Ausführungsgebiets | 0,6 ha |
| Grundstücksfläche | Soweit in den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, nicht veröffentlicht |
| Bruttogeschossfläche | Soweit in den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, nicht veröffentlicht |
| Ausmaß | 22 oberirdische Geschosse, etwa 110 m Höhe |
| Hauptnutzung | Wohnen, Büros, Läden, Platz, Parkplätze usw. |
| Zahl der Wohnungen | Soweit in den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, nicht veröffentlicht |
| Städtebauliche Festlegung | 6. April 2021 |
| Genehmigung des Projekts und Genehmigung zur Gründung der Genossenschaft | 16. Mai 2023 |
| Aktueller Stand | In Ausführung |
| Baubeginn | Soweit in den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, nicht veröffentlicht |
| Geplante Fertigstellung | Soweit in den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, nicht veröffentlicht |
| Projektkosten | Soweit in den veröffentlichten Unterlagen ersichtlich, nicht veröffentlicht |
Die Größe von 0,6 ha des Ausführungsgebiets ist im Vergleich zu großmaßstäblichen Stadtumbauprojekten kompakt, doch als Erneuerung eines Blocks nahe einer wichtigen innerstädtischen Straßenkreuzung ist sie eine Größe, bei der sich die Auswirkungen auf das Straßenbild und die fußläufige Zirkulation gut ablesen lassen. Da die veröffentlichten Nutzungen Wohnungen, Büros, Läden, einen Platz und Parkplätze usw. umfassen, wird deutlich, dass das Vorhaben auf eine gemischte Nutzung ausgelegt ist, die nicht nur die Tagesbevölkerung, sondern auch die Nachtbevölkerung einbezieht.
Außerdem handelt es sich nach der Systematik Tokios um ein erstes städtebauliches Neuordnungsprojekt, also um ein Vorhaben, das auf Basis einer Umlegung der Rechte die Neuordnung eines ganzen Blocks vorantreibt. Charakteristisch ist, dass auch Platzflächen und Wegebeziehungen, die bei der Erneuerung einzelner Grundstücke schwer zu integrieren wären, in den Projektmechanismus eingebunden werden können; eine zentrale Frage des Vorhabens ist daher, wie in der dichten, gewachsenen Innenstadt öffentliche Räume gesichert werden können.
Besonderheiten des Projekts
Die Besonderheit dieses Vorhabens besteht nicht einfach darin, ein Hochhaus zu errichten, sondern den Block an der Yasukuni-dori und der Meida-dori in eine gemischt genutzte Struktur aus Wohnen, Büro, Einzelhandel und Außenraum zu überführen. Besonders wichtig ist, dass in den veröffentlichten Nutzungen ein Platz ausdrücklich genannt wird. Daraus lässt sich ablesen, dass neben der inneren Flächengestaltung auch Aufenthaltsräume, Treffpunkte und Durchwegungen geschaffen werden sollen, die sich zur Stadt hin öffnen.
Die Umgebung von Kanda Ogawamachi 3-chome liegt nahe an der Bücherstadt und den Gastronomiebereichen von Jimbocho, an den Universitäten und medizinischen Einrichtungen auf der Seite von Ochanomizu sowie an den Büro- und Einzelhandelskonzentrationen von Ogawamachi und Awajicho. Daher überlagern sich dort werktags tagsüber der Bedarf aus dem Büroalltag, die Bewegungen von Studierenden und Besuchern sowie abends die Nutzung für Gastronomie. Da auch Wohnen in der Nutzungsmischung enthalten ist, lässt sich eine gewisse Kontinuität in der Nutzung des Blocks herstellen.
Die aus ergänzenden Unterlagen ersichtliche Größenordnung von 22 oberirdischen Geschossen und etwa 110 m Höhe liegt in einem Bereich, der vom Straßenraum aus gut wahrnehmbar ist. Wichtiger als die bloße Höhe sind bei diesem Projekt jedoch die Gestaltung des lebendigen Erdgeschossbereichs, die Kontinuität zwischen Gehweg und Gebäudefuß sowie die Sichtbeziehungen und die leichte Erschließbarkeit an der Kreuzung. Je nachdem, wie stark der Platz mit dem Straßenraum als Einheit genutzt wird, kann sich der Eindruck deutlich verändern.
Detaillierte quantitative Indikatoren zu Brandschutz und Umweltleistung sowie Spezifikationen der eingebauten Ausstattung sind in den veröffentlichten Unterlagen, soweit ersichtlich, nicht veröffentlicht. Dennoch macht die blockweise Erneuerung eines gewachsenen Innenstadtbereichs, der möglicherweise ältere Gebäude umfasst, sowie die gleichzeitige Förderung von Nutzungsmischung und öffentlichen Räumen den Charakter dieses Vorhabens als innerstädtisches Redevelopment deutlich.
Bezug zu Projekten und Gebieten in der Umgebung
Zum Verständnis dieses Standorts ist nicht nur der amtliche Stadtteilname wichtig, sondern auch seine Lage als Knotenpunkt zwischen Jimbocho, Ochanomizu und Ogawamachi. In Richtung Jimbocho gibt es eine Buchhändlerstraße und spezialisierte Handelsstrukturen, in Richtung Ochanomizu breiten sich Universitäten und medizinische Einrichtungen aus, und in Richtung Ogawamachi und Awajicho überlagern sich Büronutzung und alltäglicher Einzelhandel. Da dieses Vorhaben an einem Punkt voranschreitet, an dem unterschiedliche Besuchsanlässe zusammenkommen, sollte die Wirkung nicht nur anhand der Funktionen innerhalb eines Gebäudes beurteilt werden, sondern auch im Hinblick auf die Ausstrahlung in die umliegenden Blöcke.
Die Lage an der Yasukuni-dori und der Meida-dori hat auch im Verhältnis zum Straßenraum große Bedeutung. Beide Straßen bilden das Rückgrat der umliegenden Gebiete; ihre hohe Sichtbarkeit entlang der Straße und der Eindruck an Gehwegen und Kreuzungen wirken sich unmittelbar auf die Bewegung der Besucher aus. Wenn der Raum am Boden durch die Redevelopment-Maßnahme neu geordnet wird, kann sich das Gehgefühl in Richtung Jimbocho-Station, Ogawamachi- und Awajicho-Station sowie Ochanomizu-Station verändern. Details zur konkreten Wegeführung sind in den veröffentlichten Unterlagen jedoch nur in begrenztem Umfang ersichtlich.
Im Verhältnis zu Projekten in der Umgebung ist dieses Vorhaben anders als großmaßstäbliche Projekte in Otemachi oder Marunouchi eher ein Fall, der in einem Gebiet mit dichter bestehender Straßenrandnutzung, Handel sowie Bildungs- und Kulturfunktionen durch blockweise Erneuerung einen neuen Knotenpunkt für die Zirkulation schafft. Aus Sicht von Jimbocho fügt sich am Ende einer bestehenden Handelskette ein neuer gemischt genutzter Knoten hinzu; aus Sicht von Ochanomizu wird ein Knoten erneuert, der den Verkehr von Universität, Medizin und Büro aufnimmt; und aus Sicht von Ogawamachi wird eine Verbindungsstelle zwischen Büroviertel und Wohnfunktion neu geordnet.
Da die Nutzung auch einen Platz umfasst, endet das Verhältnis zwischen innerem und äußerem Blockraum nicht beim Gebäude allein. Wie offen der Platz für die Straße und die Nutzer der umliegenden Einrichtungen wird, und inwiefern die Ladenstruktur im Erdgeschoss zur Kontinuität der Straße beiträgt, beeinflusst die Qualität der Durchlässigkeit über die Grenzen zwischen Jimbocho, Ochanomizu und Ogawamachi hinweg. Derzeit lässt sich sicher sagen, dass an einem Schnittpunkt mehrerer innerstädtischer Bereiche ein Redevelopment mit gemischter Nutzung und öffentlichen Räumen vorangetrieben wird.
INA-Kurzkommentar
Das erste städtebauliche Neuordnungsprojekt des westlichen Südbezirks von Kanda Ogawamachi 3-chome ist weniger durch seine Fläche von 0,6 ha als durch seine hohe Knotenfunktion an der Yasukuni-dori und der Meida-dori geprägt. Die städtebauliche Festlegung am 6. April 2021 und die Genehmigung des Projekts sowie der Genossenschaftsgründung am 16. Mai 2023 machen den Projektstand klar; derzeit ist die spannendste Frage, wie die gemischte Nutzung und die Platzgestaltung die Zirkulation zwischen Jimbocho, Ochanomizu und Ogawamachi aufnehmen werden.