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Wie viel Kapital braucht man für den Semi-Ruhestand? Simulationen nach Alter und Risikomanagement

Schätzt den Kapitalbedarf für den Semi-Ruhestand in den 30ern, 40ern und 50ern. Erläutert außerdem Anlagerisiken, sinkende Kreditwürdigkeit und weitere wichtige Punkte für alle, die einen frühen Semi-Ruhestand anstreben.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Unter Semi-Retirement versteht man einen Lebensstil, bei dem man seine Vollzeitbeschäftigung beendet und sich freie Zeit sichert, während das Einkommen durch Nebenjobs oder Vermögensverwaltung ergänzt wird. Eine eindeutige Definition gibt es nicht, doch im Unterschied zum vollständigen Ruhestand ist kennzeichnend, dass ein gewisses Einkommen erhalten bleibt. Durch die Kombination aus Vermögensaufbau und Anlagestrategie lässt sich dieses Modell selbst ab den 30ern realistisch verwirklichen.

Wie viel Kapital wird für Semi-Retirement benötigt? Simulation nach Altersgruppen

Das erforderliche Kapital wird nach der Formel „(monatliche Lebenshaltungskosten - monatliches Einkommen) × 12 Monate × (90 Jahre - Renteneintrittsalter)“ berechnet. Es verändert sich stark je nach monatlichem Einkommen, Lebenshaltungskosten und Renteneintrittsalter.

Fallbeispiel: 30er (35 Jahre)

Wenn Sie mit 35 Jahren aufhören zu arbeiten und ein monatliches Einkommen von 100.000 Yen bei Lebenshaltungskosten von 170.000 Yen haben:

(170.000 - 100.000)×12×55 Jahre=46,2 Mio. Yen

Bei einem monatlichen Einkommen von 150.000 Yen sinkt das erforderliche Vermögen auf 13,2 Mio. Yen. Da ein Einkommensunterschied von 50.000 Yen pro Monat das erforderliche Vermögen um mehr als 33 Mio. Yen verändern kann, ist die Planung einer gesicherten Einkommensbasis der wichtigste Punkt.

Fallbeispiel: 40er (45 Jahre)

Unter denselben Bedingungen bei einem Ruhestand mit 45 Jahren:

(170.000 - 100.000)×12×45 Jahre=37,8 Mio. Yen

Im Vergleich zu 35 Jahren ist die Umsetzung mit rund 8,4 Mio. Yen weniger Vermögen möglich. Bei einem monatlichen Einkommen von 150.000 Yen sinkt der Bedarf deutlich auf 10,8 Mio. Yen.

Fallbeispiel: 50er (55 Jahre)

Bei Ruhestand mit 55 Jahren, einem monatlichen Einkommen von 100.000 Yen und Lebenshaltungskosten von 170.000 Yen:

(170.000 - 100.000)×12×35 Jahre=29,4 Mio. Yen

Menschen in ihren 50ern können Semi-Retirement vergleichsweise leicht erreichen, weil sie über viele Jahre Vermögen aufgebaut haben. Bei einem monatlichen Einkommen von 150.000 Yen liegt der Bedarf bei 8,4 Mio. Yen und damit unter 10 Mio. Yen.

Welche Vorteile hat Semi-Retirement?

  • Finanzielle Stabilität: Anders als beim vollständigen Ruhestand gibt es weiterhin Einkommensquellen, wodurch sich das Risiko verringern lässt, vor dem Rentenbezug das Geld aufzubrauchen
  • Mehr freie Zeit: Sie gewinnen schon vor dem regulären Rentenalter und in gesunden Jahren Zeit, wodurch sich der Spielraum für neue Herausforderungen erweitert
  • Entlastung von zwischenmenschlichem Stress: Durch Nebenjobs oder Kapitalerträge kann der Stress am Arbeitsplatz deutlich reduziert werden

Welche Risiken sollten vor dem Semi-Retirement beachtet werden?

Liquiditätsreserve für Notfälle

Für Krankheit, Verletzungen oder Einkommensausfälle ist es zwingend erforderlich, zusätzlich zum rechnerisch notwendigen Vermögen einen Puffer einzuplanen. Empfehlenswert ist, Ausgaben in Höhe von 6 bis 12 Monatsbudgets separat als Notfallreserve zu verwalten.

Risiko sinkender gesellschaftlicher Bonität

Wenn Sie sich nur auf freiberufliche oder geringfügige Einkünfte stützen, kann es schwierig werden, eine Baufinanzierung zu erhalten oder eine neue Kreditkarte zu bekommen. Deshalb ist es wichtig, Darlehen vor dem Semi-Retirement zu ordnen.

Unterschätzung von Anlagerisiken

Investitionen führen nicht zwangsläufig zu Gewinnen. Daher ist eine Vermögensplanung mit ausreichender Sicherheitsmarge erforderlich, damit der Lebensunterhalt auch bei fallenden Märkten gesichert bleibt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Worin unterscheidet sich Semi-Retirement von Vorruhestand (FIRE)?

FIRE bezeichnet eine vollständige finanzielle Unabhängigkeit, bei der der Lebensunterhalt ausschließlich aus Vermögenserträgen bestritten wird. Beim Semi-Retirement wird dagegen durch Nebenjobs oder Ähnliches ein gewisses Einkommen gesichert und zugleich die freie Zeit erhöht, wodurch der erforderliche Vermögensbetrag deutlich sinkt.

Welche Einkommensquellen sind nach dem Semi-Retirement sinnvoll?

Typisch sind Mieteinnahmen aus Immobilien, Aktiendividenden, Nebenjobs und freiberufliche Tätigkeiten. Mehrere Einkommensquellen helfen, Risiken zu streuen.

Sollte die Rente in die Berechnung für Semi-Retirement einbezogen werden?

Eine Kalkulation unter Einbeziehung der Rentenzahlungen ab 65 Jahren ist möglich. Wenn die Phase der Vollzeitbeschäftigung jedoch kurz war, kann die spätere Rentenhöhe sinken. Deshalb ist es wichtig, den tatsächlichen Erwartungswert anhand der Rentenmitteilung zu prüfen.

Welche Anlagemethoden eignen sich für Semi-Retirement?

Geeignet sind Methoden mit geringem Aufwand und dem Ziel stabiler laufender Erträge, etwa Indexanlagen oder Immobilieninvestments. Strategien mit hohen Renditechancen und hohen Risiken erfordern Vorsicht, da sie das Risiko eines Vermögensverzehrs erhöhen.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte