Wenn Investitionen als Nebentätigkeit ins Laufen kommen, stellt sich die Frage: „Kann ich ein Vollzeit-Investor werden?“ Dieser Artikel erläutert die Definition eines Vollzeit-Investors, das notwendige Kapital, typische Lebensmodelle sowie Vor- und Nachteile, einschließlich Immobilieninvestitionen.
Was ist ein Vollzeit-Investor?
Ein Vollzeit-Investor ist eine Person, die ihren Lebensunterhalt ausschließlich aus Kapitalerträgen bestreitet. Laut der Haushaltsumfrage 2019 des japanischen Ministeriums für Innere Angelegenheiten und Kommunikation lagen die durchschnittlichen Konsumausgaben von Einpersonenhaushalten bei rund 163.000 Yen (maximal etwa 189.000 Yen). Theoretisch gilt: Wer stabile Investmenterträge von mehr als 200.000 Yen pro Monat erzielt, kann als Vollzeit-Investor leben. Um ein solches stabiles Einkommen aufrechtzuerhalten, ist jedoch ein entsprechendes Anfangskapital erforderlich.
Arten von Investments und ihre Merkmale
Aktieninvestitionen
Dabei werden Aktien börsennotierter Unternehmen erworben, um von Kursgewinnen, Dividenden und Aktionärsvorteilen zu profitieren. Zwar bestehen Risiken wie Kursverluste oder Insolvenzen, dennoch gibt es Investoren, die von Dividenden und Vorteilen leben. Dafür ist jedoch meist ein Vermögen in Höhe von mehreren hundert Millionen Yen nötig.
Terminmarktinvestitionen
Hierbei handelt es sich um Geschäfte, bei denen der künftige Handelspreis im Voraus festgelegt wird. Da auch mit wenig Kapital große Positionen möglich sind, ist diese Form für Investoren geeignet, die ein hohes Risiko und hohe Renditechancen bevorzugen.
FX(Devisenhandel)
Dabei werden Schwankungen von Währungskursen genutzt. Der Handel ist rund um die Uhr möglich, doch weil Marktprognosen schwierig sind und der spekulative Charakter hoch ist, besteht ein erhebliches Verlustrisiko.
Anleiheinvestitionen
Hier wird in Wertpapiere investiert, die von Staaten oder Unternehmen ausgegeben werden. Es handelt sich um eine vergleichsweise stabile Anlageform, bei der zum Fälligkeitstag Kapital und Zinsen zurückgezahlt werden, allerdings bestehen bei Unternehmensanleihen Ausfallrisiken.
Worin unterscheidet sich ein Vollzeit-Investor von einem nebenberuflichen Investor?
Nebenberufliche Investoren verfügen über ein Gehaltseinkommen, sodass Fehlschläge bei Investments ihren Lebensunterhalt nicht unmittelbar beeinträchtigen. Zudem haben sie den Vorteil von geringerem Zeitdruck und weniger Ertragsdruck. Vollzeit-Investoren genießen zwar mehr zeitliche Freiheit, tragen aber ständig den Druck, fortlaufend Gewinne erzielen zu müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Wichtige Lebensmodelle von Vollzeit-Investoren
- Leben von Aktionärsvorteilen und Dividenden:Erfordert Vermögen in Höhe von mehreren hundert Millionen Yen. Die Stabilität ist hoch, aber ein großes Startkapital ist unverzichtbar
- Daytrader:Käufe und Verkäufe werden innerhalb eines Tages abgeschlossen. Erforderlich sind schnelle Entscheidungen, Chartanalyse-Fähigkeiten und ein leistungsstarker PC
- Vermietung von Immobilien:Ein Modell für passives Einkommen durch Mieteinnahmen. Durch Verwaltungsdelegation lassen sich vergleichsweise stabile Erträge erzielen
Was sind die Vor- und Nachteile eines Vollzeit-Investors?
Vorteile:Zeitliche Freiheit, keine belastenden Vorgesetzten, ortsunabhängiges Arbeiten und bei guter Beherrschung der Methode die Chance auf hohe Erträge
Nachteile:Ohne Erträge entsteht ein Defizit, das bis zur Gefährdung des Lebensunterhalts führen kann. Gesellschaftlich wird man zudem häufig als „arbeitslos“ eingestuft, wodurch Kreditkartenprüfungen und Mietverträge schwieriger werden können.
Wenn Sie eine Vollzeittätigkeit durch Immobilieninvestitionen anstreben, lesen Sie bitte auch Risikovermeidung durch eine Zweitmeinung bei Immobilieninvestitionen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F1. Wie viel Mindestkapital braucht man, um Vollzeit-Investor zu werden?
Wenn man monatliche Lebenshaltungskosten von 200.000 Yen zugrunde legt, sind bei einer jährlichen Rendite von 5 % etwa 50 Millionen Yen erforderlich. Je nach Anlagestrategie kann der Kapitalbedarf jedoch stark variieren.
F2. Müssen Vollzeit-Investoren eine Steuererklärung abgeben?
Ja. Da kein Gehaltseinkommen vorhanden ist, müssen sämtliche Investmenterträge in der Steuererklärung angegeben werden. Je nach Einkunftsart, etwa Mieteinnahmen oder Aktiendividenden, unterscheiden sich die steuerlichen Kategorien.
F3. Ist es möglich, durch Immobilieninvestitionen Vollzeit-Investor zu werden?
Ja, das ist möglich. Wenn die Mieteinnahmen aus mehreren Objekten die Lebenshaltungskosten übersteigen, ist man faktisch ein Vollzeit-Investor. Ein Vorteil von Immobilieninvestitionen besteht darin, dass sich durch die Beauftragung einer Verwaltung relativ leicht ein passives Einkommensmodell aufbauen lässt.
F4. Warum haben Vollzeit-Investoren oft Schwierigkeiten bei Mietverträgen?
Da sie bei Bonitätsprüfungen häufig als „arbeitslos“ eingestuft werden, werden oft Einkommensnachweise, Vermögensnachweise oder Bürgen verlangt. Es ist daher wichtig, entsprechende Vermögensunterlagen im Voraus vorzubereiten.
F5. Wann ist ein sinnvoller Zeitpunkt, von einer nebenberuflichen Tätigkeit in die Vollzeit zu wechseln?
Ein gängiger Richtwert ist erreicht, wenn die Investmenterträge die Lebenshaltungskosten dauerhaft um das 1,5- bis 2-Fache übersteigen. Dabei sollten auch steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Veränderungen berücksichtigt werden.