Skip to content
Real Estate Intelligence
COLUMN

Schallschutzstarke Wohnung wählen: Konstruktion, Grundriss und Etage

Wer ruhiger wohnen möchte, sollte vor allem auf drei Punkte achten: Gebäudestruktur, Wohnungsgrundriss und Etage. Der Beitrag erklärt verständlich den Unterschied zwischen Luft- und Körperschall, die Stärken von Stahlbeton und praktische Prüfpunkte bei der Besichtigung.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 1 Min. Lesezeit

Im Vergleich zu Einfamilienhäusern sind Eigentums- und Mietwohnungen Wohnumgebungen, in denen sich Nachbargeräusche und Trittschall leichter zu Problemen entwickeln können. Wenn Sie eine Wohnung mit hoher Schalldämmung wählen möchten, sollten Sie drei Punkte genau prüfen: Bauweise, Grundriss und Etage.

Wie hoch ist der Lärmpegel von Alltagsgeräuschen? Kennen Sie zunächst die Richtwerte

Die Lautstärke wird in dB (Dezibel) gemessen. Als Orientierung für ein stressfreies Wohnen gelten 50 dB oder weniger; während des Schlafs sind 40 dB oder weniger wünschenswert.

AlltagsgeräuschLärmpegel
Klimaanlageca. 41 bis 59 dB
Laufende Kinderca. 50 bis 66 dB
Fernseherca. 57 bis 72 dB
Staubsaugerca. 60 bis 76 dB
Klavierca. 80 bis 90 dB

Warum kommt es in Wohnungen zu Schallübertragung?

Die Ursachen für Schallübertragung lassen sich im Wesentlichen in zwei Arten einteilen. Wenn Luftschall (zum Beispiel Stimmen oder Fernseher, also Geräusche, die sich über Luftschwingungen ausbreiten) und Körperschall (zum Beispiel Schritte oder das Öffnen und Schließen von Türen, also Geräusche, die die Gebäudestruktur in Schwingung versetzen) zusammenwirken, entstehen typische Probleme in Mehrfamilienhäusern.

Worin unterscheiden sich Schallschutz, Schalldämmung und Schallabsorption?

„Schallschutz“ ist ein Oberbegriff. Konkrete Maßnahmen sind Schalldämmung (Schall blockieren) und Schallabsorption (Schall aufnehmen). Bei Schallschutzmaßnahmen bildet die Schalldämmung die Grundlage; in Kombination mit Schallabsorption lässt sich die Wirkung weiter verbessern. Beton und Gips werden als dämmende Materialien eingesetzt, Glaswolle und Urethanschaum als absorbierende Materialien.

Woran erkennen Sie eine Wohnung mit guter Schalldämmung?

Bauweise: Stahlbeton wählen

Die Schalldämmung nach Bauart lässt sich wie folgt einordnen: Stahlbetonbau (RC) > schwerer Stahlbau > leichter Stahlbau = Holzbau. RC-Bauten sind beim Abschirmen von Alltagsgeräuschen besonders leistungsfähig, weil Wände und Böden aus Beton bestehen, allerdings ist die Miete meist höher. Zwischen leichtem Stahlbau und Holzbau gibt es bei der Schalldämmung keinen großen Unterschied.

Eigentumswohnungen bieten meist besseren Schallschutz als Mietwohnungen

Eigentumswohnungen werden häufig mit Blick auf eine langfristige Nutzung schalltechnisch sorgfältiger geplant und bieten deshalb tendenziell besseren Schallschutz als klassische Mietwohnungen. Wenn Sie im Mietbereich Wert auf Schallschutz legen, ist eine vermietete Eigentumswohnung eine praktikable Wahl.

Etage: Wählen Sie passend zu Ihrem Bedarf

  • Wenn Sie sich an Geräuschen aus der Wohnung darüber stören → wählen Sie die oberste Etage
  • Wenn Ihre eigenen Schritte die Bewohner unter Ihnen nicht stören sollen → wählen Sie das Erdgeschoss

Grundriss: Stauraum wirkt als Schallpuffer

Grundrisse mit einem Kleiderschrank oder Stauraum zwischen Ihrer Wohnung und dem Nachbarraum übertragen Alltagsgeräusche weniger leicht. Befindet sich außerdem Stauraum zwischen Sanitärbereich und Wohnraum, fallen auch Wasser- und Abflussgeräusche meist weniger auf.

Wenn Sie bei der Objektauswahl die Schalldämmung genauer prüfen möchten, lesen Sie auch den Leitfaden zur Auswahl einer Hausverwaltungsfirma für Mietobjekte.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F1. Ist der Schallschutz bei RC-Bauten perfekt?

RC-Bauten bieten einen besseren Schallschutz als andere Bauarten, sind aber nicht perfekt. Die tatsächliche Schalldämmung hängt auch von der Wandstärke und der Ausführungsqualität ab.

F2. Gibt es eine Möglichkeit, den Schallschutz bei der Besichtigung zu prüfen?

Sie können leicht gegen die Trennwand zur Nachbarwohnung klopfen und prüfen, ob der Klang stark nachhallt. Außerdem hilft eine Besichtigung zu unterschiedlichen Tageszeiten dabei, die tatsächliche Lärmsituation besser einzuschätzen.

F3. Worin unterscheidet sich eine vermietete Eigentumswohnung von einer normalen Mietwohnung?

Dabei handelt es sich um eine Eigentumswohnung, die vom Eigentümer vermietet wird. Da Ausstattung und Bauqualität einer Eigentumswohnung erhalten bleiben, sind Schallschutz und Ausstattungsniveau oft höher.

F4. Wie lässt sich Trittschall aus der Wohnung darüber reduzieren?

Nach dem Einzug können schalldämmende Matten oder Teppiche eine wirksame Maßnahme sein. Die grundlegendste Lösung ist jedoch der Einzug in die oberste Etage.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte