Bei der Beendigung eines Mietverhältnisses entstehen die meisten Streitigkeiten über den Umfang der Kostenlast für "Renovierung bei Rückgabe". Damit eine Hausverwaltung angemessen handeln kann, ist es notwendig, die marktüblichen Kosten zu kennen und die Regeln zur Kostenverteilung zwischen Mieter und Vermieter präzise zu verstehen. In diesem Beitrag erläutern wir die marktüblichen Renovierungskosten nach Bereichen und den Ablauf der Verwaltungsprozesse.
Was bedeutet Renovierung bei Rückgabe? Die Definition in der Verwaltungspraxis
Renovierung bei Rückgabe bedeutet, Schäden zu beheben, die durch Vorsatz, Fahrlässigkeit oder eine über das übliche Maß hinausgehende Nutzung durch den Bewohner entstanden sind. Nach den Leitlinien des japanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus trägt der Vermieter die Kosten für natürliche Alterung und gewöhnliche Abnutzung.
Betroffen sind vor allem Innenausstattungen wie Tapeten, Bodenbeläge, Tatami, Shoji und Fusuma. Bei Außenwänden, Balkonen und Gemeinschaftseinrichtungen übernimmt in der Regel der Vermieter die regelmäßige Instandhaltung.
Wie hoch sind die marktüblichen Renovierungskosten je nach Bereich?
Reinigung und Reparatur von Holzböden
- Reinigung (1R bis 2LDK): 15.000 bis 25.000 Yen
- Reparatur von Kratzern oder Dellen (pro Stelle): 8.000 bis 10.000 Yen
- Austausch des Holzbodens (ein Zimmer): je nach Material unterschiedlich, etwa 30.000 bis 100.000 Yen
Austausch und Reparatur von Tatami
- Wenden der Matte (Rückseite der Goza nach oben): etwa 4.000 Yen pro Matte
- Erneuerung der Oberfläche (neue Goza): etwa 5.000 Yen pro Matte (Richtwert: 6 Jahre)
- Kompletter Austausch der Tatami: ab 12.000 Yen pro Matte (Richtwert: 10 Jahre)
Austausch von Tapeten und Reparatur von Löchern
- Tapeten austauschen: 750 bis 1.500 Yen pro Quadratmeter, für ein ganzes Zimmer etwa 30.000 bis 40.000 Yen
- Wenn Nikotinablagerungen sogar die Decke verschmutzt haben, werden die Kosten für die Decke zusätzlich berechnet
- Kleine Löcher (mit Aufkleber-Reparatur behebbar): unter 1.000 Yen
- Große Löcher (Austausch von Gipskarton erforderlich): 10.000 bis 60.000 Yen
Reinigung von Kalkablagerungen und Schimmel
- Je nach Umfang und Zustand 5.000 bis 20.000 Yen
- Für den Austausch von Dichtungen am Fensterrahmen fallen zusätzliche Kosten an
- Badezimmer, Toilette und Waschtisch werden streng geprüft, da sie starke Auswirkungen auf den nächsten Bewohner haben
Fettverschmutzungen und Reinigung in der Küche
- Reinigung rund um Herd und Dunstabzugshaube: 15.000 bis 25.000 Yen
- Verschmutzungen durch Rost sind schwer zu entfernen, weshalb die Reparaturkosten tendenziell höher ausfallen
Welche Punkte sind für Hausverwaltungen bei der Auszugsabnahme und Kostenabrechnung wichtig?
- Der Abgleich mit dem Zustandsprotokoll beim Einzug (Checkliste) hat höchste Priorität
- Es ist wichtig, natürliche Abnutzung klar von Schäden durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit zu unterscheiden
- Je länger die Mietdauer, desto höher der Kostenanteil des Vermieters (Gedanke des Restwerts)
- Die Kostenaufstellung sollte dem Bewohner schriftlich mit klar ausgewiesener Begründung vorgelegt werden
- Forderungen, die die Kaution übersteigen, sollten erst nach Einholung der Zustimmung des Bewohners gestellt werden
Wenn die Qualität der Auszugsabnahme erhöht wird, lassen sich spätere Streitigkeiten deutlich reduzieren. Bitte lesen Sie ergänzend auch den vollständigen Leitfaden zur Prüfung vor dem Einzug.
Wie können Bewohner ihre Kosten reduzieren?
- Schimmelprävention und regelmäßiges Lüften konsequent im Alltag umsetzen
- Bereiche rund um Herd und Dunstabzugshaube sofort reinigen, wenn sie verschmutzt sind
- Kratzer oder Löcher in der Wand frühzeitig mit Reparaturmaterial ausbessern
- Vor dem Auszug Reinigungsarbeiten durchführen, die man selbst erledigen kann
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q1. Kann man dem Bewohner die gesamten Renovierungskosten in Rechnung stellen?
Die Kosten für natürliche Abnutzung trägt der Vermieter. Auf Grundlage der Leitlinien des japanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus erfolgt eine anteilige Berechnung nach dem Restwert entsprechend der Mietdauer. Vollständig in Rechnung gestellt werden können nur Schäden, die durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit des Bewohners entstanden sind.
Q2. Wenn ein Teil des Holzbodens beschädigt ist, kann dann der Austausch des gesamten Zimmers verlangt werden?
Grundsätzlich ist nur der beschädigte Bereich kostenpflichtig. Wenn sich ein Material jedoch nur schwer teilweise reparieren lässt, gibt es Fälle, in denen der Austausch des gesamten Bodens des Zimmers verlangt wird.
Q3. Sind Nikotinablagerungen durch Rauchen vom Bewohner zu tragen?
Ja. Verschmutzungen durch Nikotinablagerungen gelten als über die normale Nutzung hinausgehend und sind daher vom Bewohner zu tragen. Wenn nicht nur die Wände, sondern auch die Decke verschmutzt ist, werden auch die Kosten für die Decke berechnet.
Q4. Was ist zu tun, wenn der Bewohner bei Auszug die Rückzahlung der Kaution verlangt?
Es sollte eine Abrechnung mit klar ausgewiesener Kostenbegründung vorgelegt und der Differenzbetrag zügig zurückgezahlt werden. Da unbegründete Kostenforderungen zu Streitigkeiten führen, ist ein angemessenes Vorgehen auf Grundlage der Leitlinien entscheidend.