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So finden Sie eine gute Mietwohnung: Besichtigung und Umfeld richtig prüfen

Ein praxisnaher Leitfaden zu häufig übersehenen Prüfpunkten bei der Besichtigung von Mietobjekten und zur Bewertung des Wohnumfelds, damit auch Erstbezieher ohne spätere Reue entscheiden können.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Wenn Sie anlässlich eines Studiums oder eines neuen Jobs beginnen, allein zu wohnen, sind Vorfreude und Unsicherheit oft gleichermaßen groß. Die Wohnungssuche ist dabei eine dringende und wichtige Aufgabe. Wer noch wenig Erfahrung mit der Suche nach Mietobjekten hat, übersieht leicht Punkte, die geprüft werden sollten, und bereut manches erst nach dem Einzug. Auf Grundlage praktischer Erfahrungen erläutern wir, worauf Sie bei der Auswahl einer Mietwohnung achten sollten.

Was sollte man bei der Besichtigung prüfen?

Eine Besichtigung bedeutet, gemeinsam mit einer Immobilienvermittlung vor Ort zu gehen und das Zimmer oder die Wohnung tatsächlich zu prüfen. Wie das Sprichwort sagt: Selbst sehen ist wichtiger, als nur davon zu hören.

Prüfung von Küche und Sanitärbereich

Ein häufiger Fehler bei Menschen, die zum ersten Mal allein wohnen, betrifft Küche und Sanitärbereich. Manchmal ist der Wasserhahn in der Küche zu lang, sodass Wasser aus dem Spülbecken spritzt, oder ein Topf passt nicht in die Spüle. In Einzimmerwohnungen für Einzelpersonen findet man oft eine Miniküche mit weniger als einem Meter Breite. Wenn die Länge des Wasserhahns fast zwei Drittel des senkrechten Beckendurchmessers ausmacht, ist es nur natürlich, dass Wasser herausspritzt. Wer im Haushalt noch unerfahren ist, sollte die Besichtigung möglichst zusammen mit einer erfahrenen Person, etwa einem Elternteil, durchführen.

Lichteinfall prüfen

In Zimmern ohne Sonneneinstrahlung staut sich Feuchtigkeit, wodurch sich leichter Schimmel bildet und die Gesundheit beeinträchtigt werden kann. Außerdem kann eine Umgebung ohne Tageslicht auch psychisch negative Auswirkungen haben. Wenn Ihnen guter Lichteinfall wichtig ist, sollten Sie gezielt nach einem Zimmer mit Balkon oder Fenster auf der Südseite suchen. Bedenken Sie jedoch, dass südlich ausgerichtete Objekte beliebt sind und die Konkurrenz entsprechend hoch ist.

Schallschutz prüfen

Wenn Sie unter Lärm leiden, ist ein angenehmes Wohnen kaum möglich. Geräusche aus Nachbarwohnungen oder von oben und unten werden oft unbemerkt zur Belastung. Wenn Ihnen Schallschutz wichtig ist, achten Sie auf die „Gebäudestruktur“, meiden Sie Holzbau und Leichtstahlbau und wählen Sie möglichst eine Wohnung in Stahlbetonbauweise. Eine Wohnung im obersten Stockwerk oder als Eckwohnung ist oft noch komfortabler.

Mit einem Maßband ausmessen

Wenn Sie Möbel oder Haushaltsgeräte aus Ihrer bisherigen Wohnung mitnehmen, sollten Sie deren Maße vorab erfassen. Messen Sie auch bei der Besichtigung den verfügbaren Platz aus und stellen Sie sich die Anordnung der Möbel vor, damit der Umzug reibungsloser verläuft. Ein Maßband sollten Sie deshalb unbedingt mitnehmen.

Was sollte man in der Umgebung prüfen?

Wichtig ist nicht nur die Entfernung zum Bahnhof, sondern auch die Umgebung, die sich direkt auf den Alltag auswirkt. Viele dieser Punkte fallen erst nach dem Einzug auf.

Gibt es in der Nähe einen Convenience Store oder Supermarkt?

Wenn man allein lebt und krank wird, ist die Frage, ob sich Lebensmittel beschaffen lassen, von zentraler Bedeutung. Mit hohem Fieber weite Wege zum Einkaufen zurückzulegen, ist gefährlich und belastend. Prüfen Sie daher vorab, ob sich ein Convenience Store oder Supermarkt in der Nähe befindet.

Bewohnerstruktur prüfen

Für Berufstätige kann es problematisch sein, wenn in einem Objekt viele Studierende wohnen und bis spät in die Nacht Lärm entsteht. Wenn Sie den Ort vorab mehrmals zu unterschiedlichen Zeiten besuchen, bekommen Sie ein besseres Gefühl für die Atmosphäre der Gegend. Besuche am Morgen, Mittag und Abend helfen dabei, die tatsächlichen Wohnverhältnisse realistischer einzuschätzen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F. Darf man eine Besichtigung mehrmals machen?

Grundsätzlich sind Besichtigungen beliebig oft möglich. Bei einer interessanten Wohnung empfehlen wir, sie mindestens zweimal zu besuchen, einmal tagsüber und einmal am Abend, um Unterschiede je nach Tageszeit zu prüfen.

F. Welche Bauweise ist für das Alleinwohnen empfehlenswert?

Empfehlenswert ist Stahlbetonbauweise (RC), da sie einen hohen Schallschutz bietet. Im Vergleich zu Holzbau oder Leichtstahlbau dringen Alltagsgeräusche weniger stark durch, wodurch sich das Wohnen meist angenehmer gestaltet.

F. Was sollte man zur Besichtigung mitnehmen?

Unverzichtbar sind ein Maßband, ein Smartphone zum Fotografieren und eine Liste mit den Maßen Ihrer vorhandenen Möbel. Auch mit einer Kompass-App können Sie die Himmelsrichtung prüfen.

F. Sollte man Zimmer vermeiden, die nicht nach Süden ausgerichtet sind?

Das ist nicht in jedem Fall nötig. Ostseitige Zimmer bekommen Morgensonne, westseitige bleiben bis zum Abend hell, und jede Ausrichtung hat ihre eigenen Merkmale. Entscheidend ist, ob die Lichtverhältnisse zu Ihrem Lebensstil passen.

F. Wie kann man bei der Besichtigung den Schallschutz prüfen?

Klopfen Sie leicht gegen die Wand und prüfen Sie, ob der Klang stark nachhallt. Außerdem sollten Sie darauf achten, ob Geräusche aus der Nachbarwohnung oder dem Flur hörbar sind. Bei Wohnungen im Erdgeschoss gehören auch Schritte aus dem Stockwerk darüber zu den wichtigen Prüfpunkten.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte