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Real Estate Intelligence
COLUMN

Sind automatische Schließsysteme wirklich sicher? Vor- und Nachteile nach Mietobjektart und wichtige Auswahlkriterien

Umfassender Leitfaden zu sechs Arten automatischer Schließsysteme in Mietobjekten, darunter Sammelschlüssel, IC-Karten, PIN-Codes, biometrische Systeme und Smart Keys. Erklärt Merkmale, Vor- und Nachteile, typische Eindringmethoden und Gegenmaßnahmen.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Mit dem steigenden Sicherheitsbewusstsein wächst die Nachfrage nach Mietobjekten mit Autolock-System. Allerdingsist die Annahme, dass „ein Autolock absolute Sicherheit bedeutet“, ein Irrtum.In diesem Beitrag erläutern wir ausführlich, wie Autolock-Systeme funktionieren, welche sechs Typen es gibt, welche Vor- und Nachteile sie haben und welche Eindringmethoden sowie Gegenmaßnahmen relevant sind.

Wie funktioniert ein Autolock-System in Mietobjekten?

Ein Autolock ist ein System, das die Tür elektrisch entriegelt, nachdem Karte, PIN oder biometrische Daten verifiziert wurden, und sie nach dem Schließen automatisch verriegelt.In Mehrfamilienhäusern ist das System meist am Eingang installiert. Bewohner entriegeln mit einem eigenen Schlüssel oder Code, Besucher bitten die Bewohner der Wohnung über die Gegensprechanlage um das Öffnen. Die wichtigsten Schlossarten sind Batterieschlösser, elektrische Schlösser und Magnetschlösser.

Es gibt sechs Arten von Autolock-Systemen

ArtMerkmaleSicherheit
Gemeinschaftsschlüssel-SystemEinsteckschlüssel-Typ. Risiko der NachschlüsselanfertigungEher niedrig
Karten-Schlüssel (magnetisch)Entriegelung per Magnetkarte. Fehlfunktionen bei Vermischung möglichMittel
Karten-Schlüssel (IC-Chip)Kann auch durch Suica usw. ersetzt werden. Teilweise auch per SmartphoneEher hoch
PIN-Code-SystemKein Schlüssel erforderlich. Risiko des Ausspähens oder VergessensMittel
Biometrisches SystemGesichts- oder Fingerabdruckerkennung. Schwer zu kopieren und komfortabelSehr hoch
Smart-Key-SystemEntriegelung per Smartphone. Fernsteuerung möglichEher hoch

Drei Vorteile eines Mietobjekts mit Autolock

1. Der Zutritt für Nichtbewohner wird erschwert

Verdächtige oder unbefugte Personen gelangen schwerer in das Gebäude.Für alleinlebende Frauen kann zudem ein vorbeugender Effekt gegen Stalking erwartet werden.

2. Haustürgeschäfte und Anwerbeversuche lassen sich leichter ablehnen

In Kombination mit einer Gegensprechanlage mit Kamera kann man reagieren, ohne das eigene Gesicht zu zeigen, und auch das Nichtöffnen fällt leichter.

3. Wirkt abschreckend auf Einbrecher

Einbrecher müssen sowohl den Eingang als auch die Wohnungstür überwinden. Da dies mehr Zeit kostet, geben viele den Versuch auf.

Fünf Nachteile von Mietobjekten mit Autolock

  • Keine absolute Sicherheit:Ein Eindringen ist weiterhin möglich, etwa durch Mitgehen mit Bewohnern, nachgemachte Schlüssel oder ausgespähte PINs
  • Höhere Miete:Installations- und Verwaltungskosten werden aufgeschlagen, sodass die Miete oft über dem Marktniveau liegt
  • Aussperrungsrisiko bei vergessenem oder verlorenem Schlüssel:Auch bei kurzen Wegen, etwa zum Müllwegbringen, ist Vorsicht nötig
  • Risiko eines leeren Smartphone-Akkus:Bei Smart-Key-Systemen ist ein laufendes Akkumanagement erforderlich
  • Post muss unter Umständen am gemeinsamen Eingang abgeholt werden:Das kann im Alltag unpraktisch sein, etwa bei der täglichen Morgenzeitung

Wichtige Eindringmethoden und konkrete Gegenmaßnahmen

Mitgehen hinter Bewohnern

Dabei folgen Täter Bewohnern genau in dem Moment, in dem diese entriegeln.Gegenmaßnahme: Vor dem Entriegeln konsequent nach hinten schauen und unbekannte Personen ansprechen.

Ausspähen oder Erraten des PIN-Codes

Beim Eingeben besteht das Risiko, dass jemand von hinten die Nummer beobachtet.Gegenmaßnahme: Den Code regelmäßig ändern und leicht erratbare Zahlen wie Geburtstage oder Telefonnummern vermeiden.

Eindringen als vermeintlicher Paket- oder Versorgungsdienst

Täter tragen Uniformen, damit Bewohner ihnen die Tür öffnen. Gegenmaßnahme: Paketboxen nutzen und bei Verdacht zunächst über die Gegensprechanlage nachfragen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F1. Braucht man keine Überwachungskameras, wenn es ein Autolock gibt?

Überwachungskameras sind eine wichtige Ergänzung zum Autolock.Kameras am Eingang oder auf dem Parkplatz erhöhen die abschreckende Wirkung gegen Kriminalität. Prüfen Sie bei der Objektauswahl, ob beides vorhanden ist.

F2. Entstehen Kosten, wenn der Schlüssel für das Autolock verloren geht?

Bei Verlust fallen Kosten für den Schlüsseltausch an. Bei Gemeinschaftsschlüssel-Systemen kann sogar ein Austausch der Schlösser für das gesamte Gebäude erforderlich werden, was die Kosten deutlich erhöhen kann.

F3. Sind biometrische Autolock-Systeme wirklich sicher?

Biometrische Verfahren bieten die höchste Sicherheit, weil sie schwer zu kopieren sind. Es gibt jedoch auch Herausforderungen, etwa wenn Fingerabdrücke bei trockener Haut schlecht erkannt werden oder Gesichtserkennung mit Maske nicht funktioniert.Eine Kombination mit einem PIN-Code wird empfohlen.

F4. Wie groß ist der Mietunterschied bei Objekten mit Autolock?

Das hängt von Lage und Objekt ab, aber im Vergleich zu Wohnungen ohne Autolock liegt die Miete tendenziell etwa 5.000 bis 15.000 Yen pro Monat höher.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte