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COLUMN

Waschmaschinenlarm in Wohnungen: Zeiten, Schalldammung und leise Modelle

Dieser Leitfaden erklart umfassend die Ursachen von Waschmaschinenlarm in Wohnungen und Mehrfamilienhausern. Er behandelt geeignete Nutzungszeiten, die Auswahl von Antivibrationsmatten, den Vergleich Toplader gegen Frontlader sowie empfohlene leise Modelle.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 3 Min. Lesezeit

Wer in einer Eigentumswohnung oder Mietwohnung lebt, erlebt mitunter, dass Geräusche und Vibrationen der Waschmaschine zu Problemen mit der Nachbarschaft führen. Nach den Richtwerten des japanischen Umweltministeriums gelten Geräusche, die Menschen als Lärm wahrnehmen, tagsüber ab etwa 55 dB und nachts ab etwa 45 dB. Waschmaschinen erzeugen jedoch rund 40 bis 50 dB. Je nach Uhrzeit kann das also durchaus als Lärm empfunden werden.

In diesem Artikel erhalten Sie einen vollständigen Leitfaden für komfortables Wohnen in Mehrfamilienhäusern, von der Ursachenanalyse bei Waschmaschinenlärm über geeignete Nutzungszeiten und konkrete Schallschutzmaßnahmen bis hin zu empfehlenswerten leisen Waschmaschinen.

Warum führen Waschmaschinengeräusche so leicht zu Beschwerden?

Waschmaschinen stehen oft in Bereichen wie dem Waschraum oder Flur und damit entfernt von den Wohnräumen, sodass Nutzerinnen und Nutzer den Lärm selbst nur schwer bemerken. Auch wenn es einem selbst kaum problematisch erscheint, werden Geräusche zusammen mit Vibrationen nicht selten in die Nachbarwohnung oder in die darunterliegende Etage übertragen.

Gerade in Eigentumswohnungen und Mietwohnungen ist die Bauweise häufig so beschaffen, dass sich Schall und Vibrationen leicht über Wände und Böden ausbreiten. Selbst eine Lautstärke, die in einem Einfamilienhaus kaum problematisch wäre, birgt in Mehrfamilienhäusern das Risiko, sich zu einem ernsthaften Konflikt zu entwickeln.

Was sind die sechs Ursachen für laute Waschmaschinengeräusche?

Für den Lärm einer Waschmaschine gibt es klare Ursachen. Wenn Sie die folgenden sechs Punkte kennen und gezielt gegensteuern, lässt sich die Situation deutlich verbessern.

Die Wäschemenge ist nicht angemessen

Ist die Wäschemenge zu groß, verteilt sich die Kleidung einseitig, der Schwerpunkt verlagert sich, und die Vibrationen nehmen zu. Umgekehrt kann auch bei zu wenig Wäsche leichter eine Unwucht entstehen. Ideal ist eine Beladung von etwa 70 % der Kapazität.

Es werden ungeeignete Dinge mitgewaschen

Dicke Textilien wie Decken oder Bettdecken sowie wasserabweisende Kleidung führen leicht zu einer ungleichmäßigen Gewichtsverteilung und verstärken die Vibrationsgeräusche. In manchen Fällen kann es beim Schleudern sogar zu einer Fehlermeldung kommen.

Die Waschmaschine steht nicht waagerecht

Steht die Waschmaschine schief, werden die Vibrationen beim Drehen verstärkt. Prüfen Sie die Waagerechte mit einer Wasserwaage oder einer Smartphone-App und passen Sie die Höhe der Füße an.

Der Bodenbelag passt nicht gut

Weiche oder wenig stabile Böden verstärken Vibrationen. In Eigentumswohnungen und Mietwohnungen kann eine waagerechte Aufstellung durch das Nachgeben des Bodens mitunter schwierig sein.

Alter oder Defekt der Waschmaschine

Die Lebensdauer einer Waschmaschine beträgt etwa acht Jahre. Wird sie bereits seit mehr als fünf Jahren genutzt, kann der Motorverschleiß die Ursache für lautere Geräusche sein. Wenn ungewöhnliche Geräusche auftreten, sollten Sie frühzeitig den Hersteller oder einen Reparaturdienst kontaktieren.

Probleme beim Abwasser

Wenn der Ablaufschlauch oder der Filter durch Schmutz verstopft ist, kann Wasser zwischen Waschtrommel und Schleuderbereich zurückbleiben, wodurch die Vibrationen zunehmen. Eine regelmäßige Reinigung des Abwasserbereichs ist die Grundlage wirksamer Lärmvermeidung.

Zu welchen Zeiten darf man in einer Wohnung oder einem Apartmenthaus die Waschmaschine nutzen?

Geeignete Zeiten zum Waschen in Mehrfamilienhäusern unterscheiden sich je nach Lebensrhythmus.

KategorieEmpfohlene ZeitHinweis
Werktage7 Uhr bis 21 UhrZeitraum, in dem viele Bewohner aktiv sind
Wochenenden und Feiertage9 Uhr bis 21 UhrSpäterer Start als an Werktagen
Gebäude mit vielen kleinen Kindernbis 20 UhrRücksicht auf Haushalte mit früher Schlafenszeit

In Gebäuden mit vielen Doppelverdiener-Haushalten wird oft auch nachts gewaschen, sodass mitunter eine gewisse gegenseitige Toleranz besteht. Dennoch gilt: Waschen Sie möglichst tagsüber oder wählen Sie eine besonders leise Waschmaschine, um Konflikte zu vermeiden.

Sechs sofort umsetzbare Maßnahmen gegen Waschmaschinenlärm

Wenn Sie die folgenden sechs Maßnahmen umsetzen, lässt sich der Lärm der Waschmaschine deutlich reduzieren.

Eine Schall- und Vibrationsschutzmatte verwenden

Allein das Auslegen einer Vibrationsschutzmatte unter der Waschmaschine kann Vibrationen und Geräusche wirksam absorbieren. Solche Matten sind im Baumarkt oder online für etwa 1.000 bis 5.000 Yen erhältlich. Als Materialien kommen unter anderem Polyurethan (vibrationsdämpfend), EVA (elastisch) und Polycarbonat (stoßdämpfend) zum Einsatz.

Die Waschmaschine neu waagerecht ausrichten

Prüfen Sie die Ausrichtung mit einer Wasserwaage und passen Sie die Höhe der Füße an. Mit einem Untergestell zur Erhöhung verbessern Sie nicht nur den Schallschutz, sondern auch den Schutz vor Schimmel und Gerüchen sowie die Entnahme der Wäsche.

Leisemodus und Timer-Funktion nutzen

Viele moderne Waschmaschinen verfügen über einen Leisemodus, der Vibrationen reduziert. Mit der Timer-Funktion lässt sich der Waschvorgang automatisch tagsüber starten, sodass Sie die Wäsche nach der Rückkehr direkt aufhängen können.

Fremdkörper regelmäßig entfernen

Wenn klappernde oder rasselnde Geräusche auftreten, könnten Fremdkörper wie Münzen oder Knöpfe in die Maschine geraten sein. Außerdem sollten Sie Schmutz in Ablaufschlauch und Filter regelmäßig entfernen.

Auf die richtige Wäschemenge achten

Orientieren Sie sich an etwa 70 % der Waschkapazität und achten Sie darauf, weder zu viel noch zu wenig einzufüllen. Bei zu viel Wäsche ist es sinnvoll, auf zwei Waschgänge aufzuteilen. Bei zu wenig Wäsche kann es besser sein, gesammelt zu waschen.

Bei Defekten frühzeitig reparieren oder ersetzen

Treten ungewöhnliche Geräusche auf, obwohl weder Aufstellort noch Wäschemenge problematisch sind, liegt möglicherweise ein Defekt oder das Lebensende der Waschmaschine selbst vor. Wenn Sie sie in diesem Zustand weiter nutzen, besteht zudem das Risiko von Wasserschäden oder Bränden. Deshalb ist eine frühe Reaktion wichtig.

Welche Vorteile bietet eine leise Waschmaschine?

Leise Waschmaschinen bieten nicht nur Vorteile beim Lärmschutz, sondern verbessern auch in mehreren Punkten die Lebensqualität.

  • Waschen ohne ständigen Blick auf die Uhrzeit:Auch bei Nacht- oder Schichtarbeit bleibt die Nutzung flexibel
  • Auch bei Außenaufstellung weniger störend:Selbst bei Wohnungen mit Waschmaschine auf dem Balkon sinkt das Beschwerderisiko
  • Energie- und Wasserspareffekt:Inverter-Modelle passen die Wassermenge automatisch an die Wäschemenge an

Toplader oder Frontlader: Welche Bauart ist leiser?

VergleichspunktTopladerFrontlader
Lautstärkeetwas lauter (mit Inverter-Technik verbesserbar)durch die Bauweise sehr leise
Aufstellflächekompakt, auch für enge Räume geeignetgrößere Tiefe, daher anspruchsvoller bei der Aufstellung
Preisvergleichsweise günstig (ca. 50.000 bis 150.000 Yen)teurer (ca. 150.000 bis 300.000 Yen)
Waschleistunghohe Reinigungsleistung durch Walkbewegungschonender zur Kleidung durch Trommelbewegung
Trocknungsfunktioneinfachumfangreich (teilweise kein Indoor-Trocknen erforderlich)

Wenn Sie bei begrenztem Budget Wert auf geringe Lautstärke legen, ist ein Toplader mit Inverter sinnvoll. Wenn Sie hingegen eine umfassende Gesamtleistung inklusive Trocknungsfunktion wünschen, empfiehlt sich ein Frontlader.

Vier Punkte bei der Auswahl einer leisen Waschmaschine

Den Geräuschpegel (dB) prüfen

In den technischen Daten der Waschmaschine sind die Betriebsgeräusche je Programmphase aufgeführt. Aktuelle leise Modelle liegen als Richtwert bei Werten im Bereich von 30 dB beim Waschen und etwa 37 bis 40 dB beim Schleudern.

Ein Inverter-Modell wählen

Inverter-Modelle steuern die Motordrehzahl fein abgestimmt und reduzieren dadurch den Geräuschpegel deutlich. Zusätzlich sind Energie- und Wassereinsparungen zu erwarten, was auch bei den laufenden Kosten ein Vorteil ist.

Die passende Kapazität wählen

Als Richtwert gelten pro Person und Tag etwa 1,5 kg Wäsche. Für zwei Personen sind also rund 3 kg sinnvoll, für eine vierköpfige Familie mindestens 6 kg. Mit etwas Reserve bei der Kapazität vermeiden Sie Lärm durch übermäßiges Beladen.

Die Größe der Auffangwanne prüfen

In Eigentumswohnungen und Mietwohnungen wird die Waschmaschine meist auf einer Auffangwanne installiert. Prüfen Sie deshalb die Außenmaße in den technischen Daten und messen Sie vorab, ob die Maschine in die Auffangwanne passt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q. Was sollte ich tun, wenn sich der Nachbar über Waschmaschinenlärm beschwert?

Überprüfen Sie zunächst die Nutzungszeiten und legen Sie eine Vibrationsschutzmatte aus. Wenn sich die Situation dennoch nicht verbessert, empfiehlt es sich, die Hausverwaltung oder den Vermieter zu konsultieren und eine Lösung über eine neutrale dritte Stelle anzustreben.

Q. Ist es rechtswidrig, die Waschmaschine nach 22 Uhr zu benutzen?

Gesetzlich verboten ist es nicht. Allerdings sind die nächtlichen Richtwerte des Umweltministeriums (22 Uhr bis 6 Uhr am nächsten Morgen) niedriger angesetzt. Zudem können Nutzungszeiten in der Hausordnung festgelegt sein. Eine vorherige Prüfung ist daher sinnvoll.

Q. Welches Material ist bei Vibrationsschutzmatten am wirksamsten?

Im Allgemeinen bietet Polyurethan die beste Vibrationsdämpfung. Auch Gummimaterialien sind wirksam, je nach Bodenbelag kann es jedoch zu Verfärbungen kommen. Darauf sollten Sie achten.

Fazit

Lärmprobleme durch Waschmaschinen in Eigentumswohnungen und Mietwohnungen lassen sich mit einer klaren Ursachenanalyse und passenden Gegenmaßnahmen in vielen Fällen gut vermeiden. Beginnen Sie mit einfachen Maßnahmen wie einer Vibrationsschutzmatte oder einer angepassten Wäschemenge und prüfen Sie bei Bedarf den Wechsel zu einer leiseren Waschmaschine.

Rücksicht bei den Nutzungszeiten und eine gute Kommunikation mit der Nachbarschaft gehören ebenfalls zu den Grundlagen eines angenehmen Wohnens im Mehrfamilienhaus. Nutzen Sie diesen Artikel als Orientierung, um einen komfortablen Alltag ohne Lärmbelastung zu verwirklichen.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte