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Wer trägt die Kosten für den Austausch von Tatami in Mietwohnungen? Grundsätze und praktische Vorgehensweisen, die Verwaltungsmitarbeitende kennen sollten

Die Kosten für den Austausch von Tatami in Mietwohnungen trägt grundsätzlich der Eigentümer. Erläutert werden die Kostenverteilung auf Basis der Leitlinien des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, marktübliche Kosten für Wenden, Neubezug und Komplettaustausch sowie praxisrelevantes Wissen zur Vermeidung von Konflikten mit Mietern.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Im Mietmanagement gehört die Frage, "wer die Kosten für den Austausch von Tatami trägt", zu den häufigsten Anliegen von Mietern und Eigentümern. Die rechtlichen Grundsätze korrekt zu verstehen und unnötige Konflikte mit Mietern zu vermeiden, ist eine grundlegende Kompetenz für Mitarbeitende in der Mietverwaltung. Dieser Beitrag erläutert systematisch die Austauschmethoden für Tatami, marktübliche Kosten, Kostenverteilungsregeln und wichtige Punkte der laufenden Bewirtschaftung.

Wie unterscheiden sich die drei Methoden des Tatami-Austauschs und ihre marktüblichen Kosten?

Für den Austausch von Tatami in einem japanischen Zimmer gibt es je nach Nutzungsdauer und Abnutzungsgrad drei Stufen. Mitarbeitende in der Verwaltung sollten die Merkmale und die jeweilige Kostenordnung kennen.

Wenden der Tatami-Oberfläche (Richtwert im 3. bis 5. Nutzungsjahr)

Hierbei wird nur die Tatami-Oberfläche entfernt und die Rückseite erneut auf den Tatami-Kern aufgezogen. Marktübliche Kosten: ca. 4.000 Yen pro Matte. Bei gutem Zustand kann das Ergebnis nahezu neuwertig sein.

Neubezug der Oberfläche (Richtwert etwa im 6. Nutzungsjahr)

Dies ist die gängigste Methode, bei der die Tatami-Oberfläche durch eine neue ersetzt wird. Marktübliche Kosten: rund 5.000 Yen pro Matte. Sie wird angewendet, wenn deutliche Verschmutzungen, Abrieb oder Ausfransungen sichtbar sind.

Kompletter Tatami-Austausch (Richtwert nach mehr als 10 Jahren Nutzung)

Hierbei wird die gesamte Tatami erneuert. Marktübliche Kosten: ab 12.000 Yen pro Matte. Diese Option wird gewählt, wenn die Abnutzung so weit fortgeschritten ist, dass sich Wellen oder Spalten bilden.

Wer sollte die Kosten für den Austausch von Tatami in Mietwohnungen tragen?

Der Grundsatz der Kostenverteilung richtet sich nach den Leitlinien zur Vermeidung von Streitigkeiten rund um die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus. Tatami gelten als Verbrauchsgut, und alters- und nutzungsbedingte Abnutzung bei gewöhnlichem Gebrauch ist grundsätzlich vom Vermieter (Eigentümer) zu tragen.

In den folgenden Fällen kann die Kostenlast jedoch beim Mieter liegen:

  • wenn im Mietvertrag ausdrücklich festgelegt ist, dass der Mieter die Kosten trägt
  • bei Verschmutzungen oder Beschädigungen durch Haustiere oder Fahrlässigkeit

Wichtig ist für Verwaltungsmitarbeitende, den Zustand der Tatami beim Einzug zu dokumentieren und Belege zu sichern, mit denen sich die Ursache beim Auszug eindeutig beurteilen lässt. Eine konsequente Prüfung vor dem Einzug ist die grundlegende Maßnahme zur Vermeidung von Konflikten.

Ist ein Tatami-Austausch während des laufenden Mietverhältnisses möglich? Wie sollte man darauf reagieren?

Ein Austausch von Tatami während des Mietverhältnisses wird je nach Vertragsinhalt und Entscheidung des Vermieters unterschiedlich gehandhabt. Anders als bei einem Ausfall von Einrichtungen führt eine gewisse Abnutzung nicht unmittelbar zur Unbenutzbarkeit.

Ablauf: ① Mietvertrag prüfen → ② mit dem Mieter abstimmen → ③ auch ein Vorschlag zur hälftigen Kostenteilung ist eine Option. Die Rolle der Verwaltung besteht darin, den Eigentümer zu informieren und dem Mieter die Situation sorgfältig zu erläutern.

Wichtige Punkte der laufenden Bewirtschaftung, damit Tatami länger halten

Die Lebensdauer von Tatami verändert sich durch die tägliche Pflege erheblich. Dieses Wissen kann die Verwaltung auch in der Kommunikation mit Mietern nutzen.

  • Nur trocken wischen: Feuchtigkeit verursacht Schimmel. Einen nassen Lappen nur gut ausgewrungen verwenden
  • Mit dem Staubsauger entlang der Faserrichtung reinigen: Die Gegenrichtung fördert Aufrauung und beschleunigt den Verschleiß
  • Keine Bodenauflagen verwenden: Die feuchtigkeitsregulierende Funktion der Tatami geht verloren, wodurch Schimmel und Milben leichter entstehen
  • Milbenschutz in der Regenzeit: häufiges Staubsaugen und regelmäßiges Lüften bzw. Trocknen (auch die Rückseite reinigen)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer trägt die Kosten für den Austausch von Tatami bei altersbedingter Abnutzung?

Nach den Leitlinien des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus trägt bei gewöhnlicher Nutzung entstandene Abnutzung grundsätzlich der Vermieter (Eigentümer). Falls der Mietvertrag jedoch eine besondere Vereinbarung enthält, ist eine gesonderte Prüfung erforderlich.

Was gilt, wenn ein Mieter die Tatami durch ein Haustier beschädigt hat?

Schäden durch Fahrlässigkeit oder Vorsatz sind vom Mieter zu tragen. Maßgeblich für die Beurteilung sind die Zustandsdokumentation beim Einzug und besondere Vertragsklauseln.

Nach welchen Kriterien unterscheidet man zwischen Wenden und Neubezug der Tatami?

Wenn nach 3 bis 5 Jahren Nutzung Verschmutzung und Schäden gering sind, ist das Wenden ein Richtwert. Liegt nach etwa 6 Jahren eine deutliche Abnutzung vor, ist ein Neubezug angezeigt.

Darf man Tatami während des Mietverhältnisses durch Bodenbelag ersetzen?

Dafür ist die Zustimmung des Vermieters erforderlich. Da beim Auszug auch die Pflicht zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands entstehen kann, ist es wichtig, vorab eine schriftliche Vereinbarung zu treffen.

Was ist am wirksamsten, um Schimmel auf Tatami zu verhindern?

Am wirksamsten sind regelmäßiges Lüften und Trocknen, der Verzicht auf Bodenauflagen sowie Entfeuchtung während der Regenzeit.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte