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Was ist kleinteilige Immobilieninvestition? Drei Modelle sowie Vor- und Nachteile erklärt

Erläutert wird die Struktur kleinteiliger Immobilieninvestitionen, bei denen eine Immobilie in kleine Anteile aufgeteilt und von mehreren Investoren finanziert wird. Behandelt werden die Unterschiede zwischen stiller Beteiligung, freiwilliger Gemeinschaftsbeteiligung und Mietmodell sowie Vorteile bei geringem Kapitaleinsatz, Steuerplanung und Nachfolge.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 1 Min. Lesezeit

Immobilieninvestitionen scheitern oft an den hohen Anfangskosten, doch mit kleinteiligen Immobilieninvestments ist ein Einstieg schon mit kleinen Beträgen möglich. Starten Sie erst, nachdem Sie Funktionsweise und Varianten genau verstanden haben.

Was ist ein kleinteiliges Immobilieninvestment?

Ein kleinteiliges Immobilieninvestment ist ein Modell, bei dem eine einzelne Immobilie in kleinere Anteile aufgeteilt wird und Kapital von mehreren Anlegern gebündelt in die Investition fließt. Die Erträge aus der Bewirtschaftung werden an alle Anleger ausgeschüttet. Bei einer klassischen Immobilieninvestition ist in der Regel ein hoher Kapitaleinsatz erforderlich, während der Einstieg bei kleinteiligen Modellen bereits mit kleinen Beträgen möglich ist. Deshalb sind sie auch bei Einsteigern beliebt.

Welche drei Arten kleinteiliger Immobilieninvestments gibt es?

Tokumei-Kumiai-Modell

Bei diesem Modell beteiligt sich der Investor an einer stillen Gesellschaft und es kommt dem Bild „in einen Immobilienfonds zu investieren“ nahe. Da die Immobilie nicht direkt gehalten wird, werden die Erträge steuerlich als sonstige Einkünfte behandelt. Kennzeichnend sind kürzere Laufzeiten und eine Vorrang-Nachrang-Struktur mit höherer Kapitalsicherheit, zugleich ist der Nutzen begrenzt, selbst wenn die Gewinne deutlich steigen.

Nin-i-Kumiai-Modell

Alle Anleger halten einen Miteigentumsanteil an der Immobilie und werden als Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Im Gegenzug zur Grunderwerbsteuer werden die Erträge als Einkünfte aus Immobilien behandelt. Häufig ist dieses Modell auf eine langfristige Bewirtschaftung ausgelegt und wird auch als Maßnahme zur Reduzierung von Erbschaft- und Schenkungsteuer beachtet.

Vermietungsmodell

Mehrere Anleger erwerben Miteigentumsanteile an einer Immobilie, vermieten diese an ein Immobilienunternehmen und erhalten die Miete als Ausschüttung. Wie beim Nin-i-Kumiai-Modell erfolgt ein Eintrag im Grundbuch, und die Ausschüttungen gelten als Einkünfte aus Immobilien. Selbst wenn der Betreiber insolvent wird, bleiben die Miteigentumsanteile gesichert. Eine Herausforderung ist jedoch die geringe Zahl verfügbarer Produkte.

Welche Vorteile bieten kleinteilige Investments?

  • Investition bereits mit kleinen Beträgen möglich:Auch in hochpreisige Objekte in zentralen Lagen kann investiert werden
  • Kein Aufwand für Verwaltung und Betrieb:Professionelle Immobilienunternehmen übernehmen dies
  • Risikostreuung ist möglich:Mit kleinen Beträgen kann in mehrere Objekte investiert werden
  • Vorteile bei der Nachlassplanung:Beim Nin-i-Kumiai-Modell ist der Steuereffekt durch die Immobilienbewertung (Straßenrichtwert und Bewertung für die Grundsteuer) höher als bei Bargeld, zudem ist eine Aufteilung einfacher

Welche Nachteile haben kleinteilige Investments?

  • Die Rendite ist gering:Da der Anlagebetrag klein ist, fällt auch der Ertrag entsprechend kleiner aus
  • Die Produktauswahl ist begrenzt:Neue Produkte sind oft sehr gefragt und schnell ausverkauft
  • Keine Fremdfinanzierung möglich:Mangels Sicherheiten ist ein Einstieg nur mit Eigenkapital möglich

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F. Können auch Einsteiger mit kleinteiligen Immobilieninvestments beginnen?

Ja. Da Verwaltung und Betrieb von Profis übernommen werden, ist dies eine Anlageform, in die auch ohne Spezialwissen vergleichsweise leicht eingestiegen werden kann. Dennoch sollten Sie Ihre Entscheidung erst nach einem klaren Verständnis der jeweiligen Risiken und Erträge treffen.

F. Wie wähle ich zwischen dem Tokumei-Kumiai- und dem Nin-i-Kumiai-Modell?

Wenn Sie auf kurze Laufzeiten und hohe Kapitalsicherheit Wert legen, ist das Tokumei-Kumiai-Modell geeignet. Wenn Sie hingegen langfristige Bewirtschaftung, steuerliche Vorteile und Nachlassplanung priorisieren, passt das Nin-i-Kumiai-Modell besser.

F. Wie wird ein kleinteiliges Immobilieninvestment steuerlich behandelt?

Beim Tokumei-Kumiai-Modell gelten die Erträge als sonstige Einkünfte, beim Nin-i-Kumiai- und beim Vermietungsmodell als Einkünfte aus Immobilien. Da eine Steuererklärung erforderlich ist, empfehlen wir die Rücksprache mit einem Steuerberater.

F. Wo können diese Produkte erworben werden?

Sie werden von Immobilienunternehmen und Wertpapiergesellschaften angeboten. Da gefragte Produkte oft sehr schnell ausverkauft sind, ist eine kontinuierliche Informationsbeschaffung wichtig.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte