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Mietobjekte mit über 40 Jahren: Vor- und Nachteile sowie Verwaltungsaspekte für Mieter und Eigentümer

Erläutert die Vor- und Nachteile von Mietobjekten mit über 40 Jahren hinsichtlich Miete, Grundriss, Erdbebensicherheit und Ausstattung. Außerdem werden Maßnahmen gegen Leerstand und zur Werterhaltung für Eigentümer vorgestellt.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Mietobjekte, die älter als 40 Jahre sind, bieten attraktive Mieten und großzügige Grundrisse. Gleichzeitig führen Bedenken hinsichtlich Ausstattungsniveau und Erdbebensicherheit dazu, dass sie mitunter gemieden werden. Auch aus Eigentümersicht sind Werterhalt, Verwaltung und die Sicherung einer stabilen Vermietung bei älteren Objekten wichtige unternehmerische Aufgaben. Dieser Beitrag erläutert die Merkmale von Mietobjekten mit mehr als 40 Jahren Gebäudealter und die wesentlichen Punkte ihrer Bewirtschaftung.

Welche Vorteile hat es, in einem mehr als 40 Jahre alten Mietobjekt zu wohnen?

Die Miete liegt unter dem Marktniveau

Wenn seit der Errichtung mehr als 40 Jahre vergangen sind, stabilisiert sich der Immobilienwert, und weitere Preisrückgänge sind in der Regel kaum noch zu erwarten. Für Mieter wird es dadurch leichter, innerhalb desselben Budgets eine größere Wohnung oder ein Objekt in besserer Lage zu finden. Auch Eigentümer können mit einer angemessenen Mietpreisgestaltung eine stabile Auslastung sichern.

Großzügige Grundrisse und japanische Zimmer

Objekte, die in einer Zeit gebaut wurden, als mehr Grundstücksfläche verfügbar war, sind häufig mit einer größeren Wohnfläche als heutige Neubauten geplant. Teilweise verfügen sie über größere Tatami-Matten in den japanischen Zimmern, und viele Objekte bieten reichlich Stauraum wie Einbauschränke und obere Ablagefächer.

Welche Nachteile hat es, in einem mehr als 40 Jahre alten Mietobjekt zu wohnen?

Das Ausstattungsniveau ist niedriger

Im Vergleich zu Neubauten sind Anzahl und Qualität der Ausstattung geringer. Allerdings ist es wichtig, nicht pauschal zu urteilen, da sich Zustand und Umfang von Renovierung oder Modernisierung je nach Objekt unterscheiden, sondern dies bei der Besichtigung konkret zu prüfen. Für Eigentümer ist die Erneuerung der Ausstattung ein wirksamer Hebel, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Bei Objekten nach altem Erdbebenstandard ist besondere Aufmerksamkeit für die Erdbebensicherheit nötig

Gebäude, die vor der Novelle des japanischen Baugesetzes von 1981 errichtet wurden, wurden nach dem alten Erdbebenstandard gebaut. Dennoch gilt nicht pauschal: „Alter Erdbebenstandard = gefährlich“. Die Sicherheit hängt von der Bodenbeschaffenheit, dem baulichen Zustand und davon ab, ob eine Erdbebenertüchtigung durchgeführt wurde. Entscheidend ist die Prüfung, ob eine Erdbebendiagnose oder Nachrüstung erfolgt ist.

Schall- und Wärmedämmung können ebenfalls schwächer sein

Ältere Gebäude verfügen teils über weniger Dämmmaterial, sodass Geräusche aus benachbarten Räumen leichter hörbar sind. In manchen Fällen lässt sich dies durch DIY-Maßnahmen wie schalldämmende Teppiche oder Matten, Wärmeschutzfolien für Fenster und Hitzeschutzvorhänge verbessern.

Worauf sollte man bei der Auswahl eines mehr als 40 Jahre alten Objekts achten?

Den Instandhaltungszustand bei der Besichtigung prüfen

Für die Wohnqualität ist regelmäßige Instandhaltung oft wichtiger als das reine Baujahr. Prüfen Sie bei der Besichtigung unbedingt knarrende Böden, den Sauberkeitseindruck im Sanitärbereich und die Funktionsfähigkeit der Ausstattung. Auch auf Eigentümerseite gilt: Reinigung und Reparaturen nicht zu vernachlässigen, ist die Grundlage einer wirksamen Leerstandsvermeidung.

Prüfen, ob Erdbebenertüchtigungen durchgeführt wurden

Selbst bei Objekten nach altem Erdbebenstandard erhöht eine bereits durchgeführte Erdbebenertüchtigung die Sicherheit spürbar. Falls sie noch nicht erfolgt ist, sollte geklärt werden, ob eine spätere Durchführung geplant ist. Erdbebendiagnose und Nachrüstung tragen zudem zur Steigerung des Immobilienwerts bei.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q. Ist die Erdbebensicherheit bei Objekten, die älter als 40 Jahre sind, gering?

Gebäude aus der Zeit vor 1981 entsprechen dem alten Erdbebenstandard, doch die Sicherheit unterscheidet sich je nach Boden, Bauzustand und vorhandener Erdbebenertüchtigung deutlich. Wir empfehlen, die Ergebnisse einer Erdbebendiagnose zu prüfen.

Q. Lassen sich bei älteren Objekten leichter Mietpreisverhandlungen führen?

Grundsätzlich zeigen sich Eigentümer bei älteren Objekten oft flexibler. Allerdings lässt sich das nicht pauschal sagen, da der Wert bei bereits renovierten oder modernisierten Objekten gestiegen sein kann.

Q. Ist es unproblematisch, in ein über 40 Jahre altes Objekt einzuziehen, wenn es renoviert wurde?

Wenn Innenausbau und Ausstattung erneuert wurden, kann die Wohnqualität einem Neubau sehr nahekommen. Dennoch empfehlen wir, auch den Zustand von Leitungen und Tragwerk bei der Besichtigung oder über das Immobilienunternehmen zu prüfen.

Q. Was können Eigentümer älterer Objekte tun, um Leerstand zu vermeiden?

Regelmäßige Reinigung, die Erneuerung der Ausstattung, eine Erdbebendiagnose und eine angemessene Mietpreisgestaltung bilden die Grundlage. Auch eine Renovierung zur Steigerung des Objektwerts ist eine wirksame Option.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte