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Wie hoch sind Reparaturkosten bei Apartments? Leitfaden für Investoren

Die Reparaturkosten im Apartmentinvestment werden nach Wiederherstellung, Instandsetzung, präventiver Wartung und Großreparaturen geordnet erklärt. Zudem zeigen wir praxisnahe Punkte zur Kostenoptimierung und planmäßigen Rücklagenbildung.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Bei der Bewirtschaftung von Apartmenthäusern sind Reparaturkosten ein Kostenfaktor, der die Rendite unmittelbar beeinflusst. Die Arten von Reparaturkosten und ihre Richtwerte zu kennen, ist daher eine grundlegende Fähigkeit für Investoren, die ihren Cashflow stabil halten wollen.

Was sind Reparaturkosten bei Apartmenthäusern? Arten und Kostenrichtwerte im Überblick

Reparaturkosten lassen sich im Wesentlichen in vier Kategorien einteilen. Wer die Eigenschaften jeder Kategorie versteht, kann die Kosten planvoll steuern.

Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands

Darunter versteht man Arbeiten, mit denen die Wohnung nach dem Auszug des Mieters in den Zustand vor dem Einzug zurückversetzt wird. Die Kosten werden in der Regel von der Kaution abgezogen. Zu beachten ist jedoch, dass altersbedingte Abnutzung, etwa verfärbte Tapeten oder eingedrückte Teppiche, auf Grundlage der reformierten zivilrechtlichen Regeln zur Rückgabepflicht des Mieters vom Eigentümer zu tragen ist. Nur Schäden, die durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit des Mieters entstanden sind, trägt der Mieter.

Reparatur beschädigter Stellen

Dies sind Reparaturen, die erforderlich werden, wenn Anlagen während der Mietzeit ausfallen oder durch Katastrophen oder Unfälle Schäden entstehen. Defekte an Küche, Toilette, Bad und anderen Ausstattungen können sehr unterschiedlich ausfallen und führen leicht zu unerwarteten Ausgaben. Durch regelmäßige vorbeugende Instandhaltung lassen sich plötzlich anfallende, hohe Reparaturkosten vermeiden.

Vorbeugende Instandhaltung

Damit sind planmäßige Reparaturen gemeint, die durchgeführt werden, bevor ein Mangel auftritt. Typische Beispiele sind Fassadenanstriche, Dachsanierungen und Maßnahmen gegen Termiten. Sie verschieben umfangreiche Großreparaturen nach hinten und senken die Gesamtkosten. Auch Renovierungen zur Verringerung von Leerstand werden üblicherweise im Zusammenhang mit dem Auszug eines Mieters umgesetzt.

Großreparaturen

Innerhalb der Reparaturkosten sind Großreparaturen am teuersten. Typische Maßnahmen sind Anstrich oder Neueindeckung von Dach und Außenwänden. Da dafür häufig auch Gerüste erforderlich sind, steigen Bauzeit und Kosten leicht an. Bei älteren Objekten kommen in manchen Fällen zudem Maßnahmen zur Erdbebenertüchtigung hinzu. Regelmäßige Wartung, die die Intervalle zwischen Großreparaturen verlängert und einmalige Kosten verteilt, ist ein zentraler Hebel für stabile Erträge.

Welche drei praktischen Ansätze helfen, Reparaturkosten bei Apartmenthäusern zu senken?

Reparaturkosten bereits in der Planungsphase berücksichtigen

Wichtig ist, den Haushersteller bereits beim Bau mehrere Konzepte einschließlich Reparaturkostensimulationen vorlegen zu lassen und diese zu vergleichen. Selbst wenn die Baukosten niedrig sind, verschlechtert ein Entwurf mit künftig hohen Reparaturkosten die langfristige Investitionsrendite. Entscheidend ist daher die Bewertung auf Basis der Lebenszykluskosten aus Bau- und Reparaturkosten.

Die Mieterauswahl konsequent prüfen

Das Verhalten der Mieter wirkt sich direkt auf die Geschwindigkeit der Abnutzung aus. Wer Mieter mit schlechter Wohnmoral akzeptiert, muss mit höheren Kosten für Wiederherstellung und Reparaturen rechnen, was die Erträge belastet. Deshalb ist es sinnvoll, der Hausverwaltung vorab klar vorzugeben, dass bei der Mieterauswahl auf gutes Verhalten und Sorgfalt besonderer Wert gelegt werden soll.

Mit regelmäßiger Wartung die kumulierten Kosten senken

Auch wenn keine sichtbaren Schäden vorliegen, lässt sich durch regelmäßige Wartung die kumulierte Belastung durch Reparaturkosten deutlich reduzieren. Zwar entstehen dabei laufende Einzelkosten, doch wenn man Maßnahmen aufschiebt, bis eine Großreparatur notwendig wird, können die Ausgaben um ein Mehrfaches steigen. Als Richtwert gelten über 30 Jahre kumulierte Reparaturkosten von rund 2 Millionen Yen pro Einheit. Ein monatlicher Rücklagenplan ist daher eine Voraussetzung für eine stabile Bewirtschaftung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie hoch sind die jährlichen Reparaturkosten für ein Apartmenthaus ungefähr?

Als Richtwert gelten kumulierte Reparaturkosten von rund 2 Millionen Yen pro Einheit über 30 Jahre. Das entspricht monatlich etwa 5.500 Yen pro Einheit. Da Großreparaturen ungefähr alle 10 bis 15 Jahre anfallen, ist eine monatliche Rücklage ein wichtiger Punkt für eine stabile Bewirtschaftung.

Wer trägt die Kosten der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands, Eigentümer oder Mieter?

Nach dem reformierten Zivilrecht trägt der Eigentümer altersbedingte Abnutzung wie Sonnenschäden oder gewöhnliche Gebrauchsspuren, während Schäden durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit vom Mieter zu tragen sind. Reicht die Kaution nicht aus, kann der Restbetrag dem Mieter in Rechnung gestellt werden. Forderungen außerhalb der geltenden Leitlinien führen jedoch leicht zu Streitigkeiten.

Wann sollten Großreparaturen durchgeführt werden?

Für Fassadenanstriche gilt ein Richtwert von etwa 10 bis 15 Jahren, für Dächer von etwa 10 bis 20 Jahren. Auch ohne sichtbare Schäden hilft eine regelmäßige Durchführung, die Gesamtkosten zu senken. Wichtig ist, rechtzeitig vor dem Fälligkeitstermin eine Inspektion durch die Hausverwaltung oder das Bauunternehmen zu veranlassen.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Mieterauswahl und Reparaturkosten?

Mieter mit schlechter Wohnmoral beschleunigen die Abnutzung der Wohnung und erhöhen so die Kosten für Wiederherstellung und Reparaturen. Qualitativ gute Mieter durch eine sorgfältige Auswahl zu gewinnen, gehört zu den wirksamsten Maßnahmen, um Reparaturkosten langfristig zu begrenzen.

Kann man Reparaturkosten als Aufwand verbuchen?

Reparaturkosten können grundsätzlich in dem Jahr als Aufwand erfasst werden, in dem sie anfallen. Allerdings kann für "aktivierungspflichtige Investitionen", die den Vermögenswert erhöhen, eine Abschreibung erforderlich sein. Eine sachgerechte Behandlung in Abstimmung mit einem Steuerberater ist daher wichtig.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte