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Lohnt sich Parkplatzmanagement? Vollständige Simulation von Einnahmen, Kosten und Rendite

Der Beitrag erläutert regional differenziert Einnahmen, Anfangsinvestitionen, Verwaltungskosten und Steuern für Dauerparkplätze und Kurzzeitparkplätze. Zudem wird aus Investorensicht analysiert, wann sich Parkraumnutzung als Grundstücksstrategie eignet und wann eher nicht.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Immer mehr Eigentümer entscheiden sich dafür, ungenutzte Grundstücke durch Parkplatzbewirtschaftung zu nutzen. Im Vergleich zur Vermietung von Apartments oder Wohngebäuden ist die Anfangsinvestition geringer, zugleich unterscheiden sich Rendite und Ertragskraft je nach Lage und Betriebsform erheblich. In diesem Beitrag erläutern wir Einnahmen, Ausgaben und Steuern bei der Parkplatzbewirtschaftung anhand konkreter Zahlen und ordnen die Voraussetzungen für Rentabilität sowie wichtige Vorsichtspunkte ein.

Welche zwei Formen der Parkplatzbewirtschaftung gibt es?

Monatlich vermietete Parkplätze

Ein Modell, bei dem mit Nutzern monatliche Verträge geschlossen werden. Es gibt drei Betriebsformen.

  • Eigenbewirtschaftung: Vollständige Selbstverwaltung von der Vermarktung bis zum Einzug der Miete. Die Gewinnmarge ist am höchsten, der Aufwand allerdings ebenfalls.
  • Verwaltungsdelegation: Der Betrieb wird an einen Dienstleister übertragen. Dafür fallen Gebühren an, der Verwaltungsaufwand sinkt jedoch.
  • Generalpachtmodell: Ein Betreiber pachtet das Grundstück und zahlt unabhängig von der Auslastung jeden Monat eine feste Miete. Das Risiko ist geringer, das Einkommen dafür zurückhaltender.

Stundenparkplätze

Ein zeitbasiertes Preismodell. Da spezielle Ausstattung wie Parksperren und Kassenautomaten erforderlich ist, wird in der Regel entweder die Verwaltung an einen Betreiber übertragen oder ein Grundstücksvermietungsmodell gewählt (Vermietung an einen Betreiber gegen feste monatliche Einnahmen).

Wie hoch sind die Einnahmen aus der Parkplatzbewirtschaftung?

Die regionalen Mietpreisniveaus (als Richtwerte) sind wie folgt.

Monatlich vermietete Parkplätze (pro Stellplatz und Monat)

  • Tokio: ca. 30.000 Yen, Kanagawa und Osaka: ca. 20.000 Yen, Aichi: ca. 10.000 Yen, Fukuoka: ca. 11.000 Yen

Stundenparkplätze (pro Stunde)

  • Tokio: ca. 700 Yen, Kanagawa und Aichi: ca. 550 Yen, Osaka und Fukuoka: ca. 400 Yen

In Ballungsräumen ist das Ertragspotenzial höher, zugleich ist dort der Wettbewerb intensiver, weshalb eine stabile Auslastung entscheidend ist.

Welche Ausgaben fallen bei der Parkplatzbewirtschaftung an?

Wesentliche Bestandteile der Anfangskosten

  • Asphaltbelag: 4.400 bis 5.000 Yen/m² (Aushub, Entsorgung des Bodens, Schotter, Asphaltkosten)
  • Markierungsarbeiten: 5.000 Yen/Stellplatz
  • Radstopper: 6.000 Yen/Stellplatz
  • Beschilderung: ca. 100.000 Yen
  • Kassenautomat (Stundenparkplatz): ca. 500.000 Yen/Gerät
  • Parksperre (Stundenparkplatz): ca. 100.000 Yen/Anlage

Laufende Kosten

  • Reinigungs- und Verwaltungskosten: etwa 5 bis 10 % der Einnahmen bei Vollauslastung
  • Grundsteuer auf Anlagevermögen: Einheitswert × 1,4 %
  • Stadtplanungssteuer (in städtebaulich ausgewiesenen Gebieten): Einheitswert × 0,3 %
  • Einkommensteuer: steuerpflichtig, wenn die Einnahmen 200.000 Yen oder mehr betragen

In welchen Fällen ist Parkplatzbewirtschaftung vorteilhaft?

Die günstigsten Voraussetzungen für eine Parkplatzbewirtschaftung sind die folgenden.

  • Hohe Parkplatznachfrage im Umfeld (Büroviertel, Nähe zu Gewerbeeinrichtungen, Bahnhofsnähe)
  • Wenig Wettbewerb
  • Vorhandensein eines unbebauten Grundstücks, bei dem sich die Anfangskosten niedrig halten lassen
  • Geplante spätere Umnutzung für einen anderen Zweck und der Wunsch nach einem Modell mit einfacher Kündigung

Bei Immobilieninvestitionen ist es wichtig, die Optionen der Grundstücksnutzung umfassend zu vergleichen.

Häufige Fragen (FAQ)

F. Ist Parkplatzbewirtschaftung profitabler als ein Apartmenthaus?
A. Betrachtet man nur die Rendite, kann sie in manchen Fällen höher sein als bei Apartments. Der absolute Einnahmenbetrag pro Monat ist jedoch in der Regel niedriger. Die Vorteile von Parkplätzen liegen in der geringen Anfangsinvestition und der einfachen Umnutzung.
F. Ist Parkplatzbewirtschaftung auch auf einem unbebauten Grundstück möglich?
A. Ja, das ist möglich. Asphaltierung und die Installation von Ausstattung sind erforderlich, aber die Anfangsinvestition ist deutlich geringer als bei einem Apartmentprojekt.
F. Was ist ertragreicher: Stundenparkplätze oder monatlich vermietete Stellplätze?
A. Das hängt vom Standort ab. In Bahnhofsnähe und in Gewerbegebieten sind Stundenparkplätze im Vorteil. In Wohngebieten und Vororten eignet sich häufig das stabile Einkommen aus monatlich vermieteten Stellplätzen besser.
F. Gibt es Steuervergünstigungen bei der Grundsteuer auf Anlagevermögen?
A. Für Wohngrundstücke gibt es Ermäßigungen bei der Grundsteuer auf Anlagevermögen, für Parkplatzflächen gelten diese jedoch nicht. Bei einem Vergleich mit dem Bau von Apartments sollte auch dieser Punkt berücksichtigt werden.
Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte