Skip to content
Real Estate Intelligence
ManagementCOLUMN

Holzapartments in Japan: 82 € weniger Miete, aber lauter

In Japan sind Mietshäuser aus Holzrahmenbauweise (木造アパート, mokuzō apāto) die mit Abstand häufigste Wohnform – anders als in Deutschland, wo Massivbau bei Geschosswohnungen die Norm ist. Dieser Artikel vergleicht anhand offizieller japanischer Statistiken, wie viel günstiger Holzbauweise wirklich ist, wie viel Schallschutz sie kostet und wie groß das Brandrisiko tatsächlich ist – mit Euro-Umrechnung und Einordnung für DACH-Investoren.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 15 Min. Lesezeit

Wer eine Wohnung in einem Holzapartment (木造アパート, mokuzō apāto – ein mehrgeschossiges Mietshaus in japanischer Holzrahmenbauweise) in Japan in Betracht zieht, will vor allem eine Zahl wissen: Wie viel günstiger ist die Holzbauweise wirklich, wie viel Lärm dringt durch Decken und Wände, und wie gefährdet ist das Gebäude im Brandfall? Das ist eine spezifisch japanische Fragestellung. Anders als in Deutschland oder Österreich, wo mehrgeschossige Mietshäuser praktisch ausnahmslos massiv aus Stein, Ziegel oder Stahlbeton (Massivbauweise) errichtet werden und Holzbau bei Geschosswohnungen die Ausnahme bleibt, ist die leichte Holzrahmenbauweise in Japan bis heute die mit Abstand häufigste Bauweise für Mietwohnungen. Das hat spürbare Folgen für Miete, Schallschutz und Brandschutz – Folgen, die japanische Vermieter und internationale Investoren aus dem DACH-Raum kennen sollten, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Hier die Antwort mit Zahlen: Die durchschnittliche Monatsmiete für eine privat vermietete Wohnung liegt bei Holzbauweise bei 54.409 Yen (≈ 316 €; Berechnungsgrundlage für alle Yen-Beträge in diesem Artikel: 1 EUR ≈ 172 JPY, Stand: August 2026), bei nicht-hölzerner Bauweise (Stahl-, Stahlbeton- oder Ziegelbau) bei 68.548 Yen (≈ 399 €) – ein Unterschied von 14.139 Yen (≈ 82 €) im Monat. Gleichzeitig sind 26,6 % der Bewohner von Holzapartments mit der Schalldämmung zwischen den Stockwerken „unzufrieden", verglichen mit nur 11,5 % bei Stahlbeton-Bauweise (SRC/RC) – mehr als doppelt so viele. Dieser Artikel richtet sich sowohl an Wohnungssuchende als auch an Eigentümer, die den Kauf oder Neubau eines Holzapartments erwägen, und stellt Miete, Schallschutz, Brandrisiko und Nutzungsdauer anhand offizieller japanischer Statistiken gegenüber – mit dem Ziel, dass Sie zum Stand August 2026 fundiert entscheiden können, ob die Holzbauweise die richtige Wahl ist.

Die Kernpunkte dieses Artikels

  • Der Mietunterschied zwischen Holz- und Nicht-Holzbauweise liegt landesweit im Schnitt bei 14.139 Yen (≈ 82 €) pro Monat bzw. 169.668 Yen (≈ 987 €) pro Jahr (Statistikamt Japan / 総務省統計局, Statistics Bureau of Japan, „Wohnungs- und Grundstücksstatistik Reiwa 5" [令和5年住宅・土地統計調査, Erhebungsjahr 2023]).
  • Bei gleicher Wohnfläche fällt der Unterschied noch größer aus. Pro Tatami-Einheit (1 ≈ 1,65 m², die traditionelle japanische Flächeneinheit für Wohnraum) liegt die Miete bei Holzbauweise bei 2.916 Yen (≈ 17 €), bei Nicht-Holzbauweise bei 4.151 Yen (≈ 24 €); hochgerechnet auf 20 jō (≈ 33 m², etwa eine 1-Zimmer- bis kleine 2-Zimmer-Wohnung) ergibt das eine monatliche Differenz von 24.700 Yen (≈ 144 €).
  • Unzufriedenheit mit der Schalldämmung zwischen den Stockwerken: Holzbauweise 26,6 %, S-Bauweise/Stahlskelettbau 18,4 %, SRC-/RC-Bauweise (Stahlbeton) 11,5 %. Bei allen drei erfragten Schallschutzkategorien liegt die Holzbauweise an letzter Stelle.
  • Die Miete, die Bewohner für eine bessere Schalldämmung zusätzlich zu zahlen bereit wären, liegt am häufigsten bei 1.000 bis 2.000 Yen (≈ 6 bis 12 €) im Monat – eine Größenordnung unter der tatsächlichen Mietdifferenz von rund 14.139 Yen (≈ 82 €) zwischen den Bauweisen.
  • Von 20.972 Gebäudebränden betrafen 7.391 (35,2 %) Holzgebäude als Brandausgangsgebäude; die Ausbreitungsrate auf Nachbargebäude liegt bei Holzbauweise mit 29,4 % drastisch über der von feuerbeständiger Bauweise mit 1,0 % (Weißbuch zum Brandschutz, Ausgabe Reiwa 7 / 令和7年版消防白書, japanische Feuerwehr- und Katastrophenschutzbehörde FDMA, 2026).

Wie viel günstiger ist die Miete bei Holzapartments? Die aktuellsten Statistiken (Stand 2026)

Der größte Vorteil von Holzapartments ist die Miete. Nach der Wohnungs- und Grundstücksstatistik Reiwa 5 (令和5年住宅・土地統計調査, Erhebungsjahr 2023) des japanischen Statistikamts (総務省統計局, Statistics Bureau of Japan) lag die Monatsmiete für privat vermietete Wohnungen (専用住宅, ausschließlich zu Wohnzwecken genutzte Einheiten) in Holzbauweise bei 54.409 Yen (≈ 316 €), in Nicht-Holzbauweise bei 68.548 Yen (≈ 399 €). Die Differenz beträgt 14.139 Yen (≈ 82 €), das heißt Holzbauweise kostet rund 79 % dessen, was Nicht-Holzbauweise kostet. Das ist der zahlenmäßige Kern hinter dem Eindruck „Holzbau ist günstig".

Zum Vergleich: In Deutschland gibt es diesen Bauweisen-bedingten Mietunterschied in dieser Form kaum, weil Geschosswohnungsbau dort fast ausschließlich massiv erfolgt und die Bauweise selten als eigenständiges Mietkriterium diskutiert wird. In Japan hingegen ist die Bauweise – neben Lage und Baujahr – einer der zentralen Faktoren, die die Miethöhe bestimmen, weil Holz-, Stahl- und Stahlbetonbauten in praktisch jedem Stadtviertel nebeneinander als Mietoptionen zur Wahl stehen.

Landesweit 14.139 Yen (≈ 82 €) Unterschied im Monat: Durchschnittsmieten nach Bauweise

Art der MietwohnungMonatsmieteMiete pro Tatami-Einheit (jō)Veränderung 2018→2023 (Monatsmiete)
Privat vermietet (Holzbauweise)54.409 Yen (≈ 316 €)2.916 Yen (≈ 17 €)+4,5 %
Privat vermietet (Nicht-Holzbauweise)68.548 Yen (≈ 399 €)4.151 Yen (≈ 24 €)+7,0 %
Öffentlich geförderte Mietwohnung24.961 Yen (≈ 145 €)1.246 Yen (≈ 7 €)+7,6 %
UR (Urban Renaissance Agency) / Wohnungsbaugesellschaften71.831 Yen (≈ 418 €)3.633 Yen (≈ 21 €)+2,8 %
Werkswohnung (vom Arbeitgeber bereitgestellt)37.993 Yen (≈ 221 €)2.071 Yen (≈ 12 €)+11,6 %
Mietwohnungen gesamt (nur Wohnzwecke)59.656 Yen (≈ 347 €)3.403 Yen (≈ 20 €)+7,1 %

Quelle: Statistikamt Japan (総務省統計局, Statistics Bureau of Japan), „Wohnungs- und Grundstücksstatistik Reiwa 5 – Übersicht der Grundauswertung zu Wohnungen und Haushalten (bestätigte Auswertung)", Tabelle 7. Ein wichtiger Vorbehalt: Die Kategorie „privat vermietet (Holzbauweise)" umfasst in dieser Statistik nicht nur Holzapartments, sondern auch freistehende Holzhäuser zur Miete und Reihenhäuser (長屋, nagaya). Da freistehende Holzhäuser zur Miete tendenziell größer und teurer sind, dürfte der reine Unterschied zwischen Holzapartments und Nicht-Holzapartments in Wirklichkeit noch etwas größer ausfallen. Die genannten Zahlen sind also eher als „unterer Rand" der Preisdifferenz zu lesen, nicht als exakter Wert nur für Apartmenthäuser.

Wie sieht es bei gleicher Wohnfläche aus? Der Unterschied pro Tatami-Einheit beträgt 1.235 Yen (≈ 7 €)

Ein reiner Vergleich der Monatsmiete hat eine Falle: Holzapartments haben im Schnitt eine kleinere Wohnfläche als Nicht-Holzbauten, sodass ein einfacher Mietvergleich einen Teil des „günstiger, weil kleiner"-Effekts mit einschließt. Vergleicht man stattdessen die Miete pro Tatami-Einheit (jō) bei gleicher Fläche, liegt Holzbauweise bei 2.916 Yen (≈ 17 €) und Nicht-Holzbauweise bei 4.151 Yen (≈ 24 €) – eine Differenz von 1.235 Yen (≈ 7 €) pro jō.

Überträgt man diese Preisdifferenz pro Einheit auf eine Wohnfläche von 20 jō (ca. 33 Quadratmeter, vergleichbar mit einer 1-Zimmer- bis kompakten 2-Zimmer-Wohnung), ergibt sich eine Rechnung von 1.235 Yen × 20 jō = 24.700 Yen (≈ 144 €) im Monat. Das heißt: Bei gleicher Wohnfläche verglichen, kann der Unterschied zwischen Holz- und Nicht-Holzbauweise sogar größer ausfallen als die im Durchschnitt gemessenen 14.139 Yen (≈ 82 €). Umgekehrt bedeutet das: Wer sich für ein Holzapartment entscheidet, akzeptiert meist nicht nur den niedrigeren Preis, sondern auch eine kleinere Fläche. Ob Wohnfläche oder Bauweise Priorität hat, sollte daher idealerweise schon vor der Besichtigung geklärt sein – eine Entscheidung, die westlichen Mietern, die primär nach Quadratmeterzahl suchen, oft ungewohnt ist.

Auch beim Mietanstieg zeigt sich Holzbauweise moderater

Zwischen 2018 und 2023 stieg die Monatsmiete bei privat vermieteter Holzbauweise um +4,5 %, bei Nicht-Holzbauweise um +7,0 %. Im Vergleich zum Gesamtanstieg aller Mietwohnungen von +7,1 % fällt der Mietanstieg bei Holzbauweise damit moderater aus. Betrachtet man jedoch die Miete pro Tatami-Einheit, dreht sich das Bild: Hier stieg Holzbauweise um +13,0 %, Nicht-Holzbauweise nur um +8,3 %. Das deutet darauf hin, dass sich die durchschnittliche Wohnfläche bei Holzmietwohnungen verkleinert hat. Statt vorschnell zu schließen „Holzbau wird kaum teurer", lohnt sich der Blick auf den Flächenpreis, der auch bei Holzbauweise deutlich steigt – ein nützliches Argument bei Vertragsverlängerungen. Zu den Regeln rund um Vertragsverlängerung und Verlängerungsgebühren (更新料, kōshinryō – eine in Japan übliche, im deutschsprachigen Mietrecht unbekannte Zahlung bei Mietvertragsverlängerung) finden Sie mehr im Beitrag Regeln zur Vertragsverlängerung und Verlängerungsgebühren bei japanischen Mietverträgen.

Wie gut ist der Schallschutz bei Holzapartments wirklich?

Kurz gesagt: Beim Schallschutz liegt Holzbauweise sowohl statistisch als auch normativ am unteren Ende. Das ist eine Besonderheit, die internationale Mieter, die aus Massivbau-geprägten Märkten wie Deutschland oder Österreich kommen, oft unterschätzen – dort ist ein gewisses Grundmaß an Schalldämmung durch die Bauweise praktisch garantiert, während es in Japan stark von der gewählten Konstruktion abhängt. Eine im November 2023 (Reiwa 5) veröffentlichte Untersuchung des National Institute for Land and Infrastructure Management (国土技術政策総合研究所, NILIM, dem technischen Forschungsinstitut des japanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus) mit 10.831 gültigen Antworten ergab: 26,6 % der Bewohner von Holzgebäuden waren mit der Schalldämmung zwischen den Stockwerken „unzufrieden". Bei SRC-/RC-Bauweise (Stahlbeton) waren es nur 11,5 %. Das ist kein subjektiver Eindruck, sondern ein Unterschied, der sich sowohl in Umfragen als auch in technischen Normen nachweisen lässt.

26,6 % der Bewohner unzufrieden mit dem Schallschutz zwischen den Stockwerken: Zufriedenheit nach Bauweise

Schallschutz-KategorieBewertungHolzbauweiseS-Bauweise (Stahlskelettbau)SRC-/RC-Bauweise
Schalldämmung (zwischen Stockwerken)Zufrieden8,4 %12,3 %17,6 %
Unzufrieden26,6 %18,4 %11,5 %
Schalldämmung (Nachbarwohnung)Zufrieden8,9 %14,8 %20,9 %
Unzufrieden24,1 %18,1 %8,8 %
Schalldämmung (Außenlärm)Zufrieden7,6 %12,1 %16,2 %
Unzufrieden21,0 %15,7 %8,7 %

Quelle: National Institute for Land and Infrastructure Management (国土技術政策総合研究所, NILIM), „NILIM-Bericht Nr. 1261 – Online-Umfragebericht zur Bewertung des Schallumfelds durch Bewohner von Mehrfamilienhäusern". Bei allen drei abgefragten Kategorien liegt die Unzufriedenheitsrate bei Holzbauweise über 20 % und ist jeweils die höchste aller Bauweisen. In derselben Untersuchung gaben zudem 57,3 % der Holzbau-Bewohner an, bei einem Lärmkonflikt „umziehen zu wollen" – gegenüber 51,9 % bei S-Bauweise und 43,3 % bei SRC-/RC-Bauweise. Anders gesagt: Bei Holzapartments führt ein Lärmproblem, sobald die Toleranzgrenze überschritten ist, überdurchschnittlich häufig direkt zum Auszug statt zu einer Beschwerde oder einem Kompromiss.

Eine weitere aufschlussreiche Zahl für die Wohnungssuche: 60,7 % der Holzbau-Bewohner gaben an, das Schallumfeld bei der Wohnungswahl „nicht überprüft" zu haben – der höchste Wert aller Bauweisen (SRC/RC 51,2 %, S-Bauweise 50,5 %). Ein Teil der hohen Unzufriedenheitsrate bei Holzbauweise dürfte also schlicht daran liegen, dass viele Mieter die akustischen Eigenschaften der Bauweise gar nicht kennen, bevor sie unterschreiben.

Schallschutz in Klassen statt Gefühl: Übersichtstabelle zu Trittschallpegel und Schalldämmklassen

Es gibt eine Methode, „Schall dringt durch/dringt nicht durch" nicht subjektiv, sondern anhand von Klassen zu beurteilen. Im japanischen System zur Kennzeichnung von Wohngebäude-Leistungsmerkmalen (住宅性能表示制度, ein staatliches Bewertungs- und Zertifizierungssystem vergleichbar in der Funktion mit europäischen Gebäudeenergie- oder Schallschutzausweisen, jedoch mit anderem Umfang) werden im Bereich „Schallumfeld" drei Klassen verwendet.

KlasseKlasse für schweren Trittschall
(Fußtritte, herumlaufende Kinder)
Klasse für leichten Trittschall
(Stühlerücken, Geschirr, herunterfallende Münzen)
Schalldämmklasse (Trennwand)
(Sprache, Fernsehton)
Klasse 5entspricht Li,r,H-50 oder besserentspricht Li,r,L-45 oder besserkeine Klasse definiert
Klasse 4entspricht Li,r,H-55 oder besserentspricht Li,r,L-50 oder besserentspricht Rr-55 oder besser
Klasse 3entspricht Li,r,H-60 oder besserentspricht Li,r,L-55 oder besserentspricht Rr-50 oder besser
Klasse 2entspricht Li,r,H-65 oder besserentspricht Li,r,L-60 oder besserentspricht Rr-45 oder besser
Klasse 1sonstigesonstigegesetzliches Mindestniveau nach Bauordnungsgesetz

Bei Li,r,H und Li,r,L gilt: Je kleiner die Zahl, desto besser wird der Trittschall gedämmt. Auf Basis von Erläuterungen der Architectural Institute of Japan (日本建築学会) zeigt ein Dokument des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (国土交通省, MLIT), wie sich die Werte im gefühlten Alltag niederschlagen:

JIS-Klasse Li,r,H (schwerer Trittschall)L-70L-65L-60L-55L-50
Wahrnehmung von herumlaufenden Kindern / Erwachsenenschrittenstörend lautGeräusch fällt deutlich aufgut hörbarhörbarleise hörbar

Quelle: Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (国土交通省, MLIT), „System zur Kennzeichnung von Wohngebäude-Leistungsmerkmalen, 8. Zum Schallumfeld". Entscheidend ist hier: Diese Schallschutzklasse ist im Kennzeichnungssystem lediglich eine „optionale Angabe" (選択事項) – keine Pflichtangabe. Als Begründung nennt das Dokument, dass außer bei typischen Stahlbeton-Wohnanlagen eine einfache Bewertung anhand der Bauausführung schwierig sei. Das bedeutet praktisch: Bei den meisten Holzapartments wird die Schallschutzklasse in den Exposé-Unterlagen gar nicht erst angegeben – anders als etwa der deutsche Schallschutzausweis nach DIN 4109, der zumindest bei Neubauten regelhaft dokumentiert wird. Genau deshalb rückt die im späteren Abschnitt beschriebene Prüfung bei der Besichtigung vor Ort in den Mittelpunkt der Entscheidung.

Die gesetzliche Mindestgrenze nach Bauordnungsgesetz: 25 Dezibel bei 125 Hertz

Für Trennwände in Mehrfamilienhäusern gibt es eine gesetzliche Mindestanforderung. Artikel 22-3 der Durchführungsverordnung zum Bauordnungsgesetz (建築基準法施行令 第22条の3) verlangt für die Trennwand zwischen Reihenhäusern oder Geschosswohnungen ein Schalldämm-Maß von mindestens 25 Dezibel bei 125 Hertz, mindestens 40 Dezibel bei 500 Hertz und mindestens 50 Dezibel bei 2.000 Hertz.

FrequenzGeforderte Schalldämmung (gesetzliches Minimum)Betroffene Geräuscharten
125 Hertzmindestens 25 DezibelTiefe Frequenzen (Schritte, Bässe, Türenschlagen)
500 Hertzmindestens 40 DezibelHauptfrequenzband der Sprache
2.000 Hertzmindestens 50 DezibelHohe Frequenzen (Fernsehton, metallische Geräusche)

Bei der tiefen Frequenz von 125 Hertz werden lediglich 25 Dezibel gefordert. Da tiefe Töne physikalisch leichter durch Wände dringen, ist dieser gesetzliche Grenzwert keine Garantie für Ruhe, sondern lediglich eine Untergrenze im Sinne von „darunter darf nicht gebaut werden". Wer davon ausgeht, dass „gesetzeskonform" gleichbedeutend mit „leise" ist, liegt falsch – ein Unterschied, der auch im Vergleich zur deutschen DIN 4109 zu beachten ist, die ebenfalls nur Mindestwerte und keine Komfortgarantie definiert.

Nur bei Holzbauweise ist der Grenzwert 5 Dezibel lockerer: Warum die Fachverbandsnorm Holzbauweise mit L-65 einstuft

Auch auf normativer Seite zeigt sich der akustische Nachteil von Holzbauweise deutlich. Der „NILIM-Report Nr. 69, Abschnitt E: Schallumfeld" des National Institute for Land and Infrastructure Management (国土技術政策総合研究所) verweist auf den Schallschutz-Standard der Architectural Institute of Japan (日本建築学会, AIJ, dem führenden japanischen Fachverband für Architektur und Bauingenieurwesen), der für schwere Trittschallquellen zwischen Wohneinheiten folgende Anwendungsklassen definiert: Spezialklasse L-45, Klasse 1 L-50, Klasse 2 L-55, Klasse 3 L-60 – für Mehrfamilienhäuser in Holz- oder Leichtstahlbauweise (oder vergleichbarer Konstruktion) wird Klasse 3 jedoch abweichend als L-65 angewendet. Nur bei Holzbauweise liegt die Untergrenze also um 5 Dezibel niedriger als bei anderen Bauweisen.

Derselbe Bericht hält fest, dass der Referenzwert für Holzbau-Mehrfamilienhäuser beim schweren Trittschall bei L-65 und beim leichten Trittschall bei L-60 liegt, empfiehlt aber gleichzeitig, angesichts der hohen Beschwerdeanfälligkeit in Mehrfamilienhäusern nach Möglichkeit das höhere Niveau von Klasse 3 der Stahlbetonbauweise (L-60 oder besser) anzustreben. Legt man dies an die zuvor gezeigte Wahrnehmungstabelle an, entspricht L-65 dem Niveau „Geräusch fällt deutlich auf". Es ist realistisch, davon auszugehen, dass der bei Holzapartments typische Standardzustand genau in diesem Bereich liegt – spürbar unterhalb dessen, was Mieter aus massiv gebauten Märkten wie Deutschland gewohnt sind.

Warum überträgt sich bei Holzbauweise mehr Schall? Die physikalischen Gründe: Flächenmasse und Steifigkeit

Der Grund liegt im Baugewicht. Derselbe NILIM-Report Nr. 69 erklärt: Die Luftschalldämmung von Wänden hängt von der Flächenmasse des Bauteils ab, die Trittschalldämmung von Böden von Flächenmasse und Steifigkeit der Deckenkonstruktion. Da Holzgebäude im Vergleich zu Stahlbetonbauten leichter sind, liegt ihre akustische Leistungsfähigkeit tendenziell niedriger.

Dieser eine Satz ist für die praktische Schallschutzplanung bei Holzapartments sehr nützlich: Schall wird durch „Gewicht" und „Härte" gestoppt, nicht durch die Qualität des Materials an sich. Genau deshalb helfen nachträglich verlegte, flächenmassenerhöhende Maßnahmen wie schwere Schallschutzmatten, während ein dünner Teppich beim schweren Trittschall kaum etwas bewirkt. Zur Leistungsfähigkeit von Holzbauweise selbst und zu aktuellen technischen Entwicklungen im modernen Holzbau lesen Sie auch Vorteile des modernen Holzbaus und wie man die richtige Wahl trifft.

Ist die Mietdifferenz von 14.139 Yen (≈ 82 €) die „Ruhe" wert?

Hier liegt der Kern dieses Artikels. Sich für Holzbauweise zu entscheiden, lässt sich als Tausch beschreiben: 14.139 Yen (≈ 82 €) im Monat gegen ein höheres Maß an Lärmunzufriedenheit. Doch wie viel wäre den Menschen selbst „Ruhe" tatsächlich wert? Die NILIM-Untersuchung liefert dazu eine konkrete Umtauschrate.

Bewohner wären für ein besseres Schallumfeld bereit, 1.000 bis 2.000 Yen (≈ 6 bis 12 €) mehr zu zahlen

In der Umfrage wurden 3.851 Mieter, die angaben, „lieber in einer Wohnung mit besserer akustischer Qualität wohnen zu wollen", gefragt, wie viel höhere Miete sie dafür in Kauf nehmen würden. Bei Bewohnern von Holzgebäuden war die häufigste Antwort mit 32,1 % „ich möchte kein zusätzliches Geld ausgeben"; unter denjenigen, die einen Betrag nannten, war die häufigste Antwort mit 12,5 % eine Spanne von 1.000 bis unter 2.000 Yen (≈ 6 bis 12 €). Auch bei SRC-/RC-Bauweise (12,3 %) und S-Bauweise (15,7 %) liegt die am häufigsten genannte Zahlungsbereitschaft in derselben Spanne von 1.000 bis 2.000 Yen (≈ 6 bis 12 €) – unabhängig von der Bauweise.

Stellt man die Zahlen nebeneinander, ergibt sich folgendes Bild:

VergleichspunktBetragQuelle
Mietanstieg beim Umzug von Holz- zu Nicht-Holzbauweise14.139 Yen/Monat (≈ 82 €; 169.668 Yen/Jahr ≈ 987 €; 339.336 Yen über 2 Jahre ≈ 1.973 €)Wohnungs- und Grundstücksstatistik Reiwa 5
Zahlungsbereitschaft der Bewohner für besseres Schallumfeld (häufigste Spanne)1.000 bis 2.000 Yen/Monat (≈ 6 bis 12 €)NILIM-Bericht Nr. 1261
Anteil der Holzbau-Bewohner, die „kein zusätzliches Geld ausgeben möchten"32,1 %NILIM-Bericht Nr. 1261

Der Preis, den der Markt für „Ruhe" ansetzt, liegt bei 1.000 bis 2.000 Yen (≈ 6 bis 12 €) im Monat; der Betrag, den man tatsächlich zahlt, wenn man die Bauweise wechselt, liegt bei 14.139 Yen (≈ 82 €). Diese Diskrepanz um eine ganze Größenordnung ist genau der Grund, warum so viele Menschen in Holzapartments wohnen bleiben. Ein Umzug in ein Nicht-Holzgebäude kann bedeuten, für Ruhe mehr als das Siebenfache des Marktpreises zu zahlen. Aus dieser Perspektive ist es für die meisten Mieter rational, in der Holzwohnung zu bleiben und einen Teil der ersparten Differenz gezielt in Schallschutzmaßnahmen zu investieren.

Holzbauweise plus Schallschutzmaßnahmen im Vergleich zum Umzug in ein Nicht-Holzgebäude

EntscheidungskriteriumIn Holzbauweise wohnen bleiben und in Schallschutz investierenUmzug in Nicht-Holzbauweise (RC-/SRC-Bau)
Mietmehrkosten über 2 JahreReferenzwert (0 €)+339.336 Yen (≈ +1.973 €)
Anfängliche MaßnahmenkostenSchallschutzmatten, Verdunkelungs-/Schallschutzvorhänge etc., einige zehntausend Yen (≈ 100 bis 300 €)Zusätzliche Vertragskosten (Anzahlung, Maklergebühr etc.) für den Neuabschluss fallen separat an
Wirksam gegenGeräusche aus dem eigenen Zimmer, Außenlärm (bei Einbau von Verbundfenstern)Geräusche von oben, unten und Nachbarwohnungen insgesamt
Wenig wirksam gegenSchweren Trittschall, der von oben herunterkommtEntfällt
Geeignet fürTagsüber überwiegend außer Haus, Nachbarn im gleichen Alter im Obergeschoss, Budget hat PrioritätGanztägiges Homeoffice, Kleinkinder im Haushalt, Nachtschichtarbeit mit Schlaf tagsüber

Der entscheidende Punkt ist der Umgang mit „Geräuschen, die von oben herunterkommen". Eine Schallschutzmatte im eigenen Zimmer dämpft den Schall, der ins darunterliegende Stockwerk dringt – gegen Schritte aus dem Obergeschoss hilft sie kaum. Wer besonders empfindlich auf Geräusche aus dem Obergeschoss reagiert – etwa weil tagsüber geschlafen wird oder ganztägig von zu Hause gearbeitet wird –, gehört zu der Gruppe, deren Problem sich mit Maßnahmen kaum lösen lässt. In diesem Fall ist es letztlich rationaler, die Mietdifferenz zu zahlen und die Bauweise zu wechseln. Ist die Wohnung im Obergeschoss dagegen leer, liegt die betrachtete Wohnung im obersten Stockwerk oder handelt es sich um eine Eckwohnung, sinkt die Unzufriedenheit auch bei Holzbauweise deutlich.

Das Brandrisiko von Holzapartments in Zahlen

Beim Thema Brandschutz lohnt sich der Blick auf Statistiken mehr als das vage Gefühl „Holz brennt leicht". Nach dem Weißbuch zum Brandschutz, Ausgabe Reiwa 7 (令和7年版消防白書, 2026) der japanischen Feuerwehr- und Katastrophenschutzbehörde (総務省消防庁, FDMA) waren im japanischen Steuerjahr Reiwa 6 (令和6年, 2024) von 20.972 Gebäudebränden 7.391 Fälle Holzgebäude als Brandausgangsgebäude – 35,2 % des Gesamtvolumens. Betrachtet man allein die Anzahl der Brandfälle, liegt der Wert nicht drastisch über feuerbeständiger Bauweise mit 6.644 Fällen (31,7 %). Der entscheidende Unterschied zeigt sich erst bei der Betrachtung eines weiteren Indikators.

35,2 % der Gebäudebrände betreffen Holzbauten: Brandfälle, Ausbreitungsrate und verbrannte Fläche nach Bauweise

Bauweise des BrandausgangsgebäudesBrandfälle (Reiwa 6 / 2024)AusbreitungsrateVerbrannte Fläche je FallSchadenssumme je Fall
Holzbauweise7.391 Fälle29,4 %83,5 m²4.851.000 Yen (≈ 28.203 €)
Feuerhemmende Bauweise (防火造)1.824 Fälle13,7 %26,7 m²2.681.000 Yen (≈ 15.587 €)
Feuerhemmender Holzbau (準耐火木造)323 Fälle7,4 %25,3 m²2.221.000 Yen (≈ 12.913 €)
Feuerhemmende Nicht-Holzbauweise (準耐火非木造)2.403 Fälle6,9 %50,2 m²6.863.000 Yen (≈ 39.901 €)
Feuerbeständige Bauweise (耐火造)6.644 Fälle1,0 %8,0 m²1.395.000 Yen (≈ 8.110 €)
Sonstige/unbekannt2.387 Fälle37,3 %58,6 m²4.018.000 Yen (≈ 23.360 €)
Gebäudebrände insgesamt20.972 Fälle17,0 %47,1 m²3.663.000 Yen (≈ 21.297 €)

Quelle: Feuerwehr- und Katastrophenschutzbehörde (総務省消防庁, FDMA), „Weißbuch zum Brandschutz, Ausgabe Reiwa 7", Anhangstabelle 1-1-42 „Schadensverlauf nach Bauweise des Brandausgangsgebäudes".

Ausbreitungsrate: 29,4 % bei Holzbauweise, 1,0 % bei feuerbeständiger Bauweise – der Unterschied liegt im „Übergreifen des Feuers"

Das eigentlich Entscheidende an dieser Tabelle ist nicht die Anzahl der Brandfälle, sondern die Ausbreitungsrate. Bei Holzbauweise griff das Feuer in 29,4 % der Fälle auf andere Gebäude über, bei feuerbeständiger Bauweise nur in 1,0 % – ein Unterschied um etwa das 30-Fache. Auch die verbrannte Fläche je Fall liegt bei Holzbauweise mit 83,5 m² deutlich über feuerbeständiger Bauweise mit 8,0 m² und dem Gesamtdurchschnitt aller Gebäudebrände von 47,1 m² – Holzbauweise verbrennt im Schnitt das 1,8-Fache der Durchschnittsfläche.

Die praktische Schlussfolgerung daraus ist eindeutig: Das Brandrisiko von Holzapartments liegt nicht in einer höheren Wahrscheinlichkeit, dass ein Feuer ausbricht, sondern darin, dass es sich, einmal ausgebrochen, leichter ausbreitet. Selbst innerhalb der Holzbauweise sinkt die Ausbreitungsrate bei feuerhemmendem Holzbau (準耐火木造) auf 7,4 % und die verbrannte Fläche je Fall auf 25,3 m². Auch innerhalb der Holzbauweise macht es also einen erheblichen Unterschied, ob es sich um ein feuerhemmendes Gebäude (準耐火建築物) handelt oder nicht. Bei der Wohnungssuche lohnt sich daher ein Blick in Exposé und Vertragsunterlagen (重要事項説明書, das gesetzlich vorgeschriebene Dokument zur Aufklärung wichtiger Vertragsinhalte, vergleichbar in der Funktion mit einer erweiterten Objektbeschreibung im deutschsprachigen Immobilienmarkt) auf Angaben wie „feuerhemmendes Gebäude" (準耐火建築物) oder „ministerialrechtlich feuerhemmende Konstruktion" (省令準耐火構造). Wer als Eigentümer einen Neubau plant, sollte bedenken, dass sich diese Ausbreitungsrate direkt auf die Höhe der Feuerversicherungsprämie auswirkt – ein Aspekt, der in Deutschland mit seinem überwiegend massiven, feuerbeständigen Gebäudebestand eine geringere Rolle spielt als in Japans holzbaugeprägtem Mietmarkt. Zur Vorgehensweise beim Bau selbst lesen Sie Auswahl zwischen Fertighaushersteller und lokalem Bauunternehmen beim Bau von Mietimmobilien.

Das Baujahr entscheidet über die Leistungsfähigkeit: Wichtige Wendepunkte bei der Wahl eines Holzapartments im Jahr 2026

Die bisherigen Zahlen zeichnen ein Durchschnittsbild der Bauweise. In der Praxis unterscheiden sich die technischen Standards selbst innerhalb der Kategorie „Holzapartment" erheblich je nach Baujahr. Zum Stand 2026 gibt es drei zentrale Wendepunkte, die Sie kennen sollten.

Neubauten ab April 2025: Erfüllung der Energiesparstandards ist Pflicht

Seit dem 1. April 2025 (Reiwa 7) ist grundsätzlich für alle Neubauwohnungen in Japan die Einhaltung der Energiesparstandards (省エネ基準) verpflichtend. Ausgenommen von dieser Pflicht sind nur Gebäude mit einer Nutzfläche von 10 Quadratmetern oder weniger. Gleichzeitig wurden angesichts der Zunahme hoch wärmegedämmter Wohnhäuser und von Häusern mit Photovoltaikanlagen auch die konstruktiven Vorgaben für Holzgebäude – etwa zu Stützendicke und erforderlicher Wandmenge – überarbeitet (Pressemitteilung des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus, MLIT). Dieser Energiesparstandard (仕様基準, spezifikationsbasierter Standard) entspricht laut dem Leitfaden des MLIT zum Energiesparstandard dem Niveau von Wärmedämmklasse 4 und Primärenergieverbrauchsklasse 4 im System zur Kennzeichnung von Wohngebäude-Leistungsmerkmalen – ein Anforderungsniveau, das grob mit dem deutschen Effizienzhaus-Standard vergleichbar ist, wenngleich die konkreten technischen Kennwerte nicht direkt übertragbar sind.

Die verbreitete Aussage „Holzbau hat eine geringere Luftdichtheit und dadurch eine schlechtere Heiz-/Kühleffizienz" muss man 2026 differenziert nach Baujahr betrachten. Bei neuen Holzapartments mit Baubeginn ab April 2025 ist das Dämm- und Energiesparniveau gesetzlich abgesichert; bei älteren Holzapartments gilt diese Grundlage nicht. Es empfiehlt sich, im Exposé zunächst das Baujahr zu prüfen, um zu erkennen, welcher „Generation" die jeweilige Wohnung angehört.

Neue Erdbebenschutznorm und der Standard von 2000: So liest man das Baujahr richtig

Beim Erdbebenschutz – ein Thema, das für Investoren aus Deutschland oder Österreich, wo Erdbeben im Bauwesen praktisch keine Rolle spielen, besonders ungewohnt ist – sind zwei Wendepunkte entscheidend: die neue Erdbebenschutznorm (新耐震基準) vom Juni 1981 und die Reform von 2000, mit der die Anschlussdetails bei Holzhäusern präzisiert wurden. Mit der Reform von 2000 wurden durch die Bekanntmachung Nr. 1460 des ehemaligen Bauministeriums (建設省告示第1460号, vom 31. Mai 2000/Heisei 12) konkrete Vorgaben für Verbindungsmethoden an Diagonalstreben-Enden sowie Stützenfuß und -kopf festgelegt. Holzapartments, die nach 2000 errichtet wurden, verfügen damit über eine solidere erdbebenschutztechnische Grundlage als ältere Gebäude. In der NILIM-Untersuchung gaben 17,7 % der Holzbau-Bewohner an, mit der „Sicherheit im Erdbebenfall" unzufrieden zu sein (SRC-/RC-Bauweise: 3,9 %). Das bedeutet nicht automatisch, dass Holzbauweise gefährlich ist – aber je älter das Baujahr, desto wichtiger wird die Prüfung.

Gesetzliche Nutzungsdauer im Vergleich nach Bauweise: Holzbauweise 22 Jahre, Leichtstahl 19–34 Jahre, Stahlbeton 47 Jahre

Als grober Richtwert für die „Lebensdauer" eines Gebäudes wird häufig die gesetzliche Nutzungsdauer (法定耐用年数) herangezogen, die von der japanischen Steuerbehörde (国税庁, National Tax Agency) festgelegt wird. Dabei handelt es sich um den steuerlichen Abschreibungszeitraum, nicht um die tatsächliche bewohnbare Nutzungsdauer des Gebäudes – ein wichtiger Unterschied zur deutschen AfA (Absetzung für Abnutzung), die bei Wohngebäuden pauschal 50 Jahre (2 % p. a., bei Neubauten ab 2023) beträgt, unabhängig von der Bauweise. In Japan hingegen richtet sich der Abschreibungszeitraum direkt nach der Baukonstruktion, was für Finanzierungsentscheidungen bei Kauf oder Investition eine zentrale Kennzahl ist, da sich viele japanische Finanzinstitute bei der Kreditlaufzeit an dieser gesetzlichen Nutzungsdauer orientieren.

Bauweise (Wohngebäude)Gesetzliche Nutzungsdauer
Holzbauweise / Kunstharzbauweise22 Jahre
Holzskelett-Putzbauweise (木骨モルタル造)20 Jahre
Metallbauweise (Wandstärke des Tragwerks ≤ 3 mm)19 Jahre
Metallbauweise (Wandstärke des Tragwerks > 3 mm bis 4 mm)27 Jahre
Metallbauweise (Wandstärke des Tragwerks > 4 mm)34 Jahre
Ziegel-, Naturstein- oder Blockbauweise38 Jahre
Stahlskelett-Stahlbeton- bzw. Stahlbetonbauweise47 Jahre

Quelle: Japanische Steuerbehörde (国税庁, National Tax Agency), „Tabelle der Nutzungsdauer wichtiger abschreibungsfähiger Vermögenswerte". Mit 22 Jahren für Holzbauweise gegenüber 47 Jahren für Stahlbetonbauweise besteht ein Unterschied um mehr als das Doppelte. Beim Kauf eines Holzapartments verkürzt sich die mögliche Finanzierungslaufzeit tendenziell, sobald das Gebäude älter als 22 Jahre ist, was die monatliche Tilgungsbelastung erhöhen kann – ein Punkt mit direkter Relevanz für die Finanzplanung. Andererseits bedeutet eine kürzere Abschreibungsdauer eine höhere jährliche Abschreibungssumme, was je nach individueller steuerlicher Situation von Vorteil sein kann. Ob dies vorteilhaft oder nachteilig ist, hängt stark von der individuellen Situation ab – hierzu sollte grundsätzlich Rücksprache mit einem Steuerberater (税理士) und der finanzierenden Bank gehalten werden, zumal sich die steuerliche Behandlung von Auslandsinvestoren in Japan zusätzlich von der Situation inländischer Steuerpflichtiger unterscheiden kann.

So nutzen Sie die Vorteile von Holzapartments richtig

Bislang standen vor allem die Nachteile im Vordergrund – doch Holzapartments haben über den Mietpreis hinaus reale praktische Vorteile. Und das Angebot ist bis heute überwiegend Holzbauweise: Laut der Baubeginn-Statistik (建築着工統計調査報告) des MLIT für das Gesamtjahr Reiwa 7 (2025) entfielen von 740.667 neu errichteten Wohneinheiten 433.974 auf Holzbauweise – ein Anteil von 58,6 % – gegenüber 306.693 Einheiten (41,4 %) in Nicht-Holzbauweise. Das ist ein deutlicher Kontrast zu Deutschland, wo der Holzbauanteil bei mehrgeschossigen Wohngebäuden traditionell im niedrigen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegt. Angesichts dieser Marktdominanz ist es für Investoren und Mieter in Japan wenig realistisch, Holzbauweise von vornherein auszuschließen – die Auswahl an Alternativen wäre stark eingeschränkt.

Luftdurchlässigkeit und Feuchtigkeitsregulierung: Wo die Materialeigenschaften von Holz wirken

Holz hat die Eigenschaft, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, wodurch Schwankungen der Raumluftfeuchte tendenziell gedämpft werden. Allerdings zeigt dieselbe NILIM-Untersuchung, dass der Anteil der Bewohner, die mit „Kondensations- und Feuchtigkeitsschutz" „eher unzufrieden" oder „unzufrieden" sind, bei Holzbauweise mit 31,6 % + 17,2 % höher liegt als bei SRC-/RC-Bauweise mit 26,9 % + 11,1 %. Der Grund: Die feuchtigkeitsregulierende Eigenschaft von Holz ist eine Eigenschaft auf Materialebene, während in älteren Gebäuden mit schlechter Wärmedämmung unabhängig vom Baustoff leichter Kondensation entsteht. Richtig ist also nicht „Holzbau ist automatisch kondensationssicher", sondern „ein gut gedämmtes Holzgebäude ist tendenziell komfortabler". Auch hier zahlt sich die Prüfung des Baujahrs aus.

Keine vorspringenden Deckenbalken: mehr Freiheit bei der Möblierung

Ein Vorteil von Holzapartments ist, dass die bei Stahlbetonbauten (RC) häufig ins Wohnzimmer hineinragenden Deckenbalken und Stützen seltener vorkommen, sodass sich Wandflächen freier nutzen lassen. Bei gleicher Wohnfläche steht dadurch mehr nutzbare Wandlänge für Möbel zur Verfügung, was faktisch mehr Stauraum und Möblierungsoptionen bedeutet. Auch in der NILIM-Untersuchung gaben 20,9 % + 45,5 % der Holzbau-Bewohner an, mit dem „Grundriss" zufrieden zu sein – kein deutlicher Nachteil gegenüber anderen Bauweisen. Zu Kriterien wie Sonneneinstrahlung und Grundriss bei der Wohnungswahl lesen Sie auch Vor- und Nachteile einer nach Süden ausgerichteten Wohnung.

Drei Methoden, um den Schallschutz bei der Besichtigung selbst zu prüfen

Bei Holzapartments wird die Schallschutzklasse in den allermeisten Fällen nicht angegeben. Die Prüfung vor Ort bei der Besichtigung ist damit faktisch das einzige verfügbare Entscheidungskriterium. In der NILIM-Untersuchung gaben nur 20,5 % der Holzbau-Bewohner an, bei der Besichtigung Wand oder Boden leicht abgeklopft zu haben, um den Schallschutz zu testen. Schon diese drei Punkte können nachträglichen Ärger deutlich reduzieren:

  1. Leicht gegen die Trennwand klopfen. Klingt es hell und hohl, ist die Wand innen wahrscheinlich hohl und hat eine geringe Flächenmasse. Ein dumpfer, schwerer Klang deutet auf besseren Schallschutz hin.
  2. Zweimal zu unterschiedlichen Tageszeiten besichtigen. Idealerweise werktags tagsüber sowie – wenn möglich – werktags abends oder am Wochenende gegen Abend. In der NILIM-Untersuchung nannten 14,4 % der Holzbau-Bewohner „späte Nacht" als Zeitpunkt, an dem Geräusche besonders störten, gegenüber 12,6 % bei RC-Bauweise. Eine reine Tagesbesichtigung reicht zur Beurteilung nicht aus.
  3. Nach der Belegung von Ober-, Untergeschoss und Nachbarwohnung fragen. Wie sich Holzapartments akustisch anfühlen, hängt fast vollständig davon ab, „wer im Obergeschoss wohnt". Ob es sich um das oberste Stockwerk handelt, das Obergeschoss leer steht oder eine Einzelperson oder Familie nebenan wohnt, sollte man ohne Zurückhaltung direkt bei der Vermittlungsagentur erfragen.

Schallschutzmaßnahmen, nachdem Sie sich für ein Holzapartment entschieden haben

Wie bereits erläutert: Schall wird durch Gewicht und Härte gestoppt. Nur Maßnahmen, die diesem Prinzip folgen, wirken tatsächlich.

Schallschutzmatten, Schallschutzvorhänge und veränderte Möbelanordnung

Auf dem Boden werden dicke, schwere Schallschutz- oder Dämmmatten verlegt. Ein dünner Teppich reduziert den leichten Trittschall allenfalls geringfügig und wirkt gegen schweren Trittschall wie Schritte kaum. Grundprinzip ist es, die Flächenmasse zu erhöhen – etwa durch eine dickere Matte oder eine zusätzlich darunterliegende Schallschutzfolie.

An Wänden, die an die Nachbarwohnung grenzen, erhöht das Aufstellen von massiven Möbeln wie Bücherregalen oder Kleiderschränken die Flächenmasse der Wand entsprechend. Fernseher und Lautsprecher sollten von der Trennwand entfernt und nicht direkt auf dem Boden, sondern mit einer schwingungsdämpfenden Unterlage platziert werden, um Körperschall zu reduzieren. Für Fenster eignen sich Schallschutzvorhänge – diese wirken jedoch primär gegen Außenlärm und gegen Geräusche, die aus dem eigenen Zimmer nach außen dringen.

Verbundfenster (Innenfenster) verbessern gleichzeitig Außenlärmschutz und Heiz-/Kühleffizienz

Wenn Außenlärm das Hauptproblem ist, bietet sich der Einbau eines zusätzlichen Innenfensters an, wodurch ein Verbundfenster-System entsteht. Durch ein zweites Fenster innerhalb des bestehenden Fensters entsteht eine Luftschicht, die Außenlärm dämpft; gleichzeitig steigt die Wärmedämmung, was auch die Heiz-/Kühleffizienz verbessert – ein Effekt, der Investoren aus energetisch stark regulierten Märkten wie Deutschland vertraut vorkommen dürfte, wo Verbundfenster jedoch primär aus energetischen und weniger aus akustischen Gründen eingebaut werden. In einer Mietwohnung gilt ein solcher Einbau jedoch als bauliche Veränderung am Gebäude, weshalb vor Baubeginn die schriftliche Zustimmung von Vermieter bzw. Verwaltungsgesellschaft erforderlich ist. Es empfiehlt sich, dabei auch die Regelung zur Rückbaupflicht bei Auszug (原状回復, genjō-kaifuku, die japanische Vorgabe zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands beim Auszug – strenger und detaillierter geregelt als vergleichbare Renovierungspflichten in vielen deutschen Mietverhältnissen) zu klären, um Streitigkeiten beim Auszug zu vermeiden. Hinweise zu vertraglichen Besonderheiten finden Sie unter Vertragsstrafen und Sonderklauseln in japanischen Mietverträgen.

Fazit: Holzapartments in Zahlen – Vor- und Nachteile im Überblick

Ein Holzapartment zu wählen bedeutet, im Austausch für einen klaren Mietvorteil von 14.139 Yen (≈ 82 €) im Monat eine Unzufriedenheitsrate beim Schallschutz zwischen den Stockwerken von 26,6 % sowie eine Brandausbreitungsrate von 29,4 % in Kauf zu nehmen. Und der Preis, den der Markt für „Ruhe" ansetzt, liegt bei lediglich 1.000 bis 2.000 Yen (≈ 6 bis 12 €) im Monat. Wer diese Differenz kennt und bewusst entscheidet, für den ist ein Holzapartment eine durchaus rationale Wahl.

Als Entscheidungsreihenfolge empfiehlt sich: Zunächst prüfen, wie viel Zeit Sie tagsüber zu Hause verbringen und wie die Belegung des Obergeschosses aussieht; anschließend anhand des Baujahrs feststellen, ob Energiespar- und Erdbebenschutzstandards der neueren oder älteren Generation gelten; abschließend klären, ob es sich um ein feuerhemmendes Gebäude handelt. Wer diese drei Punkte beachtet, kann den Großteil der Schwachstellen von Holzapartments im Voraus vermeiden. Wir von INA&Associates Inc. sind überzeugt, dass gerade die transparente Offenlegung auch der Nachteile langfristiges Vertrauen schafft. Wenn Kunden Wohnungen auf Basis vollständiger Zahlen und mit klarem Bewusstsein auswählen, führt das auch nach dem Einzug zu höherer Zufriedenheit.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Um wie viel günstiger ist die Miete bei Holzapartments im Vergleich zu Nicht-Holzbauten?
A: Im landesweiten Durchschnitt liegt die Miete um 14.139 Yen (≈ 82 €) im Monat niedriger. Laut Wohnungs- und Grundstücksstatistik Reiwa 5 des Statistikamts Japan lag die Monatsmiete für privat vermietete Wohnungen bei Holzbauweise bei 54.409 Yen (≈ 316 €), bei Nicht-Holzbauweise bei 68.548 Yen (≈ 399 €). Pro Tatami-Einheit (jō) beträgt sie jedoch 2.916 Yen (≈ 17 €) bei Holzbauweise und 4.151 Yen (≈ 24 €) bei Nicht-Holzbauweise – bei gleicher Wohnfläche fällt der Unterschied damit noch größer aus.
F: Wie viel schlechter ist der Schallschutz bei Holzapartments tatsächlich?
A: 26,6 % der Bewohner von Holzgebäuden sind mit der Schalldämmung zwischen den Stockwerken „unzufrieden" – mehr als doppelt so viele wie bei SRC-/RC-Bauweise mit 11,5 % (NILIM-Bericht Nr. 1261). Auch nach dem Schallschutz-Standard der Architectural Institute of Japan ist ausschließlich bei Mehrfamilienhäusern in Holz- oder Leichtstahlbauweise die Untergrenze der Klasse 3 mit L-65 um 5 Dezibel lockerer angesetzt als bei anderen Bauweisen.
F: Sind Holzapartments anfälliger für Brände?
A: Der Unterschied zeigt sich weniger bei der Anzahl der Brandfälle als bei der Ausbreitungswahrscheinlichkeit. Im Steuerjahr Reiwa 6 (2024) lag die Ausbreitungsrate bei Gebäudebränden mit Holzbauweise als Brandausgangsgebäude bei 29,4 %, bei feuerbeständiger Bauweise bei 1,0 %. Selbst innerhalb der Holzbauweise sinkt dieser Wert bei feuerhemmendem Holzbau auf 7,4 % – die Prüfung, ob ein Gebäude als feuerhemmend eingestuft ist, lohnt sich also.
F: Wie lange hält ein Holzapartment?
A: Die von der japanischen Steuerbehörde festgelegte gesetzliche Nutzungsdauer liegt bei Wohngebäuden in Holzbauweise bei 22 Jahren. Das ist ein steuerlicher Abschreibungszeitraum und keine tatsächliche bewohnbare Nutzungsdauer. Im Vergleich zu 47 Jahren bei Stahlbetonbauweise ist der Zeitraum deutlich kürzer, weshalb sich beim Kauf die Finanzierungslaufzeit tendenziell verkürzen kann.
F: Welche Lärmschutzmaßnahme wirkt bei Holzapartments am wirkungsvollsten?
A: Eine dicke, schwere Schallschutzmatte auf dem Boden. Da die Schallschutzleistung von Flächenmasse und Steifigkeit abhängt, wirkt ein dünner Teppich gegen schweren Trittschall kaum. Zu beachten ist jedoch, dass diese Maßnahme gegen Geräusche wirkt, die ins darunterliegende Stockwerk dringen – Schritte aus dem Obergeschoss lassen sich damit nicht reduzieren.
F: Sind Holzapartments erdbebengefährdet?
A: Entscheidende Wendepunkte sind die neue Erdbebenschutznorm vom Juni 1981 sowie die Reform von 2000, mit der unter anderem die Anschlussdetails bei Holzhäusern präzisiert wurden. Holzapartments, die nach 2000 errichtet wurden, verfügen über eine solidere erdbebenschutztechnische Grundlage. Bei der Besichtigung empfiehlt es sich, das Baujahr zuverlässig zu prüfen.

Quellen und Literaturhinweise

Das könnte Sie auch interessieren

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte