Die Immobilienbranche umfasst die drei Bereiche Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung, die jeweils unterschiedliche Rollen übernehmen. Für Menschen, die einen Berufseinstieg oder einen Wechsel in die Branche erwägen, sind Einkommensperspektiven und Karrierepfade von großem Interesse. In diesem Beitrag erläutern wir umfassend die Aufgaben in Immobilienunternehmen, marktübliche Einkommensniveaus und nützliche Qualifikationen.
Welche Arten von Tätigkeitsfeldern gibt es in der Immobilienbranche?
Die Immobilienbranche lässt sich grob in drei Bereiche unterteilen. Ihre jeweiligen Merkmale zu verstehen, ist der erste Schritt für eine fundierte Karriereentscheidung.
| Bereich | Hauptaufgaben | Merkmale |
|---|---|---|
| Entwicklung (Developer) | Grundstücksankauf und Gebäudebau | Vor allem große Unternehmen, hoher Kapitalbedarf |
| Vertrieb (Maklergeschäft) | Vermittlung von Kauf, Verkauf und Vermietung | Erfordert breites Wissen und praktische Erfahrung |
| Verwaltung | Instandhaltung und Vermarktung von Immobilien | Vielfältig, von kleinen und mittleren Unternehmen bis zum lokalen Immobilienbüro |
Die Immobilienbranche gilt als eine Branche mit guten Möglichkeiten zur Selbstständigkeit; jedes Jahr werden mehr als 5.000 Unternehmen neu gegründet. Man kann daher von einer Branche mit hoher Zukunftsperspektive sprechen.
Welche Aufgaben hat ein Immobilienunternehmen?
Im Vertriebsbereich von Immobilienunternehmen gibt es vor allem die Tätigkeiten der Verkäufervertretung und der Käufervertretung.
Aufgaben der Verkäufervertretung
Die Hauptaufgabe besteht darin, für eine zum Verkauf beauftragte Immobilie einen Käufer zu finden. Dazu gehört der gesamte Prozess von der Kundengewinnung über den Maklervertrag, die Objektprüfung und die Vertragserstellung bis hin zu Abwicklung und Übergabe.
Aufgaben der Käufervertretung
Hier geht es darum, Interessenten für Immobilien zu gewinnen und Kaufinteressenten Objekte vorzustellen. Auch die Erstellung von Anzeigen, die Durchführung von Open Houses und Preisverhandlungen gehören zum Aufgabenbereich.
Welches Einkommen kann man in einem Immobilienunternehmen erzielen?
Das Einkommen in Immobilienunternehmen unterscheidet sich stark je nach Beruf, Berufserfahrung und Unternehmensgröße.
Jahreseinkommen im Immobilienvertrieb
Für Vertriebspositionen gilt ein Jahreseinkommen von 6 bis 18 Millionen Yen als Orientierung. Viele Unternehmen arbeiten mit Provisionsmodellen; Top-Vertriebskräfte können daher auch 20 bis 30 Millionen Yen pro Jahr erreichen. Nach Altersgruppen liegt der Durchschnitt bei Menschen Anfang 50 mit 9,6 Millionen Yen tendenziell am höchsten.
Jahreseinkommen in der Immobilienverwaltung und Sachbearbeitung
In Verwaltungs- und Sachbearbeitungspositionen liegt das Jahreseinkommen im Durchschnitt bei 2,79 bis 3,89 Millionen Yen. Im Großraum Kanto beträgt der Durchschnitt 3,96 Millionen Yen, in Tokio 4,7 Millionen Yen; es gibt also regionale Unterschiede. Wer Qualifikationen wie die Lizenz als Takken-shi erwirbt, kann dies für ein höheres Einkommen nutzen.
Welche Qualifikationen sind in einem Immobilienunternehmen hilfreich?
Wer in der Immobilienbranche den nächsten Karriereschritt gehen möchte, kann mit dem Erwerb von Qualifikationen viel erreichen.
Takken-shi (staatlich lizenzierte:r Immobilienmakler:in)
Dies ist die wichtigste staatliche Qualifikation in der Immobilienbranche. Die Bestehensquote liegt bei rund 15 %, es gibt jedoch keine Zulassungsvoraussetzungen, und jedes Jahr legen etwa 200.000 Menschen die Prüfung ab. In den meisten Unternehmen wird dafür eine Qualifikationszulage gezahlt.
Master für Immobilienberatung
Erforderlich sind breite Kenntnisse in Recht, Wirtschaft, Finanzen, Steuern und Bauwesen; die Bestehensquote liegt bei 45 %. Zur Prüfung zugelassen sind registrierte Takken-shi, Immobiliengutachter:innen und erstklassige Architekt:innen.
FP (Finanzplaner:in)
Die FP-Qualifikation mit Kenntnissen zu Erbschaft, Steuern und Darlehen ist auch in der Immobilienbranche sehr gefragt. Es heißt, dass für die praktische Arbeit mindestens Stufe 2 geeignet ist.
Weitere nützliche Qualifikationen
- Shiho-shoshi (Justizschreiber:in): Eine sehr anspruchsvolle Qualifikation mit einer Bestehensquote von nur 3 %. Einsatz bei eintragungsbezogenen Rechten und Immobilienregistrierungen
- Manshon Kanrishi (Wohnungseigentumsverwalter:in): Bestehensquote 8 %. Zuständig für die Überarbeitung von Verwaltungsordnungen und die Planung größerer Sanierungen
- Innenkoordinator:in: Bestehensquote bei rund 25 %. Gefragt bei Open Houses und Musterwohnungen
Was ist ein Immobilienbroker?
Ein Immobilienbroker ist ein Einzelunternehmer, der keine Lizenz nach dem Immobiliengeschäftsgesetz besitzt und Transaktionen über ein Immobilienvermittlungsunternehmen abwickelt. Häufig geht es um hochpreisige Baugrundstücke für Einfamilienhäuser oder Wohnanlagen; die Vergütung erfolgt als Planungs- oder Beratungshonorar. Auch auf Betrugsrisiken bei Immobilientransaktionen sollte geachtet werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q. Kann man auch ohne Erfahrung in einem Immobilienunternehmen arbeiten?
A. Vor allem im Vertrieb ist eine Einstellung auch ohne Fachwissen oder Qualifikation gut möglich. Viele Menschen streben nach dem Eintritt ins Unternehmen den Erwerb der Takken-shi-Lizenz an.
Q. Wie sind die Zukunftsperspektiven der Immobilienbranche?
A. Da die Branche mit Wohnraum arbeitet, der für das Leben der Menschen unverzichtbar ist, gilt sie als vergleichsweise stabil und weniger konjunkturanfällig. Auch der Weg in die Selbstständigkeit steht offen.
Q. Können auch Frauen im Immobilienvertrieb erfolgreich sein?
A. Frauen mit einem zugewandten Auftreten und hoher Aufmerksamkeit für Details gelten als gut geeignet für den Vertrieb; in manchen Fällen unterscheidet sich ihr Jahreseinkommen kaum von dem männlicher Kollegen.