Die Vermietung gebrauchter Eigentumswohnungen ist eine Anlagestrategie, mit der sich im Vergleich zu Neubauten die Anfangsinvestition senken und zugleich stabile Einnahmen anstreben lassen. Werden die spezifischen Risiken gebrauchter Immobilien jedoch nicht richtig verstanden, können unerwartete Kosten die Rendite belasten. In diesem Beitrag erläutern wir drei Punkte, die für eine erfolgreiche Bewirtschaftung entscheidend sind.
Welche Risiken gibt es bei der Vermietung gebrauchter Eigentumswohnungen?
Die Bewirtschaftung gebrauchter Eigentumswohnungen bringt eigene Risiken mit sich, die es bei Neubauten nicht gibt. Diese im Vorfeld zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu planen, ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg.
Die Nutzungsdauer der Ausstattung ist kürzer
Bei gebrauchten Immobilien ist die Ausstattung oft veraltet, und selbst bei einem günstigen Kaufpreis können hohe Belastungen durch den Austausch der Ausstattung entstehen. Prüfen Sie daher vor dem Kauf den Zustand der Ausstattung und bewerten Sie sorgfältig, ob ein Austausch oder Reparaturen notwendig sind.
Die Frist für die Haftung bei Vertragswidrigkeit ist kurz
Bei gebrauchten Eigentumswohnungen, die von Privatpersonen verkauft werden, wird die Frist für die Haftung bei Vertragswidrigkeit (früher Sachmängelhaftung) häufig auf etwa drei Monate festgelegt oder ganz ausgeschlossen. Dadurch besteht das Risiko, dass Reparaturkosten für Mängel, die erst nach dem Kauf entdeckt werden, selbst getragen werden müssen.
Risiko sinkender Vermögenswerte
Der Vermögenswert einer Wohnung ist beim Neubau am höchsten und sinkt mit zunehmendem Alter des Gebäudes. Allerdings zeigt sich, dass der Preisverfall ab dem 26. Jahr nach Fertigstellung tendenziell gebremst wird. Wenn ein Wiederverkauf in Betracht gezogen wird, kann eine Objektauswahl, die diese Eigenschaft berücksichtigt, sinnvoll sein.
Leerstandsrisiko
Leerstand führt nicht nur unmittelbar zu null Einnahmen, sondern begünstigt auch die Alterung des Gebäudes und einen Wertverlust. Standortfaktoren wie Nähe zum Bahnhof und Einkaufsmöglichkeiten Eine Objektauswahl mit Fokus auf diese Faktoren ist die Grundlage für Leerstandsmaßnahmen.
Wie findet man ein vertrauenswürdiges Immobilienunternehmen?
Um die Leerstandsquote zu senken, ist es unerlässlich, Werbemaßnahmen, Branchennetzwerke und Vertriebsstrategien umfassend zu recherchieren und mit einem verlässlichen Immobilienunternehmen zusammenzuarbeiten. die Punkte bei der Auswahl einer Verwaltungsgesellschaft sollten Sie im Voraus kennen.
Wie sollten laufende Kosten gesteuert werden?
Laufende Kosten wie Verwaltungsgebühren, Instandhaltungsrücklagen und Grundsteuer sollten vor dem Start der Bewirtschaftung präzise kalkuliert werden. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen stehen Verwaltungsgebühren und Instandhaltungsrücklagen zum Kaufzeitpunkt in gewissem Umfang bereits fest. Prüfen Sie daher den künftigen Instandhaltungsplan und ob Erhöhungen zu erwarten sind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F. Was ist vorteilhafter: die Bewirtschaftung gebrauchter oder neuer Eigentumswohnungen?
Wenn die Anfangskosten niedrig gehalten werden sollen, ist eine gebrauchte Wohnung vorteilhaft. Für einen langfristig stabilen Betrieb ist ein Neubau oft günstiger. Gebrauchte Wohnungen bieten zwar häufig höhere Renditen, bringen aber Ausstattungsrisiken mit sich und sollten deshalb ganzheitlich bewertet werden.
F. Welcher Richtwert gilt für die Bruttorendite gebrauchter Eigentumswohnungen?
Als Richtwert gelten etwa 4 bis 6 % in innerstädtischen Lagen und 6 bis 10 % im Umland. Entscheidend ist jedoch die Beurteilung anhand der Nettorendite nach Abzug der laufenden Kosten.
F. Was sollte beim Kauf einer gebrauchten Eigentumswohnung unbedingt geprüft werden?
Unbedingt geprüft werden sollten drei Punkte: der Stand der Instandhaltungsrücklage, das Vorliegen eines größeren Sanierungsplans und der Zustand der Eigentümergemeinschaftsverwaltung.