Während die Beliebtheit von Immobilieninvestitionen steigt, nimmt auch die Zahl der Beratungsfälle zu Immobilienbetrug von Jahr zu Jahr zu. Um Betrugsschäden zu vermeiden, ist es wichtig, die typischen Methoden und die Verkaufsgespräche unseriöser Immobilienfirmen zu kennen. In diesem Beitrag erläutern wir Betrugsmuster und Schutzmaßnahmen, die Anleger kennen sollten.
Welche Methoden werden bei Immobilienbetrug eingesetzt?
Immobilienbetrug ist das Vorgehen, bei Immobilientransaktionen mit falschen Angaben Geld zu ergaunern. Auch beim National Consumer Affairs Center of Japan, einer unabhängigen Verwaltungsinstitution, gehen viele Anfragen ein, und die Zahl der Schadensfälle steigt proportional zur wachsenden Zahl von Investoren.
Lockvogelanzeigen
Bei dieser Methode werden beliebte Immobilien, die tatsächlich nicht gehandelt werden können, in Anzeigen veröffentlicht, um Interessenten anschließend eine andere Immobilie zu verkaufen. Je attraktiver die beworbene Immobilie wirkt, desto leichter entsteht der falsche Eindruck, dass auch die angebotene Alternative verlässlich sei. Entsprechend ist Vorsicht geboten.
Betrug mit Vorverträgen
Hier wird gesagt: „Es ist nur ein Vorvertrag“, tatsächlich wird man aber zur Unterschrift unter den endgültigen Vertrag veranlasst. Wer nach Vertragsabschluss stornieren will, muss dann eine Vertragsstrafe zahlen. Unterschreiben Sie daher nichts vorschnell, ohne die Unterlagen sorgfältig zu prüfen.
Sumpflandverkauf
Bei dieser Methode werden eigentlich wenig werthaltige unerschlossene Flächen zu einem hohen Preis verkauft, indem fälschlich behauptet wird, sie würden durch eine künftige Entwicklung an Wert gewinnen. Wie beim Jimenshi-Betrug wird die Investitionsentscheidung durch falsche Zukunftsinformationen in die Irre geleitet.
Welche Verkaufsaussagen von Immobilienfirmen sollten misstrauisch machen?
Die Falle hinter „Damit sparen Sie Steuern“
Ein tatsächlicher Steuervorteil bei Immobilieninvestitionen ist in der Praxis nur bei Bestandsimmobilien mit höherem Gebäudealter und einem Jahreseinkommen von mindestens 12 Millionen Yen zu erwarten. Bei Immobilienfirmen, die Steuerersparnisse mit neuen Einzimmerwohnungen anpreisen, ist daher Vorsicht geboten.
Das Risiko hinter „Das ersetzt eine Lebensversicherung“
Selbst wenn eine Immobilie nach vollständiger Tilgung eines 35-jährigen Darlehens verkauft wird, ist der Marktwert einer über 35 Jahre alten Immobilie in der Regel deutlich gesunken. Berücksichtigt man die bis dahin angefallenen Gesamtkosten, ist ihr Wert als Ersatz für eine Lebensversicherung fraglich.
Wie man auf „Der Wert wird künftig steigen“ reagieren sollte
Nach dem japanischen Immobilienmaklergesetz ist es verboten, ungewisse Sachverhalte als sicher darzustellen. Aussagen wie „Der Preis steigt auf jeden Fall“ oder „Sie machen damit garantiert Gewinn“ sind auch rechtlich problematisch.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F. An wen sollte ich mich wenden, wenn ich Opfer von Immobilienbetrug geworden bin?
Wenden Sie sich an ein Verbraucherzentrum (landesweit unter 188) oder an eine Anwaltskanzlei. Bei einer frühen Reaktion lässt sich der Schaden in manchen Fällen begrenzen.
F. Woran erkennt man eine vertrauenswürdige Immobilienfirma?
Hilfreich sind die Prüfung der Lizenznummer, die Recherche zu früheren behördlichen Maßnahmen sowie die Einholung einer Zweitmeinung bei mehreren Unternehmen.
F. Gilt das Widerrufsrecht auch bei Immobiliengeschäften?
Ist der Verkäufer ein lizenzierter Immobilienhändler und wurde der Vertrag an einem anderen Ort als einem Büro oder vergleichbaren Räumlichkeiten geschlossen, ist ein Widerruf innerhalb von 8 Tagen möglich.