Investitionen in Einzimmerwohnungen sind ein beliebter Einstieg in die Immobilienanlage. Die Anfangskosten sind vergleichsweise gering und der Markteintritt ist leicht, gleichzeitig bestehen jedoch eigene Risiken. In diesem Artikel analysieren wir die Vor- und Nachteile von Einzimmerwohnungs-Investments aus Anlegersicht.
Welche Vorteile bieten Investments in Einzimmerwohnungen?
Investitionen in Einzimmerwohnungen haben drei Stärken, die andere Immobilienanlagen so nicht bieten: einen geringen Kapitaleinsatz zu Beginn, hohe Liquidität und ein großes Angebot an Objekten.
Mit geringem Anfangsinvestment starten
Einzimmerwohnungen sind je nach Baujahr und Lage bereits in einem vergleichsweise gut zugänglichen Preisbereich erhältlich. Da die Finanzierungssumme kleiner ist, bleibt auch das Risiko im Fall eines Fehlschlags begrenzt, sodass sich ein tragfähiger Investitionsplan aufstellen lässt.
Hohe Liquidität
Beim Verkauf lassen sich unterschiedliche Nachfragesegmente ansprechen, etwa Eigennutzer, Kapitalanleger oder Käufer eines Zweitwohnsitzes. Dadurch ergeben sich im Vergleich zu ganzen Mehrfamilienobjekten mehr Optionen für die Exit-Strategie.
Großes Objektangebot und einfache Vergleichbarkeit
Da viele Objekte am Markt angeboten werden, ist es einfacher, passende Immobilien nach Lage, Preis und Rendite zu finden.
Welche Nachteile haben Investments in Einzimmerwohnungen?
Der Schlüssel für eine erfolgreiche Investition liegt darin, die Risiken hinter den Vorteilen richtig zu verstehen.
Leerstandsrisiko konzentriert sich auf eine Einheit
Da nur ein einziges Zimmer vermietet wird, fällt bei anhaltendem Leerstand die Mieteinnahme auf null. Das ist ein gravierendes Risiko. Ein Diversifikationseffekt wie bei einem gesamten Apartmenthaus greift hier nicht.
Die Kostenquote fällt oft höher aus
Bei einer Bewirtschaftung mit verstreuten Einheiten sind die Verwaltungskosten pro Einheit tendenziell höher.
Keine alleinige Entscheidung über einen Neubau
Bei Sondereigentum können Sie zwar an Entscheidungen über Neubau oder größere Sanierungen mitwirken, diese aber nicht allein durch Ihre eigene Entscheidung vorantreiben.
Checkliste für die Investitionsentscheidung
| Punkt | Prüfkriterium |
|---|---|
| Lage | Liegt das Objekt höchstens 10 Gehminuten vom Bahnhof entfernt und in einer Region mit Bevölkerungszuwachs? |
| Rendite | Eine Bruttorendite von mindestens 5% gilt als Richtwert |
| Leerstandsquote | Die Leerstandsquote im Umfeld prüfen |
| Verwaltungsgebühr und Instandhaltungsrücklage | Belastet die monatliche Zahlung die Wirtschaftlichkeit? |
| Baujahr | Entspricht das Gebäude dem neuen Erdbebenstandard (ab 1981)? |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q. Ab welchem Betrag kann man mit Einzimmerwohnungs-Investments beginnen?
Bei Bestandsimmobilien ist ein Kauf bereits ab einigen Millionen Yen möglich. Zusätzlich fallen jedoch Nebenkosten in Höhe von 7 bis 10% des Kaufpreises an.
Q. Eignet sich für die Investition eher ein Neubau oder eine Bestandsimmobilie?
Wenn die Rendite im Vordergrund steht, ist eine Bestandsimmobilie geeignet. Wenn der Werterhalt wichtiger ist, passt ein Neubau besser. Die Wahl sollte sich nach Ihrem Anlageziel richten.
Q. Wie lässt sich das Leerstandsrisiko senken?
Am wirksamsten ist die Wahl einer Immobilie in einer Lage mit stabiler Mietnachfrage, etwa in Bahnhofsnähe oder nahe einer Universität. Sie können auch die Differenzierungsstrategien für die Mietverwaltung als Referenz nutzen.