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Sollte man fuer Wohnungsinvestments einen Kredit nutzen? Investmentdarlehen vs Wohnkredit

Vergleicht die Vorteile eines Kredits fuer Wohnungsinvestments, etwa Hebelwirkung und Restschuldversicherung, mit Nachteilen wie Zinskosten. Erklaert ausserdem die Unterschiede zwischen Immobilien-Investmentdarlehen und Wohnkrediten sowie die Bewertung des Yield Gaps.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Bei der Investition in Eigentumswohnungen ist die Entscheidung, ob ein Darlehen genutzt werden soll, eine der wichtigsten Weichenstellungen, da sie direkt mit Rentabilität, Risikomanagement und Cashflow zusammenhängt. Die Wahl zwischen „vollständigem Barkauf vs. Nutzung eines Investmentdarlehens“ sollte erst getroffen werden, wenn der Zielkonflikt zwischen Leverage-Effekt und Zinskosten präzise verstanden wurde.

Vier Vorteile eines Darlehens bei Wohnungsinvestments

1. Höhere Erträge durch den Leverage-Effekt

Der größte Vorteil von Immobilieninvestments besteht darin, dass der Leverage-Effekt im Vergleich zu anderen Anlageformen sehr hoch ist. Statt mit 5 Millionen Yen Eigenkapital eine Immobilie im Wert von 5 Millionen Yen zu kaufen, kann mit 5 Millionen Yen als Anzahlung eine Immobilie im Wert von 30 Millionen Yen erworben werden, wodurch der absolute Ertrag bezogen auf die Rendite größer ausfällt.

Beispiel: Bei einer Rendite von 5 %
Nur mit 5 Millionen Yen Eigenkapital: jährlicher Ertrag 250.000 Yen
Bei Nutzung eines Investmentdarlehens für eine Immobilie im Wert von 30 Millionen Yen: jährlicher Ertrag 1,5 Millionen Yen − Darlehensrückzahlung = deutliche Ertragssteigerung

2. Ersatz für eine Lebensversicherung durch die Gruppen-Restschuldversicherung (Danchin)

Wenn beim Abschluss eines Immobilieninvestmentdarlehens eine Gruppen-Restschuldversicherung abgeschlossen wird, wird der ausstehende Darlehenssaldo bei Tod oder schwerer Invalidität des Kreditnehmers durch die Versicherung vollständig getilgt. Da der Familie eine vollständig abbezahlte Immobilie hinterlassen werden kann, wird dies als Ersatz oder Ergänzung zur Lebensversicherung hoch bewertet.

3. Erhalt verfügbarer Mittel

Durch die Nutzung eines Darlehens kann Eigenkapital geschont werden, sodass die Handlungsfähigkeit bei unerwarteten Reparaturen, Leerstand oder neuen Geschäftschancen erhalten bleibt.

4. Kombination mit Steuereffekten

Darlehenszinsen können als notwendige Aufwendungen bei Einkünften aus Immobilien angesetzt werden und tragen so zur Reduzierung des zu versteuernden Einkommens bei.

Zwei Nachteile eines Darlehens bei Wohnungsinvestments

1. Höhere Gesamtzahlung durch Zinskosten

Bei einem Darlehen über 30 Millionen Yen, 30 Jahren Laufzeit und 2 % Zins beläuft sich die Gesamtzahlung auf rund 39,92 Millionen Yen, wovon allein etwa 9,92 Millionen Yen auf Zinsen entfallen. Daher ist es wichtig, die Zinsentwicklung im Blick zu behalten und sorgfältig zwischen Festzins und variablem Zins zu wählen.

2. Komplexe Prüfung und längere Bearbeitungszeit

Bei gebrauchten Eigentumswohnungen gibt es oft nur wenige mit Immobilienfirmen kooperierende Finanzinstitute. Deshalb muss die Finanzierung häufig selbst gesucht werden, und die Prüfung nimmt in vielen Fällen mehr Zeit in Anspruch.

Worin unterscheiden sich Immobilieninvestmentdarlehen und Wohnungsbaudarlehen?

VergleichspunktImmobilieninvestmentdarlehenWohnungsbaudarlehen
NutzungszweckVermietung an Dritte und ErtragszweckEigennutzung
Zinsniveau1〜4% (höher)ca. 0.3〜1.5% (niedriger)
FinanzierungsobergrenzeBeurteilung nach Einkommen, Vermögen und Ertragskraft der Immobilie (höher)etwa das 5- bis 6-Fache des Jahreseinkommens
PrüfungsinhaltErtragskraft der Immobilie, Beleihungswert und Profil des InvestorsEinkommen und Beschäftigungssituation des Kreditnehmers
AltersgrenzenRelativ flexibel (bei Personen in den 20ern gelten 3 Jahre Betriebszugehörigkeit als grober Richtwert)Vollständige Rückzahlung bis 75 bis 80 Jahre, Mindestalter 20 Jahre

Praktische Kriterien für die Nutzung eines Investmentdarlehens

Als gängiger Beurteilungsmaßstab bei ertragsbringenden Immobilien gilt, dass ein positiver Yield Gap (Bruttorendite der Immobilie − Darlehenszins) die Mindestvoraussetzung ist. Allgemein wird empfohlen, einen Yield Gap von mehr als 1 % sicherzustellen. Wichtig ist außerdem zu prüfen, ob der Cashflow (Mieteinnahmen − Darlehensrückzahlung − Verwaltungsgebühren − Reparaturkosten) positiv ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q1. Ist eine Vollfinanzierung ohne Eigenkapital möglich?

Einige Finanzinstitute bieten Vollfinanzierungen (ohne Eigenkapital) an, doch in vielen Fällen ist die Prüfung strenger und der Zinssatz höher. Im Allgemeinen lassen sich günstigere Finanzierungskonditionen leichter erhalten, wenn etwa 10 bis 20 % des Immobilienpreises als Eigenkapital bereitstehen.

Q2. Kann man gleichzeitig ein Wohnungsbaudarlehen und ein Investmentdarlehen haben?

Ja, das ist möglich. Da jedoch die Restschuld beider Darlehen in der Prüfung als bestehende Verschuldung berücksichtigt wird, wirkt sich dies auf die Darlehenshöhe und die Bewilligungswahrscheinlichkeit aus. Üblicherweise wird zuerst das Wohnungsbaudarlehen abgeschlossen und danach das Investmentdarlehen geprüft.

Q3. Was ist bei Immobilieninvestmentdarlehen vorteilhafter: Festzins oder variabler Zins?

Wenn Sie das Risiko steigender Zinsen vermeiden möchten, ist der Festzins vorteilhafter. Wenn Sie die aktuelle Rückzahlungsbelastung senken möchten, ist der variable Zins im Vorteil. Bei einer langfristigen Haltedauer wird häufig ein Festzins gewählt, um Stabilität sicherzustellen.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte