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Ab welchem Niveau kann man als Immobilieninvestor leben?

## Das Leben als Immobilieninvestor hängt nicht nur von der Höhe der Mieteinnahmen ab

Zuletzt aktualisiert: Etwa 6 Min. Lesezeit

Das Leben als Immobilieninvestor hängt nicht nur von der Höhe der Mieteinnahmen ab

Wer hört, dass jemand als Immobilieninvestor lebt, stellt sich leicht vor, von monatlichen Mieteinnahmen ohne Erwerbsarbeit zu leben. In der Praxis ist die Beurteilung deutlich nüchterner.

Bei diesem Artikel geht es ausdrücklich um Immobilieninvestitionen in Japan. Für Anlegerinnen und Anleger aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist wichtig: Viele Begriffe, Kostenrhythmen und Verwaltungsabläufe unterscheiden sich von dem, was man aus dem DACH-Raum erwarten würde.

Entscheidend ist nicht die Bruttosumme der Mieteinnahmen, sondern ob nach Abzug von Darlehensraten, Verwaltungskosten, Instandhaltung, Steuern, Versicherungen, Leerstand, Makler- und Werbekosten sowie Ein- und Auszugsaufwand die privaten Lebenshaltungskosten stabil gedeckt werden können.

Selbst wenn die Mieteinnahmen monatlich 1.000.000 Yen betragen, bleibt bei 800.000 Yen monatlichen Rückzahlungen und Kosten nur wenig Spielraum für den Lebensunterhalt. Umgekehrt kann ein Objektportfolio mit 600.000 Yen monatlichen Mieten stabiler sein, wenn die Darlehenslast niedrig ist und Rücklagen für Reparaturen und Steuern getrennt geführt werden. Zur Orientierung: Beträge in Yen sollten DACH-Anleger nicht gedanklich eins zu eins als Euro-Budget lesen; relevant ist die Kaufkraft, die lokale Kostenstruktur in Japan und der Wechselkurs zum Zeitpunkt der Planung.

Wer das Thema „Leben als Immobilieninvestor“ realistisch betrachten will, sollte zuerst drei Fragen prüfen.

  • Können Lebenshaltungskosten und Darlehensraten auch in einem Monat bezahlt werden, in dem Mieteinnahmen ausfallen?
  • Bleibt die Liquidität stabil, wenn größere Reparaturen und Mieterwechsel gleichzeitig auftreten?
  • Können nach dem Wechsel in die Selbstständigkeit die praktischen Aufgaben gegenüber Banken, Steuerbehörden und Verwaltungsgesellschaften fortgeführt werden?

Immobilieninvestitionen sind ein Mittel zum Vermögensaufbau. Der Wechsel zum Vollzeitinvestor ist dagegen eine Frage der Lebensplanung. Diese beiden Ebenen müssen getrennt betrachtet werden.

Drei getrennte Geldtöpfe vor dem Wechsel zum Vollzeitinvestor

Wenn beurteilt wird, ob man von Mieteinnahmen leben kann, ist es riskant, nur einen gesamten Kontostand zu betrachten. Mindestens die folgenden drei Geldtöpfe sollten getrennt verwaltet werden.

Geldtopf Zweck Zulässige Verwendung
Lebenshaltungskapital Haushalt, Ausbildungskosten, Sozialversicherung, laufende Ausgaben Für die monatlichen Lebenshaltungskosten
Objektbetriebskapital Verwaltungskosten, Reparaturen, Wiederherstellung, Werbung, Versicherung, Grundsteuer Ausschließlich für den Erhalt der Objekte
Sicherheitsreserve Vorsorge für Leerstand, Zinsanstieg, unerwartete Reparaturen, schwierige Refinanzierung Grundsätzlich nicht antasten

Ein häufiger Fehler beim Wechsel in die Vollzeitrolle besteht darin, Mieteinnahmen direkt als Lebensunterhalt zu verwenden. Bei Vollvermietung fällt das Problem nicht auf. Wenn aber zwei Einheiten gleichzeitig frei werden, ein Warmwassergerät oder die Fassade repariert werden muss oder die Zahlung der Grundsteuer ansteht, kann sich die Liquidität abrupt verschlechtern.

Das Gehalt eines Angestellten kommt meist jeden Monat ungefähr am selben Tag. Mieteinnahmen kommen zwar ebenfalls herein, aber die Ausgaben pro Objekt fallen oft ungleichmäßig an. Wer Vollzeitinvestor werden will, muss daher vor der Höhe der Einnahmen zuerst planen, wo das Geld geparkt wird.

In Japan ist zudem der Begriff „genjō kaifuku“ (原状回復) wichtig: Er bezeichnet die Wiederherstellung einer Mietwohnung nach Auszug, also Reinigung, Reparaturen und je nach Fall Austausch von Ausstattung. Anders als viele DACH-Anleger erwarten, sind Einzugs-, Auszugs- und Wiedervermietungsprozesse in Japan oft stark standardisiert und eng mit lokalen Verwaltungsgesellschaften verbunden.

Die Mindestgrenze, um von Mieteinnahmen zu leben

Als Richtwert reicht es nicht, wenn der Cashflow den Lebenshaltungskosten entspricht. Wer monatlich 300.000 Yen Lebenshaltungskosten hat und nur 300.000 Yen Cashflow vor Steuern erzielt, verliert bei Leerstand, Reparaturen oder Steuern schnell private Liquidität.

Praktisch sollte mindestens in dieser Reihenfolge geprüft werden.

  1. Jährliche Mieteinnahmen konservativ schätzen
  2. Leerstandsquote abziehen
  3. Verwaltungskosten, Reparaturen, Versicherungsprämien, Grundsteuer und Werbekosten abziehen
  4. Darlehensrückzahlungen abziehen
  5. Einkommensteuer, kommunale Einwohnersteuer und Sozialversicherungsbeiträge berücksichtigen
  6. Prüfen, wie weit der verbleibende Betrag die Lebenshaltungskosten übersteigt

Besonders häufig werden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge unterschätzt. In Japan wird Einkommen aus der Vermietung von Immobilien als „fudōsan shotoku“ (不動産所得), also Immobilieneinkommen, behandelt. Die japanische Nationale Steuerbehörde ordnet Einkünfte aus der Vermietung von Immobilien entsprechend als Immobilieneinkommen ein. Die konkrete Besteuerung hängt jedoch von den individuellen Umständen ab; je größer das Portfolio wird, desto wichtiger ist die Abstimmung mit einem Steuerberater.

Als Orientierung für eine Vollzeitrolle sollte der Betrag nach Steuern und nach Rücklagen für Reparaturen etwa das 1,3- bis 1,5-Fache der normalen Lebenshaltungskosten betragen. Das ist kein Luxuspolster, sondern ein Sicherheitsabstand, damit Leerstand oder Reparaturen nicht direkt den privaten Haushalt treffen.

Cashflow sollte nicht bei Vollvermietung, sondern in schlechten Jahren geprüft werden

Der gefährlichste Fehler in Immobilien-Simulationen ist, Zahlen bei Vollvermietung als Normalbetrieb zu betrachten.

Cashflow muss nicht nur für ein durchschnittliches Jahr, sondern auch für ein schlechtes Jahr geprüft werden. Bei einem älteren Apartmenthaus können Auszug, Wiederherstellung, Vermietungswerbung und Austausch von Ausstattung im selben Jahr zusammenfallen. Auch bei einer Eigentumswohnung in einem Mehrparteienhaus können Verwaltungskosten und Rücklagen steigen, Mieten sinken oder Leerstandszeiten länger werden.

Für die Entscheidung als Vollzeitinvestor sollten folgende Belastungen einbezogen werden.

Prüfpunk Konservative Sicht Bedeutung für die Entscheidung
Leerstand 5-15 % der Jahresmiete abziehen Je nach Lage und Gebäudealter anpassen
Reparaturen Monatlich festen Betrag auf ein separates Konto legen Bei Eintritt nicht die Lebenshaltungskosten angreifen
Zinsen Höhere Rückzahlungsbeträge simulieren Abhängigkeit von variablen Zinsen prüfen
Steuern Steuerliquidität monatlich abtrennen Illusion eines zu hohen freien Cashflows vermeiden
Verkauf Verkaufspreis und Verkaufsdauer konservativ ansetzen Keine Vollzeitrolle ohne Exit-Möglichkeit eingehen

Der Zweck dieser Tabelle ist nicht Pessimismus. Sie soll sichtbar machen, gegenüber welchen Risiken der eigene Lebensunterhalt besonders empfindlich ist.

Für DACH-Anleger ist der Vergleich wichtig: In Japan sind Gebäudealter, steuerliche Nutzungsdauer, Mieternachfrage in schrumpfenden Regionen und Wiederverkaufsliquidität oft anders zu gewichten als in deutschen, österreichischen oder Schweizer Kernmärkten. Ein hoher Bruttoertrag kann deshalb weniger aussagekräftig sein als die Stabilität von Lage, Vermietbarkeit und Reparaturplanung.

Fremdkapital beschleunigt den Vermögensaufbau, wird aber auch zu festen Lebenshaltungskosten

Ein Grund, warum Immobilien für den Vermögensaufbau geeignet sind, liegt im Einsatz von Fremdkapital. Mit Darlehen lassen sich größere Vermögenswerte erwerben, während Mieteinnahmen die Rückzahlung tragen und langfristig das Nettovermögen erhöhen können.

In der Phase des Wechsels zum Vollzeitinvestor verändert sich jedoch die Bedeutung von Fremdkapital. Während der Angestelltenzeit kann ein Gehalt Lücken ausgleichen. Nach dem Wechsel hängen Rückzahlungen stark von Mieteinnahmen ab. Wachstum über Finanzierung erhöht die Geschwindigkeit des Vermögensaufbaus, steigert aber zugleich die fixen Ausgaben des Lebensmodells.

Zu prüfen ist nicht nur die Bruttorendite.

  • Cashflow nach Rückzahlung
  • Darlehenslaufzeit und Entwicklung der Restschuld
  • Fester oder variabler Zinssatz
  • Spielraum, falls eine Refinanzierung nötig wird
  • Risiko einer Unterdeckung, falls der Verkaufspreis fällt

Die Idee, Darlehen wie Kapital einzusetzen, kann sinnvoll sein. Gefährlich wird es, wenn auch der Lebensunterhalt auf Fremdkapitalannahmen beruht. Je stärker Fremdkapital eingesetzt wird, desto wichtiger werden Liquiditätsreserven und Exit-Strategie. Wer den Finanzierungsgedanken vertiefen möchte, findet ergänzend den Beitrag „Die gängige Sicht auf Immobilieninvestitionen verändern: Fremdkapital von der „Schuld“ zum stärksten Kapitalhebel machen“.

Reparaturen und Leerstand als normale Kosten, nicht als Ausnahme behandeln

Für ein stabiles Leben als Immobilieninvestor sind Reparaturen und Leerstand keine Ausnahmen. Sie sind normale Kosten, die sicher auftreten.

Bei einem Auszug entstehen Kosten für „genjō kaifuku“ (原状回復), also Wiederherstellung und Herrichtung der Einheit. Für die Neuvermietung können Werbe- oder Maklerkosten anfallen. Mit zunehmendem Gebäudealter werden Reparaturen an Klimaanlagen, Warmwassergeräten, Leitungen, Dach, Außenwand und Gemeinschaftsflächen erforderlich. Auch bei einzelnen Eigentumswohnungen können Ausstattung im Sondereigentum und Rücklagen der Eigentümergemeinschaft teurer werden.

Wichtig ist, Reparaturkosten nicht erst „bei Auftreten“ zu bedenken, sondern sie monatlich aus den Mieteinnahmen vorab zurückzulegen.

Wenn der monatliche Cashflow vor Steuern zum Beispiel 400.000 Yen beträgt und davon 100.000 Yen Reparaturrücklage sowie 50.000 Yen Steuerrücklage getrennt verwaltet werden, bleiben 250.000 Yen für den Lebensunterhalt. Wenn der Haushalt mit diesen 250.000 Yen tragfähig ist, wird der Wechsel in die Vollzeitrolle realistischer. Wer dagegen die gesamten 400.000 Yen als Lebenshaltungsspielraum betrachtet, befindet sich noch in einer fragilen Lage.

Wer den Mechanismus von Mieteinnahmen aus Immobilieninvestitionen selbst einordnen möchte, sollte ergänzend „Wie Mieteinnahmen aus Immobilieninvestitionen entstehen“ lesen.

Externe Verwaltung ist kein bloßer Kostenblock, sondern ein Stabilitätsmechanismus für das Leben

Wer Vollzeitinvestor werden will, denkt manchmal daran, durch Selbstverwaltung den freien Cashflow zu erhöhen. Tatsächlich steigen kurzfristig die Überschüsse, wenn Verwaltungsgebühren sinken.

Wenn jedoch persönliche Freiheit das Ziel ist, ist externe Verwaltung kein bloßer Kostenblock. Mieterkommunikation, Mahnwesen, technische Störungen, Auszugsabnahmen, Vermietung und Vertragsverlängerungen selbst zu tragen, erhöht Zeitaufwand und psychische Belastung. Je mehr Objekte hinzukommen, desto näher rückt das eigene Leben an den operativen Alltag eines Immobilienbetriebs.

Ob eine Verwaltungsgesellschaft beauftragt werden sollte, lässt sich anhand dieser Punkte prüfen.

  • Können technische Störungen nachts oder am Wochenende betreut werden?
  • Besteht Erfahrung mit direkten Verhandlungen mit Mietern?
  • Können Vermietungskonditionen und Marktmieten laufend beobachtet werden?
  • Können weiter entfernte Objekte vor Ort geprüft werden?
  • Ist die Verwaltungsgebühr im Vergleich zum eigenen Stundensatz wirtschaftlich?

Ein Vollzeitinvestor ist nicht jemand, der alles selbst erledigt. Es ist jemand, der ein System zur Verwaltung von Vermögen besitzt und sich auf wichtige Entscheidungen konzentrieren kann.

In Japan übernehmen „kanri gaisha“ (管理会社), also Immobilienverwaltungsgesellschaften, häufig Aufgaben, die DACH-Anleger vielleicht stärker zwischen Hausverwaltung, Makler und Eigentümer aufgeteilt erwarten würden. Die Qualität dieser Verwaltung wirkt sich direkt auf Leerstand, Reparaturgeschwindigkeit und die Planbarkeit des Alltags aus.

Fünf Bedingungen vor der Kündigung der Angestelltenstelle

Der Wechsel zum Vollzeitinvestor sollte nicht nach Anzahl der Objekte, sondern nach Bedingungen beurteilt werden. Solange die folgenden fünf Punkte nicht erfüllt sind, ist es sicherer, das Angestellteneinkommen beizubehalten und parallel auszubauen.

Erstens muss der Cashflow nach Steuern und nach Reparaturrücklagen die Lebenshaltungskosten deutlich übersteigen. Nicht nur bei Vollvermietung, sondern auch nach Berücksichtigung von Leerstand und Reparaturen muss ein Überschuss verbleiben.

Zweitens muss zusätzlich zu den Lebenshaltungskosten eine Sicherheitsreserve bestehen. Mindestens 6-12 Monate Lebenshaltungskosten, besser zusätzlich Objektbetriebskosten, sollten auf separaten Konten liegen.

Drittens darf die Rückzahlungsquote nicht zu hoch sein. Wenn ein Großteil der Mieteinnahmen in Darlehensrückzahlungen fließt, wird das Modell anfällig für Zinsanstieg und Leerstand.

Viertens muss die Verkaufbarkeit der Objekte geprüft sein. Selbst hohe Renditen helfen wenig, wenn sich das Portfolio auf Objekte konzentriert, für die es nur wenige Käufer gibt und die im Notfall nicht liquidiert werden können.

Fünftens muss die Entscheidung zur Lebensplanung der Familie passen. Der Wechsel in die Vollzeitrolle beeinflusst nicht nur die Arbeitsweise der investierenden Person, sondern auch Ausbildungskosten, Wohnkosten, Versicherungen und Altersvorsorge.

Die japanische Finanzdienstleistungsagentur betont bei Haushaltsmanagement und Vermögensaufbau, wie wichtig es ist, Einkommen, Ausgaben, Vermögen und Verbindlichkeiten zu erfassen. Bei Immobilieninvestitionen gilt dasselbe: Die Entscheidung darf nicht allein auf Mieteinnahmen beruhen, sondern muss die gesamte Haushaltsbilanz berücksichtigen.

Die Stabilität des Lebens unterscheidet sich je nach Immobilien-Investitionsstil

Auch innerhalb von Immobilieninvestitionen hängt die Vereinbarkeit mit dem Lebensunterhalt vom Investitionsstil ab.

Der langfristige Bestand ist der klassische Stil, bei dem Mieteinnahmen aufgebaut werden. Statt kurzfristiger Wertsteigerungen stehen Mieternachfrage, Mietniveau und Reparaturplanung im Vordergrund. Dieser Stil passt am besten zur Vollzeitrolle, erfordert aber unspektakuläre Verwaltung und langfristige Liquiditätsplanung.

Der Value-up-Ansatz besteht darin, ältere oder schwach ausgelastete Objekte zu erwerben und durch Reparaturen oder operative Verbesserungen die Ertragskraft zu steigern. Bei Erfolg kann die Rendite steigen. Risiken liegen jedoch in Baukostenschätzungen, Bauüberwachung und falscher Einschätzung der Mietnachfrage. Für Anleger mit geringer Liquiditätsreserve eignet sich dieser Ansatz nicht.

Der auf Verkaufsgewinn ausgerichtete Capital-Gain-Ansatz versucht, Marktanstieg, Stadtentwicklung oder Veränderungen von Angebot und Nachfrage zu nutzen. Die Gewinne können groß sein, aber dieser Stil eignet sich schlecht, um monatliche Lebenshaltungskosten stabil zu decken. Bis zum Verkauf bleibt das Einkommen leicht unregelmäßig.

Wer als Vollzeitinvestor leben will, sollte den langfristigen Bestand ins Zentrum stellen. Value-up-Projekte oder Verkäufe können ergänzend im Rahmen vorhandener Reserven eingesetzt werden. Für die Lebensplanung ist diese Kombination stabiler.

Wer Steuern und Buchhaltung unterschätzt, überschätzt den freien Cashflow

Mieteinnahmen sind nicht automatisch Gewinn. Nach der Erklärung der japanischen Nationalen Steuerbehörde gelten Einkünfte aus der Vermietung von Immobilien als Immobilieneinkommen und werden berechnet, indem notwendige Kosten von den Gesamteinnahmen abgezogen werden.

Zu den notwendigen Kosten können Verwaltungskosten, Reparaturen, Schadenversicherungen, Darlehenszinsen, Abschreibungen und Grundsteuer gehören. Was in welchem Umfang als Kosten gilt, hängt jedoch von der Art der Ausgabe und dem Zustand des Objekts ab. Wer Entscheidungen nur mit dem Ziel der Steuerersparnis trifft, rechtfertigt leicht Investitionen mit hohem Cash-Abfluss.

Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen Abschreibung und tatsächlichem Cashflow. Abschreibung ist ein buchhalterischer Aufwand, aber kein monatlicher Geldabfluss. Die Tilgung des Darlehenskapitals führt dagegen zu einem Geldabfluss, ist aber grundsätzlich nicht selbst als Aufwand abziehbar. Wer diese Differenz nicht versteht, erlebt Situationen wie: „Auf dem Papier ist der Gewinn klein, aber es bleibt kein Bargeld übrig“ oder „Zum Steuerzahlungstermin fehlt Liquidität“.

Wenn das Portfolio größer wird, sollte man die Buchhaltung nicht einfach vollständig an einen Steuerberater abgeben, sondern monatlich den realen Cashflow prüfen. Ein Vollzeitinvestor braucht nicht nur Techniken zur Steuerreduktion, sondern ein System, mit dem nach Steuern Lebensunterhalt und Reinvestitionen fortgeführt werden können.

Für DACH-Anleger kommt hinzu: Die japanische Steuerlogik, kommunale Einwohnersteuer und Sozialversicherung unterscheiden sich deutlich von den vertrauten Systemen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Eine lokale steuerliche Prüfung ist daher kein Formalismus, sondern Teil der Investitionsentscheidung.

Beim Vermögensaufbau mit Immobilien ist die tragfähige Größe die stärkste Größe

Das Ziel des Vermögensaufbaus durch Immobilien besteht nicht darin, kurzfristig spektakulär zu verdienen. Es geht darum, die Zeit durch Mieteinnahmen, fortschreitende Rückzahlung und langfristigen Bestand zum Verbündeten zu machen.

Dafür ist entscheidend, die eigene tragfähige Größe nicht zu überschreiten. Je mehr Objekte hinzukommen, desto komplexer werden Leerstand, Reparaturen, Fremdkapital, Steuern und Abstimmung mit Verwaltungsgesellschaften. Wenn Wachstum selbst zum Ziel wird, entfernt man sich von stabiler Lebensführung.

Der Idealzustand für ein Leben als Immobilieninvestor sieht so aus.

  • Ein Teil der Mieteinnahmen deckt die Lebenshaltungskosten
  • Reparatur- und Steuermittel werden monatlich getrennt reserviert
  • Darlehensrückzahlungen erzeugen keinen permanenten Druck
  • Laufende Aufgaben sind über Verwaltung ausgelagert und systematisiert
  • Verkauf, Refinanzierung und zusätzlicher Erwerb bleiben als Optionen offen

Aus Sicht des langfristigen Vermögensaufbaus ist auch „Welche Gewohnheiten Immobilieninvestoren beim Vermögensaufbau praktizieren: fünf Denkweisen für langfristigen Wohlstand“ hilfreich. Für ein stabiles Leben zählen nicht nur Investitionsmethoden, sondern auch die Gewohnheiten der Entscheidungsfindung.

FAQ

F. Wie viel monatliche Mieteinnahmen brauche ich, um als Immobilieninvestor zu leben?

Entscheidend ist nicht die Bruttosumme der Mieteinnahmen, sondern der Betrag, der nach Steuern, Reparaturrücklagen, Verwaltungskosten, Leerstand und Darlehensrückzahlungen übrig bleibt. Wenn die Lebenshaltungskosten 300.000 Yen pro Monat betragen, reicht ein freier Betrag von 300.000 Yen nicht aus. Unter Berücksichtigung von Leerstand und Reparaturen sollte nach Steuern und nach Reparaturrücklagen etwa das 1,3- bis 1,5-Fache der Lebenshaltungskosten stabil verfügbar sein.

F. Wann sollte man als angehender Vollzeitinvestor die Angestelltenstelle kündigen?

Erst dann, wenn der Lebensunterhalt auch in einem schlechten Jahr tragfähig ist, also nicht nur bei Vollvermietung, sondern einschließlich Leerstand, Reparaturen und Zinsanstieg. Zusätzlich braucht es Sicherheitsreserven getrennt von den Lebenshaltungskosten, eine nicht zu hohe Rückzahlungsquote und eine Objektstruktur, die Verkäufe ermöglicht. Die Bonität als Angestellter hat auch bei Finanzierungen Wert; wer zu früh kündigt, kann seine Optionen einschränken.

F. Sollte man externe Verwaltung nutzen, wenn man nur von Mieteinnahmen lebt?

Wenn wenige Objekte in der Nähe liegen, kann Selbstverwaltung möglich sein. Wer nach dem Wechsel in die Vollzeitrolle aber Lebensstabilität priorisiert, sollte externe Verwaltung ernsthaft prüfen. Mieterkommunikation, Mahnwesen, Auszüge, Vermietung und technische Störungen selbst zu übernehmen, führt leicht nicht zu einem freien Leben, sondern zu einem Alltag voller operativer Einsätze. Wenn Verwaltungsgebühren durch höhere Auslastung und stabilere Zeitplanung kompensiert werden, sind sie rational.

F. Eignen sich Immobilieninvestitionen für Altersvorsorge oder Semi-Retirement?

Ja, in bestimmten Aspekten. Mieteinnahmen können langfristigen Cashflow liefern, und mit fortschreitender Darlehensrückzahlung steigt das Nettovermögen. Immobilien sind jedoch wenig liquide und tragen Risiken aus Reparaturen und Leerstand. Es ist gefährlich, ohne Finanzvermögen oder Bargeldreserven zu stark in Immobilien konzentriert zu sein. Als Altersvorsorge müssen Verkaufbarkeit, Verwaltungsaufwand, Erbschaft und Steuern gemeinsam geplant werden.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte