Investitionen in die Renovierung von Kominka gewinnen an Aufmerksamkeit, weil die Anfangskosten niedriger sind als bei klassischen Investitionen in Bestandsimmobilien und zugleich eine eigenständige Nachfrage besteht. Die Strategie, mehr als 50 Jahre alte Kominka zu renovieren und als Mietobjekte oder Beherbergungsbetriebe zu betreiben, bietet sowohl beim Ertrag als auch bei der Differenzierung bestimmte Vorteile. Für den Erfolg sind jedoch eine sorgfältige Objektprüfung und ein belastbarer Betriebsplan unverzichtbar.
Was ist eine Kominka-Renovierungsinvestition? Attraktivität und grundlegende Einordnung
Eine Kominka-Renovierungsinvestition ist eine Anlagestrategie, bei der ein älteres japanisches Wohnhaus (Kominka) erworben, an heutige Wohnstandards angepasst und anschließend durch Vermietung, Verkauf oder Nutzung als Beherbergungsbetrieb monetarisiert wird. Sie wird als Immobilieninvestment mit mittlerem Risiko und mittlerer Rendite eingeordnet, doch durch niedrige Einkaufskosten und vielfältige Exit-Strategien können in manchen Fällen höhere Renditen als bei klassischen Investmentfonds oder städtischen Wohnungsinvestments erzielt werden.
Drei Stärken von Kominka-Renovierungsobjekten
1. Die Haltbarkeit ist überraschend hoch
Traditionelle japanische Holzbauten können bei angemessener Instandhaltung eine Nutzungsdauer von mehr als 100 Jahren erreichen. Wie Kyoto-Machiya oder das Kasumigaseki Building (1968 fertiggestellt und weiterhin in Nutzung) zeigen, verlängert eine sachgerechte Instandhaltung die Lebensdauer eines Vermögenswerts deutlich.
2. Niedrige Erwerbskosten erleichtern attraktive Renditen
Kominka in suburbanen Lagen sind im Vergleich zu Innenstadtobjekten deutlich günstiger in der Anschaffung, und in manchen Fällen lassen sich Erwerb und Renovierung mit einem Investment von einigen zehn Millionen Yen abschließen. Für Investoren ist es ein Vorteil, dass der niedrige Kaufpreis tendenziell eine höhere Bruttorendite ermöglicht.
3. Vielfältige Exit-Optionen: Vermietung, Beherbergung, Zweitwohnsitz
Neben einer klassischen Vermietung können bei einem Betrieb als Beherbergungsobjekt (Ferienvermietung oder Ryokan) auch höhere Erträge pro Einheit erzielt werden. Besonders bei Objekten in der Nähe von Tourismusregionen oder Onsen-Gebieten ist mit einer stabilen Beherbergungsnachfrage zu rechnen. Außerdem ist es möglich, das Objekt nur in Zeiträumen zu vermieten, in denen es selbst nicht genutzt wird.
Risiken und wichtige Hinweise bei Kominka-Renovierungsinvestitionen
Hinter der hohen Investitionseffizienz stehen auch spezifische Risiken.
- Geringe Genauigkeit bei der Schätzung der Renovierungskosten:Beim Rückbau können stärkere Verrottung oder Termitenschäden als erwartet sichtbar werden
- Es werden spezialisierte Fachbetriebe benötigt:Zimmerleute und Bauunternehmen, die traditionelle Bauweisen beherrschen, sind begrenzt verfügbar, was das Risiko steigender Kosten erhöht
- Geringe Liquidität:Bei Objekten in suburbanen Lagen ist die Zahl potenzieller Käufer und Mieter geringer als bei städtischen Immobilien, wodurch der Exit mehr Zeit in Anspruch nehmen kann
- Rechtliche Vorgaben müssen geprüft werden:Bei einer Nutzung als Beherbergungsbetrieb ist die Einhaltung des Beherbergungsgesetzes und der Brandschutzvorschriften erforderlich
Entscheidungskriterien für die Investition: Welche Kominka-Objekte sollten ausgewählt werden?
Um die Rentabilität von Kominka-Investitionen zu steigern, ist es wichtig, das Objekt unter den folgenden Gesichtspunkten sorgfältig zu prüfen.
| Bewertungspunkt | Prüfkriterium |
|---|---|
| Nachfrageprüfung | Liegt das Objekt in einer Gegend mit Nachfrage durch Tourismus, Onsen oder Landleben? |
| Bauliche Integrität | Zustand von Fundament, Stützen und Trägern sowie das Vorliegen von Termitenschäden |
| Renovierungskosten | Einholung eines Vorabangebots durch einen spezialisierten Fachbetrieb |
| Exit-Strategie | Priorität zwischen Vermietung, Ferienvermietung und Verkauf sowie der erwartete Ertrag |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F. Welcher Renditerahmen ist bei Kominka-Renovierungsinvestitionen realistisch?
Das hängt stark vom Objekt und vom Betriebsmodell ab. Bei einer Nutzung als Ferienvermietung oder Beherbergungsbetrieb kann in manchen Fällen eine jährliche Rendite von mehr als 10% erreichbar sein. Bei klassischer Vermietung gelten etwa 5 bis 8% als grober Richtwert.
F. Wie hoch sind die Renovierungskosten für ein Kominka?
Das variiert je nach Größe und Zustand, doch bei einer vollständigen Renovierung liegen die Kosten häufig zwischen 5 und 20 Millionen Yen. Wenn zusätzlich strukturelle Verstärkungen erforderlich sind, können die Kosten weiter steigen, weshalb eine Vorabprüfung durch einen spezialisierten Fachbetrieb unverzichtbar ist.
F. Was ist erforderlich, um ein Kominka als Beherbergungsbetrieb zu nutzen?
Erforderlich ist eine Genehmigung nach dem Beherbergungsgesetz (oder eine Anmeldung nach dem Gesetz über private Beherbergung). Zusätzlich sollte die Konformität mit den Brandschutzvorschriften und dem Baurecht geprüft werden.
F. Worauf sollten Einsteiger achten, wenn sie in Kominka investieren?
Beim ersten Objekt sind eine detaillierte Kostenschätzung und eine klar definierte Exit-Strategie unverzichtbar. Wichtig ist außerdem, gemeinsam mit einem erfahrenen Bauunternehmen und einer erfahrenen Immobiliengesellschaft zu arbeiten und Entscheidungen nicht allein zu treffen.