"UR-Mietwohnungen" sind oeffentliche Mietwohnungen, die von der Urban Renaissance Agency (UR) verwaltet werden. Keine Maklerprovision, keine Abstandszahlung, keine Verlaengerungsgebuehr und kein Buerge erforderlich ist ein wesentlicher Vorteil, und wenn Sie die Unterschiede zu normalen Mietwohnungen richtig verstehen, koennen Sie das Aufnahmepruefungsverfahren reibungsloser durchlaufen.
Was fuer Objekte sind UR-Mietwohnungen?
UR-Mietwohnungen sind Mietwohnungen, die von der Urban Renaissance Agency verwaltet und betrieben werden. Die wichtigsten Unterschiede zu gewoehnlichen Mietwohnungen sind die folgenden.
- Keine Maklerprovision: UR-Servicecenter und Shops kuemmern sich direkt um die Abwicklung
- Keine Abstandszahlung und keine Verlaengerungsgebuehr: Die Anfangskosten bestehen nur aus Kaution und anteiliger Miete
- Kein Buerge erforderlich: Die Abwicklung ist allein mit Identitaetspruefung moeglich
- Automatische Verlaengerung im Jahresrhythmus: Kein aufwendiges Verlaengerungsverfahren erforderlich
- Viele Gebaeude sind aus Stahlbeton und bieten eine hohe Erdbeben- und Feuerbestaendigkeit
- Es gibt auch renovierte Wohnungen, darunter Projekte wie MUJI x UR-Danchi-Renovierungen
Die meisten Objekte werden nach dem Prinzip zuerst kommen, zuerst bedient vergeben; bei Leerstand sind sofortige Besichtigung und Bewerbung moeglich. Es gibt zudem keine obere Einkommensgrenze, und die Grundrisse reichen von 1K bis zu Familieneinheiten.
Ist die Pruefung bei UR-Mietwohnungen wirklich streng?
Statt zu sagen, dass die Pruefung bei UR-Mietwohnungen "streng" ist, "sind die Antragsvoraussetzungen klar definiert" trifft es genauer. Wenn Sie die Voraussetzungen erfuellen, koennen Sie sich bewerben, und die Pruefung selbst ist einfacher als bei gewoehnlichen Mietwohnungen.
Antragsvoraussetzungen fuer UR-Mietwohnungen (5 Bedingungen)
- Staatsangehoerigkeitsvoraussetzung: Japanische Staatsangehoerigkeit oder auslaendische Staatsangehoerigkeit mit dauerhaftem, diplomatischem, amtlichem, besonderem dauerhaftem oder mittel- bis langfristigem Aufenthaltsstatus (das Verstaendnis des Vertragsinhalts auf Japanisch ist erforderlich)
- Einkommensstandard: Das fuer die Miethoehe festgelegte monatliche Mindesteinkommen muss erreicht werden (Beispiel: bei einer Einzelperson und 50.000 Yen Miete mindestens 200.000 Yen Monatseinkommen)
- Zusammenwohnensvoraussetzung: Sie muessen mit einem Ehepartner (einschliesslich eheaehnlicher Lebensgemeinschaft und eines Verlobten bzw. einer Verlobten, deren Hochzeit innerhalb von sechs Monaten geplant ist), mit Blutsverwandten bis zum sechsten Grad oder mit angeheirateten Verwandten bis zum dritten Grad zusammenwohnen (Zusammenwohnen mit Freunden ist nicht erlaubt)
- Geordnetes Zusammenleben: Der Einzug muss innerhalb eines Monats ab dem moeglichen Einzugstermin erfolgen, und andere Bewohner duerfen nicht beeintraechtigt werden
- Keine Verbindung zu antisocialen Gruppierungen: Der Antragsteller und die mit ihm zusammenlebenden Familienangehoerigen duerfen keine Verbindung zu antisocialen Gruppierungen haben
Wo die Antragsvoraussetzungen knifflig werden: Studierende, Rentner, Selbstständige und Ausländer
Die meisten Antragsteller, die unsicher sind, ob sie die Voraussetzungen erfüllen, fallen in eine von zwei Gruppen: Menschen, deren Einkommen nicht aus einem einfachen Gehalt stammt, und Menschen, bei denen es um Staatsangehörigkeit oder Aufenthaltsstatus geht. Die folgende Tabelle orientiert sich an den offiziell veröffentlichten Regeln der UR für jede dieser Situationen.
| Situation, die Fragen aufwirft | Was die offiziellen UR-Regeln dazu sagen |
|---|---|
| Das Einkommen erreicht mindestens die Hälfte der monatlichen Einkommensschwelle, reicht aber allein nicht aus | Erreicht das eigene Monatseinkommen mindestens die Hälfte (1/2) der monatlichen Einkommensschwelle, kann es mit dem Einkommen eines mitwohnenden Verwandten zusammengerechnet werden |
| Das eigene Einkommen liegt unter der Hälfte der Schwelle | Auch ein Mietzuschuss durch einen nicht mitwohnenden Verwandten kann für die Antragsberechtigung ausreichen |
| Studierende ab 18 Jahren | Studierende werden wie ältere Antragsteller, Menschen mit Behinderung und Alleinerziehende behandelt: Sie können berechtigt sein, selbst wenn das eigene Einkommen unter der Hälfte der Schwelle liegt |
| Rentenempfänger | Renteneinkünfte und ähnliche Einkünfte zählen zum durchschnittlichen Monatseinkommen, sofern sie voraussichtlich fortbestehen |
| Selbstständige oder Freiberufler | Auch Einkünfte aus Gewerbebetrieb und Vermietung zählen zum durchschnittlichen Monatseinkommen |
| Ausländische Staatsangehörigkeit | Dauerhaft Aufenthaltsberechtigte, Diplomaten, amtliches Personal, besondere dauerhaft Aufenthaltsberechtigte sowie mittel- bis langfristig Aufenthaltsberechtigte sind alle antragsberechtigt |
| Verlobt, aber noch nicht standesamtlich verheiratet | Der Begriff „Ehepartner“ umfasst auch eine eheähnliche Lebensgemeinschaft sowie Verlobte, deren Hochzeit innerhalb von sechs Monaten geplant ist |
Quelle: UR都市機構「お申込み資格」(Antragsvoraussetzungen)
Der Punkt zum Aufenthaltsstatus verdient eine genauere Erklärung, denn er ist breiter gefasst, als viele Antragsteller annehmen. Neben dauerhaft Aufenthaltsberechtigten, Diplomaten und amtlichem Personal akzeptiert die UR auch besondere dauerhaft Aufenthaltsberechtigte (ein Status, den vor allem seit Generationen in Japan lebende koreanische und chinesische Einwohner aufgrund eines Sondergesetzes aus der Nachkriegszeit besitzen) sowie mittel- bis langfristig Aufenthaltsberechtigte — die Kategorie, die die meisten Menschen umfasst, die mit einem Arbeitsvisum, einem Studentenvisum oder einem Ehegattenvisum in Japan leben und eine Aufenthaltskarte (在留カード) besitzen. Wer eine Aufenthaltskarte besitzt, erfüllt diese Voraussetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit.
Zu betonen ist außerdem, dass das für die Prüfung verwendete „durchschnittliche Monatseinkommen“ sich nicht auf das Gehalt beschränkt. Die UR zählt Gehalt, Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Vermietungseinkünfte und ähnliche Einkünfte wie Renten mit, sofern diese voraussichtlich fortbestehen — berechnet grundsätzlich als Summe des vergangenen Jahres geteilt durch 12. Wer Einkommen jenseits eines festen Gehalts hat, sollte dies mit einrechnen, bevor er annimmt, die Schwelle nicht zu erreichen.
Für Leserinnen und Leser, die den deutschen Mietmarkt kennen, ist das eine wichtige Klarstellung: Während private Vermieter in Deutschland oft ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und eine Schufa-Auskunft verlangen, prüft die UR keine Bonität und erkennt ausdrücklich auch Renten-, Selbstständigen- und Unterstützungseinkommen an.
In welchen Faellen faellt man bei der Pruefung durch?
Der haeufigste Grund fuer eine Ablehnung bei UR-Mietwohnungen ist das Nichterfuellen des Einkommensstandards. Bei einer Einzelperson sind bei 50.000 Yen Miete mindestens 200.000 Yen Monatseinkommen erforderlich; liegt das Einkommen auch nur in einem Monat darunter, ist eine Bewerbung nicht moeglich.
Wenn das Einkommen den Standard nicht erreicht, koennen unter Umstaenden das Vorauszahlungsmodell (ein fester Betrag wird im Voraus als Einmalzahlung gezahlt) und das Sparguthabenmodell genutzt werden. Pruefen Sie die Bedingungen auf der offiziellen Website der UR.
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Schnellübersicht der monatlichen Einkommensschwelle|Welches Einkommen für welche Miete
Ob es „streng“ ist, lässt sich nicht nach Gefühl beurteilen. Die Mietwohnungen der UR都市機構 (Urban Renaissance Agency) veröffentlichen zahlenmäßige Kriterien; ob man darunter fällt, lässt sich vor Ort prüfen.
Für die Prüfung zählt das 平均月収額 (durchschnittliche Monatseinkommen). Es ist das Jahreseinkommen der letzten 12 Monate (einschließlich Bonus, Brutto vor Steuern) geteilt durch 12. Achtung: nicht das Netto, sondern das Brutto vor Steuern.
| Antragskategorie | Miete | Erforderliches durchschnittliches Monatseinkommen (基準月収額, monatliche Einkommensschwelle) |
|---|---|---|
| Antrag als Haushalt | Unter 82.500 JPY (ca. 516 EUR) | das 4-Fache der Miete |
| 82.500 JPY oder mehr und unter 200.000 JPY (ca. 1.250 EUR) | 330.000 JPY (ca. 2.063 EUR) | |
| 200.000 JPY oder mehr | 400.000 JPY (ca. 2.500 EUR) | |
| Antrag als Einzelperson | Unter 62.500 JPY (ca. 391 EUR) | das 4-Fache der Miete |
| 62.500 JPY oder mehr und unter 200.000 JPY | 250.000 JPY (ca. 1.563 EUR) | |
| 200.000 JPY oder mehr | 400.000 JPY (ca. 2.500 EUR) |
Quelle: UR都市機構「お申込み資格」(Antragsvoraussetzungen)
Es gibt einen Bereich, in dem eine höhere Miete das erforderliche Einkommen nicht ändert
Setzt man die Tabelle auf reale Beträge, wird eine leicht übersehene Eigenschaft sichtbar. Übersteigt die Miete eine bestimmte Höhe, wechselt der 基準月収額 auf einen Festbetrag; eine höhere Miete ändert das erforderliche Einkommen dann nicht mehr.
| Miete bei Einzelantrag | Erforderliches durchschnittliches Monatseinkommen | Ungefähres Jahreseinkommen |
|---|---|---|
| 50.000 JPY (ca. 313 EUR) | 200.000 JPY (4-Fache der Miete; ca. 1.250 EUR) | ca. 2,4 Mio. JPY (ca. 15.000 EUR) |
| 60.000 JPY (ca. 375 EUR) | 240.000 JPY (4-Fache der Miete; ca. 1.500 EUR) | ca. 2,88 Mio. JPY (ca. 18.000 EUR) |
| 62.500 JPY (ca. 391 EUR) | 250.000 JPY (ca. 1.563 EUR) | ca. 3 Mio. JPY (ca. 18.750 EUR) |
| 100.000 JPY (ca. 625 EUR) | 250.000 JPY | ca. 3 Mio. JPY |
| 190.000 JPY (ca. 1.188 EUR) | 250.000 JPY | ca. 3 Mio. JPY |
Für eine Einzelperson brauchen eine Wohnung zu 62.500 JPY und eine zu 190.000 JPY dasselbe Monatseinkommen von 250.000 JPY. Beim Haushaltsantrag gilt von 82.500 JPY bis unter 200.000 JPY einheitlich 330.000 JPY.
Wenn das Einkommen die Schwelle knapp verfehlt, denkt man oft: „Ich suche eine günstigere Wohnung.“ Liegt man bereits im Festbetragsbereich, senkt eine niedrigere Miete das erforderliche Monatseinkommen nicht. Stattdessen gilt: Zielt man knapp über die Umschaltgrenze zum Festbetrag, kann man mit demselben Monatseinkommen eine größere Wohnung wählen.
Wie viel das in Jahreseinkommen bedeutet: Haushalt im Vergleich zu Einzelantrag
Die Schwelle wird als Monatsbetrag veröffentlicht. Wer aber eher eine Lohnsteuerbescheinigung oder einen Jahresverdienst vor Augen hat, kann leichter mit einer Jahreszahl vergleichen. Im Folgenden dieselbe monatliche Einkommensschwelle, mit 12 multipliziert.
| Miete | Antrag als Haushalt (erforderliches durchschnittliches Monatseinkommen / Jahresäquivalent) | Antrag als Einzelperson (erforderliches durchschnittliches Monatseinkommen / Jahresäquivalent) |
|---|---|---|
| 50.000 JPY | 200.000 JPY / ca. 2,4 Mio. JPY | 200.000 JPY / ca. 2,4 Mio. JPY |
| 60.000 JPY | 240.000 JPY / ca. 2,88 Mio. JPY | 240.000 JPY / ca. 2,88 Mio. JPY |
| 70.000 JPY | 280.000 JPY / ca. 3,36 Mio. JPY | 250.000 JPY / ca. 3 Mio. JPY |
| 82.500 JPY | 330.000 JPY / ca. 3,96 Mio. JPY | 250.000 JPY / ca. 3 Mio. JPY |
| 120.000 JPY | 330.000 JPY / ca. 3,96 Mio. JPY | 250.000 JPY / ca. 3 Mio. JPY |
| 199.000 JPY | 330.000 JPY / ca. 3,96 Mio. JPY | 250.000 JPY / ca. 3 Mio. JPY |
| 200.000 JPY | 400.000 JPY / ca. 4,8 Mio. JPY | 400.000 JPY / ca. 4,8 Mio. JPY |
Die Werte für das monatliche Referenzeinkommen folgen den offiziell veröffentlichten Staffeln der UR (UR都市機構「お申込み資格」(Antragsvoraussetzungen)); die Spalte Jahresäquivalent ist schlicht dieser Betrag mal 12.
Auffällig ist, dass eine Einzelperson bei einer Miete zwischen 70.000 JPY und 199.000 JPY genau dasselbe Monatseinkommen von 250.000 JPY braucht. In Jahreszahlen liegt die entscheidende Linie bei rund 3 Mio. JPY. Beim Haushaltsantrag springt die Schwelle ab 82.500 JPY Miete auf 330.000 JPY und bleibt bis knapp unter 200.000 JPY Miete konstant bei 330.000 JPY.
Bei 200.000 JPY Miete gibt es einen zweiten Sprung: Sowohl Haushalt als auch Einzelperson brauchen dann 400.000 JPY (rund 4,8 Mio. JPY im Jahr). Für eine Einzelperson bedeutet der Wechsel von 199.000 JPY auf 200.000 JPY Miete rund 1,8 Mio. JPY mehr an erforderlichem Jahreseinkommen. Es lohnt sich, vor der Besichtigung zu prüfen, auf welcher Seite dieser Grenze eine Wohnung liegt.
Zur Erinnerung: Maßgeblich ist das Bruttoeinkommen vor Steuern geteilt durch 12, nicht das Nettoeinkommen. Wer mit dem Nettogehalt rechnet, kommt manchmal fälschlich zu dem Schluss, die Schwelle nicht zu erreichen, obwohl sie tatsächlich erfüllt ist.
Worin sich die Prüfung von der privaten Vermietung unterscheidet|Der Inhalt von „streng“ ist ein anderer
UR-Mieten gelten als „streng“ und zugleich als „leicht zu bestehen“, weil sie andere Dinge ansehen als die private Vermietung. Dasselbe Wort „Prüfung“ deckt anderen Inhalt ab.
| Was die Prüfung ansieht | UR-Mietwohnung | Private Vermietung (in der Regel mit 保証会社, Mietbürgschaftsgesellschaft) |
|---|---|---|
| Einkommen | Ein veröffentlichter Zahlenwert, der 基準月収額 | Richtwert zum Verhältnis Einkommen/Miete. Die Schwelle bleibt oft unveröffentlicht |
| Bonitätsinformationen | Ohne 保証会社 beruht die Prüfung nicht auf einer Auskunft bei einer Kreditauskunft | Die 保証会社 kann Bonitätsinformationen einholen |
| 連帯保証人 (Gesamtschuldner / Bürge) | Nicht erforderlich | Kann erforderlich sein |
| Nutzung einer 保証会社 | Nicht erforderlich (auch keine Bürgschaftsgebühr) | Oft Vertragsbedingung |
| 礼金 (Key Money), 仲介手数料 (Maklergebühr), 更新料 (Verlängerungsgebühr) | Keine | Je nach Objekt erforderlich |
Quellen: UR都市機構「お申込み資格」(Antragsvoraussetzungen), UR都市機構「賃貸の入居審査の主な基準と必要書類とは」(Wesentliche Kriterien und Unterlagen der Miet-Einzugsprüfung)
Kurz gefasst ergibt sich Folgendes.
- Beim Einkommen sind die UR-Kriterien klarer, und die Latte liegt nicht niedrig. Geprüft wird das Brutto vor Steuern, das weicht vom Netto-Gefühl ab.
- Hingegen gibt es keinen Mechanismus, wegen der Zahlungshistorie durchzufallen. Wer in der Privatwirtschaft bei der 保証会社-Prüfung gescheitert ist, für den kann UR die realistischere Option sein.
Ob man es als „streng“ empfindet, kehrt sich also um, je nachdem, ob man an der Einkommensschwelle oder an der Bonität scheitert. Klären Sie zuerst, zu welchem Typ Sie gehören. Wer ein stabiles Einkommen und frühere Zahlungsrückstände hat, passt besser zu UR; wer die Einkommensschwelle nicht erreicht, findet im Privaten oft mehr Wege.
Vom Antrag zum Vertrag: Ablauf und Fristen|Wie lange dauert die Prüfung wirklich?
Viele Antragsteller fragen, wie viele Tage die Prüfung dauert. In der Praxis bestimmen bei UR-Mietwohnungen nicht eine Prüfungsdauer, sondern die eigenen Fristen des Antragstellers den Zeitplan. Der von der UR veröffentlichte Ablauf sieht so aus.
| Schritt | Inhalt | Frist |
|---|---|---|
| 1. Wohnung suchen | Suche auf der Website oder im Shop | — |
| 2. Antragsvoraussetzungen prüfen | Prüfen, ob die monatliche Einkommensschwelle und weitere Bedingungen erfüllt sind | — |
| 3. Antrag stellen (vorläufiger Antrag) | Antragsverfahren im Shop durchführen | — |
| 4. Besichtigung | Wohnung besichtigen (grundsätzlich einmal) | Innerhalb einer Woche ab dem Tag nach der Antragstellung |
| 5. Unterlagen einreichen (endgültiger Antrag) | Antragsformular, Meldebescheinigung und Einkommensnachweise einreichen | Innerhalb einer Woche ab dem Tag nach dem vorläufigen Antrag |
| 6. Vertrag abschließen | Kaution sowie anteilige Miete und Nebenkosten zahlen | Innerhalb von 10 Tagen ab dem Tag nach dem vorläufigen Antrag |
| 7. Einzug | Ab dem frühestmöglichen Einzugstermin | Etwa 10 Tage nach Vertragsabschluss |
Quelle: UR都市機構「URの借り方」(Wie man bei der UR mietet)
Kurz gesagt: Zwischen vorläufigem Antrag und Vertragsabschluss liegen nur 10 Tage. In dieses Zeitfenster müssen die Besichtigung sowie die Beschaffung von Meldebescheinigung und Einkommensnachweisen passen. Anders als bei einer privaten Mietwohnung, wo man sich bewirbt und dann auf das Prüfungsergebnis wartet, funktioniert es bei der UR umgekehrt: Man sichert sich zuerst die Wohnung und läuft dann gegen die Uhr, um die Nachweise für die Antragsberechtigung fristgerecht zusammenzustellen.
Ein Teil dessen, was als „durch die Prüfung gefallen“ beschrieben wird, ist in Wirklichkeit ein Fall, in dem die Unterlagen nicht rechtzeitig vollständig waren. Das betrifft besonders Antragsteller, die die Lohnsteuerbescheinigung des Vorjahres nicht griffbereit haben oder eine Einkommensbescheinigung beim Amt beantragen müssen. Wer vor dem vorläufigen Antrag prüft, wo sich diese Unterlagen befinden, muss die 10 Tage nicht komplett ausschöpfen.
Erforderliche Unterlagen bei der Prüfung|Was je nach Einkommensart nötig ist
Einzureichen sind ein Antragsformular für die Wohnung (UR-eigenes Formular), eine Kopie der Meldebescheinigung und Einkommensnachweise. Welche Einkommensnachweise nötig sind, hängt von der Art der Erwerbstätigkeit ab.
| Kategorie | Was einzureichen ist |
|---|---|
| Für alle | Meldebescheinigung des Antragstellers und aller mitwohnenden Verwandten (mit Angabe des Verwandtschaftsverhältnisses, nicht älter als 3 Monate, ohne My-Number-Angabe) |
| Angestellte | Original der Lohnsteuerbescheinigung des Vorjahres (mit Firmenstempel oder elektronisch ausgestellt) sowie die aktuelle Einkommens- oder Steuerbescheinigung bzw. der Bescheid zur Gemeindesteuer |
| Weniger als ein Jahr angestellt | UR-eigenes Formular für den Einkommensnachweis sowie eine Kopie des Mitarbeiterausweises |
| Selbstständige | Original der Steuerzahlungsbescheinigung des Vorjahres (その2) |
| Rentenempfänger | Original und Kopie der Rentenurkunde oder der aktuellsten Rentenzahlungsmitteilung |
| Bei Nutzung des Vorauszahlungsmodells | Es sind keine Einkommensnachweise erforderlich |
Quelle: UR都市機構「必要書類」(Erforderliche Unterlagen)
Aus Sicht der Hausverwaltung ist genau hier der Unterschied zum privaten Markt am größten. Private Vermieter akzeptieren für den Einkommensnachweis oft eine Kopie oder sogar ein Smartphone-Foto; die UR besteht auf Originalen — dem Original der Lohnsteuerbescheinigung, dem Original der Steuerzahlungsbescheinigung. Genau deshalb dauert die Beschaffung, wenn man die Unterlagen nicht bereits griffbereit hat.
Wer vor weniger als einem Jahr die Stelle gewechselt hat, befürchtet manchmal, das Einkommen wirke zu gering. Gut zu wissen: Für genau diesen Fall gibt es ein eigenes Formular. Auch wenn die Lohnsteuerbescheinigung des Vorjahres noch vom vorherigen Arbeitgeber stammt, akzeptiert die UR das vorgeschriebene Einkommensnachweis-Formular zusammen mit einer Kopie des aktuellen Mitarbeiterausweises.
Ersatzwege, wenn die Einkommensschwelle nicht erreicht wird
Auch ohne 基準月収額 bleibt ein Antragsweg. UR-Mietwohnungen haben Systeme, die die Einkommensvoraussetzung ersetzen können.
| System | Erforderlicher Betrag | Bei 60.000 JPY Miete | Bei 100.000 JPY Miete |
|---|---|---|---|
| 貯蓄基準制度 (Qualifikation über Ersparnisse) | Ersparnisse in Höhe des 100-Fachen der Monatsmiete | 6 Mio. JPY (ca. 37.500 EUR) | 10 Mio. JPY (ca. 62.500 EUR) |
| 家賃等の一時払い制度 (Pauschale Vorauszahlung von Miete usw.) | Miete und Nebenkosten für einen bestimmten Zeitraum im Voraus zahlen | 1 bis 10 Jahre, in Ein-Jahres-Schritten, ab dem Monat nach dem fruehestmoeglichen Einzugsmonat | |
Quelle: UR都市機構「お申込み資格」(Antragsvoraussetzungen)
Das 貯蓄基準制度 bedeutet: Erreichen die Ersparnisse des Antragstellers selbst mindestens das 100-Fache der Monatsmiete, können sie die Einkommensvoraussetzung ersetzen. Das ist realistisch nach dem Ruhestand, wenn das Einkommen gesunken ist, aber Einlagen da sind, oder für Selbstständige mit starken Jahresschwankungen.
Wichtig ist: Diese beiden Systeme sind keine „außergewöhnliche Rettung“, sondern offiziell vorgesehene reguläre Wege. Viele geben auf, weil sie nur die Zahlen der Einkommensschwelle sehen; wer weiß, dass es mehrere Eingänge gibt, ändert die Bandbreite wählbarer Objekte.
Haeufig gestellte Fragen (FAQ)
Werden UR-Mietwohnungen per Losverfahren vergeben?
Die meisten Objekte werden nicht per Losverfahren vergeben, sondern nach dem Prinzip zuerst kommen, zuerst bedient. Wenn eine Wohnung frei ist, sind Besichtigung und Bewerbung jederzeit moeglich.
Wie hoch sind die Anfangskosten fuer eine UR-Mietwohnung?
Da keine Abstandszahlung und keine Maklerprovision anfallen, bestehen die wichtigsten Anfangskosten aus der Kaution (etwa zwei bis drei Monatsmieten) und der anteiligen Miete fuer den Einzugsmonat.
Koennen Auslaender sich fuer UR-Mietwohnungen bewerben?
Ja. Die UR akzeptiert Antragsteller mit japanischer Staatsangehoerigkeit sowie auslaendische Staatsangehoerige mit dauerhaftem, diplomatischem, amtlichem, besonderem dauerhaftem oder mittel- bis langfristigem Aufenthaltsstatus, sofern sie den Vertragsinhalt auf Japanisch verstehen koennen.
Was kann ich tun, wenn ich den Einkommensstandard von 200.000 Yen im Monat nicht erreiche?
Unter Umstaenden koennen Sie das Vorauszahlungsmodell oder das Sparguthabenmodell (Ersatz durch Sparguthaben) nutzen. Beim Vorauszahlungsmodell zahlen Sie Miete und Nebenkosten fuer einen Zeitraum von 1 bis 10 Jahren, in Ein-Jahres-Schritten, im Voraus -- beginnend mit dem Monat nach dem fruehestmoeglichen Einzugsmonat. Einkommensnachweise sind bei Nutzung dieses Modells nicht erforderlich.
Fallen bei der Verlaengerung Kosten an?
Bei UR-Mietwohnungen faellt keine Verlaengerungsgebuehr an, und der Vertrag verlaengert sich jedes Jahr automatisch. Ein gesondertes Verfahren ist nicht erforderlich.
Welches Monatseinkommen braucht man für die UR-Mietprüfung?
Beim Haushaltsantrag: Miete unter 82.500 JPY das 4-Fache der Miete; 82.500 JPY oder mehr und unter 200.000 JPY 330.000 JPY (ca. 2.063 EUR); 200.000 JPY oder mehr 400.000 JPY (ca. 2.500 EUR). Beim Einzelantrag: unter 62.500 JPY das 4-Fache der Miete; 62.500 JPY oder mehr und unter 200.000 JPY 250.000 JPY (ca. 1.563 EUR); 200.000 JPY oder mehr 400.000 JPY. Gezählt wird das 平均月収額, das Jahreseinkommen der letzten 12 Monate geteilt durch 12 — Brutto vor Steuern, nicht Netto.
Werden bei der UR-Mietprüfung Bonitätsinformationen geprüft?
UR-Mietwohnungen brauchen weder 連帯保証人 (Gesamtschuldner) noch 保証会社 (Mietbürgschaftsgesellschaft), die Prüfung beruht also nicht auf einer Kreditauskunft durch eine Bürgschaftsgesellschaft. Kern der Beurteilung ist, ob der veröffentlichte 基準月収額 erreicht wird. Auch nach einer gescheiterten 保証会社-Prüfung im Privaten kann man beantragen, wenn die Einkommensschwelle erfüllt ist.
