Eine Wohnungsbesichtigung ist nicht nur dazu da, ein Zimmer anzusehen, sondern ein wichtiger Schritt, um sich das Leben nach dem Einzug konkret vorzustellen. Wenn Sie die notwendigen Dinge dabeihaben und wissen, was Sie messen und prüfen sollten, können Sie eine fundierte Entscheidung ohne spätere Reue treffen.
Warum ist eine Wohnungsbesichtigung notwendig?
Bei einer Besichtigung können Sie mit eigenen Augen Dinge prüfen, die auf Fotos nicht erkennbar sind, etwa Abnutzung der Ausstattung, Lichtverhältnisse, Lärm und das Umfeld der Nachbarschaft. Fotos in Exposés können veraltet sein oder nicht dem aktuellen Zustand entsprechen, daher ist eine Besichtigung unverzichtbar.
Was sollten Sie zu einer Besichtigung mitbringen?
Unverzichtbare Dinge
| Mitbringsel | Zweck / Hinweise |
|---|---|
| Hausschuhe | Praktisch auch bei noch nicht gereinigten Objekten. Manche Makler stellen sie bereit |
| Objektunterlagen / Grundriss | Eine vergrößerte Version ist für Maßnotizen hilfreich |
| Maßband (mindestens 3 m) | Unverzichtbar, um die Platzierung von Möbeln und Geräten zu prüfen |
| Notizbuch und Stift | Zum Festhalten von Maßen und auffälligen Punkten |
| Siegel und Ausweisdokumente | Für eine schnelle Entscheidung oder eine vorläufige Reservierung mitbringen. Selbstfärbende Stempel werden teils nicht akzeptiert |
Zusätzlich hilfreiche Dinge
- Notizen mit Maßen von Möbeln und Geräten: Prüfen, ob die aktuell genutzten Dinge hineinpassen
- Kompass (oder Smartphone-App): Die Ausrichtung für den Lichteinfall prüfen
- Thermometer / Hygrometer: Wohnkomfort und Schimmelrisiko im Voraus einschätzen
- Murmel: Rollen lassen, um ein Gefälle des Bodens zu prüfen, besonders nützlich in älteren Gebäuden
- Kamera (Smartphone genügt): Fotos machen, wenn Sie mehrere Objekte vergleichen
- Taschenlampe: Sinnvoll für Besichtigungen am Abend in Objekten ohne Strom
Wie läuft eine Wohnungsbesichtigung ab?
- Besichtigung reservieren: Als Richtwert 4 bis 5 Objekte pro Tag reservieren und die Entfernungen dazwischen prüfen
- Zum Maklerbüro gehen: Die Objekte erläutern lassen und Ihre Wünsche sowie Prioritäten klar mitteilen
- Zum Objekt fahren: Mit dem Fahrzeug des Maklers oder per Treffpunkt vor Ort
- Während der Erklärung prüfen: Fragen direkt vor Ort stellen
- Vertragsberatung: Wenn Ihnen das Objekt gefällt, sollten Sie 2 bis 3 Tage Bedenkzeit einplanen; im Großraum Tokio kann teils eine vorläufige Reservierung nötig sein
Welche Bereiche sollten Sie bei der Besichtigung ausmessen?
- Raumtiefe, -breite und Deckenhöhe (einschließlich Sockelleisten und hervorstehenden Balken)
- Fenster und Gardinenschienen (mit Blick auf die Lieferzeit für Vorhänge)
- Eingang, Flur und Türen (prüfen, ob große Möbel hineingebracht werden können)
- Platz für die Waschmaschine (besonders wichtig bei Trommel- oder Großgeräten)
- Bereich für Herd und Kühlschrank (auf den Unterschied zwischen Standard 60 cm und kompakt 56 cm achten)
- Höhe, Breite und Tiefe im Kleiderschrank
- Gebäudeeingang und Aufzug (Transportweg für den Einzug prüfen)
Welche Punkte sollten Sie bei der Besichtigung prüfen?
- Etage: In höheren Etagen auf Mobilfunkempfang und Erschütterungen bei Erdbeben achten. Gehen Sie tatsächlich bis zur Wohnung
- Sauberkeit der Gemeinschaftsbereiche: Der Zustand von Müllplatz und Briefkästen zeigt oft, wie die Bewohner mit dem Gebäude umgehen
- Lichtverhältnisse und Lärm: Auch Veränderungen je nach Tageszeit prüfen
- Zustand von Küche und Nassbereichen: Auf Schimmel, Spuren von Wasserschäden und Gerüche aus dem Abfluss achten
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kostet eine Besichtigung etwas?
Die Besichtigung selbst ist kostenlos. Die Fahrtkosten zum Objekt tragen Sie in der Regel selbst, wobei manche Makler Sie mit dem Auto mitnehmen. Kosten entstehen erst nach Vertragsabschluss.
Muss ich eine besichtigte Wohnung auch anmieten?
Nein, dazu sind Sie nicht verpflichtet. Bis zur Unterschrift und Stempelung der „wichtigen Vertragsinformationen“ können Sie absagen. In der Hochsaison von Februar bis März sind beliebte Objekte jedoch schnell vergeben, daher empfiehlt sich eine gut geplante Besichtigung mit klaren Prioritäten.
Wie viele Besichtigungen sind an einem Tag sinnvoll?
Im Allgemeinen gelten 4 bis 5 Objekte als guter Richtwert. Darüber hinaus steigt das Risiko, dass Müdigkeit Ihre Urteilsfähigkeit beeinträchtigt. Planen Sie auch die Entfernungen zwischen den Objekten ein.
Darf ich bei der Besichtigung fotografieren?
In bewohnten Objekten kann das Fotografieren untersagt werden. In leerstehenden Wohnungen ist es grundsätzlich meist unproblematisch, dennoch sollten Sie dies vorab mit dem zuständigen Ansprechpartner abstimmen.