In Jahreszeiten, in denen Infektionskrankheiten, Pollen und Allergien zur Belastung werden, sind vorbeugende Maßnahmen, die Sie zu Hause ergreifen können, von entscheidender Bedeutung. Dieser Artikel stellt – fokussiert auf leicht umsetzbare Punkte – vor, wie Sie Viren und Bakterien gar nicht erst ins Haus bringen, wie Sie eine saubere Innenraumumgebung schaffen und welche Lebensgewohnheiten Ihre Immunabwehr stärken.
Wie verhindert man, Viren und Bakterien überhaupt ins Haus zu bringen?
Die wirksamste Form der Infektionsprävention besteht darin, Krankheitserreger gar nicht erst in die Wohnung gelangen zu lassen. Da Viren, Pollen und Bakterien, die sich beim Aufenthalt im Freien an Kleidung und persönlichen Gegenständen festsetzen, beim Heimkommen leicht mit hineingetragen werden, sind die folgenden Gewohnheiten besonders wirkungsvoll.
- Den Mantel bereits im Eingangsbereich (Genkan) ablegen und sich nach der Heimkehr sofort umziehen
- Einen festen Platz für die Tasche festlegen (z. B. im Eingangsbereich) und sie nicht in den Wohnraum mitnehmen
- Sich direkt nach dem Heimkommen mindestens 30 Sekunden lang die Hände waschen (besonders Fingerspitzen, Nägel, Zwischenräume zwischen den Fingern, Daumen und Handgelenke beachten)
- Das Smartphone regelmäßig mit Alkohol desinfizieren
- In der Hauptsaison von Erkältungen und Grippe auch Kontaktstellen wie Türklinken desinfizieren
Eine wohnliche Wegeführung, die solche Gewohnheiten erleichtert – etwa eine Garderobe und ein Waschbecken direkt im Eingangsbereich – ist ebenfalls eine wirksame Maßnahme zur Infektionsvorbeugung.
Konsequente Staubbekämpfung für ein sauberes Zuhause
An Hausstaub haften Viren, Bakterien und Schimmelpilze. Staub gar nicht erst ansammeln zu lassen ist die Grundlage der Hygieneführung im Innenraum.
- Eine aufgeräumte, nicht überladene Einrichtung anstreben und auf zu viele Gegenstände verzichten
- Stellen, an denen sich Staub leicht ansammelt, gezielt reinigen (Wandkanten, Bereiche um Möbel, unter Abluftventilatoren, unter Klimaanlagen, rund um den Fernseher)
- Als Reinigungszeitpunkt eignen sich Phasen mit wenig Bewegung im Raum besonders, etwa direkt nach dem Aufstehen oder nach der Heimkehr
Wenn Sie Schmutz und Staub bereits vor dem Desinfizieren entfernen, erhöht sich die keimabtötende Wirkung deutlich.
Warum es wichtig ist, die Luft regelmäßig auszutauschen
Schimmel, Bakterien, Hausstaubmilben und Formaldehyd – die Ursachen für belastete Raumluft sind vielfältig. Wenn Sie zwei diagonal gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen, lässt sich besonders effizient lüften.
Auch der Einsatz natürlicher Materialien ist eine wirkungsvolle Methode.
- Holzkohle (Sumi): Reguliert die Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit selbsttätig und bindet zusätzlich chemische Stoffe, wodurch die Luft gereinigt wird.
- Kalkputz / Shikkui (verputzte Wand): Wird auch „atmende Wand“ genannt und hemmt das Wachstum von Schimmel und Bakterien.
Welche Lebensgewohnheiten halten die Immunabwehr hoch?
So gut Sie Ihre Wohnumgebung auch gestalten – wenn die Immunabwehr nachlässt, steigt das Infektionsrisiko. Maßvolle Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und Stressabbau sind die Grundlagen, um die Immunfunktion in einem normalen Zustand zu halten.
Um das vegetative Nervensystem auszubalancieren, ist es ebenfalls wirksam, sich Zeit zur Entspannung in einem Raum mit gedämpftem Licht zu schaffen und dabei Düfte wie Lavendel oder japanische Hinoki-Zypresse einzusetzen.
Ergänzende Lektüre
- Leitfaden zum nachträglichen Einbau einer Wasserwiedererwärmung in Mietobjekten | Kostenrahmen und Auswahl des Fachbetriebs
- Abdichtungsarbeiten an Eigentumswohnungen: Arten, Kosten und Auswahl des Fachbetriebs umfassend erklärt
- Vollständiger Leitfaden zu Schlüsselproblemen in Mietobjekten | Kostenverteilung, Lösungswege und Austauschverfahren
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- F. Was ist beim Umgang mit Kleidung nach der Heimkehr am wichtigsten?
- A. Den Mantel bereits im Eingangsbereich abzulegen und sich umgehend in Hauskleidung umzuziehen. Dadurch wird der Eintrag von draußen aufgenommenen Viren und Pollen in den Wohnraum erheblich reduziert.
- F. Wann ist der beste Zeitpunkt zum Putzen?
- A. Am besten direkt nach dem Aufstehen oder nach der Heimkehr, also nach Phasen mit wenig Bewegung im Raum. Der Staub hat sich bereits abgesetzt und lässt sich daher besonders effizient entfernen.
- F. Wie häufig sollte gelüftet werden?
- A. Empfohlen wird, alle ein bis zwei Stunden für etwa 5 bis 10 Minuten zu lüften. Wenn Sie zwei diagonal gegenüberliegende Fenster öffnen, gelingt der Luftaustausch besonders effizient.
- F. Wie lange hält die Wirkung von Holzkohle, die im Raum aufgestellt wird?
- A. Durch Auffrischen in der Sonne lässt sich die Holzkohle wiederholt verwenden, sodass die feuchtigkeitsregulierende und luftreinigende Wirkung langfristig erhalten bleibt.