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Größe und Arten von Wohnungseigentums-Parkplätzen im Detail erklärt | Merkmale von mechanischen, ebenerdigen und Parkhaus-Systemen sowie Verwaltungspunkte

Dieser Beitrag erläutert aus Verwaltungssicht die Arten von Wohnungseigentums-Parkplätzen (ebenerdig, selbstfahrend, mechanisch) und die größenbezogenen Beschränkungen je Fahrzeugtyp. Vorgestellt werden Prüfpunkte zur Vermeidung von Bewohnerkonflikten sowie praktisches Wissen zur Auswahl und Verwaltung von Parkplätzen.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 4 Min. Lesezeit

Im Management von Eigentumswohnanlagen treten Probleme im Zusammenhang mit Parkplätzen häufig auf. Ein System zu schaffen, das die Größenbeschränkungen von Parkplätzen und die Merkmale der jeweiligen Parkplatzarten korrekt versteht und Bewohnern angemessene Hinweise geben kann, ist der Schlüssel zur Vermeidung von Problemen und zur Verbesserung der Verwaltungsqualität.

Warum gibt es bei Parkplätzen in Eigentumswohnanlagen Größenbeschränkungen?

Ebenerdige Parkplätze bieten vergleichsweise mehr Spielraum bei den Abmessungen, doch bei mechanischen Parkplätzen führen Überschreitungen der zulässigen Größe zu Problemen wie Kratzern an der Karosserie, Reifenpannen oder dazu, dass sich Türen nicht öffnen lassen. Da Unfälle, die auf Größenüberschreitungen zurückzuführen sind, unter Umständen nicht von der Versicherung abgedeckt werden, ist eine Prüfung beim Einzug unverzichtbar.

Drei Arten von Parkplätzen und ihre verwaltungsrelevanten Merkmale

Ebenerdiger Parkplatz (offener Parkplatz)

Dies ist der gebräuchlichste Typ, und die Standardgröße für einen Stellplatz für Pkw beträgt 2.500 mm Breite × 5.000 mm Länge. Es gibt keine Höhenbeschränkung, das Ein- und Ausparken ist reibungslos und die Verwaltungskosten sind niedrig. Nachteile sind jedoch, dass kein Dach vorhanden ist und Fahrzeuge daher leichter verschmutzen, sowie dass sich insbesondere in innerstädtischen Lagen nur schwer genügend Stellplätze sichern lassen.

Selbstfahrendes Parkhaus

Dies ist ein Typ, bei dem man selbst fährt und die Rampen hinauf- und hinunterfährt. Da es sich um einen Innenraum handelt, schützt es Fahrzeuge vor Regen und Sonnenschäden, zugleich entstehen jedoch Risiken beim Befahren der Rampen sowie regelmäßige Wartungskosten. Um Unfälle auf den Rampen zu vermeiden, ist es notwendig, Bewohner über sicheres Fahrverhalten zu informieren.

Mechanisches Parksystem

Die Verwaltungskosten sind unter den drei Arten am höchsten, und regelmäßige Inspektionen sowie der Austausch von Bauteilen sind erforderlich. Es gibt fünf Typen: zweigeschossig überirdisch, zweigeschossig mit Grube, Hebe- und Querverschiebesystem, vertikales Umlaufsystem und Aufzugssystem. Bei jedem unterscheiden sich Bedienung und Einschränkungen nach Fahrzeugtyp. Es wird empfohlen, im Rahmen der Systematisierung von Verwaltungsabläufen einen Plan für die regelmäßige Wartung zu erstellen.

Sechs erforderliche Prüfpunkte bei der Größenkontrolle

Bei mechanischen Parkplätzen müssen Gesamtlänge, Gesamtbreite, Gesamthöhe, Gewicht, Reifenaußenbreite und Bodenfreiheit in jedem Fall geprüft werden. Bei ebenerdigen Parkplätzen und selbstfahrenden Parkhäusern sind Gesamtlänge, Gesamtbreite und Gewicht die Mindestangaben, die geprüft werden sollten.

FahrzeugtypGesamtlänge (Richtwert)Gesamtbreite (Richtwert)Gesamthöhe (Richtwert)
Kei-Car3,400mm1,480mm1,750mm
Kleinwagen4,100mm1,700mm1,500mm
Mittelgroßer Pkw4,700mm1,700mm1,500mm
Van4,800mm1,700mm2,000mm
Großer Pkw5,000mm1,850mm1,500mm

Maßnahmen zur Vermeidung von Parkplatzproblemen in der Verwaltungspraxis

Wichtig ist, ein System zu schaffen, mit dem beim Einzug Fahrzeugtyp und Fahrzeuggröße geprüft und dokumentiert werden. Indem ein erneuter Bestätigungsprozess beim Fahrzeugwechsel ausdrücklich in der Hausordnung verankert und die Meldung an die Verwaltungsgemeinschaft verpflichtend gemacht wird, lassen sich Probleme im Vorfeld vermeiden. Auch die Prüfung der Regeln für mehrere Fahrzeuge pro Wohneinheit und die klare Festlegung von Stellplatzobergrenzen sind wichtige Punkte, um Missverständnisse mit Bewohnern zu vermeiden.

Warum nehmen leerstehende Parkplätze in Wohnanlagen zu?

Hinter der Zunahme leerstehender Parkplätze in Wohnanlagen stehen Veränderungen in der Gesellschaftsstruktur. Die wichtigsten Ursachen sind die folgenden drei Punkte.

Rückgang der Zahl der Autobesitzer

Vor allem in Innenstädten ist die Zahl der Autobesitzer rückläufig. Dazu tragen mehrere Faktoren bei, darunter die Zunahme atypischer Beschäftigung, die Verbreitung von Carsharing, ein besser ausgebauter öffentlicher Nahverkehr und die Rückgabe des Führerscheins im Alter.Besonders bei den unter 29-Jährigen und in den Dreißigern sinkt die Pkw-Besitzquoteund es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt.

Schwer nutzbare Parkplatzstruktur

Mechanische Parksysteme haben Beschränkungen bei Fahrzeuggröße, Gewicht und Höhe, sodass sie immer häufiger nicht mehr zu den vielfältigen heutigen Fahrzeugtypen passen. Hinzu kommt, dass das Ein- und Ausparken auf den unteren Ebenen mehr Zeit erfordert,wodurch strukturelle Unbequemlichkeiten ein Grund für die sinkende Auslastung sind.

Die Nutzungsordnung entspricht nicht den heutigen Anforderungen

Nutzungsregeln, die seit dem Neubau nicht überarbeitet wurden, können ebenfalls zu leerstehenden Parkplätzen führen. Dazu zählen Nutzungsgebühren, die vom lokalen Markt abweichen, oder Beschränkungen für Mieter.Wie bei der Miete sollten auch die Parkplatzkosten an das ortsübliche Preisniveau angepasst werden.

Wie sollte man mit „unbefugtem Parken“ auf leerstehenden Stellplätzen umgehen?

Unbefugtes Parken auf Privatgrundstücken wird nicht nach dem Straßenverkehrsgesetz geahndet und gilt daher als zivilrechtliche Angelegenheit. Auch die Polizei kann nur begrenzt eingreifen, und Selbsthilfe ist rechtlich untersagt.

Angemessene Vorgehensweise bei unbefugtem Parken

  • Sicherung von Beweisen: Fahrzeug und Kennzeichen fotografieren und einen Warnhinweis am Scheibenwischer hinterlassen
  • Meldung an die Polizei: Fahrzeugtyp, Kennzeichen, Farbe und weitere Informationen ordnen und weitergeben
  • Direkte Kontaktaufnahme mit dem Halter: Halterdaten bei der Zulassungsstelle anfordern und ein Einschreiben mit Zustellnachweis senden
  • Beratung durch einen Anwalt: In schweren Fällen kann auch eine Schadensersatzforderung im Rahmen einer Zivilklage in Betracht kommen

Maßnahmen zur Vermeidung unbefugten Parkens

Das Aufstellen von Leitkegeln oder Ketten, Hinweisschildern mit „Unbefugtes Parken verboten“ sowie die Installation von Überwachungskameras sind wirksame Maßnahmen.Überwachungskameras wirken nicht nur abschreckend, sondern helfen auch bei der Sicherung von Beweisaufnahmen.

5 Möglichkeiten zur sinnvollen Nutzung leerstehender Parkplätze

Wer leerstehende Parkplätze ungenutzt lässt, erhöht sowohl das Risiko von Einnahmeverlusten als auch von unbefugtem Parken. Prüfen Sie daher die folgenden fünf Nutzungsoptionen.

1. Vermietung an Nichtbewohner

Wenn Bewohner weiterhin Vorrang haben, können ungenutzte freie Stellplätze an Nachbarn vermietet werden, um stabile Einnahmen zu erzielen.

2. Umwandlung in einen Münzparkplatz

Wird ein System eingeführt, das stundenweise Vermietung ohne größere Bauarbeiten ermöglicht,entsteht der Vorteil, dass Bewohner priorisiert werden können und zugleich eine Vermietung an externe Nutzer möglich ist.

3. Nutzung von Parkplatz-Sharing-Services

Parkplatz-Sharing-Services, die ohne Anfangskosten einfach per Smartphone registriert und verwaltet werden können, sind eine unkomplizierte Möglichkeit zur Monetarisierung.

4. Anwerbung mobiler Verkaufsstände wie Foodtrucks

Wenn freie Stellflächen an Foodtrucks vergeben werden, lassen sich nicht nur bestimmte Einnahmen erzielen, sondern auch die Attraktivität der Wohnanlage steigern.

5. Installation von EV-Ladestationen

Mit der Verbreitung von Elektrofahrzeugen steigt die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur.Dafür sind zwar Investitionen erforderlich, doch es ergeben sich Vorteile sowohl bei der Auslastung als auch bei den Erträgen.

Welche Nutzungsmöglichkeiten gibt es bei mechanischen Parkplätzen?

Mechanische Parkplätze sind meist als zweistöckige Systeme ausgeführt. Das Ein- und Ausparken ist zwar aufwendiger, dafür bieten sie Vorteile beim Diebstahlschutz sowie beim Schutz vor Regen und Wind. Bei Leerstand kommen vor allem die folgenden drei Optionen infrage.

Sublease (externe Vermietung)

Durch die gebündelte Vermietung an einen Sublease-Anbieterlassen sich auch bei Leerstand monatlich konstante Einnahmen sichern. Da auch die Vermarktung und Vertragsabwicklung an den Anbieter delegiert werden können, sinkt zugleich der Verwaltungsaufwand.

Rückbau und Umwandlung in ebenerdige Stellplätze

Durch den Rückbau mechanischer Parkplätze und die Umwandlung in ebenerdige Stellplätze lassen sich Wartungs- und Prüfkosten senken und zugleich die Auslastung verbessern. Allerdingskann der Rückbau je nach vorgeschriebener Stellplatzquote der Wohnanlage schwierig sein, sodass eine vorherige Prüfung erforderlich ist.

Nutzungsänderung

Auch eine Umnutzung zu Motorradstellplätzen oder Lagerräumen kann sinnvoll sein. Beauftragen Sie dafür in jedem Fall einen Fachbetrieb, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Maße sind bei einem mechanischen Parksystem am wichtigsten zu prüfen?

Es ist notwendig, alle sechs Punkte zu prüfen: Gesamtlänge, Gesamtbreite, Gesamthöhe, Gewicht, Reifenaußenbreite und Bodenfreiheit.

Warum ist eine Größenüberschreitung bei einem Parkplatz gefährlich?

Es kommt zu Problemen wie Kratzern an der Karosserie, Schäden an den Reifen oder dazu, dass sich Türen nicht öffnen lassen. Wenn die Ursache in einer Größenüberschreitung liegt, kann es auch Fälle geben, in denen die Versicherung nicht greift.

Wie unterscheiden sich die Verwaltungskosten von mechanischen, ebenerdigen und selbstfahrenden Parkplätzen?

Mechanische Systeme sind am teuersten und erfordern regelmäßige Inspektionen sowie den Austausch von Bauteilen. Selbstfahrende Parkhäuser benötigen Gebäudeinstandhaltung. Ebenerdige Parkplätze haben die niedrigsten Wartungskosten.

Kann man in einer Eigentumswohnanlage mehrere Fahrzeuge besitzen?

Das unterscheidet sich je nach Anlage. Häufig gilt eine Beschränkung auf ein Fahrzeug pro Wohneinheit, und insbesondere in innerstädtischen Lagen kann es vorkommen, dass bereits nicht genügend Stellplätze vorhanden sind. Vor Vertragsabschluss ist daher unbedingt eine Bestätigung erforderlich.

Q. Fallen bei Parkplatz-Sharing-Services Anfangskosten an?

Bei vielen Services fallen keine Anfangskosten an. Die Registrierung ist zudem in wenigen Minuten per Smartphone erledigt.

Q. Kann man Bewohner bei der Parkplatznutzung priorisieren und dennoch extern vermieten?

Ja. Eine Vermietung an externe Nutzer ist zeitlich befristet möglich, bis ein Bewohner Interesse anmeldet.

Q. Können Sharing-Services auch bei mechanischen Parkplätzen genutzt werden?

Das hängt vom jeweiligen Service ab. Freie ebenerdige Stellflächen sind in der Regel leichter nutzbar.

Q. Darf ein unbefugt abgestelltes Fahrzeug abgeschleppt werden?

Selbsthilfe ist rechtlich untersagt. Sichern Sie zunächst Beweise und gehen Sie dann über eine Meldung an die Polizei oder die Kontaktaufnahme mit dem Halter vor.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte