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COLUMN

Wer zahlt bei ablösender Tapete im Mietobjekt? Übliche Reparaturkosten und richtiges Vorgehen

Wer trägt die Kosten, wenn sich Tapeten in einer Mietwohnung lösen? Dieser Leitfaden erläutert die Abgrenzung zwischen Mieter- und Vermieterverantwortung, typische Kosten und mögliche Sofortmaßnahmen. Bei Bedarf berät Sie INA&Associates.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Wenn sich die Tapete in einer Mietwohnung löst, ist die Frage, wer die Reparaturkosten trägt, für Mieter von großer Bedeutung. Kurz gesagt gilt: Löst sich die Tapete aufgrund natürlicher Abnutzung, trägt der Vermieter die Kosten; löst sie sich durch ein Verschulden des Mieters, trägt der Mieter die Kosten. In diesem Artikel erläutern wir die üblichen Kosten und die richtige Vorgehensweise im Detail.

Was sind die Ursachen dafür, dass sich Tapeten in Mietobjekten lösen?

Für sich lösende Tapeten gibt es im Wesentlichen zwei Hauptursachen. Für eine angemessene Reaktion ist es wichtig, zunächst die Ursache korrekt festzustellen.

Ablösung durch Feuchtigkeit

Tapeten haben die Eigenschaft, sich bei hoher Feuchtigkeit auszudehnen und bei Trockenheit zusammenzuziehen. Wenn sich dieses Dehnen und Schrumpfen wiederholt, lässt die Klebekraft nach und die Tapete löst sich nach und nach. Besonders in Bereichen, in denen sich leicht Feuchtigkeit staut, etwa im Waschraum oder in der Küche, ist Vorsicht geboten.

Ablösung durch Alterung

Die Lebensdauer von Tapeten wird allgemein auf etwa 10 Jahre geschätzt. Bei älteren Objekten kann sich die Tapete aufgrund gealterter Klebstoffe ganz natürlich lösen.

Wer trägt die Reparaturkosten für die Tapete?

Wer die Reparaturkosten tragen muss, hängt davon ab, ob die Ablösung durch ein Verschulden des Mieters oder durch natürliche Alterung verursacht wurde. Maßstäbe dafür sind auch in den Richtlinien des japanischen Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus zu Streitigkeiten rund um die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands festgelegt.

Fälle, in denen der Mieter zahlt

  • Die Tapete hat sich an einer Stelle gelöst, an der Poster angebracht waren
  • Die Tapete hat sich gelöst, weil Löcher mit Nägeln oder Schrauben in die Wand gemacht wurden
  • Die Tapete hat sich gelöst, weil Kondenswasser unbehandelt blieb und Feuchtigkeit verursachte

Diese Fälle gelten als Verschulden des Mieters, daher trägt der Mieter die Reparaturkosten.

Fälle, in denen der Vermieter zahlt

Ablösungen, die durch Verschmutzung, Kratzer oder Ausbleichen infolge natürlicher Alterung entstehen, fallen zulasten des Vermieters. Auch die Richtlinien definieren Abnutzung durch gewöhnliche Nutzung so, dass der Vermieter die Reparaturkosten trägt.

Wie hoch sind die üblichen Kosten für die Reparatur von Tapeten?

Die Reparaturkosten unterscheiden sich je nach Ausmaß der Ablösung und Art der Tapete. Nachfolgend finden Sie die gängigen Richtwerte.

ReparaturinhaltÜbliche Kosten
Teilweiser Austausch auf kleiner Flächeunter 1.000 Yen
Flickreparatur (einige cm²)3.000 bis 5.000 Yen/Stelle
Reparatur bis in den Bereich der Platte20.000 bis 50.000 Yen
Vollständiger Austausch von DesignertapetenTapetenkosten + Ausführungskosten

Außerdem gilt: Wenn die Mietdauer 6 Jahre oder mehr beträgt, sinkt der Restwert der Tapete auf 1 Yen, sodass die Pflicht zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands faktisch entfällt. Bei einer Mietdauer von 3 Jahren halbiert sich der Wert, und damit reduziert sich auch der zu tragende Betrag um die Hälfte.

Welche vorbeugenden Maßnahmen helfen, damit sich Tapeten weniger leicht lösen?

Die wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen sind tägliches Lüften und der richtige Umgang mit Wärmequellen.

Konsequent lüften

Da Feuchtigkeit die größte Ursache ist, ist tägliches Lüften besonders wichtig. Nutzen Sie vor allem im Waschraum und in der Küche sowohl Abluftventilator als auch Fenster, um Feuchtigkeit entweichen zu lassen.

Auf die Position von Heizgeräten achten

Wenn Heizgeräte wie Öfen direkt an der Wand stehen, kann sich die Tapete durch Hitze leichter lösen. Stellen Sie solche Geräte daher möglichst mit Abstand zur Wand auf.

Kann man kleine Ablösungen selbst reparieren?

Wenn sich die Ablösung nur auf einen sehr kleinen Bereich beschränkt, können Sie sich an den Punkten bei der Auswahl einer Mietverwaltungsfirma orientieren, zunächst die Hausverwaltung konsultieren und dann mit Tapetenkleber oder einem handelsüblichen Reparaturset eine provisorische Ausbesserung vornehmen. Allerdings gilt: Bei großflächigen Ablösungen wirkt das Ergebnis in Laienhand oft unnatürlich, daher ist die Beauftragung eines Fachbetriebs die sichere Wahl.

Hilfreich für Verhandlungen beim Auszug ist außerdem, die Richtlinien zur Mietminderung und die Reform des Zivilrechts zu kennen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q. Wenn sich die Tapete in einer Mietwohnung von selbst löst, wer trägt dann die Reparaturkosten?

Eine natürliche Ablösung durch Alterung trägt grundsätzlich der Vermieter. Liegt kein Verschulden des Mieters vor, werden ihm die Kosten nicht in Rechnung gestellt.

Q. Mit welchen Kosten muss man für die Reparatur einer Tapete ungefähr rechnen?

Bei einer kleineren, lokalen Reparatur liegen die Kosten bei unter 1.000 Yen. Wenn auch der Plattenbereich repariert werden muss, liegt der Richtwert bei 20.000 bis 50.000 Yen.

Q. Was passiert, wenn sich die Tapete nach mehr als 6 Jahren Mietdauer löst?

Nach mehr als 6 Jahren Mietdauer beträgt der Restwert der Tapete 1 Yen, sodass eine Pflicht zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands faktisch nicht mehr entsteht. Bei vorsätzlicher Beschädigung kann jedoch ein Teil der Kosten berechnet werden.

Q. Gibt es Möglichkeiten, das Ablösen von Tapeten zu verhindern?

Wirksam sind tägliches Lüften, ein Abstand von Heizgeräten zur Wand und das regelmäßige Abwischen von Kondenswasser.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte