Die Liberalisierung des Strommarkts ist ein System, bei dem Verbraucher ihren Stromanbieter und Tarif frei wählen können. Seit April 2016 ist der Markt auch für Privathaushalte vollständig liberalisiert, und es sind vielfältige Tarife entstanden.
Warum wurde die Strommarktliberalisierung eingeführt?
Die Strommarktliberalisierung wurde seit dem Jahr 2000 schrittweise vorangetrieben. Ausgelöst durch das Große Ostjapanische Erdbeben im Jahr 2011 wurden die Schwächen der Stromversorgung offenkundig, wodurch die Liberalisierung für Privathaushalte beschleunigt wurde. Ziele sind eine stabile Stromversorgung, die Dämpfung der Stromkosten und eine höhere betriebliche Effizienz der Unternehmen.
Welche Vorteile hat die Strommarktliberalisierung?
- Sie können aus vielfältigen Tarifen den für sich passenden auswählen
- Der Stromverbrauch wird durch Smart Meter transparenter
- Nutzung von Tarifen mit Punktesystemen oder Kombinationsrabatten
- Sie können Strom aus umweltfreundlichen erneuerbaren Energien wählen
- Es gibt auch besondere Tarife, etwa Nachtstromtarife, Kraftstoffrabatte oder Tarife mit unbegrenztem Videostreaming
Gibt es Nachteile oder Punkte, auf die man achten sollte?
- Der Vergleich von Stromanbietern und Tarifen kann zeitaufwendig sein
- Bei einer Kündigung können Vertragsstrafen oder Gebühren anfallen
- Marktpreisgebundene Tarife bergen das Risiko stark steigender Stromkosten
Kann man auch in Mietobjekten den Stromanbieter wechseln?
Wenn der Vertrag direkt zwischen dem Stromanbieter und dem Mieter besteht, ist ein Wechsel möglich. Allerdings ist bei Objekten mit Hochspannungs-Sammelbezug oder bei Immobilien, die vom Vermieter zentral verwaltet werden kein individueller Wechsel möglich. Ein wichtiger Prüfpunkt ist, ob monatlich ein Zählerablesebeleg zugestellt wird.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F. Wird der Strom abgeschaltet, wenn ein neuer Stromanbieter insolvent wird?
Nein. Sie werden automatisch in einen Übergangstarif überführt, und die Stromversorgung läuft weiter.
F. Ist der Wechselprozess kompliziert?
Nein. Es reicht aus, sich beim neuen Stromanbieter anzumelden; die Kündigung beim bisherigen Anbieter übernimmt der neue Anbieter für Sie.
F. Kann man auch in einem vollelektrischen Haus zu einem neuen Stromanbieter wechseln?
Ja, das ist möglich. Allerdings müssen Sie einen Anbieter wählen, der einen Tarif für vollelektrische Häuser anbietet.
Das Management der Stromkosten in Mietobjekten ist ein wichtiger Bestandteil einer Immobilienbewirtschaftung, die die Zufriedenheit der Mieter erhöht.