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COLUMN

Wie funktioniert ein FI-Schutzschalter? Maßnahmen, Austauschzeitpunkt und Kosten

Dieser Leitfaden erklärt die Funktionsweise von FI-Schutzschaltern, ihre wichtigsten Typen und das richtige Vorgehen bei einer Auslösung. Außerdem behandelt er den passenden Austauschzeitpunkt, typische Kosten und Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlerströmen als wichtiges Grundwissen für die Immobilienverwaltung.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Ein Fehlerstrom liegt vor, wenn aufgrund gealterter Leitungen oder Kabel Strom nach außen abfließt. Da Fehlerstrom Stromunfälle und Brände verursachen kann, ist eine frühzeitige Erkennung durch einen Fehlerstromschutzschalter unverzichtbar. In diesem Artikel erläutern wir die Funktionsweise eines Fehlerstromschutzschalters, das richtige Vorgehen nach dem Auslösen und Anzeichen für einen Austausch verständlich.

Warum ist Fehlerstrom gefährlich? Auswirkungen auf den menschlichen Körper

Fehlerstrom ist ein Zustand, bei dem Strom aus elektrischen Leitungen oder Geräten nach außen austritt. Die Auswirkungen auf den menschlichen Körper unterscheiden sich je nach Stromstärke, Einwirkdauer und Stromweg.

StromstärkeAuswirkungen auf den menschlichen Körper
0.5〜1mALeichtes Kribbeln, aber nur geringe Gefahr
5mADeutlich schmerzhafter Stromschlag
10〜20mAMuskelverkrampfung, der Körper lässt sich nicht mehr bewegen
50mAGefahr von Kammerflimmern, möglicher Herz-Lungen-Stillstand
100mALebensgefährliche Verletzung, Herz-Lungen-Stillstand

Welche drei Arten von Schutzschaltern gibt es?

Ampereschalter

Dies ist der gängigste Schalter auf der linken Seite des Verteilerkastens. Er unterbricht die Stromversorgung, wenn der vertraglich vereinbarte Amperewert überschritten wird.

Fehlerstromschutzschalter

Er befindet sich in der Mitte des Verteilerkastens und unterbricht den Stromkreis automatisch, sobald Fehlerstrom erkannt wird. Wenn er ausgelöst hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass irgendwo im Haus ein Fehlerstrom vorliegt.

Sicherungsautomat

Er ist in den Abzweigstromkreisen zu den einzelnen Räumen installiert und schaltet die Stromversorgung ab, wenn der zulässige Strom überschritten wird, um Leitungen und Geräte zu schützen.

Wie funktioniert ein Fehlerstromschutzschalter?

Im Normalbetrieb sind Hin- und Rückstrom im Stromkreis gleich groß. Tritt Fehlerstrom auf, entsteht eine Differenz. Diese Differenz wird vom Summenstromwandler (ZCT) erkannt. Überschreitet sie einen bestimmten Wert, aktiviert sich die elektromagnetische Auslöseeinheit und unterbricht den Stromkreis. Durch das schnelle Abschalten eines Fehlerstroms von etwa 15〜30mA lassen sich Stromunfälle verhindern.

Arten von Fehlerstromschutzschaltern und Auswahlkriterien

  • Hochempfindlicher Typ (Schnelltyp):Optimal zum Schutz vor Stromschlägen, Auslösezeit innerhalb von 0,1 Sekunden
  • Hochempfindlicher Typ (zeitverzögert):Verhindert großflächige Stromausfälle, Einsatz im Hauptbereich des Verteilerkastens
  • Mittelempfindlicher Typ:Zum Schutz von Hauptleitungen in Schaltanlagen
  • Niedrigempfindlicher Typ:Zum Schutz vor Schäden durch Erdschlusslichtbögen

Mit der Testtaste die ordnungsgemäße Funktion prüfen

Die Testtaste des Fehlerstromschutzschalters dient dazu, seine ordnungsgemäße Funktion zu überprüfen. Für mehr Sicherheit empfiehlt sich mindestens ein Test pro Monat.

Testablauf

  1. Prüfen, ob der Fehlerstromschutzschalter auf ON steht
  2. Die Testtaste drücken
  3. Prüfen, ob der Schalter auf OFF springt und die Elektrogeräte stromlos werden
  4. Den Fehlerstromschutzschalter wieder auf ON stellen, damit ist der Test abgeschlossen

Sind Fehlerstromschutzschalter und Erdungsleitung beide notwendig?

Die Erdungsleitung hat die Aufgabe, Strom von Elektrogeräten in die Erde abzuleiten und so Stromschläge zu verhindern. Auch ein Fehlerstromschutzschalter allein kann Fehlerstrom in manchen Fällen erkennen, mit angeschlossener Erdungsleitung gelingt die Erkennung jedoch schneller. Die Kombination aus beidem erhöht die Sicherheit deutlich.

Wann sollte ein Fehlerstromschutzschalter ausgetauscht werden und welche Kosten sind üblich?

Richtwert für die Lebensdauer

Die Lebensdauer eines Fehlerstromschutzschalters beträgt etwa 13〜15 Jahre. Treten die folgenden Symptome auf, sollte ein Austausch oder eine Wartung geprüft werden.

  • Das Gerät wird ungewöhnlich heiß
  • Es treten ungewöhnliche Gerüche oder Geräusche auf
  • Das Gehäuse verfärbt sich
  • Die Testtaste funktioniert nicht ordnungsgemäß

Übliche Austauschkosten

ArtÜblicher Preisrahmen
Fehlerstromschutzschalterca. 9.000 bis 20.000 Yen
Sicherungsautomatca. 4.000 bis 10.000 Yen
Austausch des Verteilerkastensca. 20.000 bis 50.000 Yen
Gesamtkosten bei Beauftragung eines Fachbetriebsca. 5.000 bis 50.000 Yen

Ein eigenständiger Austausch ist gesetzlich verboten und erfordert die Qualifikation als Elektrofachkraft. Bei einem Austausch ohne entsprechende Qualifikation drohen eine Geldstrafe von bis zu 30.000 Yen oder bis zu 3 Monate Freiheitsstrafe.

Was tun, wenn der Fehlerstromschutzschalter ausgelöst hat?

  1. Alle Schalter auf „Aus“ stellen
  2. Ampereschalter und Fehlerstromschutzschalter auf „Ein“ stellen
  3. Die Sicherungsautomaten nacheinander auf „Ein“ stellen, um den fehlerhaften Stromkreis zu identifizieren
  4. Nur den fehlerhaften Stromkreis auf „Aus“ lassen und die Stromversorgung über die übrigen Stromkreise wiederherstellen
  5. Einen Fachbetrieb mit der Untersuchung des Fehlerstroms beauftragen

Fünf Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlerstrom

  • Elektrogeräte nicht mit nassen Händen berühren:verhindert Stromunfälle
  • Kabel nicht bündeln oder knicken:am besten in sanften Bögen führen
  • Defekte Geräte und Kabel frühzeitig austauschen:verhindert Kurzschlüsse
  • Auf den Stromverbrauch achten:gleichzeitige Nutzung großer Geräte vermeiden
  • Den vertraglichen Amperewert überprüfen:den Vertrag an den tatsächlichen Verbrauch anpassen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Q. Wie viele Jahre hält ein Fehlerstromschutzschalter?

Als Richtwert gelten etwa 13〜15 Jahre. Prüfen Sie durch regelmäßige Tests und Kontrollen, ob das Gerät weiterhin ordnungsgemäß funktioniert.

Q. Warum löst ein Fehlerstromschutzschalter häufig aus?

Mögliche Ursachen sind defekte Elektrogeräte, gealterte Leitungen oder eine verminderte Isolierung durch Feuchtigkeit. Lassen Sie dies durch einen Fachbetrieb prüfen.

Q. Sollte die Erdungsleitung immer angeschlossen sein?

Ja. In Kombination mit dem Fehlerstromschutzschalter kann Fehlerstrom schneller erkannt werden, wodurch die Sicherheit steigt.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte