Es gibt nicht wenige Eigentümer, die ihr Grundstück wirksam nutzen möchten, zugleich jedoch unter Steuerbelastungen und Verwaltungskosten leiden. Deshalb rückt die Fachqualifikation "Landnutzungsplaner" zunehmend in den Fokus. Diese Qualifikation unterstützt nicht nur die Beratung von Grundeigentümern, sondern trägt auch unmittelbar zur Weiterentwicklung als professioneller Immobilienexperte bei.
Was ist ein Landnutzungsplaner?
Ein Landnutzungsplaner ist ein Fachmann mit breit angelegtem Spezialwissen in den Bereichen Grundstücksrecht, Steuern, Finanzplanung und Geschäftsplanung, der die Nutzung von Grundstücken unterstützt. Die Qualifikation wurde 2015 eingeführt und ist vergleichsweise neu. In einer Zeit, in der das Problem leerstehender Häuser zunimmt, wächst auch der Bedarf daran.
Was bedeutet Landnutzung überhaupt?
Landnutzung bedeutet, aus einem im Eigentum befindlichen Grundstück Erträge zu erzielen. Dazu gehören verschiedene Methoden wie der Bau von Mietapartments und Wohnanlagen, der Betrieb von Parkplätzen oder die Vermietung an Gewerbeeinrichtungen. Bei einer passenden Nutzung ist auch ein Steuerspareffekt bei der Grundsteuer zu erwarten, sodass sie deutlich mehr Vorteile bietet als ein bloßer Besitz.
Welche Vorteile bietet der Erwerb der Qualifikation als Landnutzungsplaner?
Man entwickelt eine fundierte Urteilskraft
Bei der Grundstücksnutzung bewegen sich hohe Summen, sodass Fehlentscheidungen zu erheblichen Verlusten führen können. Durch den Erwerb von Fachwissen im Rahmen der Qualifikation wird es möglich, Risiken richtig einzuordnen und präzise Entscheidungen zu treffen.
Man kann vertrauenswürdige Immobilienunternehmen besser erkennen
Mit den Kenntnissen eines Landnutzungsplaners ist es möglich, mit Ansprechpartnern von Immobilienunternehmen auf Augenhöhe zu verhandeln. Dadurch lassen sich auch Ansprechpartner erkennen, die eher den eigenen Unternehmensvorteil als den Nutzen des Kunden priorisieren.
Die Fachlichkeit und Glaubwürdigkeit in der Immobilienpraxis steigen
Für Menschen, die in einem Immobilienunternehmen arbeiten, gilt: Der Besitz dieser Qualifikation stärkt das Vertrauen der Kunden und kann auch zu besseren Vertriebsergebnissen beitragen. Mit einer fundierten Wissensbasis lässt sich eine präzisere Beratungsleistung erbringen.
Wie wird man Landnutzungsplaner?
Man legt die Zertifizierungsprüfung ab
Die Prüfung findet jedes Jahr im Februar und September an sechs Prüfungsorten statt: Tokio, Osaka, Nagoya, Sendai, Fukuoka und Sapporo. Es gibt keine Einschränkungen bei der Prüfungszulassung, sodass Menschen unabhängig von Alter und Geschlecht teilnehmen können.
Für die Registrierung ist Praxiserfahrung erforderlich
Nach dem Bestehen ist für die Registrierung als Landnutzungsplaner entweder mindestens zwei Jahre Praxiserfahrung in der Immobilien- oder Baubranche (ausgenommen allgemeine Verwaltungstätigkeiten) erforderlich, oder der Besitz einer festgelegten Qualifikation wie Rechtsanwalt oder Vermessungsingenieur über mindestens zwei Jahre.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q. Worin liegt der Unterschied zwischen einem Landnutzungsplaner und einem Immobilienhandelsfachmann?
A. Der Immobilienhandelsfachmann ist eine staatliche Qualifikation, die für die Vermittlung von Immobilientransaktionen erforderlich ist. Der Landnutzungsplaner hingegen ist eine Fachqualifikation, die sich auf Nutzungskonzepte für Grundstücke, Steuerfragen, Rechtsfragen und Geschäftsplanung konzentriert. Wer beide Qualifikationen besitzt, kann eine noch höhere Beratungsqualität entfalten.
Q. Ist die Qualifikation als Landnutzungsplaner schwierig?
A. Die Prüfung deckt ein breites Spektrum ab, darunter Rechtsfragen, Steuern und Finanzplanung rund um die Grundstücksnutzung. Es gibt jedoch keine Einschränkungen bei der Prüfungszulassung. Wer auf Basis der offiziellen Lehrmaterialien lernt, hat gute Chancen zu bestehen.
Q. Kann man die Prüfung auch ablegen, wenn man kein Grundstück besitzt?
A. Ja, es gibt keine Voraussetzungen für die Prüfungszulassung. Neben Menschen, die bereits in immobilienbezogenen Berufen arbeiten, können auch Grundeigentümer oder interessierte Privatpersonen mit Interesse an der Grundstücksnutzung teilnehmen.
Q. In welchen Situationen lässt sich die Qualifikation nach dem Erwerb nutzen?
A. Sie lässt sich in vielen Situationen einsetzen, etwa im Vertrieb und in der Beratung eines Immobilienunternehmens, zur Verbesserung der eigenen Urteilskraft als Grundeigentümer oder zum Erwerb von Wissen für Nachfolge- und Erbschaftsstrategien.