Erfolgreiche Immobilieninvestoren verfügen über gemeinsame Denkmuster und tägliche Gewohnheiten. Verhaltensprinzipien zu verankern, die nicht auf kurzfristige Gewinne, sondern auf langfristiges Vermögenswachstum ausgerichtet sind, ist der Schlüssel zum nachhaltigen Aufbau von Wohlstand.
Warum entscheiden „Gewohnheiten“ über Erfolg oder Misserfolg beim Vermögensaufbau?
Vermögensaufbau wird nicht durch eine einzelne Entscheidung bestimmt, sondern durch die Summe täglicher Entscheidungen. Auch bei Immobilieninvestitionen wirken sich nicht nur Kaufentscheidungen, sondern ebenso Gewohnheiten wie das laufende Einnahmen- und Ausgabenmanagement, die Informationsbeschaffung und der Aufbau von Netzwerken stark auf die langfristige Rendite aus.
Welche fünf Gewohnheiten zeichnen erfolgreiche Immobilieninvestoren aus?
Gewohnheit 1: Den Cashflow jeden Monat erfassen
Erfolgreiche Investoren erfassen und analysieren den Cashflow aller Immobilien monatlich. Sie verwalten Mieteinnahmen, Verwaltungskosten, Reparaturkosten, Darlehensrückzahlungen und Steuern nach einzelnen Positionen und behalten die Rentabilität jeder Immobilie jederzeit im Blick.
Durch die Visualisierung der Kennzahlen lassen sich Immobilien mit schwacher Performance frühzeitig erkennen, sodass Entscheidungen zu Verkauf oder Renovierung zügig getroffen werden können.
Gewohnheit 2: Den Leverage angemessen steuern
Der Einsatz von Fremdkapital ist die größte Stärke von Immobilieninvestitionen, doch ein zu hoher Leverage erhöht die Risiken. Erfolgreiche Investoren überwachen daher die folgenden Kennzahlen fortlaufend.
- LTV(Loan to Value): Als Richtwert auf 70 % oder weniger steuern
- DSCR(Debt Service Coverage Ratio): Mindestens das 1,3-Fache aufrechterhalten
- Verfügbare Liquidität: Mindestens Rückzahlungsbeträge für 6 Monate in bar halten
Gewohnheit 3: Marktinformationen regelmäßig sammeln
Der Immobilienmarkt verändert sich je nach Wirtschaftslage, Zinsentwicklung und Demografie. Erfolgreiche Investoren prüfen daher die folgenden Informationsquellen regelmäßig.
- REINS-Abschlussdaten (monatlich)
- Ergebnisse der geldpolitischen Sitzungen der Bank of Japan
- Bevölkerungsstatistik des Ministeriums für Innere Angelegenheiten und Kommunikation (vierteljährlich)
- Offizielle Bodenrichtwerte und Referenzlandpreise des Ministeriums für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus (jährlich)
Gewohnheit 4: Netzwerke kontinuierlich aufbauen
Informationen über hochwertige Objekte werden häufig gehandelt, bevor sie auf den öffentlichen Markt gelangen. Wer Beziehungen zu Immobilienunternehmen, Finanzinstituten, Steuerberatern und anderen Investoren im Alltag aufbaut und pflegt, kann Investitionen tätigen, die Informationsasymmetrien gezielt nutzen.
Gewohnheit 5: Die Exit-Strategie immer mitdenken
Bereits beim Kauf eine Verkaufsszenario mitzudenken, erhöht die Effizienz des Vermögensaufbaus. Wichtig ist, mehrere Exit-Szenarien vorzubereiten und dabei Baualter, Zukunftsperspektive der Lage und Zinsentwicklung zu berücksichtigen.
FAQ zum Vermögensaufbau
F1. Welche Gewohnheit ist in der Anfangsphase von Immobilieninvestitionen am wichtigsten?
Die Erfassung und Analyse des Cashflows. Ohne die Gewohnheit, Kennzahlen präzise zu verstehen, steigt die Qualität von Investitionsentscheidungen nicht. Empfehlenswert ist, Tabellenkalkulationen oder Investment-Management-Apps zu nutzen und sich zuerst die Gewohnheit anzueignen, Einnahmen und Ausgaben monatlich zu erfassen.
F2. Wie sollte beim Vermögensaufbau das Verhältnis zwischen Immobilieninvestitionen und Finanzanlagen aussehen?
Im Allgemeinen gilt eine Verteilung von 30 bis 50 % des Gesamtvermögens auf Immobilien und des restlichen Anteils auf Finanzanlagen wie Aktien, Anleihen und Bargeld als ausgewogenes Portfolio. Unter Berücksichtigung des Liquiditätsrisikos sollte vermieden werden, das gesamte Vermögen in Immobilien zu konzentrieren.
F3. Gibt es Gewohnheiten, mit denen man schon bei kleinem Vermögen beginnen kann?
Auch ohne bereits eine Immobilie zu besitzen, lassen sich Marktbeobachtung und Einnahmen-Ausgaben-Simulationen sofort zur Gewohnheit machen. Wer Renditeberechnungen und Cashflow-Analysen mit realen Objektdaten wiederholt durchführt, entwickelt seine Fähigkeit zu fundierten Investitionsentscheidungen weiter.