Eine Mietgarantiegesellschaft (Mietausfallbürgschaftsgesellschaft) ist ein Unternehmen, das einspringt, wenn ein Mieter mit der Mietzahlung in Verzug gerät. Da dadurch auch ohne verfügbaren Bürgen eine Mietwohnung angemietet werden kann, hat die Nutzung in den letzten Jahren zugenommen. In diesem Artikel erläutern wir die Rolle von Mietgarantiegesellschaften, den Ablauf der Prüfung sowie die Gründe für eine Ablehnung und die passenden Gegenmaßnahmen im Detail.
Was ist eine Mietgarantiegesellschaft und welche Rolle übernimmt sie?
Eine Mietgarantiegesellschaft ist ein Unternehmen, das die Kosten übernimmt, wenn ein Mieter die Miete nicht zahlt. Da sie an die Stelle eines Bürgen tritt, kann auch dann eine Mietimmobilie angemietet werden, wenn im persönlichen Umfeld niemand als Bürge infrage kommt.
Wie die Garantiegebühr funktioniert
Der Mieter schließt einen Mietgarantievertrag ab und zahlt eine Garantiegebühr. Diese beträgt bei Vertragsbeginn in der Regel 0,5 bis 1 Monatsmiete und wird üblicherweise zusammen mit Kaution und Schlüsselgeld als Anfangskosten berechnet. Die Vertragslaufzeit beträgt 1 bis 2 Jahre; bei einer Verlängerung fällt eine Verlängerungsgebühr an (pauschal etwa 10.000 Yen oder 10 bis 30 % der Miete). Anders als die Kaution wird die Garantiegebühr nicht zurückerstattet.
Was abgesichert wird
In der Regel sind die folgenden Kosten durch die Garantie abgedeckt.
- Miete, Nebenkosten und Verwaltungsgebühren
- Verlängerungsgebühr
- Hausreinigungskosten und Kosten für den Schlüsseltausch
- Vertragsstrafen und Kosten für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands beim Auszug
- Gerichtskosten bei Streitigkeiten wegen nicht gezahlter Miete
Je nach Tarif unterscheidet sich der Garantieumfang jedoch, daher ist eine vorherige Prüfung erforderlich.
Unterschied zum Bürgen
Eine Mietgarantiegesellschaft deckt ausschließlich finanzielle Verpflichtungen ab. Anders als ein Bürge kann sie den Mieter nicht zu seinem Lebenswandel beraten oder ihn darauf hinweisen.
Welche drei Arten von Mietgarantiegesellschaften gibt es?
Mietgarantiegesellschaften lassen sich in drei Arten einteilen: unabhängige Anbieter, Verbandsanbieter (LICC-Mitglieder) und kreditbasierte Anbieter. Die Strenge der Prüfung unterscheidet sich je nach Typ.
| Art | Prüfungsmaßstab | Merkmale |
|---|---|---|
| Unabhängig | Eigene Maßstäbe (eher locker) | Keine Abfrage von Bonitätsdaten oder Mietrückständen. Die Garantiegebühr ist etwas höher |
| Verbandsanbieter (LICC) | Informationsaustausch zwischen LICC-Mitgliedern | Frühere Rückstände bei einem Mitgliedsunternehmen wirken sich nachteilig aus. Die Daten werden 5 Jahre nach Vertragsende gespeichert |
| Kreditbasiert | Bonitätsabfrage (strenger) | Auch Rückstände bei Kreditkarten und Privatinsolvenzen werden geprüft. Die Garantiegebühr ist günstiger |
Da häufig der Vermieter die Mietgarantiegesellschaft vorgibt, kann es sein, dass der Mieter sie nicht selbst wählen kann.
Wie läuft die Prüfung durch eine Mietgarantiegesellschaft ab?
Die Prüfung verläuft in den folgenden vier Schritten.
- Einreichung der erforderlichen Unterlagen:Ausweis, Einkommensnachweis, Meldebescheinigung sowie Unterlagen des Bürgen werden über das Immobilienunternehmen eingereicht
- Durchführung der Prüfung:Geprüft werden unter anderem die Persönlichkeit des Mietinteressenten und seine Fähigkeit, die Miete zu zahlen
- Kontakt zur Identitätsbestätigung:Gegebenenfalls wird die Zustimmung des Bürgen bestätigt
- Mitteilung des Ergebnisses:In der Regel liegt das Ergebnis innerhalb von etwa einer Woche vor
Warum wird die Prüfung durch eine Mietgarantiegesellschaft abgelehnt?
Die wichtigsten Gründe für eine Ablehnung sind die folgenden.
Das Einkommen reicht nicht aus
Als Richtwert gilt, dass die Miete höchstens 30 % des Nettoeinkommens betragen sollte. Liegt sie darüber, entstehen Zweifel an der Zahlungsfähigkeit.
Es gibt eine Vorgeschichte von Mietrückständen
Wenn in der Vergangenheit bei Nutzung einer Garantiegesellschaft Mietrückstände entstanden sind, werden diese Informationen zwischen den Garantiegesellschaften geteilt. Ein einmaliges Versehen von etwa einem Monat wirkt sich meist nur begrenzt aus, aber wiederholte Mietrückstände beeinflussen die Prüfung erheblich.
Negative Einträge in der Bonitätsauskunft
Zahlungsverzüge bei Kreditkarten oder Darlehen werden 5 bis 10 Jahre lang gespeichert. Für kreditbasierte Garantiegesellschaften ist dies ein besonders wichtiger Prüfpunkt.
Negative Informationen im Internet
Viele Garantiegesellschaften suchen während der Prüfung online und in sozialen Netzwerken nach dem Namen des Antragstellers. Diffamierende Beiträge oder Fotos mit schlechtem Eindruck können sich auf die Prüfung auswirken.
Was kann man tun, wenn die Prüfung abgelehnt wurde?
Auch nach einer einmaligen Ablehnung besteht die Möglichkeit, die nächste Prüfung zu bestehen, wenn die Situation verbessert wird.
- Probleme identifizieren und verbessern:Wenn das Auftreten oder Verhalten die Ursache ist, sollte dies verbessert werden; wenn das Einkommen nicht zur Miete passt, sollte das angestrebte Mietniveau gesenkt werden
- Mit Mindestanforderungen nach einer Immobilie suchen:Statt die Bedingungen zu stark einzugrenzen, kann man ein Immobilienunternehmen konsultieren, um sich Objekte mit niedrigerer Miete vorstellen zu lassen
- Eine Immobilie wählen, bei der der Vermieter oder die Hausverwaltung prüft:Die Prüfung kann etwas weniger streng sein als bei einer Garantiegesellschaft
Welche Risiken bestehen bei der Nutzung einer Mietgarantiegesellschaft?
Bei der Nutzung einer Mietgarantiegesellschaft sollten auch die folgenden Risiken berücksichtigt werden.
- Unterlassene Meldung eines Vorfalls:Wenn Mietrückstände nicht fristgerecht gemeldet werden, erfolgt unter Umständen keine Ersatzleistung
- Insolvenzrisiko der Garantiegesellschaft:Wenn Mietrückstände gehäuft auftreten, kann sich die Ertragslage der Garantiegesellschaft verschlechtern; ein Insolvenzrisiko ist daher nicht völlig auszuschließen
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F. Was ist der Unterschied zwischen einer Mietgarantiegesellschaft und einem Bürgen?
Eine Mietgarantiegesellschaft übernimmt nur die finanzielle Absicherung. Ein Bürge übernimmt zusätzlich die Rolle, den Mieter in Bezug auf sein Verhalten und seinen Lebenswandel zu beraten oder darauf hinzuweisen.
F. Wie hoch ist die Garantiegebühr?
Zu Beginn liegt sie üblicherweise bei 0,5 bis 1 Monatsmiete. Bei einer Verlängerung fällt meist eine pauschale Gebühr von etwa 10.000 Yen oder eine Verlängerungsgebühr von 10 bis 30 % der Miete an.
F. Welche Merkmale haben Personen, deren Prüfung eher abgelehnt wird?
Wer ein Einkommen von weniger als dem Dreifachen der Miete hat, Mietrückstände in der Vergangenheit aufweist, negative Einträge in der Bonitätsauskunft hat oder im Internet negativ auffällt, hat tendenziell geringere Chancen, die Prüfung zu bestehen.
F. Bei welchen Garantiegesellschaften ist die Prüfung vergleichsweise leicht zu bestehen?
Unabhängige Garantiegesellschaften (フォーシーズ、日本セーフティー usw.) arbeiten mit eigenen Prüfungsmaßstäben und fragen keine Bonitätsdaten ab, weshalb sie als vergleichsweise leichter zu bestehen gelten.