Immobilien-Investmentseminare sind in Japan ein eigenständiger Marktkanal, für den es im deutschsprachigen Raum keine direkte Entsprechung gibt: Bauträger, Verwalter und Vertriebsgesellschaften laden Interessenten zu kostenlosen Abendveranstaltungen ein, und ein erheblicher Teil aller privaten Anlageentscheidungen beginnt dort. Wer ein solches Seminar auswählt, liegt mit drei Prüfsteinen selten falsch: Referent, Inhalt und veranstaltendes Unternehmen. Wer unterrichtet? Werden neben Erfolgsbeispielen auch Fehlschläge und konkrete Zahlen behandelt? Verfügt der Veranstalter über Betriebsjahre und nachweisbare Verwaltungsleistung? Wer diese drei Punkte vor der Anmeldung prüfen kann, verlässt die Veranstaltung mit mehr eigenen Entscheidungsgrundlagen. Umgekehrt gilt: Bleiben alle drei Punkte im Dunkeln und wird nur betont, dass sich „mühelos hohe Erträge erzielen lassen", steht mitunter der Verkauf einer bestimmten Immobilie im Vordergrund.
Das Angebot ist unübersichtlich, und gerade Einsteiger fragen uns regelmäßig, woran sie sich orientieren sollen. Anders als in Deutschland, wo Anlageentscheidungen häufig über Makler, Bank oder Steuerberater angebahnt werden, ist das Seminar in Japan oft der erste und prägendste Kontaktpunkt – mit entsprechend großem Einfluss auf das spätere Portfolio. Dieser Beitrag ordnet vier Prüfpunkte vor der Anmeldung, die drei tragenden Beurteilungsachsen, die unterschiedliche Herangehensweise von Einsteigern und Grundbesitzern beziehungsweise vermögenden Anlegern, die Seminartypen, die Vorbereitung auf den Veranstaltungstag sowie die Erkennungsmerkmale von Seminaren, die man besser meidet.
Die Kernpunkte dieses Beitrags
- Die drei tragenden Achsen der Seminarauswahl sind die Glaubwürdigkeit des Referenten, die Praxistauglichkeit der Inhalte sowie Haltung und Leistungsbilanz des veranstaltenden Unternehmens.
- Beim Referenten prüfen Sie, ob Werdegang und Erfolge offengelegt sind und ob er auch Risiken und Nachteile offen anspricht.
- Beim Veranstalter dienen mindestens 10 Jahre Firmengeschichte, mehr als 100 durchgeführte Seminare sowie offengelegte Zahlen zu verwalteten Einheiten und Bankpartnerschaften als Orientierung.
- Einsteiger beginnen effizient mit kostenlosen Grundlagenseminaren; Grundbesitzer und vermögende Anleger mit Seminaren von Referenten, die sich mit ganzen Mehrfamilienhäusern und Erbschaftsplanung auskennen.
- Die Teilnahme an einem Seminar verpflichtet zu nichts: Sie müssen beim Veranstalter keine Immobilie kaufen.
Immobilien-Investmentseminare auswählen: vier Prüfpunkte vor der Anmeldung
Bevor Sie den Anmeldebutton drücken, prüfen Sie vier Dinge: die Leistungsbilanz des veranstaltenden Unternehmens, Turnus und Größe der Veranstaltungen, die Qualität des Referenten und die Teilnahmegebühr. Diese vier Punkte lassen sich fast vollständig anhand der Ankündigungsseite und der Unternehmenswebsite beurteilen, ohne den Veranstaltungstag abzuwarten.
| Prüfpunkt | Wo Sie nachsehen | Orientierungsmaßstab |
| Leistungsbilanz des Veranstalters | Gründungsjahr, verwaltete Einheiten, Zahl der betreuten Eigentümer, Art der gehandelten Objekte | Die Zahlen sind veröffentlicht. Die gehandelten Objekte decken sich mit Ihrem eigenen Suchprofil |
| Turnus und Größe | Zahl der bisherigen Veranstaltungen, Teilnehmerzahl je Termin | Es gibt eine durchgängige Veranstaltungsreihe. Wer individuell nachfragen will, wählt kleine Gruppen |
| Qualität des Referenten | Referentenprofil, Berufsqualifikationen, eigene Investitionserfahrung | Der Werdegang ist konkret. Es ist Zeit für Fragen und Antworten vorgesehen |
| Teilnahmegebühr | Kostenlos oder kostenpflichtig, und bei Kostenpflicht: was ist enthalten | Beim ersten Mal kostenlos beginnen. Teure Seminare erst nach gefestigten Grundlagen |
Die Art der gehandelten Objekte – wanrūmu (ワンルーム, Ein-Zimmer-Apartments als einzelne Eigentumseinheit), ganze Mehrfamilienhäuser in Holzbauweise, Neubau, Bestand – wird besonders häufig übersehen. In einem Seminar einer auf Ein-Zimmer-Einheiten spezialisierten Gesellschaft lässt sich die Finanzierungsplanung für ein komplettes Mehrfamilienhaus kaum vertiefen. Häufig wiederholte Seminare sind inhaltlich meist ausgereifter, und kleine Gruppen haben den Vorzug, dass individuelle Fragen unmittelbar geklärt werden. Ob Sie systematisch lernen oder Ihr konkretes Objekt besprechen wollen, entscheidet über die passende Veranstaltungsgröße.
Beim Referenten gilt: Treten Fachleute wie Wirtschaftsprüfer, zeirishi (税理士, in Japan zugelassene Steuerberater mit eigenem Berufsstand) oder Finanzplaner auf, sind die Ausführungen zu Steuern und Finanzierung fachlich unterlegt. Liest dagegen ein junger Mitarbeiter nur vorbereitete Unterlagen vor, erhalten Sie in der Fragerunde selten belastbare Antworten.
Bei der Teilnahmegebühr ist es für Einsteiger realistisch, mit kostenlosen Formaten zu beginnen. Hochpreisige Seminare vermitteln durchaus spezialisiertes Wissen, doch ohne Grundlagen lässt sich der Stoff nicht aufnehmen, und der Nutzen bleibt hinter den Kosten zurück.
Warum die Glaubwürdigkeit des Referenten das wichtigste Kriterium ist
Weil die Qualität der Information nahezu vollständig von Erfahrung und Fachlichkeit des Referenten abhängt. Selbst beim identischen Thema „Investition in ein ganzes Mehrfamilienhaus" unterscheiden sich die Inhalte grundlegend, je nachdem, ob jemand tatsächlich selbst bewirtschaftet hat oder lediglich Material zusammengetragen hat. Seminaren ohne ausgewiesene Referenzen wird nachgesagt, dass sie die Schwierigkeiten und Risiken der Anlage nur unzureichend darstellen und einseitig betonen, es lasse sich „mühelos ein hoher Ertrag erzielen". In manchen Fällen ist der Verkauf von Objekten eines bestimmten Anbieters das eigentliche Ziel – und je weniger eigene Beurteilungsmaßstäbe ein Einsteiger mitbringt, desto stärker wirkt das auf ihn ein. Anders als in Deutschland, wo die Anlageberatung stark reguliert ist und Prospektpflichten greifen, ist ein japanisches Verkaufsseminar rechtlich zunächst nur eine Informationsveranstaltung: Der Filter muss von Ihnen selbst kommen.
Zwei Prüfpunkte zur Beurteilung des Referenten
- Sind Werdegang und Erfolge offengelegt?: Prüfen Sie vorab, ob in der Seminarankündigung oder auf der Unternehmenswebsite ein Referentenprofil hinterlegt ist. Entscheidend ist, dass erkennbar wird, welche Investitionen die Person getätigt und welche Ergebnisse sie erzielt hat. Geht es um ganze Mehrfamilienhäuser, steigt die Glaubwürdigkeit, wenn der Referent selbst mehrere Objekte – als Orientierung zwei oder mehr – gehalten und bewirtschaftet hat.
- Kommunikationsinhalte und Auftreten am Veranstaltungstag: Erfahrene Referenten sprechen nicht nur Vorteile an, sondern auch Nachteile und Risiken. Kommen unbequeme Themen wie Leerstandsrisiko oder die Schwierigkeit der Finanzierung zur Sprache? Werden Fragen sorgfältig beantwortet? An diesen beiden Punkten lässt sich die Kompetenz weitgehend ablesen. Bei Seminaren, die überhaupt keine Fragezeit vorsehen, ist Vorsicht geboten.
Warum die Referentenwahl für Grundbesitzer und Vermögende besonders wirkt
Wer als jinushi (地主, in Japan ein Grundeigentümer mit häufig über Generationen ererbtem Bodenbesitz) erwägt, auf geerbtem Land ein Mietshaus zu errichten, profitiert erheblich von einem Referenten, der denselben Fall vielfach begleitet hat. Baukostenbeurteilung, steuerliche Fallstricke, Bewirtschaftungspläne über 20 oder 30 Jahre – das sind Punkte, die sich aus Büchern schwer erschließen. Fehlt dem Referenten die Erfahrung, bleibt alles an der Oberfläche, und weder Leerstandsrisiko noch Tilgungslast kommen an. Man geht in der Annahme voran, „gebaut wird schon vermietet", und steht Jahre später mit Leerstand und roten Zahlen da. Der Ausgangspunkt solcher Fehlschläge liegt nicht selten im zuerst gewählten Seminar. In DACH-Märkten mit meist stabiler Nachfrage in Ballungsräumen wird dieses Risiko unterschätzt; in Japan schrumpft die Bevölkerung regional sehr unterschiedlich, und Leerstand ist eine reale, dauerhafte Größe.
Woran erkennt man, ob die Inhalte praxistauglich sind?
An drei Dingen: Kommen sowohl Erfolgs- als auch Fehlschlagsbeispiele vor? Wird mit Zahlen und Daten argumentiert? Gibt es Passagen, in denen die Teilnehmer selbst rechnen? Auch ein Einsteigerseminar, das bei Allgemeinplätzen und Theorie stehen bleibt, vermittelt keine Fähigkeiten, die sich in eine reale Anlageentscheidung übersetzen lassen. In hochwertigen Seminaren bringt der Referent auch eigene Fehlschläge ein und geht bis zu den Fragen „Warum hat das zum Misserfolg geführt?" und „Wie hätte man reagieren müssen?".
Drei Blickwinkel zur Messung der Praxistauglichkeit
- Sind konkrete Fallstudien enthalten?: Seminare, die nicht nur Erfolgs-, sondern auch Fehlschlagsfälle vorstellen und die daraus ableitbaren Lehren benennen, sind praxistauglich. Wo Fehlschläge analysiert werden, lernt man den Umgang mit Risiken.
- Wird auf Basis von Zahlen und Daten erläutert?: Prüfen Sie, ob statt vager Theorie tatsächliche Einnahmen-Ausgaben-Simulationen konkreter Objekte oder Datenauswertungen zur Marktentwicklung vorkommen. Wenn konkrete Werte fallen – etwa, um wie viel Prozent die Miete bei Holzbauten im Umkreis von so und so viel Kilometern zum Stadtzentrum nach so und so vielen Baujahren im Durchschnitt sinkt –, lässt sich das Gelernte unmittelbar auf die eigene Prüfung übertragen.
- Gibt es partizipative Elemente?: Zeit für Fragen und Antworten, Übungen, in denen die Einnahmen-Ausgaben-Simulation gemeinsam gerechnet wird, Gruppendiskussionen anhand von Fallstudien. Selbst zu denken und zu entscheiden zu trainieren, macht den Unterschied zu Formaten, in denen man nur zuhört.
Die Falle von Seminaren, die nur die Steuerersparnis betonen
Ganze Mehrfamilienhäuser haben den Reiz einer Steuerersparnis über die genka shōkyaku (減価償却, Abschreibung; in Japan werden Holzbauten über nur 22 Jahre abgeschrieben, deutlich kürzer als die in Deutschland üblichen 33 bis 50 Jahre, wodurch der Effekt in wenigen Jahren sehr hoch ausfällt). Ohne das Verhältnis von Mieteinnahmen zu Kreditrückzahlung und ohne Vorsorge gegen Leerstand bleibt die berechnete Steuerersparnis jedoch reine Theorie. Wer ohne ausreichende Marktanalyse kauft, kann trotz Vollvermietung im Neubaujahr über die Jahre in wachsenden Leerstand und in die Verlustzone rutschen. Die Mechanik selbst können Sie in Steuersparstrategie bei Eigentumswohnungs-Investments: Abschreibung, Verlustverrechnung und ab welchem Einkommen sich das lohnt samt Zahlen nachvollziehen. Wenn Sie das vorab lesen, erkennen Sie am Veranstaltungstag selbst, ob die Darstellung einseitig auf den Steuerbetrag zugeschnitten ist.
Drei Blickwinkel auf Haltung und Leistungsbilanz des veranstaltenden Unternehmens
Selbst bei hervorragendem Referenten und Inhalt lässt sich nicht unbeschwert lernen, wenn das durchführende Unternehmen kein Vertrauen verdient. Umgekehrt darf man bei einem Seminar eines erfahrenen und aufrichtigen Unternehmens sowohl auf inhaltliche Genauigkeit als auch auf Betreuung nach der Veranstaltung hoffen.
| Blickwinkel | Was Sie prüfen | Orientierung |
| Unternehmensgeschichte und Veranstaltungsbilanz | Gründungsjahr, durchgängige Tätigkeit in der Immobilienbranche, Zahl der bisher durchgeführten Seminare | Mindestens 10 Jahre Firmengeschichte und über 100 Veranstaltungen als Orientierung |
| Informationsoffenlegung und Haltung gegenüber Teilnehmern | Ausweisung von Referentenprofil, Programminhalt und Teilnahmekosten. Vorhandensein von Fragerunde und Einzelberatung | Alle Konditionen sind bereits in der Ankündigung offengelegt |
| Geschäftsumfang und Transaktionsbilanz | Verwaltete Einheiten, Zahl der Partnerbanken, Zahl der betreuten Investoren, Art der selbst gehandelten Objekte | Die Zahlen sind veröffentlicht und decken sich mit Ihrem Anlageziel |
Ergänzend können Sie über Seminarinformationen auf japanischen Immobilien-Investmentportalen wie Rakumachi (楽待) oder Kenbiya (健美家) – die japanischen Pendants zu den einschlägigen Anlageimmobilien-Marktplätzen im deutschsprachigen Raum – Näheres über den Veranstalter recherchieren. Unternehmen, die Fotos und Videos vergangener Seminare sowie Teilnehmerstimmen veröffentlichen, legen ihre Veranstaltungspraxis offen; das schafft Transparenz und lässt die Atmosphäre vorab einschätzen. Umgekehrt gilt: Bleiben Inhalt und Referent schon in der Ankündigung vage und endet die Veranstaltung ohne Fragemöglichkeit in einem einseitigen Vortrag, überwiegen möglicherweise die Vertriebsinteressen.
Warum gerade Grundbesitzer und Vermögende auf den Veranstalter achten sollten
Weil die Seminarteilnahme nicht bei einer einmaligen Lerngelegenheit bleibt. Geht es nach der Veranstaltung an Kauf oder Bau, stellt dasselbe Unternehmen Objekte vor, vermittelt die Finanzierung und übernimmt anschließend die Verwaltung. Dass sich daraus eine langjährige Partnerschaft entwickelt, ist keineswegs selten. Je größer das Vermögen, desto größer auch die Wirkung jeder einzelnen Entscheidung auf das Gesamtvermögen.
Man wird in einem Seminar eines jungen Unternehmens mit den Worten umworben, es gebe „erstklassige Objekte, die nur über einen besonderen Kanal zu bekommen sind", und geht noch vor Ort in den Vertrag. Diesen Ablauf sollte man vermeiden. Bei Unternehmen ohne belastbare Bilanz treten aufdringliche Verkaufsansprache und mangelnde Betreuung nach Vertragsschluss häufiger auf. Wie man einen langfristigen Partner beurteilt, ordnen wir auch in Welchen Immobilienpartner Vermögende wählen: die drei Elemente des Vertrauens ein.
Worin unterscheidet sich die Seminarwahl von Einsteigern und Grundbesitzern?
In der Lernreihenfolge und in den Schwerpunkten. Einsteiger benötigen zuerst die Landkarte der Anlage insgesamt; Grundbesitzer und Vermögende steigen meist bei der Einzelfrage ein, wie vorhandener Boden oder vorhandenes Vermögen genutzt werden soll. Auch die Objektart verschiebt die Schwerpunkte: Bei neu gebauten Eigentumswohnungseinheiten steht die Lagewahl mit Blick auf künftige Wertsteigerung im Mittelpunkt, bei gebrauchten Mehrfamilienhäusern dagegen der Umfang der Steuerersparnis und die Vorsorge gegen Instandhaltungsrisiken.
| Vergleichspunkt | Einsteiger und Neustarter | Grundbesitzer und Vermögende |
| Erstes gewähltes Seminar | Kostenloses Einsteiger- und Grundlagenseminar | Seminar mit Spezialisierung auf ganze Mehrfamilienhäuser, Grundstücksnutzung und Erbschaftsplanung |
| Anforderung an den Referenten | Grundlagen systematisch erklären können, Fragen sorgfältig beantworten | Nachweis von Besitz und Bewirtschaftung ganzer Objekte, Fallerfahrung mit Erbfolge und Bau |
| Schwerpunktthemen | Funktionsweise, Objektauswahl, Finanzierungsplanung, Gesamtbild der Risiken | Abschreibung, Verhandlung mit Banken, Instandhaltung, langfristiger Bewirtschaftungsplan |
| Typischer Fehlschlag | Allein nach der Renditezahl entscheiden und ein Objekt ohne Mietnachfrage erwerben | Nur auf die Steuerersparnis schauen, bauen und Jahre später mit Leerstand und Tilgung in die Verlustzone geraten |
| Was Sie mitnehmen sollten | Die Reihenfolge, was als Nächstes zu recherchieren und wer anzusprechen ist | Eine auf das eigene Grundstück beziehungsweise Objekt bezogene Ertrags- und Steuerrechnung |
Was Einsteiger zuerst festigen
Im kostenlosen Grundlagenseminar arbeiten Sie Funktionsweise und Fachbegriffe einmal durch. Nötig ist in dieser Phase nicht die Entscheidung für ein Objekt, sondern ein eigener Beurteilungsmaßstab. Wer ohne Wissen allein den Ausführungen eines Anbieters folgt, riskiert den Erwerb eines Objekts mit extrem niedriger Rendite oder mit schlechter Vermietbarkeit. Im Abgleich mit Der Einstieg in Immobilieninvestments in Japan: Funktionsweise, Mieteinnahmen und Kapitalbedarf in Zahlen wird deutlich, auf welcher Stufe das im Seminar Gehörte jeweils angesiedelt ist.
Was Grundbesitzer und Vermögende prüfen
Grundbesitzer und Vermögende sollten von einem Seminar erwarten, dass danach klar ist, „was ab morgen zu tun ist". Wer als Erbschaftsvorsorge in die Vermietung einsteigt, unterscheidet sich darin, ob er konkretes Handwerkszeug mitnimmt: den steuerlichen Aufbau unter Nutzung der Abschreibung, die Gesprächsführung mit Banken, die entscheidenden Punkte der Instandhaltung. Wenn Sie die Richtung für Grundstücksnutzung oder sōzoku taisaku (相続対策, Erbschaftsplanung; in Japan bemisst sich der Wert bebauten und vermieteten Bodens erbschaftsteuerlich deutlich niedriger als der von Barvermögen, weshalb der Mietwohnungsbau dort ein Standardinstrument ist) ordnen möchten, nutzen Sie gern auch die Einzelberatung von INA.
Welche Vorteile bietet die Teilnahme an einem Immobilien-Investmentseminar?
Systematisches Grundlagenwissen, aktuelle Informationen jenseits von Büchern und Internet, Hinweise auf nicht öffentlich angebotene Objekte und der direkte Draht zu Fachleuten – das sind die vier wesentlichen Vorteile. Auch in einer Erhebung des Kokudo Kōtsū-shō (国土交通省, Ministry of Land, Infrastructure, Transport and Tourism, MLIT – das japanische Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus) rangiert auf die Frage, wie Vermieter sich ihr Wissen zur Mietbewirtschaftung angeeignet haben, die Teilnahme an Seminaren und Investmentschulen weit oben.
Systematisches Grundlagenwissen zur Vermögensanlage
Vom Einstieg über die erforderlichen Unterlagen bis zur inneren Haltung lernen Sie der Reihe nach. Ein Nebenertrag ist Wissen, das auch außerhalb von Immobilien trägt – etwa zur Funktionsweise der Altersvorsorge oder zu steuerlichen Grundgedanken. Welche Rolle Immobilien im Gesamtvermögen spielen, ordnen wir in Warum Immobilien im Anlageportfolio glänzen ein.
Aktuelle Marktinformationen und nicht öffentlich angebotene Objekte
Da Referenten die täglichen Marktveränderungen verfolgen, erhalten Sie zeitnahe Informationen, mit denen Bücher und Internet nicht Schritt halten. Zudem stellen veranstaltende Unternehmen mitunter exklusiv für Teilnehmer nicht öffentlich angebotene Objekte vor. Einerseits begegnen Sie so gut konditionierten Objekten in einer Phase geringer Konkurrenz; andererseits verbirgt sich hinter extrem günstigen Objekten mitunter ein Grund, weshalb die Prüfung von Ausstattung und Umfeld unverzichtbar bleibt.
Direkte Beratung durch Anlageprofis
Meist sind Zeiten für Fragen oder Einzelberatung vorgesehen, in denen Sie auf Ihre Lage zugeschnittene Hinweise erhalten. Manche Referenten prüfen sogar Finanzierungskonditionen oder erstellen eine Einnahmen-Ausgaben-Simulation. Wie Sie diese Zeit nutzen, entscheidet darüber, wie viel Sie aus ein und demselben Seminar mitnehmen.
Welche Arten von Immobilien-Investmentseminaren gibt es?
Nach Zweck und Niveau lassen sie sich grob in fünf Arten unterteilen. Wenn Sie zuerst festlegen, auf welcher Stufe Sie gerade stehen, nutzen Sie Ihre Zeit effizienter.
| Art | Was Sie lernen | Für wen geeignet |
| Für Einsteiger und Kaufinteressenten | Grundlagenwissen, entscheidende Punkte der Objektauswahl, Vor- und Nachteile | Wer neu einsteigt; wer im Alleingang begonnen und Fehlschläge erlebt hat |
| Für Erfahrene und Eigentümer | Bewirtschaftungsmethoden, Steuerwissen und weitere fachlich anspruchsvolle Inhalte | Wer Grundlagen hat und den Ertrag der gehaltenen Objekte verbessern will |
| Für den Verkauf | Der richtige Verkaufszeitpunkt, Methoden für einen hohen Verkaufspreis | Wer den Ausstieg prüft; wer den Ausstieg schon vor dem Kauf verstehen will |
| Für Bestandseigentumswohnungen | Risikobegrenzung und Anlagemethoden bei gebrauchten Einzeleinheiten | Wer mit kleinem Betrag beginnen will. Häufig kostenlos und daher leicht zugänglich |
| Themenspezifisch | Auf ein Thema zugespitzte Inhalte wie Finanzierung, Steuern oder Verwaltung | Wer sein Wissensniveau und sein Ziel klar umrissen hat |
Verkaufsseminare empfehlen wir ausdrücklich auch denen, die noch in der Kaufprüfung stehen. Die Ausstiegsstrategie entscheidet über Erfolg oder Misserfolg einer Immobilieninvestition, und wer vor dem Kauf weiß, wie verkauft wird, sieht Objekte mit anderen Augen. Näheres finden Sie in Die Ausstiegsstrategie bei Immobilieninvestments: Verkaufszeitpunkt und Wege zur Gewinnmaximierung.
Vorbereitung auf das Seminar und Nutzung des Veranstaltungstages
Fragezeit und Einzelberatung sind knapp bemessen. Ob Sie vorab festlegen, was Sie fragen wollen, entscheidet über die Menge an Information, die Sie mitnehmen.
- Schreiben Sie Ihre Anliegen auf Papier. Konkretisieren Sie Eigenkapital, Zielregion und die geprüfte Objektart.
- Wählen Sie ein Seminar passend zu Ihrem Ziel: Neubau oder Bestand, ganzes Gebäude oder Einzeleinheit, für Einsteiger oder für Erfahrene.
- Wenn Ihr Anlagestil noch nicht feststeht, besuchen Sie mehrere Seminartypen und tasten Sie sich an die Richtung heran.
- Recherchieren Sie vorab, ob das veranstaltende Unternehmen auch Objektverwaltung und Bewirtschaftungsunterstützung anbietet.
- Besuchen Sie Seminare mehrerer Veranstalter und vergleichen Sie die Darstellung desselben Themas.
- Nutzen Sie die Einzelberatung nach dem Seminar und lassen Sie eine auf Ihre Zahlen bezogene Rechnung erstellen.
- Fassen Sie das Gelernte schriftlich zusammen und legen Sie fest, was Sie als Nächstes recherchieren und wen Sie ansprechen.
- Wenn Sie nicht vor Ort sein können, nutzen Sie Online-Seminare und halten Sie das Lernen in Gang.
Nach der Teilnahme können Einladungen zu Einzelberatungen oder Objektvorstellungen eintreffen. Eine Seminarteilnahme verpflichtet Sie jedoch nicht, bei diesem Unternehmen zu kaufen. Wenn Sie es nicht benötigen, können Sie ablehnen. Mit dieser Grundhaltung hören Sie die Ausführungen am Veranstaltungstag gelassener.
Woran erkennt man Seminare, die man besser meidet?
Wenn mehrere der folgenden Signale zutreffen, empfehlen wir, auf die Teilnahme zu verzichten oder die Ausführungen am Veranstaltungstag nicht ungeprüft zu übernehmen.
- Die Referenzen des Referenten sind nicht offengelegt: Wenn unklar bleibt, wer auf welcher Grundlage spricht, lässt sich die Verlässlichkeit der Inhalte nicht beurteilen.
- Es wird ausschließlich betont, dass sich „mühelos hohe Erträge erzielen lassen": Seminare, die Leerstandsrisiko und Finanzierungshürden nicht ansprechen, verfolgen möglicherweise den Objektverkauf als Ziel.
- Es gibt keine Zeit für Fragen: Hier stehen die Interessen des Veranstalters über dem Verständnis der Teilnehmer.
- Es wird mit übertriebenen Zugaben geworben: Werbung mit hochwertigen Gutscheinen für alle Teilnehmer zeigt, dass es um etwas anderes als den Seminarinhalt geht.
- Es wird betont, es gebe „Objekte, die nur über einen besonderen Kanal zu bekommen sind": Ein typischer Ablauf, der zum Vertragsabschluss noch vor Ort führen soll. Prüfen Sie, ob Ihnen Spielraum bleibt, die Sache in Ruhe zu Hause zu prüfen.
- Teilnahmegebühr und Konditionen sind vorab nicht ausgewiesen: In der Informationsoffenlegung zum Ankündigungszeitpunkt zeigt sich die Haltung des Unternehmens.
Hochwertige Seminare ziehen über Weiterempfehlung und Ruf ganz von selbst Teilnehmer an. Wer die Stimmen tatsächlicher Teilnehmer recherchiert, kann die Qualität in gewissem Maße abschätzen. Bei der Auswahl eines Immobilien-Investmentseminars keine Kompromisse einzugehen, bedeutet mehr als die Wahl einer Lernmethode. Wenn Sie von einem verlässlichen Referenten praxistaugliches Wissen erwerben und die Unterstützung eines erfahrenen Unternehmens erhalten, wachsen Ihr Blick für Objekte und Ihre Fähigkeit, Risiken zu steuern. Für die Phase, in der Sie das Gelernte an einem realen Objekt oder Grundstück überprüfen, steht Ihnen auch die kostenlose Beratung von INA offen.
Häufige Fragen (FAQ)
Sind kostenlose Immobilien-Investmentseminare inhaltlich ergiebig?
Es gibt viele kostenlose Seminare, die so konzipiert sind, dass sich Grundlagenwissen systematisch erwerben lässt. Für das veranstaltende Unternehmen ist das Seminar der erste Kundenkontakt, weshalb ein Anreiz besteht, zufriedenstellende Inhalte zu liefern. Vergleichen Sie aber auch bei kostenlosen Angeboten vor der Wahl die Leistungsbilanz des Veranstalters, das Referentenprofil und das Vorhandensein einer Fragerunde.
Werde ich nach der Teilnahme vertrieblich angesprochen?
Nach dem Seminar kann es Einladungen zu Einzelberatungen oder Objektvorstellungen geben, doch eine Kaufpflicht besteht nicht. Wenn Sie es nicht benötigen, können Sie ablehnen. Achtsam sollten Sie vielmehr bei einem Vorgehen sein, das zum Vertragsabschluss noch vor Ort drängt. Von einem Gegenüber, das Ihnen keine Bedenkzeit zu Hause zugesteht, halten Sie besser Abstand.
Mit welchem Seminar sollten Einsteiger beziehungsweise Grundbesitzer und Vermögende beginnen?
Für Einsteiger ist die Reihenfolge effizient, zunächst in einem kostenlosen Seminar „für alle, die neu beginnen" Grundlagenwissen zu erwerben und danach zu Seminaren mit Spezialisierung auf den interessierenden Anlagestil überzugehen. Grundbesitzer und Vermögende wählen Seminare mit Schwerpunkt auf Investitionen in ganze Mehrfamilienhäuser, Grundstücksnutzung und Erbschaftsplanung und prüfen die eigene Besitz- und Bewirtschaftungsbilanz des Referenten. Da bei der Nutzung geerbten Bodens Baukosten, Steuern und langfristige Bewirtschaftungsplanung ineinandergreifen, kommen die erforderlichen Punkte nur bei einem Referenten zur Sprache, der vergleichbare Fälle bearbeitet hat.
Was ist besser: Online-Seminare oder Präsenzveranstaltungen?
Online nehmen Sie von zu Hause aus teil und bleiben zeitlich flexibel. Präsenzseminare haben den Vorzug, dass sich Fragen direkt an den Referenten richten und Teilnehmer sich untereinander austauschen können. Nutzen Sie beides je nach Ziel: online, solange Sie Informationen breit sammeln; vor Ort, sobald Sie bis zur individuellen Beratung vordringen wollen.
