Wenn Sie eine Badsanierung in Ihrem Zuhause planen, ist das Fertigbad (Unit Bath) die am weitesten verbreitete Option. Wenn Sie die Kostenrahmen und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Typen verstehen, können Sie das optimale Produkt auswählen. In diesem Artikel erklären wir verständlich die Kostenrahmen, Typen, Größenstandards und Auswahlkriterien für die Fertigbad-Sanierung.
Was ist ein Fertigbad? Grundlagen und Typen im Überblick
Ein Fertigbad ist eine Badezimmerbauweise, bei der werksseitig vorgefertigte Komponenten wie Wände, Boden, Decke und Badewanne vor Ort zusammengebaut werden. Diese Bauweise wird heute in den meisten Wohngebäuden eingesetzt.
Definition des Fertigbads
Ein Fertigbad wird als Paneel-Konstruktion in den vorhandenen Badezimmerraum eingesetzt, wobei zwischen Boden, Wänden und Decke kleine Zwischenräume entstehen. Diese Zwischenräume ermöglichen eine Luftzirkulation, die das umliegende Holz vor Feuchtigkeitsschäden schützt. Der Begriff „Systembad" wurde zur Abgrenzung vom Fertigbad eingeführt und bezeichnet Modelle mit erweiterten Funktionen wie Nachheizung oder Dampfsauna.
Die drei Typen von Fertigbädern
Es gibt folgende drei Typen von Fertigbädern:
- 1-Punkt-Fertigbad: Nur das Bad als eigenständiger Raum – Toilette und Waschtisch befinden sich separat. Weit verbreitet in Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen
- 2-Punkt-Fertigbad: Badezimmer mit integriertem Waschtisch. Einfache Reinigung durch Abbrausen – besonders beliebt bei Single-Mietwohnungen
- 3-Punkt-Fertigbad: Badewanne, Toilette und Waschtisch in einem Raum. Die kompakteste und günstigste Variante, auch in Business-Hotels verbreitet
Unterschiede zu anderen Badezimmerbauweisen
Halb-Fertigbad: Die untere Hälfte ist ein Fertigbad, die obere Hälfte kann frei gestaltet werden. Dies ermöglicht individuelles Design, kann jedoch zusätzliche Kosten für Feuchtigkeitsschutz und Größenanpassung verursachen. Konventionelle Bauweise: Ein maßgefertigtes Badezimmer mit hoher Gestaltungsfreiheit, aber längerer Bauzeit und höheren Kosten. Auch der Feuchtigkeitsschutz ist geringer als beim Fertigbad.
Vor- und Nachteile eines Fertigbads
Fertigbäder bieten viele Vorteile, haben aber auch einige Nachteile. Vor der Anschaffung sollten Sie beide Seiten kennen.
Vorteile
- Hohe Wärmedämmung und Dichtigkeit: Dank Doppelwandkonstruktion bleibt es auch im Winter warm, und das Wasser kühlt langsamer ab – wirksam auch gegen Kreislaufprobleme durch Temperaturschwankungen
- Barrierefreiheit: Schwellenlose Übergänge und rutschhemmende Oberflächen sorgen für hohe Sicherheit
- Kurze Bauzeit: Durch den Zusammenbau von Standardkomponenten werden die Installationskosten reduziert
- Geringes Risiko von Wasserschäden: Da Boden, Wände und Decke eine Einheit bilden, eignet sich dies auch zur Vermeidung von Nachbarschaftskonflikten in Mietobjekten
Nachteile
- Die Standardmaße sind festgelegt und passen möglicherweise nicht in jeden Raum
- Begrenzte Designoptionen erschweren eine individuelle Gestaltung
Wie wählt man die richtige Größe für ein Fertigbad?
Die Größe eines Fertigbads wird durch eine vierstellige Zahl angegeben, die „Tiefe × Breite" in Zentimetern bedeutet. Wählen Sie die optimale Größe passend zu Ihrer Familienkonstellation und Ihrem Lebensstil.
Größenstandards nach Tsubo-Typ
| Tsubo-Typ | Größenstandard | Empfohlene Nutzung |
|---|---|---|
| 0,75 Tsubo | 1216 · 1317 | 1–2 Personen · kompakte Lösung |
| 1 Tsubo | 1616 · 1717 | Einfamilienhaus · auch zum Baden mit Kindern geeignet |
| 1,25 Tsubo | 1618 · 1620 | Rollstuhlgerecht · großzügiger Raum |
| 1,5 Tsubo | 1624 · 1818 | Größte verfügbare Klasse in Japan |
Die Maße unterscheiden sich zwischen Einfamilienhaus- und Wohnungsversionen. Wohnungsversionen sind kompakter gestaltet, können aber je nach Gegebenheiten auch wechselseitig eingesetzt werden.
Hinweise zur Größenwahl
Die Größenbezeichnungen sind herstellerübergreifend einheitlich, dennoch kann es bei einzelnen Produkten zu Abweichungen kommen. Lassen Sie sich vorab vom Fachbetrieb beraten und wählen Sie mit professioneller Unterstützung.
Was kostet eine Fertigbad-Sanierung?
Die Kosten einer Badsanierung variieren stark – abhängig davon, ob es sich um ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung handelt, sowie nach Material und Ausstattungsniveau. Machen Sie sich vorab mit der Kostenaufstellung vertraut.
Kostenaufschlüsselung
- Produktkosten: Das Fertigbad selbst. Häufig werden 40–60 % Rabatt auf den Listenpreis angeboten
- Installationskosten: Rückbau, Wasser-/Abwasserinstallation, Elektrik und Montage – ca. 250.000–350.000 ¥
- Optionen: Nachheizfunktion (30.000–40.000 ¥), Badheizung/Trockner (70.000–90.000 ¥) usw.
- Sonstiges: Schutzarbeiten (10.000–30.000 ¥), allgemeine Kosten (10 % der Installationskosten), Verbrauchssteuer
Kostenrahmen nach Gebäudetyp
| Gebäudetyp | Kostenrahmen |
|---|---|
| Einfamilienhaus | 1.000.000–1.200.000 ¥ |
| Eigentumswohnung | 800.000–1.000.000 ¥ |
Kostenvergleich nach Material
| Material | Preisspanne (Produkt) | Eigenschaften |
|---|---|---|
| FRP | 100.000–300.000 ¥ | Guter Feuchtigkeitsschutz und günstig – am weitesten verbreitet |
| Kunstmarmor | 300.000–1.200.000 ¥ | Hochwertige Optik mit großer Farbauswahl |
| Emaille | 80.000–1.300.000 ¥ | Hervorragende Wärmespeicherung und pflegeleicht |
| Hinoki-Holz | Mehrere Hunderttausend bis mehrere Millionen ¥ | Natürliches Material mit hohem Entspannungsfaktor |
Richtwerte für die Bauzeit
Der Austausch eines vorhandenen Fertigbads dauert 3–4 Tage, eine umfassende Sanierung ab 5 Tagen. Je länger die Bauzeit, desto höher die Kosten – klären Sie dies vorab mit dem Fachbetrieb.
Worauf kommt es bei der Auswahl eines Fertigbads an?
Um eine Sanierung ohne Reue durchzuführen, sollten Sie folgende Punkte beachten:
Vergleich der führenden Hersteller
- TOTO: „Hokkarari-Boden" für Polsterung und Wärmedämmung. Dazu wassersparende Duschköpfe und die Thermoskannenwanne
- LIXIL: Ansprechendes Design und einfache Pflege. Der „Kururin-Poi-Abfluss" ist besonders beliebt
- Takara Standard: Langlebigkeit durch Emaille-Material. Auch Maßanfertigungen in 25-mm-Schritten möglich
5 wichtige Auswahlkriterien
- Funktionalität: Wärmedämmung und Pflegeleichtigkeit im Fokus
- Energieeffizienz: Wassersparende Duschköpfe, LED-Beleuchtung und Konformität mit aktuellen Vorschriften
- Barrierefreiheit: Niedrige Schwellen, Haltegriffe und rutschhemmende Bodenbeläge
- Design: Wandfarben, Beleuchtung und harmonische Abstimmung mit dem Umkleidebereich
- Größe: Die passende Norm für Familienkonstellation und Lebensstil wählen
Fazit
Eine Fertigbad-Sanierung bietet viele Vorteile wie kurze Bauzeiten und geringes Risiko von Wasserschäden. Die Kosten liegen bei Einfamilienhäusern bei ca. 1.000.000–1.200.000 ¥ und bei Eigentumswohnungen bei ca. 800.000–1.000.000 ¥. Vergleichen Sie Material, Größe und Herstellermerkmale und wählen Sie das Produkt, das am besten zu Ihrer Familie und Ihrem Lebensstil passt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen einem Fertigbad und einem Systembad?
Grundsätzlich bezeichnen beide die gleiche Bauweise. Modelle mit erweiterten Funktionen wie Nachheizung oder Dampfsauna werden jedoch zur Abgrenzung als „Systembad" bezeichnet.
Wie kann ich die Kosten für eine Fertigbad-Sanierung senken?
Wählen Sie ein Produkt der Einstiegsklasse, beschränken Sie Zusatzoptionen auf das Nötigste und holen Sie Vergleichsangebote von mehreren Fachbetrieben ein.
Ist eine Fertigbad-Sanierung auch in Eigentumswohnungen möglich?
Ja, das ist möglich. Es gibt ein umfangreiches Produktangebot speziell für Wohnungen, und die Kosten liegen bei ca. 800.000–1.000.000 ¥. Allerdings können größere Umbaumaßnahmen eingeschränkt sein.
Wie lange hält ein Fertigbad?
Die übliche Lebensdauer beträgt 15–20 Jahre. Je nach Nutzung und Wartung kann sie variieren. Wenn deutliche Verschleißerscheinungen auftreten, sollten Sie eine Sanierung in Betracht ziehen.
Kann ich während der Sanierung baden?
Während der Bauzeit (ca. 3–5 Tage) ist das heimische Bad nicht nutzbar. Ziehen Sie den Besuch eines öffentlichen Bades oder die Installation einer provisorischen Dusche in Betracht.