Viele Menschen, die eine Mietwohnung suchen, sind schon einmal auf den Begriff „Eigentumswohnung zur Miete“ gestoßen. Moderne Ausstattung und ein gutes Sicherheitsniveau sind attraktive Vorteile, zugleich gibt es aber auch besondere Nachteile und Punkte, auf die man achten sollte. In diesem Beitrag erläutern wir die Vor- und Nachteile von Eigentumswohnungen zur Miete, typische Probleme und wie Sie eine passende Wohnung ohne spätere Reue auswählen.
Was ist eine Eigentumswohnung zur Miete? Unterschiede zur normalen Mietwohnung
Eine Eigentumswohnung zur Miete ist eine einzelne Einheit in einer Eigentumswohnanlage, die vom jeweiligen Eigentümer vermietet wird. Bei einer normalen Mietwohnung besitzt der Eigentümer in der Regel das gesamte Gebäude. Bei einer Eigentumswohnung zur Miete hat hingegen jede Wohnung einen eigenen Eigentümer beziehungsweise Vermieter.
Typische Gründe für die Vermietung sind drei Muster: 1) Die Wohnung kann vorübergehend wegen einer Versetzung nicht selbst genutzt werden, 2) sie wurde als Kapitalanlage gekauft, 3) ursprünglich zum Verkauf vorgesehene Einheiten wurden mangels Abverkauf in Mietwohnungen umgewandelt. Bei Wohnanlagen, die primär als Investmentobjekte errichtet wurden, ist die Ausstattungsqualität mitunter niedriger. Eine sorgfältige Prüfung ist daher wichtig.
Welche Vorteile haben Eigentumswohnungen zur Miete?
- Hochwertige Ausstattung:Spülmaschine, Fußbodenheizung, hochwertige Bodenbeläge und weitere Merkmale, die oft eine Stufe über gewöhnlichen Mietwohnungen liegen
- Hohes Verwaltungsniveau:Viele Objekte haben einen ständig anwesenden Hausverwalter, und die Gemeinschaftsflächen werden dauerhaft sauber gehalten. Teilweise gibt es auch Concierge-Services
- Tendenziell gutes Verhalten der Bewohner:Da viele Bewohner auf langfristiges Wohnen ausgerichtet sind, ist das Bewusstsein für die Einhaltung von Regeln häufig ausgeprägt
- Hohes Sicherheitsniveau:Sicherheitszylinder, Verbundglas, Überwachungskameras und in vielen Fällen Verträge mit Sicherheitsunternehmen
Welche Nachteile haben Eigentumswohnungen zur Miete?
- Höhere Miete:Durch die gute Ausstattung und die zusätzlichen Services ist die Miete meist höher als bei gewöhnlichen Mietwohnungen. Preisnachlässe lassen sich oft nur schwer verhandeln
- Geringe Anzahl an Objekten:Das Angebot am Markt ist begrenzt, wodurch sich Wohnungen mit den gewünschten Bedingungen schwerer finden lassen
- Möglichkeit eines Zeitmietvertrags:Wohnungen, die wegen einer Versetzung vermietet werden, werden oft mit befristetem Mietvertrag angeboten. Nach Ablauf kann ein Auszug erforderlich sein
- Doppelte Regelwerke:Es kann erforderlich sein, sowohl die Hausordnung der Anlage als auch die Vorgaben des Eigentümers einzuhalten. In einzelnen Punkten können Unterschiede bestehen
- Verzögerte Problemlösung möglich:Eigentümer ohne Erfahrung in der Vermietung reagieren auf Störungen wie Geräteschäden mitunter langsamer
Welche typischen Probleme gibt es bei Eigentumswohnungen zur Miete?
Häufige Problemfälle
- Der Eigentümer vergisst die Abmeldung von Versorgungsverträgen, wodurch nach dem Einzug Probleme mit der Vertragsinhaberschaft entstehen
- Zurückgelassene Ausstattungsgegenstände werden beschädigt und führen zu Schadensersatzforderungen
- Unterschiedliche Auffassungen zum Umfang der Rückgabe im ursprünglichen Zustand, etwa wenn Reparaturen verlangt werden, die eigentlich nicht vom Mieter zu tragen sind
- Es stellt sich erst nach dem Einzug heraus, dass der Stellplatz vorrangig dem Eigentümer vorbehalten ist und nicht genutzt werden kann
- Der Eigentümer hat Haustiere erlaubt, die Hausordnung der Wohnanlage verbietet sie jedoch
- Bei größeren Sanierungsarbeiten halten Lärm und Vibrationen über mehrere Monate an
Prüfen Sie vorab auch vorzeitige Kündigung und Vertragsstrafe bei Mietverträgen.
Wie wählt man eine Eigentumswohnung zur Miete ohne spätere Reue aus?
- Vertragsform prüfen:Klären Sie unbedingt, ob es sich um einen unbefristeten oder befristeten Mietvertrag handelt. Ein befristeter Vertrag ist nicht verlängerbar
- Vorhandensein einer Hausverwaltung:Wenn eine Verwaltungs- oder Vermittlungsgesellschaft eingebunden ist, läuft die Bearbeitung von Problemen meist reibungsloser
- Hausordnung und Eigentümervorgaben gemeinsam prüfen:Beschränkungen zu Haustieren, Musikinstrumenten, Umbauten und ähnlichen Punkten sollten abgeglichen werden
- Umfang der Rückgabepflichten vorab klar festlegen:Auch besondere Vertragsklauseln sollten schriftlich bestätigt werden
- Parkmöglichkeiten vor Vertragsabschluss prüfen:Wenn kein Stellplatz nutzbar ist, sollten nahegelegene Alternativen vorab recherchiert werden
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Häufige Fragen (FAQ)
F. Was ist eine Eigentumswohnung zur Miete?
Es handelt sich um eine einzelne Einheit in einer Eigentumswohnanlage, die vom Eigentümer vermietet wird. Anders als bei gewöhnlichen Mietwohnungen kann selbst innerhalb desselben Gebäudes jede Wohnung einem anderen Eigentümer gehören.
F. Ist die Miete für Eigentumswohnungen zur Miete höher?
Ja. Wegen der besseren Ausstattung und der umfassenderen Verwaltungsleistungen liegt die Miete meist über dem Niveau gewöhnlicher Mietwohnungen. Zudem orientieren viele Eigentümer die Miethöhe an ihrer Darlehensrückzahlung, sodass Preisnachlässe oft schwer durchzusetzen sind.
F. Worin liegt der Unterschied zu einem befristeten Mietvertrag?
Ein befristeter Mietvertrag kann nach Ablauf der Vertragsdauer nicht verlängert werden, sodass ein Auszug erforderlich ist. Diese Vertragsform ist häufig bei Wohnungen, die wegen einer vorübergehenden Versetzung vermietet werden. Wenn Sie langfristig wohnen möchten, sollten Sie eine Wohnung mit unbefristetem Mietvertrag wählen.
F. Sind Haustiere in Eigentumswohnungen zur Miete erlaubt?
Selbst wenn der Eigentümer zustimmt, ist die Haltung nicht möglich, wenn die Hausordnung der Wohnanlage sie untersagt. Daher sollte die Hausordnung über den Vermittler unbedingt geprüft werden.