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Tapetenerneuerung in Eigentumswohnungen - Kosten und Auswahl nach Zimmer

Kostenueberblick fuer Tapetenerneuerung in Mietwohnungen: Quadratmeterpreise, Zimmerempfehlungen und Auswahlkriterien.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Die Raufasertapete beziehungsweise Vliestapete (kurosu) bedeckt den größten Teil der Wandfläche eines Zimmers und prägt damit maßgeblich den ersten Eindruck einer Wohnung sowie deren Vermietbarkeit. Verblasste, sich lösende oder verkratzte Tapeten schmälern die Attraktivität eines Mietobjekts erheblich.

Dieser Artikel erklärt umfassend, was Eigentümer über den Kostenrahmen für den Tapetenwechsel in Mehrfamilienhäusern wissen sollten – von den Preisen über Sparmöglichkeiten bis hin zur passenden Tapetenwahl je Raum und der Frage, ob sich Eigenleistung lohnt. Zum Vergleich: In Deutschland regeln die sogenannten Schönheitsreparaturen im Mietvertrag, wer beim Auszug für Tapezierarbeiten aufkommt; die japanische Praxis unterscheidet sich davon grundlegend, da hier meist der Vermieter zwischen den Mietverhältnissen selbst renoviert und die Kosten größtenteils selbst trägt, sofern keine grobe Fahrlässigkeit des Mieters vorliegt.

Tapetenarten in Mehrfamilienhäusern und ihre Eigenschaften

Massenware-Tapete

Diese in Serie gefertigte Tapete hält die Kosten niedrig und wird in Mietobjekten am häufigsten verwendet. Die Auswahl an Designs ist begrenzt, wächst aber in den letzten Jahren zunehmend. Für einen kostenbewussten Tapetenwechsel ist sie die naheliegende Wahl – vergleichbar mit einfachen Rauhfaser- oder Vliestapeten im unteren Preissegment des deutschen Marktes.

Tapete der „1000er-Serie" (gehobene Qualität)

Diese Tapete kostet pro Quadratmeter rund 300 bis 400 Yen mehr als Massenware, bietet dafür aber zahlreiche Zusatzfunktionen wie Antibakteriell-, Geruchsabsorptions-, Antivirus-, Kratzschutz- und Feuchtigkeitsregulierungseigenschaften. Sie eignet sich besonders für Feuchträume und Wohnbereiche, in denen Funktionalität gefragt ist – ähnlich den funktionalen Vliestapeten mit Spezialbeschichtung, wie sie auch auf dem deutschen Markt zunehmend angeboten werden.

Kostenrahmen für den Tapetenwechsel: Aufschlüsselung und Gesamtkosten nach Zimmertyp

Kostenaufschlüsselung

PostenInhaltRichtwert
TapetenkostenMassenware-Tapete800–1.100 Yen/m² (ca. 40.000 Yen für ein Zimmer von rund 10 m²)
Tapete der 1000er-Serie1.000–1.500 Yen/m² (ca. 50.000–60.000 Yen für ein Zimmer von rund 10 m²)
AbdeckungskostenSchutz der angrenzenden Bereicheca. 5.000 Yen
UntergrundvorbereitungAusbesserung der Wandca. 10.000 Yen (bei geringfügigen Schäden mitunter kostenlos)
EntsorgungskostenEntsorgung der alten Tapete50–150 Yen/m laufender Meter
MöbelrückungVerschieben großer Möbelstückeca. 2.000 Yen pro Stück

Gesamtkosten nach Zimmertyp im Überblick

ZimmertypMassenware-TapeteTapete der 1000er-Serie
ca. 10 m² (1 Zimmer)40.000–48.000 Yen56.000–64.000 Yen
ca. 13 m² (1 Zimmer)56.000–64.000 Yen56.000–64.000 Yen
2-Zimmer-Wohnung (gesamt)350.000–420.000 Yen490.000–560.000 Yen
3-Zimmer-Wohnung (gesamt)400.000–480.000 Yen560.000–640.000 Yen

Vier Wege, die Kosten für den Tapetenwechsel zu senken

① Eine schlichte, einfarbige Tapete wählen

Gemusterte Tapeten erfordern an den Stößen einen Musterabgleich mit zusätzlichem Zuschnitt, wodurch mehr Material verbraucht wird. Mit einfarbiger Tapete lassen sich die Materialkosten spürbar senken. Auch bei Massenware gibt es inzwischen eine große Auswahl an Farben und Zusatzfunktionen.

② Die alte Tapete selbst entsorgen

Beauftragt man den Handwerksbetrieb mit der Entsorgung, fallen dafür 5.000 bis 15.000 Yen an. Wird die alte Tapete stattdessen als Sperrmüll entsorgt (ca. 200–1.000 Yen) oder zerkleinert über den regulären Restmüll abgegeben, lassen sich die Kosten deutlich senken.

③ Möbel bereits vorab selbst räumen

Wer große Möbelstücke bis zum Tag der Arbeiten selbst verschiebt, spart die Kosten für die Möbelrückung. Die Demontage einer Klimaanlage sollte dagegen wegen des Beschädigungsrisikos einem Fachbetrieb überlassen werden.

④ Eigenleistung (Do-it-yourself)

Dies ist die kostengünstigste Methode. Es sind sowohl selbstklebende Tapeten als auch komplette Werkzeugsets erhältlich; für ein Zimmer von rund 10 m² lässt sich so für etwa 10.000 Yen tapezieren. Allerdings sollten die Qualität des Ergebnisses und das Risiko von Fehlern berücksichtigt werden.

Tapezieren in Eigenleistung: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Deutliche Kostenersparnis — Die Kosten liegen bei etwa einem Fünftel dessen, was eine Beauftragung eines Handwerksbetriebs kosten würde.
  • Gestalterische Freiheit — Die Umsetzung erfolgt ganz nach eigener Vorstellung, und Änderungen sind jederzeit möglich.

Nachteile

  • Erheblicher Aufwand und Zeitbedarf — Für Anfänger kann die Arbeit mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
  • Fehlerrisiko — Sichtbare Nahtstellen, eingeschlossene Luft, Unebenheiten oder sich ablösende Ränder treten leicht auf.

Geeignete und ungeeignete Bereiche für Eigenleistung

  • Für Eigenleistung geeignet: eine einzelne Akzentwand, das Innere von Einbauschränken, Abstellräume
  • Fachbetrieb empfohlen: die Wand hinter der Klimaanlage, das Badezimmer/WC, das komplette Tapezieren eines Wohnraums

Tapetenwahl nach Raum: Farbe und Funktion im Überblick

Wohn- und Esszimmer

  • Farbe: Weiß als Grundton lässt den Raum heller und größer wirken (Hochweiß, Elfenbein, Off-White)
  • Funktion: Oberflächenverstärkung, Wasserabweisung, Schmutzabweisung und Geruchsabsorption sorgen für Langlebigkeit

Küche und Feuchträume

  • Funktion im Vordergrund: Wasserabweisende, schimmelhemmende, schmutzabweisende und geruchsabsorbierende Tapeten begegnen Fettflecken und Wasserspritzern

Bad und Waschraum

  • Farbe: Weiß, Hellblau, Beige oder Hellgrau vermitteln ein Gefühl von Sauberkeit
  • Empfehlung: Da die Fläche klein ist, fällt der Mehrpreis für hochwertige Tapete kaum ins Gewicht. Auch die Kombination mit einer Akzenttapete funktioniert hier besonders gut.

Schlafzimmer

  • Farbe: Beige, Braun oder Hellgrau wirken entspannend
  • Zu vermeidende Farben: Violett und Rot regen das Gehirn an und können die Schlafqualität beeinträchtigen

Decke

  • Besonderheit: Wegen der großen Fläche entfaltet eine geruchsabsorbierende Tapete hier ihre Wirkung besonders gut

Eingang und Flur

  • Farbe: Helle, weißliche Töne lassen lichtarme Bereiche freundlicher wirken

Anwendungsbeispiele für den Tapetenwechsel

  • Wasserabweisende Tapete — Einsatz in Küche und Waschraum; Fettflecken hinterlassen keine bleibenden Spuren, wodurch sich der Wechselzyklus verlängert
  • Geruchsabsorbierende Tapete — Einsatz in WC oder Objekten mit Haustiererlaubnis; auch mit stilvollen Mustern erhältlich und für Akzentflächen geeignet
  • Verstärkte Tapete — Einsatz in Wohn- und Esszimmer; verhindert Ablösungen durch Anstoßen von Möbeln
  • Trendige Designs — Kalkputz-Optik, Marmor-Optik oder Holzmaserung sorgen für stilvolle und zugleich behagliche Räume

Checkliste für den Tapetenwechsel

  • ✅ Das Renovierungsbudget je nach Anzahl der Wohneinheiten kalkulieren
  • ✅ Neben den reinen Tapetenkosten auch Abdeckung, Untergrundvorbereitung, Entsorgung und Möbelrückung im Kostenvoranschlag berücksichtigen
  • ✅ Prüfen, ob sich der Kostenvoranschlag auf laufende Meter oder Quadratmeter bezieht (bei gleichem Preis ist die Abrechnung nach Quadratmetern günstiger)
  • ✅ Importtapeten sind sowohl im Materialpreis als auch bei den Verarbeitungskosten teuer und sollten daher nur punktuell eingesetzt werden
  • ✅ Bauzeit und Termine für die Wohnungsbegehung rechtzeitig abstimmen

Fazit

Der Tapetenwechsel in Mehrfamilienhäusern ist eine wirkungsvolle Renovierungsmaßnahme, die sowohl die Zufriedenheit der Mieter als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Objekts erhöht. Wer bei den meisten Flächen auf preisgünstige Massenware setzt und funktionale Tapeten gezielt in Feuchträumen und zentralen Wohnbereichen einsetzt, erzielt mit dem verfügbaren Budget den größtmöglichen Effekt.

INA&Associates Inc. unterstützt Eigentümer ganzheitlich – von Renovierungsvorschlägen zur Wertsteigerung des Objekts bis hin zur laufenden Hausverwaltung. Für Fragen zu Sanierungsplänen, einschließlich des Tapetenwechsels, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte