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Zulässige Gründe für eine Mieterhöhung und wichtige Verhandlungspunkte | Risiken und Gegenmaßnahmen

Dieser Beitrag erläutert die zulässigen Gründe für eine Mieterhöhung nach dem Mietrecht, den richtigen Verhandlungszeitpunkt, Risiken wie Auszug und Gerichtsverfahren sowie die Punkte, die die Erfolgschancen erhöhen. Praxiswissen für Vermieter.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Wer eine Mietimmobilie bewirtschaftet, steht mitunter vor der Notwendigkeit, die Miete wegen steigender Vergleichsmieten im Umfeld, höherer Grundsteuer oder allgemeiner Preissteigerungen anzupassen. In diesem Beitrag erläutern wir praxisnah die rechtliche Grundlage einer Mieterhöhung, zulässige Gründe, den Verhandlungsablauf und Maßnahmen zur Risikobegrenzung.

Ist eine Mieterhöhung rechtlich zulässig?

Nach Artikel 32 Absatz 1 des japanischen Land- und Gebäudemietgesetzes ist die Verhandlung über eine Erhöhung der Miete rechtlich zulässig. Voraussetzung sind jedoch ein sachlich begründeter Anlass und die Zustimmung des Mieters. Eine Erhöhung allein aus persönlichen Gründen des Vermieters ist nicht zulässig.

Drei berechtigte Gründe für eine Mieterhöhung

  • Steigende Preise: Wenn die Mieten vergleichbarer Objekte in der Nachbarschaft gestiegen sind
  • Höhere Bewertung von Grundstück und Gebäude: Wenn sich durch Veränderungen im Umfeld, etwa einen neuen Bahnhof oder ein neues Einkaufszentrum, die Grundsteuer erhöht hat
  • Abweichung vom örtlichen Markt: Wenn die Miete im Vergleich zu Objekten mit ähnlichem Baualter und ähnlicher Größe deutlich zu niedrig ist

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Mieterhöhung?

Der Zeitpunkt der Vertragsverlängerung ist in der Regel der risikoärmste Moment für Verhandlungen über eine Mieterhöhung. Da viele Verträge jedoch automatisch verlängert werden, sollten Vermieter 3 bis 6 Monate vor dem Verlängerungstermin informieren und Raum für Gespräche schaffen. Auch ein Eigentümerwechsel nach dem Verkauf einer Immobilie kann eine gute Gelegenheit sein, den Mietvertrag zu überprüfen und neu zu verhandeln.

Welche Risiken sind mit einer Mieterhöhung verbunden?

Verschlechterung des Cashflows durch Auszug und längeren Leerstand

Zieht ein Mieter infolge der Erhöhung aus, entfallen die Mieteinnahmen bis zur Neuvermietung vollständig. Da ein längerer Leerstand den Cashflow unmittelbar belastet, ist es wichtig, den Erhöhungsbetrag in einem marktgerechten Rahmen zu halten.

Risiko einer Schlichtung oder gerichtlichen Auseinandersetzung

Mieter, die einer Erhöhung nicht zustimmen, können weiterhin eine aus ihrer Sicht angemessene Miete zahlen. Bis ein Gericht über die Erhöhung entscheidet, wird weiterhin die bisherige Miete gezahlt. Berücksichtigt man Zeit- und Prozesskosten, kann dies für Vermieter in manchen Fällen nachteilig sein.

Wichtige Punkte für erfolgreiche Verhandlungen über eine Mieterhöhung

Frühzeitig schriftlich informieren

Versenden Sie das Schreiben frühzeitig vor dem Verlängerungstermin und nennen Sie darin die aktuelle Miete, die neue Miete und die Gründe für die Anpassung klar und nachvollziehbar.

Mit belastbaren Daten begründen

Wenn Sie objektive Grundlagen wie Mietdaten vergleichbarer Objekte oder Veränderungen bei der Grundsteuer vorlegen, steigt die Bereitschaft des Mieters, die Anpassung nachzuvollziehen.

Dem Mieter ebenfalls Vorteile bieten

Wenn Sie die Erhöhung mit Vorteilen für den Mieter verbinden, etwa dem Erlass der nächsten Verlängerungsgebühr, kostenlosem Wi-Fi oder der Installation von Überwachungskameras, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Einigung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F. Was passiert, wenn der Mieter die Mieterhöhung ablehnt?

Der Mieter hat das Recht, einer Mieterhöhung nicht zuzustimmen. Kommt es im Gespräch zu keiner Einigung, kann ein Schlichtungsverfahren zur Mieterhöhung und anschließend auch ein Gerichtsverfahren folgen. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung wird weiterhin die bisherige Miete gezahlt.

F. Wie lange im Voraus sollte die Mitteilung über die Mieterhöhung versendet werden?

Es gibt keine ausdrücklich festgelegte gesetzliche Frist. In der Praxis gilt jedoch ein Versand 3 bis 6 Monate vor der Vertragsverlängerung als sinnvoll, um ausreichend Zeit für Verhandlungen zu sichern.

F. Welche Angaben sollte ein Schreiben zur Mieterhöhung enthalten?

Unverzichtbar sind vier Punkte: die Lage der Immobilie, die aktuelle Miete, die angepasste Miete und der Grund für die Erhöhung (mit beigefügten Nachweisdaten).

F. Welche Vorteile können Mietern bei Verhandlungen über eine Mieterhöhung angeboten werden?

Wirksame Beispiele sind der Erlass der Verlängerungsgebühr, kostenloses Internet, die Installation von Überwachungskameras sowie Upgrades der Ausstattung, etwa ein neuer Einbau einer Klimaanlage.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte