Das Gesetz über spezifische gemeinschaftliche Immobilienaktivitäten (Real Estate Specified Joint Business Act) ist ein Gesetz zum Schutz von Investoren bei Immobilieninvestitionen. Durch fraktionierte Immobilienanlageprodukte schafft es ein Umfeld, in dem auch private Anleger mit geringen Beträgen in Immobilien investieren können. Dieser Artikel erläutert die Entstehung des Gesetzes, die Merkmale des Geschäfts und die drei Investitionstypen.
Was für ein Gesetz ist das Gesetz über spezifische gemeinschaftliche Immobilienaktivitäten?
Es handelt sich um ein Gesetz zum Schutz der Investoren beim Handel mit fraktionierten Immobilienprodukten. Anlass für die Verabschiedung war der Zusammenbruch der Blase 1991, als Insolvenzen finanzschwacher Anbieter zahlreichen Anlegern Verluste zufügten.
Mit diesem Gesetz dürfen nur Anbieter mit Genehmigung des Ministers für Territorium oder des Präfekturgouverneurs spezifische gemeinschaftliche Immobilienaktivitäten betreiben, wodurch das Verlustrisiko für Investoren erheblich reduziert wird. Mehrere Gesetzesnovellen haben die Markteintrittsschwellen gesenkt, und auch ein Beitrag zur Belebung der Regionen wird erwartet.
Welche Merkmale hat dieses Geschäft?
- Auch für Anfänger leicht zugänglich: Durch die Fraktionierung sind Investitionen mit kleinen Beträgen möglich; selbst hochwertige Objekte werden für Privatanleger zugänglich
- Verwaltung durch Profis: Mietersuche, Mieteinzug usw. übernimmt der Anbieter. Der Investor zeichnet nur Anteile und erhält Ausschüttungen
- Keine Objektpflege nötig: Da keine Sachimmobilie gehalten wird, entfällt der Verwaltungsaufwand
Welche Unterschiede haben die 3 Investitionstypen?
Tokumei-Kumiai-Typ (stille Gesellschaft)
Der Anbieter führt das Immobiliengeschäft, der Investor leistet lediglich eine Geldeinlage. Bereits ab einigen 10.000 Yen pro Anteil und mit kurzer Laufzeit möglich – ideal für Anfänger.
Nin'i-Kumiai-Typ (BGB-Gesellschaft)
Mehrere Investoren betreiben das Geschäft gemeinsam. Neben Geldeinlagen sind Sach- und Arbeitseinlagen möglich. Häufig zur Reduzierung der erbschaftsteuerlichen Bewertung genutzt; üblich sind Anteile zu rund 1 Mio. Yen und ca. 10 Jahre Laufzeit.
Vermietungs-Typ (Chintaishaku)
Der Anbieter betreibt eine durch gemeinsame Einlagen der Investoren erworbene Immobilie über einen Mietvertrag. Im Vergleich zu den beiden anderen Typen seltener und keine gängige Option.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F. Worin unterscheidet sich dieses Geschäft von einem REIT?
REITs sind börsengehandelte Finanzprodukte; dieses Geschäft ist eine Direkt-Einlage in ein bestimmtes Immobilienprojekt. Die Liquidität ist bei REITs höher, doch hier können Anleger objektbezogene Investitionsentscheidungen treffen.
F. Gibt es eine Kapitalgarantie?
Nein. Aufgrund von Marktschwankungen oder der Lage des Anbieters besteht Verlustrisiko. Prüfen Sie Genehmigungsstatus und Erfahrung des Anbieters.
F. Wie lassen sich genehmigte Anbieter prüfen?
Auf der Website des MLIT wird eine Liste genehmigter Anbieter veröffentlicht. Prüfen Sie diese unbedingt vor einer Investition.