Skip to content
Real Estate Intelligence
COLUMN

Grundriss im Neubau: Wichtige Punkte und 5 gelungene Beispiele

Dieser Beitrag zeigt die entscheidenden Punkte, um bei der Grundrissplanung eines Neubaus spätere Enttäuschungen zu vermeiden. Er behandelt Haushaltswege, Stauraumplanung und fünf gelungene Beispiele wie Schmutzschleuse, Speisekammer und Hauswirtschaftsraum.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Beim Bau eines neuen Hauses ist der "Grundriss" der Punkt, der im Nachhinein am häufigsten bereut wird. Änderungen sind ohne einen erneuten Hausbau nur schwer möglich, deshalb ist eine sorgfältige Prüfung in der Planungsphase unverzichtbar. In diesem Beitrag stellen wir die wichtigsten Punkte vor, um Fehler zu vermeiden, sowie fünf gelungene Praxisbeispiele.

Worauf kommt es an, damit der Grundriss eines Neubaus nicht misslingt?

Am häufigsten zeigen sich Grundrissfehler in zwei Punkten: einer unpraktischen Haushaltswegeführung und zu wenig Stauraum. Der wichtigste Punkt, um einen Grundriss im Neubau ohne spätere Reue zu planen, ist die durchdachte Gestaltung der Haushaltswege und der Stauraumplanung. Wenn diese beiden Aspekte bereits in der Entwurfsphase konsequent berücksichtigt werden, verbessert sich der Wohnkomfort im Alltag deutlich.

Wie lässt sich die Haushaltswegeführung verbessern?

Wenn die Nassbereiche, also Küche, Bad, Umkleidebereich und Waschbecken, in einer Linie oder in enger Nähe angeordnet werden, lässt sich der Bewegungsaufwand im Haushalt auf ein Minimum reduzieren. Wird zusätzlich eine Umlaufwegeführung integriert, also ein Weg ohne Sackgassen, wird die Bewegung zwischen den Räumen noch reibungsloser. Außerdem kann die Bündelung der Nassbereiche auch die Kosten für Zu- und Abwasseranlagen senken.

Wie lässt sich die Stauraumplanung verbessern?

Wie großzügig ein Raum wirkt, hängt maßgeblich von der Menge der Gegenstände ab. Ein Wohnzimmerschrank schafft ganz natürlich die Gewohnheit, Dinge direkt aufzuräumen, und hält den Wohnbereich großzügig. Statt den Stauraum auf einzelne Zimmer zu verteilen, lässt sich der Platz oft effizienter nutzen, wenn er als begehbarer Kleiderschrank an einer Stelle gebündelt wird.

5 erfolgreiche Grundrissbeispiele

1. Schuhschrank und Doma-Abstellraum

Der Eingangsbereich ist die Visitenkarte des Hauses. Mit einem Schuhschrank oder einem Doma-Abstellraum lässt sich der Eingangsbereich dauerhaft ordentlich halten. Auch Outdoor-Ausrüstung, Kinderwagen und Regenschirme können dort verstaut werden, wodurch zugleich Alltagsgegenstände aus dem Blickfeld verschwinden.

2. Wohnzimmerschrank

Ein spezieller Stauraum für Dinge, die sich im Wohnzimmer leicht ansammeln, etwa Taschen, Schreibwaren und Dinge des täglichen Bedarfs. In letzter Zeit rückt diese Lösung zunehmend in den Fokus, weil sie unmittelbar zu einem entspannten und aufgeräumten Wohnraum beiträgt.

3. Utility Space

Ein Utility Space ist ein multifunktionaler Raum, der nicht auf einen einzelnen Zweck festgelegt ist. Er kann zum Trocknen von Wäsche im Innenraum, zum Bügeln, als zusätzlicher Stauraum, Arbeitszimmer oder Lernbereich genutzt werden und bleibt auch bei Veränderungen im Lebensstil flexibel.

4. Wandfüllender Stauraum

Großzügiger Stauraum vom Boden bis zur Decke. Wenn der Stauraum an einer Stelle gebündelt wird, bleibt ein Raum leichter ordentlich, ungenutzte Flächen werden vermieden und der vorhandene Platz kann bestmöglich ausgeschöpft werden. Ein einheitliches Design überzeugt zudem auch als Teil der Inneneinrichtung.

5. Speisekammer

Eine Speisekammer ist ein Vorratsraum für Lebensmittel, Getränke und Alltagsartikel, die bei Raumtemperatur gelagert werden. Dadurch entsteht ausreichend Platz für Großeinkäufe, und der Bereich rund um die Küche bleibt übersichtlich und ordentlich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F. Was ist der häufigste Fehler bei einem Grundriss?

A. Am häufigsten misslingen die Haushaltswegeführung und die Stauraumplanung. Oft sieht man Entwürfe, bei denen Küche, Bad und Waschbereich zu weit voneinander entfernt sind, oder Fälle, in denen zugunsten einer höheren Zimmerzahl am Stauraum gespart wurde.

F. Was ist der wichtigste Mindestpunkt, um die Haushaltswegeführung zu verbessern?

A. Am wirkungsvollsten ist es, die Nassbereiche nah beieinander und möglichst in einer Linie anzuordnen. Wenn möglich, sollte die Strecke von Wasch- und Umkleideraum über das Bad und den Stellplatz der Waschmaschine bis zum Balkon in einer geraden Linie zusammengefasst werden, da das die Wäschearbeit deutlich erleichtert.

F. Was sollte Vorrang haben: begehbarer Kleiderschrank oder Wohnzimmerschrank?

A. Das hängt von der Familienstruktur und dem Lebensstil ab. Für Familien mit Kindern ist meist der Wohnzimmerschrank wichtiger, während bei einem hohen Bedarf an Kleideraufbewahrung in der Regel der begehbare Kleiderschrank Vorrang hat.

F. Mit welchen Kosten ist zu rechnen, wenn der Grundriss später geändert wird?

A. Umbauten mit dem Versetzen oder Ergänzen von Wänden kosten häufig mehrere Zehntausend bis mehrere Hunderttausend Yen, und je nach Bauweise kann eine strukturelle Umsetzung auch gar nicht möglich sein. Eine gründliche Prüfung in der Planungsphase bietet daher das beste Verhältnis von Kosten und Wirkung.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte