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Sind Wohnungen in Leichtstahlbauweise laut? Vor- und Nachteile sowie Schallschutzmaßnahmen

Die Schalldämmung von Wohnungen in Leichtstahlbauweise ist in etwa mit Holzbauten vergleichbar. Dieser Leitfaden erklärt die Unterschiede zu Stahlbeton- und Schwerstahlkonstruktionen, die wichtigsten Vor- und Nachteile sowie praktische Schallschutzmaßnahmen für eine fundierte Objektwahl.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Zu den Wohnformen, die bei Menschen beliebt sind, die eine Mietwohnung zu einem angemessenen Preis suchen, gehoeren Apartments in Leichtstahlbauweise. Viele machen sich Gedanken ueber den Schallschutz im Vergleich zum Holzbau. Wer die Eigenschaften der Leichtstahlbauweise jedoch richtig versteht, kann eine passende Immobilie waehlen. In diesem Artikel erklaeren wir die Vor- und Nachteile der Leichtstahlbauweise, Punkte zur Vermeidung von Laermproblemen und Methoden zur Verbesserung des Schallschutzes verstaendlich.

Was ist Leichtstahlbauweise? Den tatsaechlichen Schallschutz richtig einordnen

Leichtstahlbauweise (S造) ist eine Bauweise, bei der Stahlmaterial mit einer Staerke von weniger als 6 mm fuer das Tragwerk verwendet wird. Sie wird haeufig bei Apartments mit ein bis zwei Stockwerken eingesetzt.

Der Schallschutz der Leichtstahlbauweise liegt etwa auf dem Niveau von Holzbau

Der Schallschutz der Leichtstahlbauweise ist in etwa mit dem von Holzbau vergleichbar. Die Materialien fuer Waende, Boeden und Decken sind nahezu gleich, nur das Tragwerk besteht aus Stahl. Die Luftdichtheit ist zwar etwas hoeher, dennoch sollte man grundsaetzlich davon ausgehen, dass Trittschall und Alltagsgeraeusche aus anderen Etagen hoerbar sind.

Schallschutz-Ranking nach Gebaeudestruktur

Ordnet man die typischen Bauweisen von Apartments nach dem Schallschutz von hoch nach niedrig, ergibt sich folgende Reihenfolge.

  • RC-Bauweise (Stahlbeton):Der beste Schallschutz. Auch die Luftdichtheit ist hoch, sodass Alltagsgeraeusche aus Nachbarwohnungen kaum zu hoeren sind.
  • Schwerer Stahlbau:Durch die dickeren Stuetzen sind auch die Waende staerker, weshalb der Schallschutz hoeher ist als bei Leichtstahlbauweise.
  • Leichtstahlbauweise:Beim Schallschutz besser als Holzbau, aber unter RC-Bauweise und schwerem Stahlbau.
  • Holzbau:Der geringste Schallschutz. Selbst Fernsehton und Gespraeche dringen leicht nach aussen.

Es heisst, dass eine Wandstaerke von 150〜180mm notwendig ist, damit die Alltagsgeraeusche der Nachbarn nicht stoeren. Waende in Leichtstahlbauweise liegen jedoch meist bei 125 mm oder weniger.

Vier Vorteile der Leichtstahlbauweise

Leichtstahlbauweise bietet vier Vorteile, die ein gutes Gleichgewicht zwischen Kosten und Qualitaet schaffen.

1. Besserer Schallschutz als Holzbau

Bei Leichtstahlbauweise dringen selbst Fernsehton oder Gespraeche in der Regel nicht durch. Fuer einen normalen Alltag Erwachsener ist das meist kein grosses Problem.

2. Gute Erdbebensicherheit und hohe Dauerhaftigkeit

Der fuer das Tragwerk verwendete Stahl besitzt Flexibilitaet und nimmt durch Bewegung die Energie eines Erdbebens auf. Dadurch ist diese Bauweise erdbebensicherer und langlebiger als Holzbau.

3. Gute Kostenleistung

Durch die "Prefab-Bauweise", bei der industriell gefertigte Teile vor Ort montiert werden, sind die Baukosten niedrig, wodurch sich die Miete leichter auf einem bezahlbaren Niveau halten laesst. Im Vergleich zu RC-Bauweise oder schwerem Stahlbau ist das Mietniveau oft niedriger.

4. Stabile Qualitaet

Da es sich um eine Prefab-Bauweise handelt, laesst sich eine gleichmaessige Qualitaet sichern, die kaum von Hersteller oder handwerklichem Koennen abhaengt. Die Bauzeit ist kurz, und die Baustoffe sind nur wenig Wind und Regen ausgesetzt, was Qualitaetseinbussen begrenzt.

Vier Nachteile der Leichtstahlbauweise

Auch die Nachteile sollten realistisch verstanden werden.

1. Der Schallschutz kann unzureichend wirken

Im Vergleich zur RC-Bauweise sind die Waende duenner und es koennen leichter Hohlraeume entstehen. Je nach Objekt kann man daher Geraeusche hoeren, die sich kaum vom Holzbau unterscheiden. Wer geraeuschempfindlich ist, kleine Kinder hat oder Haustiere haelt, sollte darauf besonders achten.

2. Geringere Waermedaemmung als RC-Bauweise

Stahl leitet Waerme leicht, weshalb die Waermedaemmung im Vergleich zu Betonbauten tendenziell geringer ausfaellt.

3. Schlechtere Belueftung als Holzbau

Die hohe Luftdichtheit ist ein Vorteil, gleichzeitig kann sich Feuchtigkeit jedoch leichter stauen. Auf ausreichende Belueftung sollte daher geachtet werden.

4. Bei unzureichender Wartung anfaelliger fuer Verschleiss

Stahl ist anfaellig fuer Rost, daher ist eine regelmaessige Wartung unverzichtbar. Wichtig ist, eine Immobilie mit gutem Managementzustand zu waehlen.

So laesst sich der Schallschutz in Leichtstahlbauweise verbessern

Auch nach dem Einzug in eine Immobilie in Leichtstahlbauweise laesst sich der Schallschutz mit den folgenden Massnahmen verbessern.

  • Schallschutzteppiche oder Teppichlaeufer auslegen:Dadurch laesst sich die Schalluebertragung ueber den Boden verringern.
  • Schallschutzvorhaenge anbringen:Sie verhindern, dass Schall durch Fenster eindringt oder nach aussen dringt.
  • Moebel an den Waenden platzieren:Grosse Moebelstuecke wirken als Puffer und daempfen Schall zur Nachbarwohnung.
  • Schallschutzfolien oder Absorberpaneele verwenden:An der Wand angebracht, koennen sie auch den Nachhall im Raum reduzieren.

Worauf Sie bei der Auswahl einer Immobilie in Leichtstahlbauweise achten sollten

Wenn Ihnen der Schallschutz wichtig ist, sollten Sie die folgenden Punkte bereits waehrend der Objektauswahl mit der Immobilienfirma klaeren.

  • Wandstaerke und verwendete Materialien
  • Anordnung von Nachbarwohnung und Schlaf- bzw. Wohnraeumen (Grundrisse, bei denen Nassraeume an der Grenze zur Nachbarwohnung liegen, sind fuer den Schallschutz vorteilhaft)
  • Ob es in der Vergangenheit Laermprobleme gab
  • Die Besichtigung vor Ort zu unterschiedlichen Tageszeiten durchfuehren

Ausserdem verbessert ein Verstaendnis dafuer, wie man eine verlaessliche Hausverwaltung auswaehlt, die Qualitaet der Immobilienauswahl.

Haeufige Fragen (FAQ)

Q. Wie gross ist der Unterschied im Schallschutz zwischen Leichtstahlbauweise und Holzbau?

Leichte Geraeusche wie Fernsehton oder Gespraeche dringen bei Leichtstahlbauweise weniger leicht durch. Trittschall und lautere Geraeusche koennen jedoch aehnlich wie im Holzbau wahrnehmbar sein, weshalb man von einem eher kleinen Unterschied ausgehen sollte.

Q. Koennen Familien mit Kindern auch in Leichtstahlbauweise wohnen?

Bei kleinen Kindern sind Schritte und Weinen leichter zu hoeren. Wichtig sind daher Schallschutzteppiche sowie die Auswahl einer Immobilie oder Hausverwaltung, die Verstaendnis fuer Familien mit Kindern mitbringt.

Q. Wie stark unterscheidet sich die Miete in Leichtstahlbauweise im Vergleich zur RC-Bauweise?

Allgemein liegt die Miete in Leichtstahlbauweise tendenziell etwa 10〜20% niedriger als bei RC-Bauweise. Sie eignet sich fuer Menschen, die den Kosten mehr Prioritaet geben als dem Schallschutz.

Q. Wie kann man den Schallschutz vor dem Einzug pruefen?

Bei der Besichtigung kann man an die Wand zur Nachbarwohnung klopfen, um ein Gefuehl fuer die Staerke zu bekommen, oder tatsaechlich sprechen, um den Hall zu pruefen. Auch Besichtigungen zu mehreren Tageszeiten sind sinnvoll.

Q. Wie lange ist die Nutzungsdauer von Leichtstahlbauweise?

Die gesetzliche Nutzungsdauer nach Steuerrecht betraegt 27 Jahre, bei angemessener Wartung ist jedoch auch eine Nutzung von 40 bis 50 Jahren oder laenger moeglich.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte