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Was ist Verfugung? Arten, Ablauf und DIY-Tipps

Dieser Leitfaden erklärt die Funktion von Dichtmasse, die wichtigsten Arten sowie praktische DIY-Schritte. Er zeigt, wie die Verfugung für Wasserdichtigkeit, Luftdichtheit und Pufferwirkung korrekt ausgeführt wird, die bei der Hausinstandhaltung wesentlich sind.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 2 Min. Lesezeit

Eine der Arbeiten, die man kennen sollte, wenn man die Instandhaltung des eigenen Hauses selbst übernimmt, ist das Verfugen bzw. Abdichten mit Dichtmasse (Caulking/Sealing). Bei fachgerechter Ausführung lassen sich Wasserdichtigkeit, Luftdichtheit und Dauerhaftigkeit langfristig erhalten. In diesem Beitrag erläutern wir die Aufgaben von Dichtmasse, die verschiedenen Arten, die Verarbeitungsschritte und praktische DIY-Tipps.

Welche Funktionen hat Caulking?

Dichtmasse wird an vielen Stellen im Haus eingesetzt, etwa an Außenwänden, auf Dächern und in Nassbereichen, und erfüllt dabei vor allem drei Aufgaben.

Abdichtungsfunktion

Die wichtigste Aufgabe ist das Schließen von Fugen an Außenwänden und Dächern, um das Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Dringt Regenwasser ins Innere ein, kann es zu Undichtigkeiten kommen und die frühzeitige Alterung des Gebäudes beschleunigen. Auch in Küche und Bad wird Dichtmasse zum Schutz vor eindringendem Wasser eingesetzt.

Puffer- bzw. Bewegungsaufnahmefunktion

ALC (porenbetonähnlicher Leichtbaustoff) und Fassadenplatten aus Siding dehnen sich geringfügig aus und ziehen sich wieder zusammen. Durch das Verfüllen der Fugen zwischen den Fassadenmaterialien mit Dichtmasse wirkt sie als Puffer, der diese Bewegungen aufnimmt und so ein Aneinanderstoßen oder Beschädigungen der Baustoffe verhindert.

Funktion zur Aufrechterhaltung der Luftdichtheit

Durch das Schließen von Spalten verbessert sich die Luftdichtheit des gesamten Hauses, was auch zum Erhalt der Dämmleistung und zur Vermeidung von Kondenswasser beiträgt.

Welche Arten von Dichtmassen gibt es und wie werden sie eingesetzt?

Dichtmassen müssen je nach Anwendungsbereich passend ausgewählt werden. Eine falsche Wahl kann zu mangelnder Haftung oder vorzeitiger Alterung führen.

  • Silikon:Ideal für Küche, Bad, WC und andere Nassbereiche. Es ist sehr wasserbeständig. Auf gestrichenen Flächen darf es jedoch nicht verwendet werden.
  • Modifiziertes Silikon:Wird für Siding-Fassaden, Dachmaterialien und Metallbauteile verwendet. Ein Non-Bleed-Typ kann auch auf beschichteten Flächen eingesetzt werden. Er ist sehr flexibel und folgt den Bewegungen von Metall.
  • Acryl:Geeignet für Fugen in ALC-Paneelen, Risse in Mörtelfassaden sowie Spalten zwischen Fensterrahmen und Wand. Es ist wasserbasiert und einfach zu verarbeiten, hat jedoch eine etwas geringere Dauerhaftigkeit.
  • Polyurethan:Wird für Risse in Beton, Holz, Metall und Fugen rund um Leitungen verwendet. Nach dem Aushärten besitzt es eine gummiartige Elastizität und hohe Haltbarkeit. Da es leicht Staub anzieht und durch UV-Strahlung schneller altert, ist ein Überstrich erforderlich.

Wie läuft die Verarbeitung von Caulking ab?

Die richtige Reihenfolge ist entscheidend, da es sonst nach der Ausführung zu Ablösungen oder Blasenbildung kommen kann.

1. Schmutz und Schimmel gründlich entfernen

Bleiben Schmutz oder Schimmel zurück, haftet das neue Material nicht ausreichend und löst sich leichter ab. Beginnen Sie die Arbeit erst nach einer gründlichen Reinigung.

2. Alte Dichtmasse sorgfältig entfernen

Bei Außenwänden ist eine Hochdruckreinigung wirksam, jedoch ist auf Risse im Fassadenmaterial durch zu hohen Wasserdruck zu achten. Nach der Reinigung mit Wasser sollte vor der Verarbeitung mindestens ein Tag Trocknungszeit eingehalten werden.

3. Mit Abdeckband abkleben

Wenn das Abdeckband ohne Verzug und ohne Lücken angebracht wird, verhindert es das Anhaften der Dichtmasse an unerwünschten Stellen und sorgt für ein sauberes Finish.

4. Bei Außenwänden Primer auftragen

Durch das Auftragen eines Primers verbessern sich Haftkraft und Dauerhaftigkeit der Dichtmasse, zugleich wird auch das Endergebnis sauberer.

5. Dichtmasse mit dem Spachtel bis in die Tiefe eindrücken

Ein gleichmäßiges Finish mit dem Spachtel sichert Wasserdichtigkeit und Haltbarkeit. Unebenheiten beeinträchtigen auch die Optik, daher ist sorgfältiges Arbeiten wichtig.

Welche Tipps helfen beim DIY-Caulking?

Die Position des Abdeckbands sorgfältig festlegen

Die Position des Bands bestimmt die spätere Abschlusslinie. Wenn Sie die grobe Anordnung vor dem Anbringen prüfen, steigt die Genauigkeit.

Darauf achten, dass keine Luft eindringt

Luftblasen verringern die Haltbarkeit. Bewegen Sie die Kartuschenpistole mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und arbeiten Sie so, dass keine Luft eingeschlossen wird.

Ausreichend Trocknungszeit sicherstellen

Die Aushärtung der Dichtmasse dauert von einem halben Tag bis zu 24 Stunden. Wird sie vor dem Trocknen berührt oder nass, kann das zu Mängeln führen. Halten Sie sich bei der Aushärtezeit an die Herstellerangaben.

Arbeiten an der Außenwand bei gutem Wetter ausführen

Die Dichtmasse reagiert empfindlich auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Ideal ist ein sonniger Tag mit stabilen Temperaturen. Auch bei Arbeiten im Innenraum ist eine gute Belüftung sinnvoll.

Wenn die Schäden an der Außenwand oder der Umfang der Reparatur die übliche Eigenleistung übersteigen, sollte ein Fachbetrieb beauftragt werden. Bei Mietobjekten ist es sinnvoll, die Kostenverteilung auf Grundlage der Leitlinien zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands zu prüfen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F. Ist der komplette Austausch von Dichtmasse besser als das Überarbeiten?

Grundsätzlich empfehlen wir den kompletten Austausch. Beim Überarbeiten wird auf die alte Dichtmasse aufgetragen, wodurch sich das Risiko von Ablösungen erhöht und die Schichtdicke ungleichmäßig werden kann. Bei größeren Fassadensanierungen sollte daher immer ein Austausch gewählt werden.

F. Wie lange hält Dichtmasse in der Regel?

Das hängt vom verwendeten Material, der Verarbeitungsumgebung und der UV-Belastung ab, allgemein gelten jedoch 5 bis 10 Jahre als Richtwert. Wenn Risse, Ablösungen oder Schimmel auftreten, sollte ein frühzeitiger Austausch geprüft werden.

F. Darf man Dichtmasse in einer Mietwohnung selbst verarbeiten?

Bei kleineren Ausbesserungen in Nassbereichen kann das in manchen Fällen möglich sein, bei Außenwänden oder größeren Bereichen ist jedoch vorab die Zustimmung des Vermieters erforderlich. Erfolgt die Ausführung ohne Genehmigung, können beim Auszug Kosten für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands verlangt werden.

F. Kann man Dichtmassen im Baumarkt kaufen?

Ja, verschiedene Dichtmassen sind im Baumarkt erhältlich. Je nach Einsatzbereich stehen Silikon, modifiziertes Silikon, Acryl und weitere Varianten zur Verfügung. Klären Sie vor dem Kauf genau, wo das Material eingesetzt werden soll.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEOINA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte