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Grundstücksaktivierung in Japan: 5 Nutzungsformen im Vergleich – Renditestrategien für Investoren

Aus ungenutztem Grundeigentum einen Ertragswert machen: Wir vergleichen fünf japanische Nutzungsformen von Wohnungsbau bis Photovoltaik nach Anfangskosten, Ertragsstabilität und Risiko – mit Entscheidungskriterien und Praxisschritten für DACH-Investoren.

Zuletzt aktualisiert: Etwa 6 Min. Lesezeit

Ungenutztes Grundeigentum wird in Japan schnell zu einem Passivum, das über die kotei-shisanzei (固定資産税, jährliche Grundsteuer) fortlaufend Unterhaltskosten verursacht. Wird dasselbe Grundstück jedoch sachgerecht aktiviert, lässt es sich in einen Vermögenswert verwandeln, der stabile Erträge abwirft. Der vorliegende Beitrag vergleicht die gängigen Nutzungsformen nach Rentabilität, Risiko und den Standortbedingungen, für die sie sich eignen, und ordnet jene Entscheidungskriterien, an denen sich Investoren und Grundeigentümer ausrichten sollten. Anders als deutschsprachige Leser aus dem DACH-Raum es aus ihrem Heimatmarkt kennen, ist die japanische Ausgangslage stark durch steuerliche Anreize und ein spezifisches Grundstücksbild geprägt; wir von der INA&Associates GmbH verweben in diese Darstellung die Perspektive, die wir in der täglichen Verwaltungs- und Vermittlungspraxis gewonnen haben.

Was Grundstücksaktivierung bedeutet — die Einordnung in die Vermögensanlage

Unter tochi-katsuyō (土地活用, Grundstücksaktivierung) versteht man den Oberbegriff für Vorhaben, bei denen ungenutztes Grundeigentum sinnvoll in Nutzung genommen wird, um Erträge zu erzielen. Es ist eine Anlageform neben Aktien, Devisen oder Investmentfonds, doch als Sachwert weist sie eine Besonderheit auf: Weil es sich um einen realen Vermögensgegenstand handelt, ist das Preisschwankungsrisiko vergleichsweise gering, und stabile laufende Erträge (Bestandserträge) lassen sich leichter anstreben. Ein unbebautes, brachliegendes Grundstück verursacht dagegen fortlaufend allein Grundsteuer, weshalb eine frühzeitige Nutzungsplanung wünschenswert ist. Für DACH-Investoren ist hier ein grundlegender Unterschied wichtig: Während in Deutschland unbebaute Bauerwartungsflächen häufig gezielt als spekulative Wertreserve gehalten werden, wirkt das japanische Steuersystem aktiv darauf hin, eine Brache in eine bebaute, ertragbringende Nutzung zu überführen.

Zugleich ist Grundstücksaktivierung keineswegs die simple Rechnung „bauen gleich verdienen". Wer Lage, Nachfrage und Ausstiegsstrategie falsch liest, kann über lange Zeiträume eine drückende Fremdfinanzierung mit sich schleppen. Gerade deshalb ist der Ausgangspunkt, die Eigenart jeder einzelnen Methode richtig zu verstehen und eine Wahl zu treffen, die zum eigenen Grundstück und zur eigenen Finanzplanung passt.

Warum das bloße Liegenlassen einer Brache nachteilig ist

Das größte Problem daran, ein unbebautes Grundstück dauerhaft zu halten, liegt darin, dass der Ertrag bei null bleibt, während allein die Unterhaltskosten anfallen. Besonders die Grundsteuer fällt hier ins Gewicht: Wird ein Wohngebäude errichtet, greift die jūtaku-yōchi no tokurei (住宅用地の特例, Steuervergünstigung für Wohnbaugrundstücke) — eine Ermäßigung der Bemessungsgrundlage für bebaute Wohnflächen. Eine reine Brache fällt nicht darunter, sodass die Steuerlast relativ schwerer wiegt. Hinzu kommt der Verwaltungsaufwand durch Unkraut, illegale Müllablagerung und Grenzstreitigkeiten. Im Gegensatz zur deutschen Grundsteuerreform, die seit 2025 die Bewertung neu ordnet, aber keine vergleichbare Bebauungsprämie in dieser Form kennt, koppelt Japan die Steuerhöhe unmittelbar an die Frage, ob Wohnraum auf dem Grundstück steht.

Freilich kann es auch eine bewusste Strategie sein, ein Grundstück in Erwartung eines späteren Veräußerungsgewinns (Wertsteigerungsgewinn) gezielt weiterzuhalten. Doch selbst dann ist eine nüchterne Kalkulation unverzichtbar, die Haltekosten und erwartete künftige Wertsteigerung gegeneinander abwägt. Am ehesten zu vermeiden ist der Zustand, ein Grundstück ohne klaren Grund einfach „irgendwie" weiter zu besitzen.

Die fünf gängigen Methoden der Grundstücksaktivierung im Vergleich

1. Wohnungsbau — Mehrfamilienhaus und Apartmentanlage

Der Bau von Mietwohnungen zur Erzielung von Mieteinnahmen ist die gängigste Methode. Die anfänglichen Baukosten sind zwar hoch, dafür gilt: Bei stabil aufrechterhaltener Auslastung entsteht ein langfristiges leistungsloses Einkommen, und es lässt sich zugleich ein Kompressionseffekt bei der Erbschaftsteuer-Bewertung erwarten. Ob für Studierende, Alleinstehende oder Familien — die Festlegung der Zielgruppe noch vor Baubeginn entscheidet maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg. Der erwähnte Erbschaftsteuereffekt ist für DACH-Leser besonders erklärungsbedürftig: In Japan wird ein vermietetes Wohngebäude für die sōzokuzei (相続税, Erbschaftsteuer) niedriger bewertet als Barvermögen oder eine Brache, was die Aktivierung zu einem verbreiteten Instrument der Nachlassplanung macht — ein Hebel, den das deutsche Erbschaftsteuerrecht mit seinen Verschonungsregeln zwar anders, aber ebenfalls kennt.

Steuerlich lassen sich Abschreibungen, Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen als Aufwand ansetzen; fallen die Einkünfte aus Vermietung negativ aus, ist zudem eine Verlustverrechnung mit Arbeitseinkommen möglich. Da die Mietpreisgestaltung über den Vermögenswert entscheidet, ist die präzise Auslegung eines lagegerechten Mietniveaus der Schlüssel zur Ertragsmaximierung. Anders als in weiten Teilen Deutschlands, wo die Mietpreisbremse den Spielraum bei Neuvermietungen begrenzt, ist die Mietfestsetzung in Japan grundsätzlich freier, was der Bewirtschaftungsstrategie mehr Gewicht verleiht.

2. Einfamilienhaus zur Vermietung

Der größte Vorzug besteht darin, dass sich diese Form bereits auf vergleichsweise kleinen Grundstücken realisieren lässt; hinzu kommt die Flexibilität, das Objekt später leicht zur Eigennutzung oder zum Verkauf umzuwidmen. Familien neigen zu langfristigem Verbleib, sodass die niedrige Fluktuation reizvoll ist. Da sich pro Gebäude jedoch nur eine Wohneinheit vermieten lässt, sinkt der Ertrag bei Leerstand auf null. Man muss sich bewusst sein, dass die Ertragsstreuung gegenüber einem Mehrfamilienhaus fehlt. Für DACH-Investoren, die den Wohnungsmarkt eher über Eigentumswohnungen oder Zinshäuser denken, ist das vermietete Einfamilienhaus als planbares Renditeobjekt eine im japanischen Kontext deutlich verbreitetere Anlagekategorie.

3. Sharehouse — Wohngemeinschaft mit Gemeinschaftsflächen

Eine Mietform mit mehreren Individualzimmern und gemeinschaftlich genutzten Bereichen wie Küche und Wohnzimmer. Sie erlaubt es, die Baukosten je Zimmer zu senken und zugleich die Gesamtmiete zu erhöhen, geht aber mit häufigen Ein- und Auszügen einher, sodass die Verwaltungskosten für Betrieb und Reinigung tendenziell steigen. Lässt sich die Nachfrage von Alleinstehenden in urbanen Lagen erschließen, stabilisiert sich die Auslastung; verlangt wird jedoch die Fähigkeit, mit Konflikten zwischen den Bewohnern umzugehen. Das japanische shea-hausu (シェアハウス) ist dabei kein exaktes Pendant zur deutschen Wohngemeinschaft: Es handelt sich meist um ein professionell betriebenes, möbliertes Vermietungsmodell mit einheitlichem Betreiber, nicht um einen von Mietern selbst organisierten Zusammenschluss.

4. Waschsalon (Coin Laundry)

Diese Form lässt sich auch auf kleinen Grundstücken gut starten und benötigt kein dauerhaft anwesendes Betriebspersonal. Vorteilhaft sind stabile Einnahmen durch Stammkundschaft und niedrige laufende Kosten; nachteilig ist, dass die anfänglichen Investitionskosten für die Geräteausstattung hoch ausfallen. Ob sich das eingesetzte Kapital zurückverdienen lässt, entscheidet eine Standortanalyse, die Einzugsgebiet, Haushaltsstruktur und die Verteilung konkurrierender Einrichtungen berücksichtigt. Während in Deutschland der Waschsalon vielerorts als rückläufiges Nischenformat gilt, ist er in Japan wegen kompakter Wohnungen ohne eigenen Trockner und wegen des feuchten Sommerklimas ein etabliertes, alltägliches Angebot — ein Nachfragehintergrund, den DACH-Investoren mitdenken sollten.

5. Photovoltaik — Solarstromerzeugung

Bei dieser Methode wird eine Erzeugungsanlage installiert und der Strom eingespeist und verkauft. Nutzt man das gewerbliche Einspeisevergütungssystem FIT (kotei-kakaku-kaitori-seido, 固定価格買取制度, Fixed-price purchase / feed-in tariff), ist der Einspeisepreis über einen festgelegten Zeitraum garantiert, was die langfristige Planbarkeit erhöht. Geeignet sind vor allem sonnenreiche Grundstücke im Umland; zugleich bestehen Risiken durch alterungsbedingt nachlassende Erzeugungseffizienz und Anlagenschäden. Da sich Ausgestaltung und Vergütungssätze je Haushaltsjahr ändern, prüfen Sie bitte vor Beginn die jeweils aktuellen Konditionen. Das japanische FIT ähnelt im Grundprinzip dem deutschen EEG-Vergütungsmodell, aus dem DACH-Leser die Mechanik kennen; die konkrete Höhe der Vergütung, die Laufzeiten und der regulatorische Rahmen weichen jedoch erheblich ab und lassen sich nicht eins zu eins übertragen.

Die für die Methodenwahl nötigen Entscheidungskriterien — geordnet in einer Vergleichstabelle

Welche Methode optimal ist, hängt von den Bedingungen und Zielen des Grundstücks ab. Die folgende Übersicht ordnet die allgemeinen Tendenzen. Sie dient ausschließlich der Orientierung; die tatsächlichen Werte schwanken je nach Lage, Größe und Zeitpunkt erheblich.

MethodeAnfangskostenErtragsstabilitätVerwaltungsaufwandRichtwert der geeigneten Grundstücksfläche
Mehrfamilienhaus / Apartmenthochhoch (bei stabiler Auslastung)mittelmittel–groß
Einfamilienhaus zur Vermietungmittelmittel (null bei Leerstand)niedrigklein
Sharehousemittelmittelhochmittel
Waschsalonhoch (Ausstattung)mittelniedrigklein
Photovoltaikhoch (Ausstattung)hoch (während der FIT-Laufzeit)niedrigmittel–groß

Vom Standort her denken

Liegt das Grundstück bahnhofsnah oder in einer Gegend mit dichter Wohnraumnachfrage, ist der Mietwohnungsbau die erste Wahl. Ist es im Umland gelegen und sonnenreich, bietet sich Photovoltaik an; liegt es an einer Hauptverkehrsstraße mit Platz für Stellplätze, kommt ein Waschsalon in Betracht — so grenzt die Eigenart des Grundstücks die aussichtsreichen Optionen ein. Der Hinweis „bahnhofsnah" hat für DACH-Leser besonderes Gewicht: In Japan ist die fußläufige Entfernung zur nächsten Bahnstation (eki, 駅) der zentrale Werttreiber im Wohnungsmarkt, weit stärker gewichtet als die reine Innenstadtlage, wie sie im deutschsprachigen Raum oft im Vordergrund steht.

Von Kapital und Ausstieg her denken

Zu prüfen sind gemeinsam die Stärke des Eigenkapitals, der Fremdkapitalspielraum sowie der künftige Ausstieg über Verkauf oder Vererbung. Steht die Nachlassoptimierung im Vordergrund, spricht dies für Mietwohnungen; kommt es auf geringe Bindung und leichte Handhabung an, für die anlagengestützten Formen — das Ziel bestimmt also die Methode. Gerade der Aspekt der Vererbung führt bei DACH-Investoren häufig zu Fehleinschätzungen, weil die japanischen Bewertungsregeln für vermietete Immobilien in der Erbschaftsteuer eine andere Logik verfolgen als das deutsche oder österreichische Recht.

Die Kennzahlen, die Sie in jeder Ertragssimulation unbedingt prüfen sollten

Wenn Ihnen ein Vorschlag unterbreitet wird, ist entscheidend, nicht nach der optisch hohen Bruttomietsumme, sondern nach dem „Überschuss" zu urteilen. Prüfen Sie mindestens die folgenden Kennzahlen mit eigener Hand nach.

  • Bruttorendite und Nettorendite — die Nettorendite ist die realitätsnähere Zahl, weil sie Nebenkosten, Leerstandsverluste und Instandhaltungskosten in Abzug bringt.
  • Cashflow — das Bargeld, das nach Bedienung des Darlehens tatsächlich übrig bleibt. Ob dieser Wert dauerhaft positiv trägt, prüfen Sie mit höchster Priorität.
  • Die zugrunde gelegte Leerstandsquote — eine Simulation, die Vollvermietung unterstellt, ist gefährlich. Rechnen Sie mit einer konservativen Annahme, die einen gewissen Leerstand einkalkuliert.
  • Rücklage für Großinstandsetzungen — die alle rund zehn bis fünfzehn Jahre anfallenden Kosten für Erneuerung von Fassade, Dach und Anlagentechnik verteilen Sie anteilig auf die jährliche Ertragsrechnung.

Steuerliche und rechtliche Eckpunkte, die man kennen sollte

Grundstücksaktivierung ist eng mit dem Steuerrecht verwoben. Als grundsätzlicher Leitgedanke gilt: Wird ein Wohngebäude errichtet, mindert sich die Last aus Grundsteuer und toshi-keikakuzei (都市計画税, Stadtplanungssteuer), und vermietete Wohngebäude führen zugleich zu einer Kompression der Erbschaftsteuer-Bewertung. Andererseits bestimmen Bauvorschriften wie das yōto-chiiki (用途地域, Nutzungszonierung / Baugebietstyp), die kenpeiritsu (建ぺい率, Grundflächenzahl) und die yōsekiritsu (容積率, Geschossflächenzahl) über die Größe des zulässigen Gebäudes. Für DACH-Leser sind diese Kennziffern gut anschlussfähig, da sie den deutschen Größen GRZ und GFZ aus dem Bebauungsplan strukturell entsprechen — die japanischen Zonierungskategorien sind jedoch anders geschnitten und mischen Wohnen und Gewerbe oft feiner.

Steuerbeträge und Anwendungsvoraussetzungen unterscheiden sich von Grundstück zu Grundstück und von Zeitpunkt zu Zeitpunkt, und Gesetzesänderungen sind häufig. Gerade deshalb empfehlen wir, Allgemeinaussagen nicht ungeprüft zu übernehmen, sondern eine individuelle Prüfung durch Fachleute wie Steuerberater oder Architekten einzuschalten. Auch wir sehen es als Grundhaltung, Nachteile und Einschränkungen ehrlich mitzuteilen.

Praktische Schritte, um Fehlschläge zu vermeiden

  1. Bestandsaufnahme — prüfen Sie Fläche, Zuschnitt, Nutzungszone und Erschließungssituation des Grundstücks und ordnen Sie die Voraussetzungen der Aktivierung.
  2. Marktanalyse — untersuchen Sie Mietnachfrage, Wettbewerb und Marktniveau im Umfeld und bestimmen Sie die anzusprechende Mieterschicht.
  3. Vergleich mehrerer Konzepte — entscheiden Sie nicht auf Basis des Vorschlags eines einzigen Anbieters, sondern holen Sie Ertragspläne von mehreren Anbietern ein und gleichen Sie die Plausibilität der Annahmen ab.
  4. Festlegung der Finanzplanung — prüfen Sie die Balance aus Eigenkapital und Fremdmitteln sowie den Cashflow nach Tilgung.
  5. Gestaltung der Betriebsstruktur — zeichnen Sie den Betrieb bis hin zur Auswahl der Verwaltungsgesellschaft und zur Strategie der Mietersuche noch vor Baubeginn vollständig durch.

Die INA-Perspektive — Grundstücksaktivierung denkt in „Langfristigkeit" und „Menschen"

Wenn wir zur Grundstücksaktivierung beraten werden, ist das Erste, was wir vermitteln, die Haltung: „Gestalten wir nicht die kurzfristige Rendite, sondern einen über die lange Frist tragfähigen Ertrag." Nicht eine schöngerechnete Kalkulation, die eine Amortisation in wenigen Jahren verspricht, sondern gerade ein konservativer Plan, der zwanzig, dreißig Jahre vorausschaut, schützt im Ergebnis das Vermögen des Grundeigentümers. Eine an der langfristigen Perspektive ausgerichtete Entscheidung ist das Feld, auf dem der Vermögenswert Immobilie am stärksten belohnt, davon sind wir überzeugt. Diese Haltung passt zum konservativen, langfristig orientierten Anlageverständnis, das im DACH-Raum traditionell hoch geschätzt wird.

Zudem entscheidet sich Erfolg oder Misserfolg der Mietbewirtschaftung letztlich am „Menschen". Nicht allein das Bereitstellen des Gebäudes als Hülle, sondern ein Betrieb, für den sich Mieter dauerhaft entscheiden, und die Zusammenarbeit mit einem vertrauenswürdigen Partner — erst dann werden die Erträge stabil. Wir legen Wert darauf, nicht nur die günstigen Zahlen, sondern auch Risiken und Nachteile ehrlich zu teilen und gemeinsam eine Wahl zu zeichnen, mit der alle Beteiligten einverstanden sein können. Das Gesamtbild der Grundstücksaktivierung greifen wir fortlaufend auch in der Kategorie ina-network auf.

Zusammenfassung

Grundstücksaktivierung ist eine aussichtsreiche Option, um aus einer Brache — einem „Vermögenswert, der Unterhaltskosten erzeugt" — einen „Vermögenswert, der Erträge erzeugt" zu machen. Vom Mehrfamilienhaus bis zur Photovoltaik unterscheiden sich Anfangskosten, Ertragsstabilität, Verwaltungsaufwand und das geeignete Grundstück je Methode erheblich. Entscheidend ist, die Sache an den Achsen Lage, Kapital und Ausstieg auf die eigenen Bedingungen zu beziehen und mit einer konservativen Simulation nachzurechnen, die nicht auf die Annahme der Vollvermietung baut. Wählen Sie im Zweifel einen Partner, der auch die Nachteile ehrlich benennt, und entscheiden Sie aus der langfristigen Perspektive.

Häufig gestellte Fragen

F. Wie hoch fällt die Grundsteuer aus, wenn ich das Grundstück nicht aktiviere?

Die kotei-shisanzei (固定資産税, Grundsteuer) berechnet sich grundsätzlich, indem auf die Steuerbemessungsgrundlage der Regelsteuersatz von 1,4 % angewandt wird. Wird auf dem Grundstück ein Wohngebäude errichtet, greift die Steuervergünstigung für Wohnbaugrundstücke und die Last mindert sich; bei einer reinen Brache entfällt diese Ermäßigung, sodass die Steuerlast relativ schwerer wiegt. Da sich der genaue Betrag je nach Bewertungswert und Kommune unterscheidet, empfehlen wir die Prüfung anhand Ihres Steuerbescheids. Anders als bei der neu geordneten deutschen Grundsteuer ist dieser fest an den Wohnungsbau geknüpfte Ermäßigungsmechanismus eine japanische Besonderheit.

F. Wie hoch sind die Anfangskosten für den Bau eines Mehrfamilienhauses?

Sie schwanken stark nach Konstruktion, Größe und Ausstattung des Gebäudes sowie nach Region und Zeitpunkt; ein Preis je Flächeneinheit ist nur ein Anhaltspunkt. Besitzen Sie das Grundstück bereits, bilden die eigentlichen Gebäudekosten den Schwerpunkt der Ausgaben — wichtig ist jedoch, die Finanzplanung auf den Gesamtbetrag zu stellen, einschließlich Planungskosten, verschiedener Antragsgebühren, Außenanlagen und Nebengewerken. Vergleichen Sie mit Angeboten mehrerer Anbieter bei angeglichenen Annahmen.

F. Lohnt sich eine Investition in Photovoltaik auch jetzt noch?

Die Einspeisevergütung ist tendenziell rückläufig, zugleich sinken jedoch die Anlagenkosten. Hinzu kommt, dass sich ein Betrieb, der den Eigenverbrauch über die Einspeisung stellt, zunehmend verbreitet. Wir empfehlen, die Amortisationsdauer auf Grundlage der aktuellen Ankaufskonditionen, der Anlagenkosten und der installierbaren Kapazität zu kalkulieren und gemeinsam mit den Standortbedingungen wie der Sonneneinstrahlung zu beurteilen. DACH-Leser, die diese Abwägung vom EEG her kennen, sollten die abweichenden japanischen Konditionen gesondert prüfen.

F. Wie sollte ich einen Anbieter für die Grundstücksaktivierung auswählen?

Grundlage ist, sich von mehreren Anbietern Vorschläge geben zu lassen und die Annahmen der Ertragssimulation, die Baukosten, die Verwaltungsstruktur und die Referenzen nebeneinander zu vergleichen. Entscheiden Sie nicht auf Basis des Vorschlags eines einzigen Anbieters, sondern nutzen Sie eine Zweitmeinung. Ob ein Anbieter nicht nur die günstigen Zahlen, sondern auch Risiken und Einschränkungen ehrlich erläutert, ist zudem ein wichtiges Kriterium, um einen vertrauenswürdigen Partner zu erkennen.

Daisuke Inazawa, President & CEO of INA&Associates Inc.

Autor

Präsident und CEO — INA&Associates Inc.

Präsident und CEO der INA&Associates Inc. Verantwortet Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai. Spezialisiert auf Investitionsstrategien für Renditeimmobilien und Beratung für ultravermögende Privatanleger.

Daisuke Inazawa ist Präsident und CEO der INA&Associates Inc., eines japanischen Immobilienunternehmens mit Hauptsitz in Osaka und einer Niederlassung in Tokio. Er verantwortet die drei Kerngeschäfte des Unternehmens — Immobilienvermittlung, Mietvermittlung und Property Management — im Großraum Tokio sowie in der Region Kansai.

Seine Expertisefelder umfassen Investitionsstrategien für ertragbringende Immobilien, Ertragsoptimierung im Mietgeschäft, Immobilienberatung für ultravermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Investoren sowie grenzüberschreitende Immobilieninvestments. Er bietet datenbasierte Beratung mit langfristigem Horizont für Investoren in Japan und im Ausland.

Unter dem Leitbild „das wichtigste Vermögen eines Unternehmens sind seine Menschen" positioniert er INA&Associates als „Unternehmen für Investitionen in Humankapital" und engagiert sich für nachhaltige Unternehmenswertschöpfung durch die Entwicklung von Talenten. Als Unternehmer äußert er sich darüber hinaus regelmäßig zu Führung und Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels.

Er hat elf japanische Berufsqualifikationen erworben: lizenzierter Immobilienmakler (Takken), zertifizierter Real Estate Consulting Master, lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter, lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung, zertifizierter Mietverwalter, Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist), zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Brandschutzbeauftragter Klasse A, zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien, zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen und lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte.

  • Lizenzierter Immobilienmakler (Takken)
  • Zertifizierter Real Estate Consulting Master
  • Lizenzierter Eigentumswohnungsverwalter
  • Lizenzierter Supervisor für Gebäudeverwaltung
  • Zertifizierter Mietverwalter
  • Gyōseishoshi (Verwaltungsjurist)
  • Zertifizierter Datenschutzbeauftragter
  • Brandschutzbeauftragter Klasse A
  • Zertifizierter Spezialist für Zwangsversteigerungsimmobilien
  • Zertifizierter Instandhaltungsingenieur für Eigentumswohnungen
  • Lizenzierter Supervisor für Kreditgeschäfte