J-REIT ist ein Anlageprodukt, mit dem grundsätzlich jeder über ein Wertpapierkonto in Immobilien investieren kann. Da keine Immobilie direkt gekauft werden muss und ein Einstieg mit kleinen Beträgen möglich ist, wächst das Interesse daran.
Was ist J-REIT?
J-REIT ist ein Anlageprodukt, das es ermöglicht, Miteigentümer einer Immobilie zu werden. Dabei wird Kapital von einer Vielzahl von Anlegern eingesammelt und in Immobilien wie Bürogebäude, Wohnobjekte und Gewerbeimmobilien investiert. Die Mieteinnahmen oder Veräußerungsgewinne werden anschließend an die Anleger ausgeschüttet.
Welche Vorteile bietet J-REIT?
Bei einer klassischen Immobilieninvestition sind fundierte Kenntnisse und Erfahrung bei Objektauswahl, Verhandlungen, laufender Verwaltung und Eigentümerpflichten erforderlich. Bei J-REIT können diese Aufgaben an die Verwaltungsgesellschaft delegiert werden, was insbesondere für Einsteiger der größte Vorteil ist.
Die Verwaltungsaufgaben übernimmt die Verwaltungsgesellschaft
Bei J-REIT übernimmt die Verwaltungsgesellschaft die gesamte Objektauswahl, Verhandlung und Bewirtschaftung. Anleger profitieren zudem von der Liquidität, ihre Anteile jederzeit über den Markt verkaufen zu können. Da es sich um eine beschränkte Haftung ohne Verluste über den Anlagebetrag hinaus handelt, lassen sich die Risiken einer direkten Immobilienanlage bis zu einem gewissen Grad abfedern.
So kauft man J-REIT
Der Kauf von J-REIT funktioniert im Grundsatz wie der Aktienhandel. Sie eröffnen ein Konto bei einer Wertpapiergesellschaft und handeln dann an der Börse. Derzeit sind mehr als 60 Titel handelbar.
Vier Punkte, auf die Sie bei der Auswahl achten sollten
- Typ der Hauptimmobilien: Je nach Titel unterschiedlich, etwa Bürogebäude, Gewerbemieter oder Wohnimmobilien
- Standort der Immobilien: Viele Objekte liegen im Großraum Tokio und in den drei großen Ballungsräumen, es gibt aber auch regionale Immobilien
- Vermögensgröße und Eigenkapitalquote: Die Stabilität lässt sich anhand der Anzahl der gehaltenen Objekte und des Anschaffungsvolumens beurteilen
- Referenzpreis und Ausschüttungsrendite: Ein Kauf ist ab etwa 20.000 Yen möglich. Als Richtwert gelten 3 bis 5 % Ausschüttungsrendite
Worin unterscheidet sich J-REIT von Aktieninvestments?
Dividenden aus Aktien basieren auf Unternehmensgewinnen, sodass bei schlechter Geschäftsentwicklung das Risiko eines Dividendenausfalls besteht. Bei J-REIT stammen die Erträge hingegen aus Immobilienmieten, sodass verlässlichere Ausschüttungen zu den Stärken von J-REIT zählen. Dennoch besteht das Risiko fallender Referenzpreise infolge veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Q. Wie viel Kapital braucht man mindestens, um mit J-REIT zu beginnen?
Das hängt vom jeweiligen Titel ab, aber es gibt Titel, die bereits ab rund 20.000 Yen gekauft werden können. Mit einem Wertpapierkonto ist daher auch ein Einstieg mit kleinen Beträgen möglich.
Q. Hat J-REIT die gleichen Risiken wie Aktien?
Ein Kursrisiko besteht ähnlich wie bei Aktien. Da die Erträge jedoch aus Immobilienmieten stammen, sind im Vergleich zu aktienbasierten, direkt von der Unternehmensentwicklung abhängigen Anlagen relativ stabilere Ausschüttungen zu erwarten.
Q. Kann man J-REIT jederzeit verkaufen?
Da J-REIT an der Börse gehandelt wird, kann innerhalb der Handelszeiten jederzeit verkauft werden. Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber direkten Immobilieninvestitionen.
Q. Fallen auf Ausschüttungen Steuern an?
Auf Ausschüttungen wird eine Quellensteuer von rund 20 % erhoben. Bei Nutzung eines NISA-Kontos können die Ausschüttungen auch steuerfrei vereinnahmt werden.
Q. Für wen eignet sich J-REIT?
J-REIT eignet sich für Menschen, die sich für Immobilien interessieren, aber den Verwaltungsaufwand vermeiden möchten, die mit kleinen Beträgen breit streuen wollen oder die auf der Suche nach stabilen Ausschüttungserträgen sind.